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Nr. 22.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
Männliche tüchtige Geister werden durch Erkennen eines Irrtums erhöht und gestärkt.
Goethe.
55
Humoristisches. 5
Selbstbekenninis. Liberaler Kandidat: Ich bin ja so liberal! Ich schwärme für die Freiheit der Arbeit, gegen die Streikbrüder, für die freie Kon⸗ kurrenz, für die freie Liebe, für die freie Eisenbahnfahrt der Reichstagsabgeordneten, für die Steuerfreiheit von Handel und Gewerbe— na zum Donnerwetter, für mehr Freiheiten kann man doch als liberaler Mann nicht schwärmen.
Wenn zwei dasselbe tun— wollen. Prinzipal(zu seinem Kommis): Was einen Pfingst⸗ urlaub möchten's? Denken's denn, Sie sind so über⸗ flüssig, wie ein König, daß' immer auf der Reis' sein können?
Aus einer Genleinde⸗Versammlung. Krakeeler:„Krieg i' jetzt endli''s Wort?“— Bürger⸗ meister:„Ja, Du hast's Wort!... Aber jetzt halt Maul!“
Mißverständnis. Arzt(in der Sprechstunde zum Patienten):„Haben Sie Appetit?“— Patient: „Nun, wenn Sie gerade etwas bei der Hand haben, so will ich es nicht abschlagen.“
Geschichtskalender.
31. Mai. 1878: Untergang des deutschen Kriegs⸗ schiffes„Großer Kurfürst“ an der engl. Küste. 1817: Georg Herwegh; Wilh. Tölcke geboren. 1793: Sturz Robespierre's.
1. Juni. 1899: Zuchthausvorlage im Reichstage eingebracht.
2. 1882: Garibaldi, f. 1878: Nobiling⸗Attentat auf Wilhelm I.
3. 1902: Schießerei auf die streikenden Arbeiter in Lemberg. 1898: Paul Grottkau, soz. Agitator, früher in Berlin, in Milwaukee,.
4. 1899: Adeliger Rowdy⸗Krawall gegen Präsident Loubet in Paris.
5. 1897: Kriminalkommissar Tausch freigesprochen. 1728: Adam Smith, Begründer der National ⸗Oeko⸗ nomie,.
6. 1901: Waldersee verläßt China,— ohne Lor⸗ beer. 1867: Attentat auf Alexander II. von Rußland.
Sozialdemokratische Schriften zur Reichstagswahl.
Um unsere Genossen im Wahlkampfe wirksam zu unterstützen hat es sich die Partetleitung angelegen sein lassen, durch eine Reihe Broschüren Aufklärung über die wichtigsten bei der Reichstagswahl in Betracht kommenden Fragen zu schaffen. Bisher sind schon eine ganze Anzahl, verfaßt von den besten Parteischriftstellern, erschienen und ihr wertvoller Inhalt verleiht ihnen bleibenden Wert. Wir führen davon die nachfolgenden an und empfehlen unsern Freunden die ja nicht teuren Werkchen. Alle sozialistischen Schriften, auch die hier nicht eingeführten, können von der Expedition der „Mitteld. Sonntgs.⸗Ztg.“, bezogen werden. Bei Be⸗ stellungen von auswärts wird die vorherige Einsendung des Betrages nebst Porto erbeten.
Wen soll der Arbeiter wählen? Unter diesem Titel erscheint im Parteiverlage ein Wahlaufruf an die Arbeiter in Stadt und Land von Richard Calwer. Der Einzelpreis ist 10 Pfg.
Grundsätze und Forderungen der Sozial⸗ demokratie. Von Karl Kautsky und Bruno Schönlank. Preis 10 Pfg.
Enthält eine kurzgefaßte, allgemein verständliche Er⸗ läuterung des Erfurter Programms. Muß jeder Genosse besitzen!
Handelspolitik und Sozialdemokratie. Von Karl Kautsky. Eine populäre Darstellung der handelspolitischen Streitfragen. Preis 30 Pfg.
Christentum und Sozialismus. Von A. Bebel. Preis 10 Pfg.
Diese religiöse Polemik zwischen unserm Genossen und dem Kaplan Hohoff fand bereits in den Jahren 1873/74 statt. Der Inhalt des Schristchens ist aber noch heute durchaus zeitgemäß.
Die Vernichtung der Sozialdemokratie durch den Zentralverband deutscher Industrieller. Preis 20 Pfg.
Der Umsturz im Reichstage.(Die Kämpfe um den Zolltarif.) Preis 20 Pfg.
Winke für die Reichstagswahlen. Preis 10
Pfg,
Christliche Arbeiterpflichten. Jesuitische
Fragen und sozialdemokratische Antworten. Preis 20 Pfg. Sozialdemokratie und Zentrum.(Arbeiter⸗
versicherung und Zentrumspolitikd). Preis 20 Pfg. Lohnarbeit und Kapital. Separatabdruck
aus der Neuen Rheinischen Zeitung vom Jahre 1849
von Karl Marx. Preis 20 Pfg.
Weltkrach und Weltmarkt. Eine weltpoli⸗ tische Skizze von Fr. Mehring. Preis 25 Pfg.
Wahrer Jakob; Süddeutscher Postillon, Witzblätter. Erscheinen alle 14 Tage. Preis 10 Pfg. die Nummer.
Die Neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. Allwöchentlich ein Heft. Preis 25 Pfg.
Empfehlenswerte sozialistische Schriften.
Die Kolportage⸗Kommission des Wahlvereins— Gießen, Wirtschaft Orbig— empfiehlt:
Sozialistische Monatshefte. Jeden Monat ein zirka 80 Seiten starkes Heft. Preis pro Heft 50 Pfg.
Freie Stunden. Beste Romanlitteratur. Illu⸗ striert. Wöchentlich ein Heft. à 10 Pfg.
Die Hütte. Zeitschrift für das Volk und seine Jugend. Illustriert. Prachtvoll ausgestattet. Alle 14 Tage ein Heft. à 25 Pfg.
Die katholische Kirche und die Sozial⸗ demokratie. Von Karl Kautsky. Der Verfasser giebt in der kürzlich erschienenen Broschüre eine historische Darstellung der ökonomischen und politischen Grundlagen der katholischen Kirche und skizziert die prinzipielle und taktische Stellung, welche die Sozialdemokratie ihr gegen⸗ über einnimmt. Preis 30 Pfg.(Agitationsausgabe.)
Bernstein und das Sozialdemokratische Programm. Von Karl Kautsky. Eine Anti⸗ kritik. Preis brosch. 2 Mk.
Die Agrarfrage. Von Karl Kautsky. Eine Uebersicht über die Tendenzen der modernen Landwirt⸗ schaft und die Agrarpolitik der Sozialdemokratie. Preis brosch. 5 Mk., gebd, in Leinwand 6.50 Mk.
Wilhelm Liebknecht. Sein Leben und Wirken. Unter Benutzung ungedruckter Briefe und Aufzeichnungen. Herausgegeben von Kurt Eisner. Mit Porträts und Abbildungen. Preis 30 Pfg.
Dic Voraussctzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie. Von Ed. Bernstein. Preis brosch. 2 Mk.
Das Erfurter Programm. Von Karl Kautsky. Preis brosch. 1.50 Mk., gebd. 2 Mk.
Die agrarische Gefahr. Von Paul Göhr e. Der Verfasser schildert in gemeinverständlicher Sprache die einseitige agrarische Interessen⸗Bewegung von ihrer Entstehung bis zu ihrer heutigen das Volkswohl ge⸗ fährdenden Macht und legt dar, wie allein die sozial⸗ demokratische Bewegung die letzten Ziele dieser Bewegung des Junkertums und seiner Anhängsel verhindern kann.
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