Ausgabe 
30.3.1902
 
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Nr. 13.

Mitteldeutsche Sountags⸗Keitung.

Seite 7.

Der Mammutfund in Sibirien.

In Petersburg ist nun der Mammukkadaber eingetroffen, der etwa Jahresfrist im nörd⸗ lichen ien entdeckt wurde. Das Tier lag am Beresomka, einem Nebenfluß des Kolyma, etwas nördlich von dem Verwaltungssitz Sred⸗ no-Kolymsk, wo es von Eingeborenen gefunden worden war. Ein Erdrutsch hatte es zu Tage gefördert. Da ein weiterer Erdrutsch und so⸗ mit eine Zerstörung des Fundes zu befürchten war, rüstete man in Petersburg schleunigst eine Expedition aus, zu der außer dem Zoologen Herz noch der Zoologe* gehörte. Beide trafen noch Anfang September vorigen Jahres in Sredno⸗Kolywsk ein. Von dort suhren sie in Booten den Kblymafluß hinab bis Saimka⸗Myssolwaja, was drei Tage dauerte. Mach mehrtägigen Bemühungen gelang es ihnen hier Pferde zur Weiterreise aufzutreiben, und urst am 22. September kamen sie an der Stelle an, wo das Mammut lag. Die sofort ange⸗ stellte Untersuchung ergab, daß der Kadaver Durch Raubtiere stark beschädigt war. Vom Ropf und Rücken fehlten große Fleischteile, doch waren die Knochenpartien so gut wie vollstän⸗ Jig erhalten. Um in der Kälte geschütztes Unter⸗ Hommen zu haben, baute die Expedition zunächst eine Hütte. Eingeborene wohnten in dfeser Gegend nicht. Der ganze Kolymadistrikt, der so groß wie Oesterreich⸗Ungarn ist, hat über⸗ haupt nur etwa 5000 Einwohner. Nach Fertig⸗ flellung der Hütte begann die Ausgrabung des Tieres, das teilweise eingefroren in der Erde seckte. Das Fell war am Bauche und an drei Beinen sehr beschädigt, am vierten Beine da⸗ gegen fast vollständig erhalten. Interessant ist, welchen Schutz dieses Tier der Efszeit gegen die Kälte hat. Unter der reichen Haarbekleidung die am oberen Teil des Beines 20 Centimeter lung ist, sitzt noch ein dichter Pelz von 5 bis 10 Centimeter Länge. Der Rüssel fehlte. Vom Schwanze war die Spitze vorhanden, an der An dichter Haarbüschel sitzt. Mit besonderer Sorgfalt wurden die Futterreste verwahrt, die uch zwischen den Zähnen vorfanden und die in Berbindung mit dem ganzen Fund von Neuem eigen, einen wie vorzüglichen Aufbewahrungs- ont der gefrorene Erdboden der arktischen Gegen⸗ den bildet.

Gemeinnütziges.

Ein grober Fehler in der Schweine⸗ sucht ist die mangelhafte Auswahl der Zucht⸗ ere. Die schönsten Ferkel verkauft man, iustatt sie aufzuziehen und zur Nachzucht zu berwenden, und die schlechten behält man.

Dadurch erlöst man für den Augenblick mehr Geld, verliert aber weit mehr durch die schlechte Nachzucht. Auch denkt man nicht daran, die

zucht von den fruchtbarsten Müttern zu nehmen, oder man nimmt die Nachzucht erst, wenn die Fruchtbarkeit der Mutter abgenommen hat. Dadurch werden die Ferkel auch später weniger fruchtbar. Die Eber werden oftmals ohne Rücksicht auf gute Sprungfähigkeit ausge⸗ wählt oder, wenn man solche kauft, werden die billigsten gekauft. Von schlechtern Ebern kann keine gute Nachkommenschaft erzeugt werden.

Die jungen Küchlein müssen in den ersten acht ben einige Male nachgesehen werden, ob sie oben auf dem Kopfe keine Läuse haben; ist dies der Fall, so reibe man sie einige Male mit Insektenpulver ein, auf diese Weise werden sie bom Siechtum und Zugrundegehen gerettet. Dieser Punkt ist sehr wichtig, denn die meisten Küchlein gehen an Ungeziefer zu Grunde.

Splitter.

Niemals nur in Kunst und Leben Schlechtem, Halbem Raum gegeben! Populär darf der nur heißen,

Der zu seinen Höh'n kann reißen.

Sie schwatzen von Bescheidenheit, Mich dünkt, das ist ein fleckig Kleid! Der hat nach Rechten nie getrachtet, Der nicht die eigne Arbeit achtet.

Ein jedes Mädchen sollst du betrachten, Als könnte sie mit dir zum Altar gehn; Und jeden Gegner sollst du achten, Als könnt' er dir zu Seit' einst stehen. G. Kinkel. *

Ein Mensch von echter Geistes⸗ und Herzens⸗ bildung wird niemals, und wenn er das sehn⸗ lichst Erwünschte, das Beste und Höchste damit erreichen könnte, sich zum Schmeicheln und Kriechen erniedrigen, sondern lieber ganz schweigen, wo er sich nicht äußern darf.

d* Die Kunst, reich zu werden, ist im Grunde nichts Anderes als die Kunst, sich des Eigen⸗

tums anderer Leute mit ihrer Zustimmung zu bemächtigen.

Humoristisches.

Bewußte Ursache. Hübsche Arz tin(zu einem Herrn, der sie vertrauensvoll konsultiert):Gehen Sie besser zu einem männlichen Arzt, bei mir werden Sie Ihre Herzaffektionen nie los kriegen!

Litterarisches.

Sozialdemokratische Jugendzeit⸗ schrift. Der vorletzten Nummer unseres Blattes, war ein Prospekt fürDie Hütte beigelegt. Unter diesem Titel erscheint am 1. April ab unter der Redaktion des Feuilletonredakteurs der Sächs. Arb.⸗Ztg., Gustab Morgenstern eine Zeitschrift für das Volk und seine Jugend. Ueber die Ziele, die die Zeitschrift erstrebt, giebt der Prospekt ausführliche Auskunft. Wir wünschen dem jungen und bedeutungsvollen Un⸗ ternehmen den besten Erfolg und hoffen, daß die Parteigenossen ihm ihre Unterstützung nicht versagen werden. Wer die Jugend hat, hat die Zukunft! dieses Wort muß uns alle anspornen, die heranwachsenden Generationen nach Möglichkeit in unseren Ideen zu erziehen, sie für unsere Bestrebungen heranzubilden. Dem ersten Hefte wird als Kunstbeilage ein auf starkes Papier gedrucktes Bild unseres alten und doch jugendfrischen Vorkämpfers August Bebel beigegeben sein. Bestellungen nimmt unsere Expedition gern entgegen.

Geschichtskalender.

29. März. 1826: Wilhelm Liebknecht geboren. 30. 1901: Oberleutnant Rüger 6 Jahre Zucht⸗ hans wegen Duellmord. 1559 Rechenmeister Adam Riese, gest.

31. Gesetzes.

1. April. setz Millerand. tagsabg., gest.

2. 1791: Mirabeau, Mitgl. der franz. National⸗ versammlung, bedeutender Redner, gest. 1840: Emile Zola, geboren.

3. 1898: Bergmann Schröder aus dem Zuchthaus entlassen. 1814: Rückkehr der Bourbonen⸗Dynastie nach Paris.

4. 1900: Soz. Abg. Oertel⸗Nürnberg gestorb. 1791: Errichtung des Pantheon iu Paris.

5. 1901: Sozialistische Wahlsiege in Dänemark. Marktberichte.

Auf dem Wochenmarkte in Gießen kosteten am 27. März: Butter per Pfd. Mk. 1,00 1,10, Hühnereier 1 St. 67 Pfg., Enteneier 1 St. 00 Pfg., Gänseeier per St. 0000 Pfg., Käse 1 St. 57 Pfg., Käsematte 2 St. 57 Pfg., Erbsen per Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 3,500,00 Mk., Zwiebeln per Ztr. Mk. 4,00 5,00, Milch per Liter 18 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0,80 bis 1,00, Hühner per St. Mk. 1,00 1,40, Hahnen

1881: Erste Verlängerung des Sczialisten⸗

1900: Stufenweises Zehnstunden⸗Ge⸗ 1897: Schultze⸗Königsberg, soz. Reich⸗

per St. Mk. 1,20 1,90, Enten per St. Mk. 2,20

bis 2,50, Gänse per Pfd. 60 75 Pfg.

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