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N. 8 20.
Mitteldeuische Sonutaas⸗Neitung.
Seite 7.
Der Verlustträger suchte wetter, der Ge⸗ schäftsinhaber kehrte mit einem Besen den Staub auf dem Fußboden zusammeu, das Goldstück kam jedoch nicht zum Vorschein.
„Das ist merkwürdig,“ meinte der Jurist, in welchem der Kriminalist erwachte,„weshalb hat sich die Frauensperson am Suchen beteiligt, weshalb diese verdächtige Entschuldigung, daß sie nichts fallen gehört hat und weshalb dieses rasche Davongehen?“
Der Geschäftsführer zuckte die Achseln und meinte:„Näher kenne ich sie nicht, sie ist gegen⸗ über in der Glühlampenfabrik beschäftigt.“
Der Jurist ist ein energischer Mann, so leicht will er sich nicht bestehlen lassen, auch interessiert ihn der Fall von der kriminalistischen Seite. Rasch entschlossen, begibt er sich daher
u dem Direktor der gegenüber befindlichen Fabrik und erzählte ihm den Hergang der Sache.
Der Direktor meint;„Freilich ist die Sache hoͤchst verdächtig aber wenn man keine Beweise hat... Soll ich das Mädchen entlassen?“
„Das wohl nicht,“ erwidert der Besucher; „mir genügt es zu wissen, ob sie die Schuldige ift und darüber köunte man weitere Anhalts⸗ punkte gewinnen, wenn Sie sie sofort, rufen lassen. Wir werden sehen, wie sie sich benimmt.“
Der Direktor klingelt und ordnet an, daß die betreffende Arbeiterin in das Kontor komme. Kaum ist die Beschuldigte erschienen und des Juristen ansichtig geworden, als sie totenbleich
wird, am ganzen Körper zu zittern begann und
ausruft:„Ich hab' nichts gefunden!“
Für den Juristen giebt es nun keinen Zweifel mehr. Die Angst, die Beteuerung der Unschuld, noch bevor das Mädchen beschuldigt wurde, spricht klar für die Schuld.„Also Sie bleiben dabei,“ sagte er strenge,„das 10 Kronenstück nicht genommen zu haben?“
Ein Tränenstrom bricht aus den Augen des Mädchens:„So wahr mir Gott helfe, ich hab' nichts gefunden.“
Der Jurist erwidert:„Machen Sie das mit Ihrem Gewissen ab“, empfahl sich von dem
Direktor und verläßt mit der Ueberzeugung das Kontor, daß jeder Richter diese Person auf Grund des vorhandenen Indizienbeweises
verurteilen würde.
Als der Jurist die Straße betritt, kommt eiligst der Vermischtwarenhändler auf ihn zu: „Gnä' Herr, das Geldstückl is schon da, es 1 im Erdäpfelsack!“ Und er gab ihm das
eld.—
Augenblicklich geht der Jurist wieder zu dem Direktor, bittet vor diesem die Arbeiterin mit
bewegten Worten um Verzethung und übergibt ihr das Goldstück als Geschenk.— Seit diesem peinlichen Erlebnis hat der Jurist und Krimi⸗ nalist zu Indizienbeweisen kein Vertrauen mehr.
Was ein preußischer König über den Krieg sagte.
„Wenn ich Ihnen zum Belspiel erzählte, daß Völker aus verschiedenen Gegenden Deutschlands das Innere ihrer Wohnungen verlassen haben, um anderen Völkern die Hälse zu bre⸗ che nn, deren Namen sie nicht einmal kennen, und die sie in einem entfernten Lande aufsuchen; warum? weil ihr Herr einen Bund mit ei⸗ nem anderen Herrn gemacht hat und weil sie beide einen dritten Herrn erwürgen wollen: so würden Sie entgegnen: Was sind es doch für Narren, Wahnwitzige und Unsinnige, daß sie sich so dem Eigensinn und der Wut ihres Herrn überlassen.
Wenn ich Ihnen erzählen wollte, daß wir uns mit der äußersten Sorgfalt rüsten, einige mit großen Kosten erbaute Mauern zu zerstören, daß wir da ernten, wo wir nicht gesät haben,
und daß wir da den Herrn spielen, wo nie⸗ mand stark genug ist, uns zu wider stehen: so würden Sie schreiben:„Ach Ihr Bar baren, Ihr Mordbrenner, Ihr Unmenschen!
Friedrich II von Preußen in einem Briefe an Voltaire.
*
* In aller Fürsten Adern rinnt Todesgift der Herrschbegier und Durst nach Rache, nur Macht ist ihr Gesetz, Gewalt ihr Recht; die Erd' ist dieser blutbegierigen Tyrannen Raub, mit Augen, die von Wut, von Zorne funkeln, wecken sie die grauenvolle Barbarei in ihrn wilden Kriegern, und glänzet auch in Tempeln ihre Frömmigkeit, sleüben doch die größten aller Frevelthaten.
Durchschaut die Reihe aller Thaten, aller Kriege, der Kühnheit und des Heldenmutes Monumente; sie zeigen niemals auch so viele Leichensaat, als nur in einer unserer Schlachten verstreuet war. f
Ihr grausamen Eroberer, ihr gründet eueren abscheuwerten Ruhm auf Blut, das ohne Wert euch scheint. Sind denn die Menschen ein so niedriges Geschlecht, daß sie ein⸗ ander morden, so wie die Willkür der Tyrannen es gebeut? Und eure harten Herzen verachten, am Verbrechen schon gewöhnt,
die Kriegesopfer, die mit Edelmmt dem Tod sich weihn! In euerem schaudervollen Spiel
verderbt ihr Hunderttausende, um Staaten zu gewinnen!
Friedrich II. in seiner„Ode an meine Schwester von Braunschweig über den Tod einer ihrer Söhne, der im Jahre 1761 blieb.“
Splitter.
Ein Mensch von echter Geistes⸗ und Herzens⸗ bildung wird niemals, und wenn er das sehn⸗ lichst Erwünschte, das Beste und Höchste damit erreichen könnte, sich zum Schmeicheln und Kriechen erniedrigen, sondern lieber ganz, schweigen, wo er sich nicht äußern darf.
*
Der Optimist vertraut auf Gott oder auf sein Glück, der Pessimist vertraut auf gar nichts, der Sozialist vertraut auf die Menschheit
Kautsky.
Humoristisches.
Folgsame Christin. Pastor(streng):„Lizzie, Sie hatten gestern einen Soldaten in der Küche?“— Köchin:„Ja, Herr Pastor, meinen Bruder.“— Pastor: „Sie sagten doch, als ich Sie ins Haus nahm, Sie hätten keine Geschwister?“— Köchin:„Das hab ich auch geglaubt, bis Sie in Ihrer Sonntagspredigt verkündeten: wir seien alle Brüder und Schwestern.
Auch ein Mäßigkeits⸗Apostel. Michel (spät Nachts heimkommend, zu seiner Frau):„ Schi mpf net, Annamirl, daß i' a' bisl an' Schwips hab'! Wir hab'n heut' an' Mäzigkeitsverein gegründet, und da bin i' Vorstand wor'n!“
——
Ges. chichtskalender.
18. Mai. 1900: Beginn der Lex Heinze⸗Obstruk⸗ tion im Reichstage.
19. 1900: Straßenbahnerstreik in Berlin. 1898: Tod Gladstones, liberaler engl. Staatsmann 1762. Joh. Gottl. Fichte, Philosop), geboren. 1607: Stiftung der Universität Gie ßen.
20. 1900: Ada Christen, freigesinnte Dichterin, in Wien gestorben.
21. 1506: Christoph Columbus zu Valadolid gestorben. 1471: Albrecht Dürer, berühmter Maler in Nürnberg geboren.
22. 1898: Grubenunglück auf Zeche Zollern bei Dortmund 45 Tote. 1879: Reinders, soz. Abg. gestorben.
23. 1898: Bellamy, amerik. Schriftsteller(Ein Rückblick) gestorben. 1498: Savonarola verbrannt.
24. 1897: Tausch- Prozeß in Berlin. 1878:
Erstes Sozialistengesetz abgelehnt.
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