Ausgabe 
5.6.1904
 
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Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.

Seite 7.

gen leuchteten und, wie auch die weichen Mer, bei Gruber's Antwort ein wenig lächelten.

denWorin kann ich den Damen mit ihr Klappe dienen fügte er, sich erhebend, hinzu.

damm un Hexentanzplatz, die Georgs. und Viktorshöhe, r a0 fl 8 1 01 Dame 955 1 Oe uns er Boll trocken klingenden Stimme.Können Sie uns dͤelloch dahin führen und was verlangen Sie dafür? Sie hielten ihn für einen Bergführer. Hans und lutz lachte in sich hinein, und die gute Laune reizte Ga.. ihn, nach einem zweiten Blick auf die jüngere denn fe Dame, die Rolle zu übernehmen.Sie haben tine ab wohl viel Gepäck? fragte er, noch zögernd. SgchllNein, nur eine Handtasche, sagte die e er iu Aeltere.Wir haben unsere Reisekörbe direkt winge. C mit der Bahn vorausgeschickt. Es kommt also 155 15. noch auf den Preis an, den Sie ver Hröße un langen. u Hüthe]Ach, darüber werden wir uns ja nachher 0 manch Bank 1 8 hne fe e Pfeife g an der ladet, Je] Bank hinter sich seine kleine Pfeife aus, um schuhen zu] sich nicht in das Gesicht sehen zu lassen. ue rageDas ist nicht meine Gewohnheit, bemerkte ande reh die Wortführerin mit großer Bestimmtheit. n Aermels!Man vermeidet auf diese Weise alles nach⸗ scharf g.! tägliche Reden und etwaige Streiten. Also ichte einig Ihre Begleiterin zupfte sie verstohlen an Platz h dem e lie und sie e 15 ause eintNun gut, liebe Irma, wenn Du meinst, 1 sagte sie, noch ein wenig zögernd.Also lassen ein Patz! wir 85 noch in der Schwebe und brechen f wir auf. 1 er f Hans Gruber zog seine silberne Taschenuhr ee S0 Möggee die Denen nur noch darauf 110 Re:, en n 10 aufmerksam machen, daß es bis Alextsbad eine dos kühl] Tagestour ist und wir bereits vier Uhr haben. zretts eln Auch werden sich die Damen vorher wohl noch ellen fefen ein wenig im Bodetal umsehen wollen, wenigstens eine klein] bis zum Bodekessel, da Sie einmal hier sind. al an un Gereuen würde es Sie sicherlich nicht. Sie kel. Sein, halten dann in Suderode Nachtruhe. älter 5 55 1 70 nh sahen nde 5 enen! an.Wir hatten nicht erwartet, daß es no 1 0 so weit bis Alexisbad sei, seufzte das ältere 15 35 Fräulein, und das jüngere rief darauf heiter: g erdeAlso erstes Reiseabenteuer: wir nächtigen in 0 gaht] Suderode, liebe Julie. Und Abenteuer möchten 1 15 dot 89 1 75 15 14 105 erleben als fahrende 8 Scholaren, n 2 ö b eJa, Liehste, wenn ich Jo gesund und rasti lunge ala wäre, wie Du, seufzte Julie nochmals und e sgh fügre entschlossen hinzu:Also dann vorwärts döüig gen in Gottes Namen. igeJa, das hilft nun nichts, wie Jung⸗Jochem Nordlände 1 Nl sagt, lachte Fräulein Irma und holte flink bon dem Platze, wo sie mit der Freundin zu

dab ch 1 wollen nach Alexisbad, über den

ehen Mittag gespeist hatte, deren elegante lederne nan, Handtasche und einen hübschen Rucksack, dessen schwehen, Riemen sie auf dem Rückwege gewandt über

crers Bohl ihre Schultern streifte.(Fortsetzung folgt.) 1 Allerlei.

1 Ein gutes Wort.

In letzter Zeit habe ich wiederholt folgende Bemerkung vernommen: Wenn das oder jenes

geschieht, dann tritt unsere Sektion aus dem Verband, oder unser Verband aus dem Gewerk⸗ schaftsbunde, aus dem Arbeiterbunde. Dabei habe ich mich weniger geärgert als geschämt, denn ich hörte die Unternehmer dabei lachen und sagen: Die Leute brauchen wir nicht ein⸗ mal zu fürchten, deren Forderungen können wir noch ruhig ablehnen. Die sind nicht gefähr⸗ lich. Wann werden wir einmal diese albernen Kinderunarten los? Die mögen etwa passen für einen Kegelklub, oder ein Tabaks⸗ kollegtum, oder eine Skat oder Saufgesellschaft, für Leute, die Vergnügen wollen, aber nicht für eine Gewerkschaft, in der man für die Existenz und die Rechte der Arbeiter kämpft, die also eine Notwendigkeit ist. Wir wollen mitbestimmen im Arbeitsvertrag, wir wollen Gemeinde und Staat meistern, ja, wir streben eine vollständige Umgestaltung der ganzen Ge⸗ sellschaft an und wir lassen uns immer wieder drohen, daß man wegen kleinlicher Mein⸗ ungsverschiedenheiten unsere eigenen Schöpfungen zerstören will? Welcher Widerspruch! Es ist wahrlich hohe Zeit, daß wir endlich einmal solche Albernheiten aus unsern Versammlungen und aus unserer Presse hinausweisen, denn sie blamieren und schädigen uns nur. Nicht fort⸗ Harfe nne und weiterarbeiten, das ist die Parole einer demokratischen Organisation. Was gesund ist, wird Meister werden und das Ungesunde mag verschwinden. Mehr Brüderlichkeit und weniger Rechthaberei, mehr freundliche Verständigung und freiwillige Disziplin und weniger Eigen⸗ sinn dann erst werden wir aus unserer Ohnmacht endlich einmal herauskommen.

So schrieb jüngst der alte Führer der schwei⸗ zerischen Sozialdemokratie, Hermann Greu⸗ lich. Möge jeder Parteigenosse und jedes Ge⸗ werkschaftsmitglied sich diese Worte zu Herzen nehmen, die ebenso, wie für ganze Gewerkschaften, für jedes einzelne Mitglied derselben und jeden Parteigenossen Geltung haben.

Splitter.

Das Königtum ist die nach dem Bilde Gottes gemachte Regierung; sie ist Traum. Die Republik ist die nach dem Bilde des Menschen gemachte Regierung; sie ist die politische Wirk⸗ lichkeit. 2

* Im Kopfe die Klarheit, Im Munde die Wahrheit, Im Herzen die Treue, Und nimmermehr Reue! **

* So lange die Vernunft allein ist, Man als Wahnsinn sie verhöhnt. Wenn der Wahnsinn allgemein ist, Wird er als Vernunft gekrönt.(Fl. Bl.)

Humoristisches Sozialistenvernichtung in der Ka serne. In der Kaserne des Leibkürasster⸗Re⸗ giments waren sozialistische Flugschriften ein⸗

geschmuggelt und verteilt worden. Der Kom⸗ mandeur, dem dies gemeldet wird, ordnet an, daß die Mannschaft über die Gefahren des Sozialismus und die Falschheit seiner Lehre unterrichtet werde. Bei der 3. Schwadron wird Leutnant Erbgraf von Halm⸗Schleinzingen mit dieser Aufgabe betraut. Er ist über diese Bestimmung sehr indigniert und findet es ko⸗ misch, daß man gerade von ihm, dem Erbgrafen von Halm⸗Schleinzingen, verlangt, daß er etwas vom Sozialismus wissen soll. Er greift auf den Rat eines Kameraden zum großen Meyer, aber das soll der Teufel verstehen und behalten, was der alles über den Sozialismus zu er⸗ zählen weiß. Plötzlich bekommt er eine groß⸗ artige Idee. Die Schwadron tritt an. Leutnant Erbgraf von Halm⸗Schleinzingen ruft:Kürassier Muricke, treten Sie mal vor eh und erzählen Sie den Leuten eh was über den Sozialismus. Wenn Sie fertig sind eh lassen Sie's wir mal nach dem Kasino sagen. Wozu war denn in der Schwadron der Sozi Muricke, dessen Beaufsichtigung und Ueberwachung dem Schwa⸗ dronschef zu besonderer Pflicht gemacht worden war, der mußte doch genug über diesen Höllen⸗ spuck wissen! Nach zwei Stunden wird gemel⸗ det, daß Muricke fertig sei. Leutnant Erbgraf von Halm⸗Schleiningen begiebt sich zur Schwa⸗

Lümmel von Sozzis wollen eh. Js Alles falsch eh erstunken und erlogen. eh. Sind lauter Schweinehunde eh und verdienen zu baumeln. Eh. Merkt Euch das. Eh. Weggetreten!

Ein Neidischer. Hubersepp: Höllsakra! Da lies i von dem Grafen von Königsmark, der wo von sel'm Vater sür's Heiraten jahrlt 14.000 Markeln kriagt. Und für jed's Kind, wo er macht, no 10,000 Markeln jährli extra! Kruzitürken, Kruzitürken! So'n Vater, wenn i hätt'. Alle Madeln im Dorf tät i heiraten, un olli Sonntäg müßt Kindstauf sein in der Kirch'n! Und nix wie Zwilling un Drilling müßt i krieg'n no extral

Südd. Postill. PPPPPPFFFTTCTCTCTCTCT(TFTTTTTTTTTTTTTT

Geschichtskalender. 5. Juni. 1902: Wilh. II. Polenübermuts⸗Rede in Marsenburg. 1728: Adam Smith, Begründer der National⸗Oekonomie

6. 1901: Waldersee verläßt China ohne Lorbeer.

7. 1870: Abschaffung des Sklavenhandels in England.

38. 1888: Reichs⸗Spitzelminister Puttkamer ge⸗ stürzt. 1896: Jules Simon, ehemaliges Mitglied der Internationale.

9. 1832: Gentz, Reaktionswerkzeug Metternichs F.

10. 1903: Serbische Offtziere ermorden ihren an⸗ gestammten König Alexander und seine Draga.

11. 1878: Auflösung des Reichstags(infolge der

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dron und apostrophiert sie wie folgt:Ihr habt jetzt gehört eh was eh die

Ablehnung des ersten Sozialistengesetzes). 8