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Nr. 28.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
„Nach Verlauf von einem Jahre wurde sie in die zum Bezirk gehörige Anstalt gebracht.
Ich habe Anhaltspunkte dafür, daß dies auf
Betrieb meines würdigen Schwagers geschah, der seiner Frau die Besuche der Bekannten entziehen wollte. Noch im Jahre 1898 soll meine Schwester geistig noch ziemlich gesund gewesen sein.— Zu Pfingsten 1900 war ich in der Lage, sie zu besuchen. Ich fand ihren Zustand allerdings bedenklicher. Sie erkannte mich zwar, lachte und wußte sich vieler Dinge zu erinnern, doch es fehlte ihren Reden der Zusammenhang. Darum konnte ich sie nicht abholen, um sie ihrer früheren Schwieger⸗ mutter, die sie verlangt hatte, zuzuführen.
Sie hatte zwar schwer gegen mich gefehlt; trotzdem tat sie mir unsäglich leid, denn in unserer Jugendzeit hatten wir uns stets gut vertragen.
Auch in diesem Falle mußte ich mir sagen, wie leicht doch ein Mensch aus der Reihe der Vernünftigen gestrichen werden kann; daß auf Grund falscher Informationen der zuständigen Behörden nicht auch geistig gesunde Leute im Irrenhaus festgehalten werden, dafür giebts meines Erachtens keine Sicherheit.
Um meine Mündigung wieder zu erlangen, hatte ich mir bisher große Mühe gegeben. Ich reichte alle die Schriftstücke ein, welche die Anklagen N's., des früheren Bräutigams meiner Schwester, und die fehlerhaften unrich⸗ tigen Aussagen meiner Mutter und Schwester klar widerlegten. Das war mir erst möglich als Amtsgr.⸗Rat D. in den Ruhestand versetzt und an seine Stelle ein anderer Amtsrichter (P.) kam.— Ich wußte wohl, daß meine Mündigsprechung durch ein Gutachten des mir nicht wohlgesinnten Kreisphysikus niemals er⸗ reicht werden konnte, und willfahrte daher der Amtsrichter meinem Gesuch, zu einer Nach⸗ prüfung in einem anderen Irrenhaus, um die Mündigung erreichen zu können. Es war mir zwar nicht bekannt, daß ein Sohn des verstorbenen Professors C., bei welchem ich zuerst internirt und entmündigt worden war, dort als Professor fungierte, und meine Aus⸗ sichten nicht so günstig waren. Ich reiste jedoch hin und habe die 6 Wochen in diesem Irrenhause auch durchgemacht. In dieser Zeit hatte ich jeden Nachmittag freien Ausgang in die Stadt. Dort prüfte man mich mehreremal in allen allgemeinen sowie einigermaßen in den für mich besonders passenden Gebieten. Nach meiner Rückkehr trat ich wieder in die Fabrik, in meine Stelle ein. Aber die nachher erteilte Begutachtung von dort, welche in einigen Punkten nicht klar ausgedrückt war, wurde von Amtsrichter P. angefochten und zur Korrektur Arückgesandt. Darauf stand nichts mehr im Hege, sodaß ich meine Mündigung im Sommer 98 erhielt.
Dem Dr. A.,(unserem früheren Hausarzt) hatte ich einige Zeit nach der Entlassung aus dem Hospital gesprochen, als er mich anhielt. Da frug ich ihn, wie er dazu gekommen sei, damals ein Zeugnis ohne meine Gegenwart auszustellen. Da sagte er:„Ach Gott, der N. kam zu mir gelaufen und da er verlobt mit Ihrer Schwester war, glaubte ich er wäre im Recht.“ Ich antwortete ihm, daß er in diesem Falle einem Verbrecher gedient hätte.— Er selbst war, während meines Aufenthaltes im Hospital ½ Jahr krank in der Irrenheil⸗ anstalt gewesen.—
Gerne wäre ich nun in eine Stelle nach aus⸗ wärts gegangen, doch ging dies nicht an, da bei Erkundigung meine frühere Entmündigung und Internirung zur Kenntnis gekommen wäre. So wollte ich wenigstens mit meinem Gelde ein Geschäft beginnen. Mit meinen Waren⸗
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kenntnissen, besonders Arbeiten in Landes⸗ trachten, konnte ich in einer anderen Stadt nicht beginnen und ich mußte mich schon dazu verstehen, eine andere Branche nach und nach einzulernen, um später anderswo ein Geschäft fortsetzen zu können.
(Schluß folgt.)
Majestätsbeleidigung.
In einem Buche, das bei E. Pierson in Dresden erschienen und„Buch vom guten Richter“ betitelt ist, findet sich folgende Stelle:
Es war einer wegen Majestätsbeleidigung angeklagt.„Der an des Staates Spitze steht“, sagte der Richter,„ist des Staates erster Diener, als solcher, das spricht schon der Name aus, ist er keine Majestät. Ein Menschen⸗ ding, das allen Schwächen und Gebrechen schon durch seine natürliche Beschaffenheit unterliegt, heute rot, morgen tot, hat überhaupt nichts von einer Majestät an sich. Sprechen kann man von einer Majestät der Sonne und von einer Majestät der Berge. Die sind es auf Grund ihrer Erhabenheit und Unnahbarkeit. Die Erhabenheit und Unnahbarkeit aber, in die man ein Menschlein kleidet, ist Mache zum Zwecke der geschäftlichen Ausbeutung, an der die Arrangeure ihren Anteil haben. Gerechtes Recht, das allezeit den geraden Weg zu gehen und den natürlichen Wahrheiten Geltung zu verschaffen hat, darf sich vor solcher Mache nicht beugen. Dem Beleidiger kommt die ge⸗ wöhnliche Strafe zu, wie sie jeder andern Beleidigung auch wird, aber in diesem Falle fehlt der Antrag der Beleidigten. Dem Staats⸗ anwalt steht der Antrag nicht zu, und ich hoffe in diesem Falle, daß der Beleidigte soviel Ein⸗ sicht selbst haben wird, daß er sich nicht als Majestät, welche Ehrenbezeichnung höchstens Gott zukommt, erkennen, sondern den richtigen Gedanken haben wird: ich bin ein Mensch wie jeder andere. Der Angeklagte ist vorläufig auf freien Fuß zu setzen!“
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Splitter.
„Die Presse ist die erste Großmacht!“ Beherzigt diese Worte, Arbeiterfrauen, und strebt darnach, Eure Presse, die Arbeiterpresse, stark und mächtig zu machen 1
*
* Cs ist leichter, der Wahrheit in's Gesicht zu schlagen, als ihr in's Gesicht zu sehen. ** 5 * Ein Fragment! Ein Armer ward auf allen Schritten und Tritten Von einem Reichen verfolgt und geplagt. Man riet ihm, die Großen um Hilfe zu bitten. „Ach! seufzt er, das hab ich schon fruchtlos gewagt! Der Geier ist reich, der am Leben mir nagt, Und sie sinds auch, die ihn sollten verdammen, Wie es dann geht, das sei Gott geklagt! Die heil'ge Bibel hat recht, wenn sie sagt: „Die Fetten halten zusammen.“ Psalm. 17. V. 10.
Humoristisches.
Ist Schweigen immer Gold?„Ich will meine Haare geschnitten haben, aber kein Geschnatter dabei hören, verstehen Sie mich?“ schmetterte ein Mann mit dem Aussehen eines Premier⸗Ministers, als er in Barbierladen trat.
„Aber——“ stotterte der Angeredete, ein Jüngling in weißer Schürze.
„Wie ich Ihnen schon sagte, junger Mann! Ich bitte mir äußerste Ruhe aus! Keinen Ton will ich hören! Ich lese meine Zeitung, Sie schneiden mir die
Haare und damit basta! endlich an!“
Zögernd gehorchte der Mann in der weißen Schürze.
Als er fertig war, stand der Fremde schwerfällig vom Stuhl auf und sah sich sorgsam im Spiegel an.
„Gerechter Gott!“ schrie er entsetzt,„Wie sehe ich denn aus? Schauderhast! Können wirklich die Friseure ihre Sache nur ordentlich machen, wenn„gute Reden sie begleiten?“
„Das weiß ich wirklich nicht, mein Herr“, sagte freundlich der andre.„Danach müssen Sie schon den Friseur selbst fragen; gleich muß er hier sein!“
„Wa— wa— as?“
„Ich sollte doch durchaus kein Woct reden, sonst hälte ich Ihnen gern mitgeteilt, daß ich eigentlich der Zuckerbäcker von nebenan bin.(Tit⸗Bits.)
Harmlos.„Das ist doch unerhört, Herr Bürger⸗ meister! Ich hatte mit dem Ochsenwirt eine kleine Differenz— haut er mir da gleich ein Paar runter...“ „Ach, das dürfen Sie dem nicht übelnehmen— der denkt sich weiter nichts dabei!“—
Es hat Alles sein Gutes! Rentier Bliem⸗ chen: Freut euch, Kinder, die Sozialdemokraten haben gesiegt! Jetzt geht in Sachsen der Zukunftsstaat los! Ste: Aber Mann— bist du denn verrückt? Das ist ja das größte Unglück! Jetzt kommt ja die Karnickel⸗ wirtschaft und die Weibergemeinschaft! Bliemchen: Eben drum! Jetzt kriegt jede unserer Töchter von Staatswegen einen Mann geliefert und wir sind die Sorge um die Mitgift und ums Heiraten überhaupt los!
(Postill.) Gefühlvoll. Als er vom Königsmord in Serbien vernahm, Da war er fassungslos und Trän' auf Träne kam, Die heißen Tränen all des herzensguten Zaren, Die jüngst bei Kischinew ihm ausgeblieben waren. Nun eint sich Vornehm und Gesindel, Im Festschmuck prangen Markt und Herd: Ein neuer Fürst— der alte Schwindel— Fürwahr! das ist des Jubels wert! (S. Mg. im Ulk.)
Geschichtskalender.
12. Juli. 1806: 16 deutsche Fürsten schließen den vaterländischen Rheinbund mit Napoleon. 1864: Fritz Reuter, plattdeutscher Dichter, gestorben in Eisenach.
13. 1870: Emser Depeschen-Fälschung. 1874: Kullmann⸗Attentat.
14. 1789: Bastillensturm. Kongreß Paris.
15. 1839: Aufstand der englischen Chartisten in Birmingham.
16. 1857: Beranger, franz. Dichter, f. Proudhon, anarchist. Theoretiker,.
17. 1899: Soz.⸗dem. Landtagswahlsieg in Bayern. 1902: Sanden(Spielhagenbank-Frommer) 5 J. Gef.
18. 1902: Hunnenprozeß gegen„Vorwärts“.
Empfehlenswerte sozialistische Schriften.
Die Kolportage⸗Kommission des Wahlvereins— Gießen, Wirtschaft Orbig— empfiehlt:
Sozialistische Monatshefte. Jeden Monat ein zirka 80 Seiten starkes Heft. Preis pro Heft 50 Pfg⸗
Freie Stunden. Beste Romanlitteratur. Illu⸗ striert. Wöchentlich ein Heft. à 10 Pfg.
Die katholische Kirche und die Sozial⸗ demokratie. Von Karl Kautsky. Der Verfasser giebt in der kürzlich erschienenen Broschüre eine historische Darstellung der ökonomischen und politischen Grundlagen der katholischen Kirche und skizziert die prinzipielle und taktische Stellung, welche die Sozialdemokratie ihr gegen⸗ über einnimmt. Preis 30 Pfg.(Agitationsausgabe.)
Bernstein und das Sozialdemokratische Programm. Von Karl Kautsky. Eine Anti⸗ kritik. Preis brosch. 2 Mk.
Wilhelm Liebknecht. Wirken.
Flink, flink, fangen Sie
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1889: Int. Arbeiter⸗
1859:
Sein Leben nnd Unter Benutzung ungedruckter Briefe und Aufzeichnungen. Herausgegeben von Kurt Eisner. Mit Porträts und Abbildungen. Preis 30 Pfg.
Die Voraussctzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie. Von Ed. Bernstein. Preis brosch. 2 Mk.
Das Erfurter Programm. Von Karl Kautsky. Preis brosch. 1.50 Mk., gebd. 2 Mk.
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