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Nr. 122.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 7.
sse schyn daß hölpersge Pftaster des Städtchens
erreicht hatten. 5
„Naaa“? drehte sich Kerselt herum.
„Famos, famos“! Und der Amtsrichter klopfte ihm auf die Schulter.„Das sind Pferd⸗ chen, das sind Traber,— à la bonne heure!
In der ersten engen Straße verlangsamet Kerselt die Gangart der Tiere nochmals.
„Servus, Herr Kerselt“, tönte da eine Stimme aus einem mit wildem Wein be⸗ 1 8 Häuschen.„Bis drei ist's Zeit, wie wärs“?
Kerselt that wieder einen Zungenschlag, und die Pferde standen im Nu unbeweglich. Er kletterte herab, strängte einen Strang ab und band die Zügel fest. g
„Kommens mal mit rein, Herr Amtsrichter? Jetzt thut'n bischen Bewegung gut“. Der kletterte auch herab, und Beide verschwanden im Haus. Sie traten in eine Art Comptoir, das durch eine Holzbarriere halbiert war. Der alte Herr mit dem grünen Sammetkäppchen und der langen Pfeife begrüßte Beide wie alte Bekannte.
„Na also“, meinte Kerselt gleichgiltig,“ 525 als erste extra 42,68 als zweite und 85,'s ist genug für heute, ich will anderen Leuten auch was lassen. Hollah, Herr Amtsrichter, Sie müssen Ihr Glück auch mal versuchen, ich habe Ziffern,— sehr gute Ziffern“. Und er zog ihn in eine Ecke und redete so lange auf ihn ein, bis der ihm ein Fünfmarkstück in die Hand drückte.
Dann gabs wieder ein Zahlen- und Extra⸗ unterhaltung mit dem alten Herrn, der von einem Block zwei Zettelchen abriß, Nummern darauf schrieb und einen Stempel darunter drückte. Einen der Zettel gab Kerselt dem Amtsrichter.„Den stecken Sie ins Portemonnaie, das ist der Reskompte⸗Zettel,— von wegen der Abrechnung“.
Hierauf wurde nach dem Ring zum „Schwarzen Adler“ gefahren, wo es gute böhmische Küche gab und nach zwei Stunden landete der Amtsrichter wieder in seiner Heimat- stadt, voll des Lobes über die unvergleichliche Spazierfahrt.
Den Samstag darauf präsidierte der Herr Amtsrichter Weber wieder eine Schöffengerichts⸗ sttzung. Einige Strolche waren schon abgeurteilt,
eine Privatbeleidigungsklage war durch Ver⸗
gleich beendet worden, da kamen noch die un⸗ bermeidlichen Fälle: wegen Kollektierens und wegen Spielens in einer ausländischen Lotterie.
Wegen Kollektierens war eine Frau angeklagt,
die behauptete, einen Zeugen mitgebracht zu
haben, der beeiden werde, daß sie nichts mit
einer„blauen Katharine“ zu thun habe. „Lassen Sie die Zeugen eintreten“, gebot
der Amtsrichter dem Gerichtsdiener. Und herein
trat ein untersetzter Herr in schwarzem Rock,
glattrasiert, mit einem großen Brillantring am
klleinen Finger.
„Kerselt, in Gablenz wohnhaft“, wandte er
siich mit einer Verbeugung an den Präsidenten.
Der verfärbte sich. Als er aber auf das
lächelnde Gesicht vor sich sah, erledigte er in
geschäftlichem Ton die Formalien. Nach der Vereidigung fragte der Amtsrichter:„Woher
wissen Sie, daß die Angeklagte nicht kollektiert“?
Ihrem Portemonnaie stecken
Weil jetzt jeder, der im Lotto spielen will, selbst nach Oesterreich hinüberfährt und setzt. Die letzte„blaue Katherine“ hatte ich gehabt jetzt giebts hier in der Stadt keine mehr“, meinte der Zeuge leichthin.
Der Amtsrichter blätterte unruhig in den
Akten, die Schöffen horchten hoch auf und der
Amtsanwalt drehte nervös den keimenden Schnurrbart.
„Wenn sich der Herr Amtsrichter nur gütigst erinnern wollen“, fuhr der entsetzliche Mensch in aller Seelenruhe fort,„Sie sind vor ein Haar Tagen ja selbst erst mit mir herunter⸗ gefahren. Gesetzt haben Sie“, und er zog hinter dem linken Ohr ein zusammengerolltes Papier⸗ chen hervor,„8, 19 extra, 46 und 63 extra, den Reskomptezettel haben sie sicher noch in .. Na, und
Hann gratuliere ich gleich, 19 und 63 sind ge⸗
bommen, also das 250 fache, ein Terno“
—u— 2
Ind damit wollte er, auf den Sitz des Amts⸗ vichters zuschreitend, diesem die Hand reichen. 5* 5
„Wegen plötzlichen Unwohlseins des Herrn Amtsrichters mußte die gestrige Schöffengerschts⸗ sitzung vorzeitig aufgehoben werden“, so meldete anderen Tages das Amtsblatt.„Das Leiden ist, wie von ärztlicher Seite konstatiert wurde, durch Ueberanstrengung hervorgerufen, sodaß ein längerer Erholungsurlaub voraussichtlich
nötig sein wird. Für Vertretung ist bereits Sorge getragen“. f 94
Splitter.
Alle Gegner einer geistreichen Sache schlagen nur in die Kohlen; diese springen umher und zünden da, wo sie sonst nicht gewirkt hätten. Goethe.
* 1*
Das, weiß ich, ist Pflicht: wenn man die Wahrheit lehren will, muß man sie ganz lehren, sie klar und rund, ohne Rätsel, ohne Zurück⸗ haltung, ohne Mißtrauen in ihre Kraft und Nützlichkeit lehren. Lessing.
Die alten Veteranen von 48 sterben aus; und ihre Söhne; die sind wohl dem heiligsten ihrer Väter treu geblieben? O nein! Sie liegen auf dem Bauche und schreien Hurrah! Und die Enkel? Ich dächte doch, die Jugend müßte.... O nein! Sie reiten den Bier⸗ komment und werden Assessoren.
(Postill.)
Humoristisches.
Ein Vorbild. Bettler: Ein Arbeitsloser bittet um eine kleine Unterstützung.
Rentier: Arbeitslos? Das ist gar kein Grund zum Betteln! Ich habe mein ganzes Leben lang noch nicht gearbeitet und bin trotzdem noch nicht auf die Bettelei gegangen.(Postill.)
Hannchen hat eine Puppe geschenkt bekommen, untersucht sie gleich auf das Sorgfältigste und findet auf der lieblichen Rundung der Kehrseite geschrieben: 2 Mk. 50 Pfg. Triumphirend zeigt sie ihre Entdeckung dem dreijährigen Gretchen. Die dreht sich um, hebt das Hemdchen hoch und sagt:„Hannchen, sieh doch nach, was ich gekostet habe!“—(Simplizissimus.)
Höflich. Neuernannter Richter:„Sind Sie schon vorbestraft?“ Alter Gauner:„Ich hatte bereits die Ehre, von Ihrem Herrn Papa wegen Mordversuchs verurteilt zu werden.!“
Unter der Würde.„So krank war unsere Mieze— nun hat sie uns der liebe Gott wieder ge⸗ sund gemacht.“„Pfui, Elisabeth, um Katzen kümmert sich der liebe Gott nicht. Die werden von selber wieder gesund.“—
Geschichtskalender.
23. März. 1895: Wilhelm II. Entrüstungsde⸗ pesche an Bismarck gegen den Reichstag.
24. 1867: Nordd. Reichst.⸗Eröffn. net französ. Geschichtsschreiber.
25. 1825: Zar Alexander löst Fürsten-Rheinbaud
26. knecht. 27. 28. 29. gestorben.
1884 1 Mig⸗
auf 1872: Leipziger Hochveratsprozeß Bebel, Lieb⸗ 1810: Glaßbrenner, Satiriker, geboren. 1901: Wilh. II. Alexandr.⸗Unbotmäßigk.⸗Red. 1888: M. Kayser, soz. dem. Reichstagsabg. 1883: Kopenhagener Kongreß.
Marktberichte.
Auf dem Wochenmarkte in Gießen kosteten am 15. März: Butter per Pfd. Mk. 1,00— 1,10, Hühnereier 1 St. 6— 7 Pfg., Entenetier 1 St. 0—0 Pfg., Gänseeier per St. 00— 00 Pfg., Käse 1 St. 5—7 Pfg., Käsematte 2 St. 5—7 Pfg., Erbsen per Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 3,50— 0,00 Mk., Zwiebeln per Ztr. Mk. 4,00— 5,00, Milch per Liter 18 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0,80 bis 1,00, Hühner per St. Mk. 1,00— 1,40, Hahnen per St. Mk. 1,20— 1,90, Enten per St. Mk. 2,20 bis 2,50, Gänse per Pfd. 60— 75 Pfg.
Fleischpreise. Ochsenfleisch per Pfd. 66— 76 Pfg. Kuh⸗ und Rindfleisch 60—64 Pfg., Schweinefleisch 70 bis 80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, 84 Pfg., Kalb⸗ fleisch 60— 66 Pfg., Hammelfleisch 50— 70 Pfg.
Auf dem Fruchtmarkt in Limburg am 20. März kostete durchschnittlich pr. Malter: Roter Weizen 14.55 bis 00.00 Mk., Weißer Weizen 00.00- 00.00 Mk., Korn 10.70 Mk., Gerste 9.48 Mk., Hafer 8.55 Mk.
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rmanden⸗ leider!
Wenn Sie einen Sohn zu kon⸗ firmieren haben, so fragen Sie Ihren nächsten Nachbar, welcher im verflossenen Jahre dieselbe Freude hatte.
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