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ationellsten nnen. In echnückten eine über⸗ n sah man und Brech⸗ c führend; aus deren furchtbare „besonders Handwerks binder und zerlumpten makter vor⸗ la Lump zu hen Grund⸗ ner gefolgt; den Masken „ Büttel u. d arrttixten einen Hand⸗ Widerstand Bei solchen Verständnis hes sie den , und see ltordnung“. r auf diesem geunerlunen licher Aus⸗ lidete Teil diesem Fese
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ihnen zu, es sei ein Zug im Schnee stecken
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einen noch recht unerfahrenen Menschen!
kommen. Gelingt ihm dies nicht, so wird er endlich ruhiger, überlegt und, ist das Wetter
oder mehrere Leidensgenossen, f- belebt stch fein-
andere, seine Licht⸗ und Schattenseiten; freilich
noch eins seiner Organe besonders unzufrieden, hämlich der— Magen.
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auf der Straße getragen worden wären, und
mit solchen Hüten zu bedecken.
„Heute nich; aber wenn Sie vielleicht nach'n
chrwürdigen Münster in Westfalen. Die Gast⸗ 1
Nr. 3.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zsitung.
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ostüme haben nichts künstlich Hergerichtetes, sie sehen aus, als ob sie noch eben draußen
die beiden Träger passen sich so korrekt ihrer Rolle an, als ob es ihnen ein Leichtes wäre, solche unförmliche Stiefel zu tragen und sich Der ganze Gang, jede Bewegung ist ungezwungen und natürlich.“
Der Schauspieler mußte diesem Urteile bei⸗ stimmen, und man erwog, wer die beiden Masken wohl sein könnten. ö
Diese hatten inzwischen auch Gelegenheit, ihren Mutterwitz zu erproben. Eine Dame rief
geblieben, sie sollten eilen, ihn frei zu machen. „Nee, Madameken,“ antwortete Fritze.
Blocksberg verreisen wollen, dann will ick Ihnen meinen Besen leihen.“
Die Umstehenden brachen in Gelächter aus. „Galant sind Sie nicht,“ sagte Einer.
„Will ick boch nich— die jalanten Lumpen sind die schlimmsten,“ replizirte Fritze.
(Fortsetzung folgt.)
„Walzen“-Teben. Von G. H. in G.
Welch schreckliches Wort für Ge⸗ dankenlos vor sich hinstarrend, ohne Rast noch Ruhe läuft er jeder, auch der schwä hsten Gelegenheit nach, um wieder in Stellung zu
Arbeitslos!
nicht gar zu unfreundlich, ist es gar Früh⸗ ing und sind noch einige Gelder in der Tasche, so sieht er bald ein, daß noch„Polen nicht verloren“ ist. Findet er zudem noch einen
Mut wieder und mächtig beginnt die Wander⸗ lust sich ihm zu regen. Frisch und fröhlich zieht er in die weite Welt.
So ähnlich erging es mir einst.
Ein Handwerksburschenleben hat, wie jedes
herrschten letztere fast immer vor.
Hier einige Erlebnisse meines„Walzen Lebens“.
Brennend heiß sandte Mutter Sonne schon bom frühen Morgen an ihre Strahlen zur Erde nieder und leider unterwegs auch auf unsere Köpfe. Freudig begrüßten wir deshalb kinen in der Ferne winkenden Fichtenwald. Ermüdet suchten und fanden wir bald in seinem Schatten Ruhe und Erholung. Nachdem der Körper einigermaßen ausgeruht, zeigte sich nur
r Aber auch er sollte hald zu seinem Rechte kommen, denn unweit bemerkten wir einen größeren münsterländischen Pauernhof. Wir befanden uns nämlich, was ich noch erwähnen möchte, nördlich von dem
freundschaft der Münsterländer hatte ich schon oft rühmen hören, deshalb beschlossen wir, uns von der Wahrheit selbst zu überzeugen. Auf dem Hofe angekommen, wurden wir von einer Meute kläffender Hunde begrüßt.„Au wei
keschrien“, dachte ich,„ein schöner Empfang;“ Jedoch man soll nicht zu früh urteilen; das pllte ich bald erfahren. Denn nach kurzer Zeit erschien in der Thür zur Tenne der Be⸗ sizer des Hofes und fragte nach unserm Begehr. Nachdem der Mund die Wünsche des Magens berdolmetscht, lud uns der freundliche Mann ein, näher zu treten. Ich sah mir beim Ein⸗ kitt die Einrichtung des Gebäudes genau an. Rechts und links von der Tenne standen Kühe und Pferde in ihren Ständen. Neugierig hauten sie von ihrer Mahlzeit auf und Hetrachteten den gewiß seltenen Besuch, uns knrch ein freundliches„Muh“ begrüßend. Im Hintergrund der Tenne sah ich eigentlich gar nachts als Rauch, in dem sich dunkle Gestalten 1 ten. Näher hinzukommen, wurde mir
ung. Der Münsterländer Bauer bewohnt hit seinem Vieh ein und denselben aum. Am
zinteren Ende der Tenne befindet sich der Herd, d. h. eine große Steinplatte, auf der Holzfeuer unterhalten wird. Ueber demselben werden in an Hacken hängenden großen Töpfen die Speisen bereitet. Der Rauch sucht seinen Weg durch einen nach unten zu trichterförmig erweiterten Kamin; daß ein Teil des Rauches da auch Seitensprünge macht und den Wohnraum ver⸗ pestet, ist erklärlich.
Nachdem wir an einem großen eichenen Tisch Platz genommen, wurde uns ein echt westfälisches Gericht vorgesetzt, nämlich Sauer⸗ kraut mit Kartoffeln und weißen Bohnen; dazu gab's ein Stück fetten Speck. Bald waren wir von dieser kräftigen Speise gesättigt, und den gastfreundlichen Leuten unsern Dank aus⸗ sprechend, wurden wir mit Segenswünschen entlassen, nachdem wir vorher selbstverständlich befragt worden waren über Heimat, Eltern, Geschwister, Beschäftigung ꝛc.
„Seid gastfrei ohne Murmeln“, dachte ich wie der Apostel und setzte in Gedanken hinzu: „wie der münsterländer Bauer.“
Ein herrlicher Sommerabend!
Die Sonne neigt sich zur Erde und ihre letzten Strahlen mahnen die noch beschäftigten Landleute, daß es Zeit ist, nach des Tages Last und Mühe jetzt die verdiente Ruhe zu suchen.
Drei lustige Handwerksburschen schienen diese
„stumme Sprache nicht zu verstehen oder nicht
verstehen zu wollen. Fröhliche Wanderlieder singend zogen sie im flotten Schritt dahin.— Der freundliche Leser wird in den Dreien wohl schon mit Recht mich und meine beiden Genossen vermuten, die er in der ersten Schilderung kennen gelernt. Den heißesten Teil des Tages hatten wir ruhend zugebracht, um den Abend und einen Teil der Nacht zu wandern, hoffend, daß sich schon ein geeignetes Plätzchen zu ein paar Stunden Nachtruhe finden würde. Diese Er— wartung ging auch zwunferer Frößen.⸗Freude. If Erfüllung. Einsam im Felde bemerkten wir einen Strohhaufen, der schon zum Teil abge⸗ fahren war. Nach kurzer Beratung wurde be— schlossen, hier Nachtlager zu halten. Es war gegen 10 Uhr; bald hatten wir das Lager bereitet und streckten unsere müden Glieder recht behaglich in dem Strohbette aus. Ein aus der Ferne zu uns herübertönendes Froschkonzert lullte uns in festen Schlaf. Leider sollte der⸗ selbe bei mir von kurzer Dauer sein; denn kaum begann sich der Himmel im Osten zu röten, als auch schon ein Kuckuck in unserer Nähe seinen herrlichen Gesang anstimmte. Mit meinem Schlaf war es nun vorbei. Meinen beiden Reisegefährten erging es besser; denn keiner von ihnen rührte sich. Gern habe ich als Knabe im Versteck den Ruf des frühen Sängers nachgeahmt, um den scheuen Gesellen zu Gesicht zu bekommen, aber an diesem Morgen habe ich ihn fortgewünscht, dahin, wo der Pfeffer wächst. Als ich sah, daß der Ruhestörer sein Geschrei nicht einstellte und ich auch Willens war, früh am Morgen noch eine gute Strecke zurückzulegen, so weckte ich meine Walzgenossen durch laute Rufe. Bei einem hatte dies Erfolg. Der andere gab aber kein Lebenszeichen von sich. Ich wollte nun ein kräftigeres Weckmittel anwenden und erhob mich deshalb. Wie groß war aber mein Erstaunen, als ich nur noch einen Mitschläfer entdecken konnte. Schon glaubte ich, der andere hätte uns treulos ver— lassen. Bei wiederholten lauteren Rufen ließ sich endlich aus der Tiefe ein Stöhnen und Gähnen vernehmen. Den Lauten folgend, mußte ich beim Anblick meines verloren geglaubten Leidensgenossen unwillkürlich lachen. Derselbe hatte sein Lager ziemlich in Zentrum des Stroh⸗ bettes genommen. Da aber der Strohhaufen in der Mitte einen Schacht hatte, war der sanft Schlummernde in die Höhle gerutscht, ohne von der Fahrt zu erwachen. Nach ver⸗ einten Anstrengungen gelang es, an den Händen ziehend, den Gefangenen zu befreien. Nach oberflächlicher Reinigung unserer Kleider zogen wir weiter und erreichten bald die Ems. Nach⸗ dem wir hier gebadet, kamen wir bald in ein kleines Dorf, wo wir in der Wirtschaft ein billiges Frühstück fanden. Es war das erste Mal, daß ich im Freien geschlafen oder im
Handwertsburschen⸗Jargon gesprochen:„Platte gerissen“ hatte.
(Fortsetzung folgt.)
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Der kranke Humorist.
Ueber den langjährigen Redakteur des „Wahren Jakob“, Max Kegel in München lasen vir in der„Münchener Post“: Daß einen alten, ehrlichen Humoristen auch im Malheur der Humor nicht verläßt, dafür Folgendes als Beleg. Unser Max Kegel erkrankte vorige Woche an Gesichtsrose und liegt seit Samstag im Fieber. In der Mon⸗ tagsnacht war sein Zustand so besorgnißerregend, daß der Arzt Champagner zur Belebung der ermatteten Herzthätigkeit verordnete. Da auch am Dienstag keine wesentliche Besserung eintrat — das Fieber stand auf 39,9—, so verordnete der Arzt wieder Champagner. Dieser wurde aber am selben Tage nicht mehr genossen, sondern Kegel trank ihn am Aschermittwoch mit Freunden, die ihn am Krankenbette besuchten. Zu dieser eigenartigen Feier diktierte er folgendes Ascher⸗ mittwochs⸗Poem:
Der Aschermittwoch lebe hoch, Der Fasching ist vorüber.
Wir pfeifen auf dem letzten Loch, Im Bauche zwickt das Fieber, Der Sekt, der seine Blasen frei Zu Lust und Scherz getrieben, Ward nun als würdige Arznei Vom Doktor mir verschrieben.
So soll, der Weltschmerzthräne gleich, Mein Sekt im Glase perlen!
Ein Hoch dem alten Narrenreich Und allen lust'gen Kerlen!
Möge dieser unverwüstliche Humor unserm
Freunde die Krankheit stegreich überwinden
helfen ron
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Shlläter.—
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Erst bauen sie die Zwingburg, um den Nacken des Volkes zu beugen, und dann die Kirche, um die des irdischen Besitzes Beraubten auf den Himmel zu verweisen.(R. Schweichel.)
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Sie sagen,„wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen“, und wissen gar nicht, wen sie allen mit diesem Ausspruch zum Hungertod ver⸗ dammen.
Humoristisches.
Ein feiner Unterschied.„Du, Moses, is der Levi drüben eigentlich e Wucherer???—„Wie man's nemmt, Sarah; ze hoch sind seine Perzentche nich, er nemmt se nur zu oft im Jahr!“
Gekränkter Vaterstolz. Lehrer(der den
Toast auf das junge Paar ausbringt):„... Nur Liebe war's, die Eu're Herzen rührte, nur Liebe war's, die Euch zusammen führte, nur Liebe war's——“
Brautvater(gekränkt):„Na erlauben Sie, Sie glauben wohl, ich hätt' meiner Tochter gar nichts mit⸗ gegeben?!“
Feindschaft zwischen Irrenärzten. beiden Irrenärzte sind sich wohl spinnefeind?“ „Freilich, die beobachten sich schon seit einem halben Jahre gegenseitig auf ihren Geisteszustand.“
„Die
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Geschichtskalender.
23. Februar. 1895: Wilhelm II. nennt den Antrag Kanitz„Brotwucher“.
24. 1892: Rede Wilhelm II. Die Nörgler sollen den Staub von den Pantoffeln schüttelu. 1867: Erster Reichstag des Norddeutschen Bundes eröffnet.
25. 1634: Ermordung Wallensteins zu Eger.
26. 1802: Viktor Hugo, franz. soz. Schriftsteller, geboren. 1901: Minister⸗Hinrichtung in Peking.
27. 1900: Gefangennahme des Burengenerals Cronje.
28. 1880: Durchstich des St. Gotthard⸗Tunnels. 1896: Wilhelm II. Depesche:„Christlich⸗sozial ist Un⸗ nn.“
. 1. März. 1864: Lassalle's offenes Antwortschreiben. 1900: Entsatz Ladysmiths durch die Engländer.


