N 1 Nr. 17.

1 Mitte ldentsche Sonntags⸗Zeitung. Seite 7. de uch von Kanzeln, Kathedern und Schaubühnen, zu tun.— Weil ich ohne Luxus und mit Wir bra Ich umarmte den edlen* en durch bloße Philosopheme, durch Lobreden auf Verbannung des Fremdartigen trinke und Sonderling 110 195 ihm nur lächelnd:„Wir 0 gen Natürlichkeit und Wahrheit wird nichts getan. speise; weil ich mich bequemer und dem Auge haben ein altes Sprichwort: Allzu scharf 16 s Ihr redet, philosophiert und schreibet immerdar, gefälliger kleide; weil ich dem männlichen Bart macht schartig.“— der und die Lehrer bleiben selbst immerdar wie sie] seine Ehre wiederfahren lasse; weil ich den Nach einigen Tagen verließ ich ihn. Die 8 en sind, und die Schüler werden nichts anders.— Vorrechten und Vorurteilen meiner Kaste ent⸗ Erinnerungen an Flyeln werden zu den ange⸗ 1 1 Darum ist's gut, daß einzelne die Urbilder sage und nicht mehr, als ich wert bin, gelten nehmsten meines Lebens gehören. Ich will es 3 r des Bessern in die Wirklichkeit des Lebens will; weil ich mich durch Vermählung mit auch nicht bergen, daß wenn die ganze Welt 1 dern hinausführen. Allerdings wird man sie anfangs einem Mädchen von niedriger und unehelicher[in den Wahnsinn meines Oliviers verfallen ö fer für„Unsinnige halten und bemitleiden und Abkunft nicht zu beflecken glaube; weil ich wollte, ich mit Freuden einer der ersten* be⸗ pbeespötteln. Nach und nach gewöhnt sich das 5

Auge der Zeitgenossen aber an die fremdartigen

t Erscheinungen. Endlich wird gesagt werden: nd aber der Mann hat doch in vielen Dingen so unrecht nicht. Zuletzt wagen es die Kühnen, bes schüchtern in einzelnen Dingen nachzufolgen.— ich Und, Norbert, wer die Menschheit oder auch

einen kleinen Teil der Menschheit nur um einen k, Schritt wieder zur Natur zurückgeführt hat, der st hat für die Flüchtigkeit des Lebens genug getan. ich— Und so, lieber Freund, laß mich gewähren!

lb. Viele pflegen den, der Recht tut, nur deswegen zu tadeln, weil es sie verdrießt, daß eben er

und nicht sie selbst den Mut haben, das Rechte

keine Ehre durch einen Zweikampf herstellen und kein Zeichen meiner wirklichen oder ge⸗ heuchelten Verdienste auf der Brust zur Schau tragen mag; weil ich Leibeigene zu meinen freien Mitmenschen und Freunden mache; weil ich die Lüge verachte, die Wahrheit ohne Furcht bekenne: darum werde ich noch im neunzehnten Jahrhundert als ein Narr behandelt, ungeachtet ich der Vernunft gemäß lebe, nicht gegen bestehende Verfassungen und Gesetze mich ver⸗ ging, niemand Leids zufügte, manchem Gutes

erwies, nie das wahrhaft Sittige und Anständige verletzte.— Hier, Norbert, hast du meine Antwort

auf deine Frage. Nun laß uns davon abrechen.“

Wahnsinnigen werden würde. Wir haben seit⸗ dem unsern Briefwechsel wiederhergestellt, und ich habe ein Gelübde getan, von Zeit zu Zeit in das glückliche Flyeln zu wallfahrten.

Humoristisches.

Ein Vielgeplagter. Rentier(morgens im Bett): Aufstehen will ich jetzt schon nochmal,— aber„10 dann wirb für heut' nichts mehr getan! 19

Belehrung. Richter(zu den beiden Schöffen, 1 die während einer Verhandlung eingeschlafen sind):— Meine Herren, so ist das Rechtsprechen ohne Ansehen der Person aber nicht aufzufassen!

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