Ausgabe 
24.5.1903
 
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besuchte Professor C. in Begleitung des Dr.

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Nr. 21.

den Mond und in die Sterne geschaut, befragten sie mich ebenfalls. Ich bestätigte ihnen wohl, daß ich aus geographischem Interesse manchmal nach Mond und Sterne gesehen hätte. Dies schien ihnen einzuleuchten und so lächerlich als es ist, ich erfuhr später, daß sie dies als eine Krankheit erscheinung verzeichnet hatten. Der Amtsrichter ließ mich dann ein Schreiben unterzeichnen, welches die Entmündigung ent⸗ hielt und stellte mir günstige Wendung in Aussicht. Ich kannte den Gang des Verfahrens weiter nicht und vertraute ihm. Dann führte man mich ab. Währenddessen verreiste meine Schwester auf einige Wochen und war nun N. mit meiner Mutter allein zu Hause. Nach ihrer Rückkehr löste meine Schwester die Ver⸗ lobung mit N., welcher sich ungeschliffen und herrisch gegen sie benahm, im Dezember auf. N. reiste ab. Erst im Februar wurde meine Mutter in der Anstalt vorgelassen und holte mich auf Drängen eines dort viel verkehrenden Herrn am 10. März 1891 mit meiner Schwester von der Anstalt ab.

In den 5 Monaten meiner Eingeschlossenheit

S., Dr. Z. und des Oberwärters täglich zur Mittagszeit etwa/ Stunden lang die Abtei⸗ lung III, wo ich mich befand. Ein Verhör über mich fand auch hier nicht statt. Er nahm manchmal einen Brief oder Bericht entgegen und ließ dieselben in den Papierkorb wandern. In den Briefen an meine Mutter hatte ich ihr nur mein Befinden und die Art meiner Beschäftigung mitgeteilt, trotzdem wurde keiner dorthin besorgt. Nur den letzten Brief, nach dem mich im Februar meine Mutter einmal sehe! durfte, hatte man ihr zugesandt. In Abteilung III war ich in den ersten 8 Tagen auf dem Korridor angewiesen und vertrieb mir die Zeit mit Hin⸗ und Hergehen, Domino oder Schachspielen, auch Lesen. Freilich hatte ich das Unangenehme, den ganzen Tag das Geschrei und Lamento schwer Kranker mit ee und belästigte mich der Gestank des Nachtstuhls,

kam Dr. Z. Der examinierte die Leute in beinahe lächerlicher Weise. Da fragte er einen an mehreren Tagen ½ Dutzend mal hinter⸗ einander ohne eine Antwort abzuwarten:Du hast das Haus angesteckt! Eines Abends sagte er zu mir, auf meine Stirn deutend:Da fehlt's Ihnen. Auf solcheBehandlung war ich freilich nicht vorbereitet und schwieg daher verwundert. Erst als ich mich von meinem Erstaunen erholt hatte und ihn fragen wollte: Mit solcher Flegelei haben Sie wohl Ihren Doktor gemacht? war er bereits verschwunden. Später ließ er mich in Ruhe. Nachmittags und abends kam manchmal Dr. Tuczek. Der kümmerte sich nur um 1 oder 2 Kranke, welche Arzneien nötig hatten. Auf meinen Wunsch an Prof. C. wurde ich nach 2 Monaten auf Abteilung IV verlegt. Daselbst war ich eben⸗ soviel beschäftigt wie in Abteilung III, mit Scheuern, Abstäuben, Messinggriffe putzen, Betten machen und Kehren. Auf Weihnachten arbeitete ich mit einem geschickten Kranken (Bibelkrank) in Papierblumen, Vergolden, Guirlanden winden ꝛc. Nach Weihnachten half ich in den Gewächshäusern und arbeitete mit dem Gärtnergehilfen bis zu meiner Ab⸗ holung am 10. März 91. Meiner Mutter und Schwester machte ich mit keinem Wort Vor⸗ würfe, denn ich sah, daß es dadurch leicht einen

großen Aufruhr gegeben hätte, und waren jetzt

beide gegen mich ja ganz verträglich. Die von der Direktion gestellte Bedingung, der Gesund⸗ heit wegen täglich 8 Stunden, wenn auch ohne Verdienst, in einer Gärtnerei zu arbeiten, hielt ich 5 Monate lang. Daneben arbeitete ich für mein Geschäft, dann aber blieb ich ganz zu Hause, wo ich vollauf Beschäftigung hatte, besonders da seit meiner Internierung die Buchführung und Anderes liegen geblieben, was nachzuholen war. Nach dem Tode meiner Mutter am 22. Dezbr. 91 ging das Geschäft von Rechtswegen wieder auf mich über. Zwecks der fehlenden Mündigung machten meine Schwester und der Schwager, Referendar

Bn. in Fraukfurt(Beide hatten sich noch bei rühmter franz. Philosoph und Dichter zu Paris, f.

Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung. Seite 7. Krankheit wäre. Ich glaubte dagegen an eine[die sich verunreinigenden Kranken und der Lebzeiten meiner Mutter verlobt) einen Nn⸗ 5 besondere Gerichtsverhandlung. leber das starke Karbolgeruch. Morgens und trag. Darauf wurden 5 öfter im Hause ver⸗ 9 ö alberne Geschwätz des N., ich hätte öfters in 5 1 e 5 b g a f

kehrende Personen zu Zeugen vorgeladen, welche gute und vernünftige Führung meinerseits, so weit ihnen bekanut, beschworen. Darnach wurde ich vom Amtsgericht vorgeladen.

(Fortsetzung folgt.)

2

Humoristisches.

Ein Wortspiel. Ein Menschen⸗ und ein Tier⸗ arzt sind in Streit gekommen und ersterer ruft verächtlich aus:Sie sind ja doch nur der Doktor vom Vieh! und wütend entgegnete der andere:Und Sie sind ein Vieh von einem Doktor!

Das arme Waiserl.(Ein Zeitbild.)Die kleine Mizi, das arme Waiserl, dauert mich recht! Sind ihre Eltern gestorben?Das nun gerade nicht. Aber die Mutter ist mit einem Kassier und der Vater mit einer Balleteuse durchgegangen!

Goßlers Abfchied. Herr Goßler geht und auf mein Wort, Sein Abgang macht mich recht beklommen. Ich fürchte sehr: ein Mann geht fort, Und zwei Armeekorps kommen.

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Geschichtskalender. 9

24. Mai. Tausch in Berlin. gelehnt.

25. 1901: Einigungs⸗Kongreß der französischen Sozialisten in Lyon. 1871: Pariser Kommune: Er⸗ schießung der Geiseln, Kriegsminister Delescluze gefallen.

26. 1901: Ende derWeltmarschallschaft Wal⸗ 1 dersee s. 1265: Dante, Italiens größter Dichter ge⸗ 5 boren.

27. 1877: Letzter soz.⸗dem. Parteitag in Gotha vor dem Sozialistengesetz.

23. 1871: Ende der Pariser Kommune. Scheuß⸗ liches Niedermetzeln der Kommunekämpfer durch die Ordnungs(leute.

29. 1901: Krosigk⸗Prozeß in Gumbinnen. 1862: Th. Buckle, Kulturhistoriker, f.

30. 1902: Friedensschluß in Südafrika. 1525: Thomas Münzer hingerichtet. 1778: Voltaire, be⸗

1897: Prozeß gegen den Polizeirat 1878: Erstes Sozialistengesetz ab⸗

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