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Die Ann' hat keinen Namen genannt, sie wollt
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Nr. 3.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
„Euer Kind, kraft des Gesetzes, mit Gewalt?“ Die alte Frau lachte, schrill und mißtönend,
und schlug dabei ihre Arme wie schützend so
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fest um Aunchen, daß die erschrockene, Kleine laut zu weinen begann.
„Kraft des Gesetzes! Mit Gewalt! Euer Kind! Ja, wer seid Ihr denn? Muß ich Euch denn glauben, daß es Euer Kind ist? Könnt Ihr mirs denn beweisen?
nichts von Euch und wollt nicht, daß ihr Kind was mit Euch zu thun haben sollt. Geht, holt's! Holt mir mein Enkelkind aus dem Grab, gebt mir sie wieder. Und dann laßt sie Zeugnis ablegen für Euch!—— Das heißt, Ihr könnt's nicht, könnt's nicht, könnt nimmer
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sagen, daß— Ihr ein Recht dazu habt.“——
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„Eil Dorf ist nahe, aue Unterkunft.“
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Tod getrieben habt. Und doch kommt Ihr daher, wollt mir das Licht meiner Augen stehlen, die einzige Sonne, die mich noch erwärmt?!
— Erst morden, dann stehlen?!“
Der Mann war entsetzt zurückgewichen. War das noch ein Weib? War es die fleisch⸗ gewordene Rachegöttin, die ihn heimsuchte? Da sah er, wie die alte Frau wankte, und sprang unwillkürlich hinzu, sie zu schützen. Sie aber schüttelte ihn ab mit ihrer letzten Kraft:„Rührt
mich nicht an, Ihr Mörder! Ihr Zuchthäusler!“
Sie suchte einen Stützpunkt an dem Baum und ließ sich tastend zur Erde gleiten. Der Mann war zurückgetreten, erdfahl im Gesichte, und einige Augenblicke hörte man nichs als das leise Weinen Annchens, das mit großen erschrockenen Augen von einem zum andern sah. Der Fremde wandte sich zum Gehen.„Darf ich dem Onkel nicht Adieu sagen? Habe mich auch noch gar nicht bedankt für die schöne, schöne Puppe!“
In des Fremden Gesicht lag eine tiefe Röte beim Klang dieser bittenden Kinderstimme. In seiner Brust arbeitete es mächtig und schwere Thränen tropften aus seinen Augen. Dann beugte er sich nieder und preßte das Kind an sich, fest und innig, als wollte er's nie wieder von sich lassen.
Brigitte ließ es geschehen. der Mann mit erstickter Stimme fragte:,
Und als nun Darf
ich manchmal wiederkommen, manchmal sie
sehen?“— da sagte Brigitte mit seltsam er⸗ loschener Stimme:„Ihr dürft— und“, fügte sie nach einer kurzen, schweren Pause hinzu, „wenn ich einmal nicht mehr da bin, und Ihr wollt mir hier im Angesichte Gottes und der Ruhestatt da drüben— ihre Hand deutete in die Richtung des Friedhofs— versprechen, daß Ihr wie ein rechtschaffener Vater an dem Kinde handeln und es beschützen und behüten wollt für sie sorgen dürfen und ich will's dem Herrn Pfarrer
Der Fremde streckte ihr die Hand entgegen und sie legte die ihre in dieselbe Hand, die sie vorher verflucht hatte.
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Licht.
Von W. Korolenko.
Vor langer Zeit einmal traf es sich, daß ich an einem dunklen Herbstabend auf einem stbirischen Flusse fahren mußte..
An einer Wendung des Flusses flimmerte plötzlich unter schwarzen Bergen ein Licht.
6. flimmerte grell, stark und ganz, ganz e
„Nun, Gott sei Dank!“ sagte ich.
er Ruderer, ein Sibire, wendete sich um und schaute über die Schulter auf die Flamme; dann begann er wieder apathisch zu rudern.
„Es ist noch weit.“ 5
Ich glaubte ihm nicht. Das Licht stand da; aus unbestimmtem Dunkel trat es scharf hervor.— Aber der Ruderer hatte recht; es war wirklich noch sehr weit. f l
Es ist eine Eigentümlichkeit dieser Licht⸗ erscheinung, sich zu nähern, die Finsterniß be⸗ siegend, zu flimmern, zu versprechen und zu locken durch ihre Nähe. N 1
Es scheint dir, nur noch zwei, drei Ruder⸗
schläge, und du bist am Ziele. Und— es ist noch gar so weit! Und lange noch fahren wir auf dem dunklen, düsteren, tintenschwarzen Flusse.
Die Felsen und Klüften schwammen heran und rückten näher und schwommen fort, rückten in die Ferne und verloren sich in scheinbar unendliche Weite; das Licht aber stand da vorne, en und lockend, so nah und doch eit
Oft taucht jetzt vor mir auf dieser dunkle Fluß, beschattet von felsigen Bergen und dieses lebendige Licht.
Nicht mich allein lockten so gar viele Lichter durch ihre Rähe, aber das Leben fließt noch immer zwischen düsteren Ufern, und die Lichter sind noch weit.
Und wieder muß man zu den Rudern
greifen. Aber doch... vorne ist das Licht! Gemeinnütziges.
Rostflecke aus Wäsche zu vertilgen. Rostflecke in weißer Wäsche entstehen meist da⸗ durch, daß dieselbe mit eisernen, in die Wasch⸗ gefäße eingeschlagenen Nägeln in Berührung kommt; sie geben der Wäsche nicht allein ein schlechtes Aussehen, sondern rufen nach einiger Zeit auch Löcher hervor, weshalb jede Haus⸗ frau auf das Entfernen solcher Rostflecke sobald als möglich bedacht sein muß. Ein einfaches Mittel hierzu ist folgendes: Man befeuchtet einen Theelöffel voll Sauerkleesalz(giftig!) mit nur einigen Tropfen Wasser und benetzt damit den Rostfleck, läßt das Zeug einige Minuten liegen, reibt es an der fleckigen Stelle tüchtig durch und wiederholt die Befeuchtung. Ein zinnernes Geschirr füllt man mit siedendem Wasser und stellt es auf die angefeuchtete Stelle des Zeuges; nach einigen Minuten nimmt man das Gefäß wieder fort und, wenn der Fleck nicht schon zu alt ist, wird derselbe verschwunden sein; ist dieses aber nicht der Fall, so wieder⸗ holt man das Verfahren so lange, bis das Zeug fleckeurein erscheint. 5
Ein vorzügliches Mittel gegen Husten
Nicht nur in meiner Familie, sondern auch bei meinen Schülern, so schreibt ein Lehrer, ist es mir gelungen, durch ein äußerst einfaches und billiges Mittel Husten, sogar Keuchhusten in einigen Tagen zu heilen. Gewöhnlich heißt es bei Letzterem:„Derselbe muß seine Zeit haben, gegen den gibt es kein Heilmittel. Meine Erfahrungen widersprechen indes dieser Be⸗ hauptung. Mein Mittel ist ganz einfach ein Thee von Haferstroh. Derselbe wird folgender⸗ maßen hergestellt: Man schneidet trockenes, reines Stroh zu Häcksel und kocht dieses in etwas Wasser ab. Es bildet sich ein bräunlicher Thee, etwas heller als schwarzer Kaffee. Setzt man etwas Zucker an, so wird der fade Ge⸗ schmack beseitigt. Der lästige Husten wird durch dieses einfache Mittel, wenn man Morgens und Abends eine Schale voll trinkt, oft schon in drei bis vier Tagen geheilt. Dieser Thee hat außerdem den Vorzug vor anderen Heilmitteln, daß er in jedem Alter wohlthuend wirkt. Selbst gegen Kehlkopf und Rachenkatarrh wird Hafer⸗ strohthee mit Vorteil angewandt.
Splitter.
Eben so wenig wie die Sorge kann man den Atem der Freiheit aussperren; ihr Hauch dringt durch die kleinsten Ritze.
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*
Das Reich kümmert unsere Ritter, Grafen, Fürsten keinen roten Heller. Wo für sie kein Vorteil herausluget, rühren sie keinen Finger, noch rücken sie den Daumen von ihrem Säckel.
Robert Schweichel) **
* Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit—
Ganz ohne Erlaubnis der Obrigkeit.
Politische Märtyrer.
Wie herbe Euer Los auch sei,
Eins dürft Ihr Euch zum Troste sagen;
Ihr könnt zwar schlecht die Tyrannei,
Doch sie noch schlechter Euch vertragen!
5 K. Ta. **
Um im Kampfe ums Dasein zu siegen, muß der Mensch entweder viel Verstand oder das Herz einer Bestie besttzen.
Das Unglück der meisten Menschen ist, daß sie sich größerer Dinge fähig halten, als ste ausführen können.
Das Meunschenherz hat viel Platz für den Glauben, aber wenig Raum für die Erkenntnis.
Gorkli.
Humoristisches.
Geschäft und Religion. Frau:„Jetzt geh i zum Beicht'n, Balthes. Mann:„So, aber gel' vor⸗ sichtig! Nix von G'schäft, der Pfarrhof is unser' beste Kundschaft!—
Aus Berlins Blütezeit.„Gott sei Dank, für uns Berliner ist die soziale Frage gelöst, wenn es einen Arbeiter hungert, geht er in die Siegesallee und erbaut sich an den Idealen der Schönheit und Harmonie — nach kurzer Zeit vergißt er alle Sorgen und schläft ein.“(„Simpl.“)
Gefährliche Entwickelung. In einer höheren Beamtenfamilie erzählt bei Tisch der älteste, studierende Sohn, er habe vor acht Tagen den Kaiser gesehen. Kaum hatte er aber dies gestanden, als ihn seine Schwester, höhere Tochter der Oberstufe, mit den Worten aufährt:„Was, und das sagst Du erst jetzt? Du wirst uns wohl am Ende noch Sozialdemokrat?“
Geschichtskalender.
19. Januar. 1793: Lonis XVI. Appellation ans Volk verworfen.
20. 1901:„Vorwärts“ publiziert Brief Haßler⸗
Bueck⸗Brefeld.
21. 1793; König Louis XVI. von Frankreich geköpft.
22. 1887: Die Genossen Hensel, Lachmann
und Nauen brechen bet nächtlicher Flugblattverteilung anf dem Eise der Spree ein und ertrinken.
23. 1873: G. Doré, Paris, Maler der„Mar⸗ seillaise“ gestorben.
24. Schleswig⸗Holstein wird Preußen einverleibt.
25. 1890: Soz.⸗Gesetz⸗Verlängerung verworfen, 169: 68 Stimmen
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Aus dem Gießener Standesamtsregister.
Aufgebotene. 28. Dezember 1901: August Zipp, Oberkellner in Niedershausen mit Christine Werther dahier. 8. Januar 1902: August Christophersen, Kauf⸗ mann dahier mit Anna Börner in Bellers heim. 10. Konrad Höfler, Fuhrknecht mit Elisabethe Lerch, geb. Rosenbecker dahier. 11. Kaspar Rang, Dienstknecht mit Anna Schröder, geb. Völker dahier. 13. Julius Grote, Kaufmann in Marburg mit Emma Ratjen da⸗ hier. Johann Kraft, Metzgermeister und Wirt mit Maria Schmidt dahier. Wilhelm Wisker, Schlosser mit Johanna Weisel dahier. 14. Johann Leinbach, Dienst⸗ knecht mit Emilie Gabriel dahier. Adam Arnold, Schnei⸗ dermeister ist Brebach mit Wilhelmine Worch dahier. 15. Dr. Karl Raiser, prakt. Arzt in Worms mit Anna Kraft dahier.
Eheschließungen. 10. Januar: Emil Meyer, Kaufmann in Wiesbaden mit Else Friedberger dahier. 11. Karl Stork, Kutscher mit Margarethe Mootz dahier. Martin Lampe, Fußgendarm dahier mit Anna Rill in Mosbach. Johann Beck, Zeitungsexpedient mit Dorothea Waag dahier. 14. Josef Bick, Kellner mit Anna Richter dahirr.
Geborene. 6. Januar: Dem Spenglermeister Georg Dahmer e. S. 7. Dem Metzger und Wirt Hermann Hammel e. T. 8. Dem Wirt August Felsing e. T. 9. Dem Tapezier Otto Bingel e. T. Dem Sattler Karl Diebel e. T. Dem Kaufmann Ferdinand Bär e. S. Dem Wirt Joseph Stein e. T. 10. Dem Viehhändler und Metzger Nathan Günther e. S. 11. Dem Fabri⸗ kant Emil Horst e. S. Dem Universitätsprofessor Dr. Albrecht Dieterich e. S. Dem Monteur Walter Wille e. T. 15. Dem Taglöhner Wilhelm Schneller I. e. S.
Gestorbene. 14. Januar: Peter Ruckstuhl, 69 Jahre alt, Dachdeckermeister. Richard Weise, 64 Jahre alt, Proviantmeister i, P.
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