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D rere
Nr. 21.
Mitteldentsche Sonntaas⸗Zeitung.
Seite 7.
Arbeiterbewegung kennea, die mir von Vaters Zeiten her als etwas ganz Häßliches bekannt war. Es erwachte in mir der Drang nach Wissen und durch eifriges Studium der sozia⸗ listischen Literatur wurde ich bald Sozialdemo⸗ krat— und damit ein neuer Mensch!
Ich arbeitete in einer Stadt am Rhein. Die Frühlingssonne lachte auf die in voller Blüte und Pracht stehenden Auen und die Arbeiterschaft rüstete zum Weltfeiertag des Proletariats, zum 1. Mai.
Ein herrlicher Maitag war es, als ste hinaus marschierten in dröhnendem Schritt, die Arbeiterbataillone, und unter den Klängen des Sozialistenmarsches in den reich geschmückten Festplatz einzogen. Was war das für ein bekanntes Gestcht unter den roten Sängern, die eben das Podium betraten?... Mein Auge haftete auf ihm... unsere Blicke be⸗
gegueten sich... der war's— mein Todfeind!
Mein Herz klopfte furchtbar vor Erregung. Ein solches Zusammentreffen, am 1. Mat, dem Weltfeiertag, wo sich die Proletarier aller Länder die Bruderhand reichen, über den Rhein, über die Alpen, über den Ozean! Ich hörte nichts von dem das Fest eröffnenden Chor, allerhand Erinnerungen und Gedanken schwirrten durch meinen Kopf. Da!— Einig! Einig! Einig müßt Ihr werden!“ brauste es in mächtigen Akkorden über den Festplatz und machte auf mich einen überwältigenden Eindruck. Tränen flossen mir in die Augen und ich konnte das Ende des Liedes kaum mehr abwarten. Ich fühlte, daß in unseren Herzen beim Wieder sehen fern von der Heimat aller Groll vergessen war und daß wir uns nun die Hände reichen können. Am ganzen Körper zitternd, eilte ich auf den eben das Podium verlassenden„Todf ind“ zu; er kam mir entgegen:—— Paul!
Karl!—— ein herzlicher Händedruck und wir waren wieder Frennde!
Egoismus und Zank um schnöden Mammon seitens unserer Väter hatte uns entzweit, der Kampf gegen politische Rechtlosigkeit und Aus⸗ beutung, die Demonstration für Freiheit, Gleich⸗ beit und Brüderlichkeit hat uns wieder vereint.
e schönste Maifest, das ich bis⸗ bi hatte.
Allerlei.
Das Vermögen des Zaren. Dieser Tage wurde aus Petersburg berichtet, daß der Zar 200 Millionen Rubel zum russtschen Kriegs-
fonds aus seiner Privatschatulle beigesteuert habe. Das wird zwar nicht wahr sein, aber leisten könnte sich's der Zar sicherlich, denn er ist zweifellos der reichste Mann der Welt. Ueber den vollen Umfang des Riesen⸗ vermögens ist niemand genau unterrichtet. Das offizielle Einkommen des Zaren beläuft sich allerdings„nur“ auf 40 Millionen Kro⸗ nen jährlich. Das ist aber nur ein kleiner Teil seines Reichtums und die Ausgaben zur Erhaltung des kaiserlichen Haushaltes würden kaum zu bestreiten sein, wenn der Zar nur von seinem offiziellen Einkommen abhängig wäre. Seine„Ausgaben“ sind nämlich nicht klein. Der Staatsball, der gerade beim Ausbruch des Krieges mit Japan gegeben wurde, kostete der Schätzung nach mehr als vier Millionen Kronen! Außer dem Schah von Persten besitzt niemand in der Welt ein größeres Bermögen in Diamanten und Edelstein en als der Zar. Der be⸗ rühmte Orlopdiamant ist nur der größte Stern in einem Riesensternbild. Als Nikolaus II. vor einigen Jahren gekrönt wurde, wetteiferten seine bedeutendsten Vasallenfürsten, der Emir von Buchara und der Chan von Chiwa, mit⸗ einander, ihm die reichsten Geschenke zu machen. Der Chan schenkte eine kostbare Schnur mit Perlen, die die schönsten der Welt sein sollen, und Diamanten und Smaragde und Rubinen. Nach niedriger Schätzung haben diese Geschenke einen Wert von zehn Millionen Kronen. Der Emir stand nicht weit hinter ihm zurück. Auch der Hetman der Donschen Kosaken, Fürst Swjetopolk Mirskt II., wie überhaupt die ersten Adeligen und 5 Fürsten des Reiches brachten dem Zaren prächtige Geschenke dar. Es gibt doch keinen andern Herrscher, dem so häufig Legate zufließen wie dem Zaren. Seine Unter⸗ tanen hinterlassen ihm ständig testamentarisch große Geldsummen... Ein hoher russischer Würdenträger machte dem Vertreter eines Lon⸗ doner Blattes kürzlich folgende interessante Mitteilung über den Reichtum des Zaren:„Es ist unmöglich, den Reichtum des Zaren genau abzuschätzen, aber meiner Meinung nach und
bei der vorsichtigen Schätzung muß er aus
allen ihm zu Gebote stehenden Quellen weit mehr als 200 Millionen Kronen jährlich einnehmen. Dabei sind die großen Schätze in barem Geld, Gold- und Silber⸗ barren und Diamanten, die in den Gewölben des Schlosses von Peterhof, in der Kronstadter
Zitadelle und anderswo aufgespeichert werden,
nicht mitgerechnet...“— Und seine Untertanen hungern! 5
Splitter.
Es giebt Nüsse, deren Schale so hart ist, daß, wenn man ste aufbeißt, die Zähne darauf gehen, so, daß das weiche Fleisch nicht mehr schmeckt. Eben solche Wahrheiten gibt's. Friehic Hebbel.
* *
Alte soll man ehren, Junge soll man lehren, Weise soll man fragen, Und Narren ertragen.
Wartburgspruch. * 12
* Mach' andern Freude! Du wirst erfahren, daß Freude freut. F. Th. Vischer.
Humoristisches
Ein angenehmer Gast. Wirt:„Hat der Herr, der so viel gegessen und getrunken, auch bezahlt?“
Kellner:„Nein, er ist mit der Zeche durchge⸗ brannt.., aber vorher hat er sich noch das Be⸗ schwerdebuch geben lassen!“
Abgefertigt. Spieß bürger: Die Türket, das ist mein Land; dort giebt es keine Schweine und keine Sozialdemokraten.
Sozialdemokrat: Na, dann müßten eigent⸗ lich wir beide dorthin, um diesem dringenden Bedürfnis abzuhelfen.(W. Jak.)
Unpassend.„Denken Sie sich, die junge Frau Doktor hat Drillingen das Leben geschenkt.“
„Was Sie sagen? Und die Da e hat doch sonst eine ganz gute Erziehung genossen.“—
Geschichtskalender.
22. Mai. 1879: Reinders, soz. Reichstags⸗ abgeordneter F. 1872: Soz. Kongreß in Gotha.
23. 1898: Savonarola, ital. Volksredner und Politiker in Florenz von den Pfaffen verbrannt.
24. 1897: Prozeß gegen den Polizeirat Tausch in Berlin. 1878: Erstes Sozialistengesetz abgelehnt.
25. 1901: Einigungskongreß der französischen So⸗ zialisten in Lyon. 1871: Pariser Kommune: Erschieß⸗ ung der Geiseln, Kriegsminister Delescluze gefallen.
26. Kadett Hüssener zu 4 Jahren Gefängnis ver⸗ urteilt. 1901: Ende der„Weltmarschallschaft“ Walder⸗ see' s. 1265: Dante, Italiens größter Dichter geboren.
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