N. 12.
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Nr. 32.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 5.
Gerichte mit der traurigen Affäre zu beschäf⸗ tigen haben.
Von dem Taucher Beckedorf wurde der „Primus“ in den letzten Tagen wieder auf den Kiel gestellt. Als das Wasser abgelaufen war, fanden sich in der Kajüte noch die Leichen zweier Mädchen, von denen die eine als die 13 jährige Gertrud Postelt, die Tochter unseres Genossen, erkannt wurde.— Für die Hinterbliebenen der Opfer sind überall Sammlungen im Gange; in Hamburg gingen schon 170000 Mk. ein.
Wieder ein Bankkrach.
Das Bankhaus Ed. Rocksch Nachf. in Dresden hat am Freitag Mittag seine Zahlungen eingestellt. Ungünstige Nachrichten einer Berliner Zeitung hatten einen Ansturm des Publikums auf das Bankhaus herbei⸗ geführt. Um niemand zu benachteiligen, beschloß das Bankhaus, seine Zahlungen einzustellen. Die Liquidation soll sofort herbeigeführt werden. Inhaber des Bank⸗ hauses ist Kommerzienrat Hahn. Hahn ist an der in Konkurs geratenen Radeberger Glashütte stark beteiligt.
Folgen religiöser Hetzerei.
Ueber ein Liebesdrama berichtete die„Katto— witzer Zeitung“: Der 25 jährige Kutscher Bern⸗ hard Hellmann aus Eikendorf bei Magdeburg wurde mit seiner Geliebten, der 17 jährigen Tochter Albine des Werkarbeiters Gabor aus Burowietz, am 15. Jult in der Nähe von Klein⸗ Dombrowka erschossen aufgefunden. Die Lieben⸗ den haben den Selbstmord mittels Revolvers ausgeführt, den der junge Mann zuerst gegen seine Braut und dann gegen sich selbst kehrte. Als Grund für diese That wird angeführt, daß sich der jungen Leute die Verzweiflung bemächtigt habe, weil ihr Verhältnis von der Kanzel in Bogutschütz herab als ein unsitt⸗ liches bezeichnet worden ist. Der Mann war nämlich evangelisch und dle Braut katholisch. — Eine treffende Illustration zum Kapitel von der katholischen Toleranz, die sogar so weit geht, zwei hoffnungsvolle Menschen in einen vorzeitigen Tod zu treiben.
Kleine Mitteilungen.
Erstickt. An einem Stückchen Wurst, das ihn in die Luftröhre geriet, erstickte am Freitag der sieben Jahre alte Junge eines Bahnarbeiters in Großkarben.
Bahnwärters Tod. Auf dem Bahnlörper in der Nähe von Dortelweil fand man am Sonntag Morgen die gräßlich verstümmelte Leiche des Bahnwärters Pfeifer. Man nimmt an, daß er während einer Zugkreuzung überfahren wurde.
A Kindesmord? Wegen des Verdachtes das neugeborene Kind ihrer Tochter gemeinschaftlich mit dieser umgebracht zu haben, wurde die Frau eines Walzmeisters in Sinn verhaftet und ins Gefängnis von Herborn eingeliefert.
Geisteskrank soll der Dekan Ropertz in Köln sein, der kürzlich wegen zahlreicher Sittlichkeits⸗ verbrechen verhaftet worden war. Er ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Verfahren wurde eingestellt, weil R. nach dem Gutachten der sachverständigen Aerzte, die ihn unter Beobachtung ge⸗ habt haben, zur Zeit der Verübung der ihm zur Last gelegten Sittlichkeitsverbrechen geistig gestört gewesen ist. So, so! Daß man seine Geisteskrankheit erst jetzt merkte, da er doch jahrelang schon die erwähnten Ver⸗ brechen verübte!
e Ehn scheußliches Verbrechen ist am Sonn— tag Nachmittag in Leipzig verübt worden. In einem Hofe am Salzgäßchen entdeckte man am Montag früh eine Kiste, in der sich der zerstückelte Leichnam des jährigen israelitlschen Schulkindes Anna Klein befand. Das Kind war offenbar zu unzüchtigen Zwecken miß⸗ braucht worden. Auf die Entdeckung des Thäters hatte die Pollzeidirektion 200 Mark Belohnung ausgesetzt.— Der Mörder wurde einige Tage später in der Person eines 20 jährigen Optikers ermittelt.
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Gewerkschastl. u. Arbeiterbewegung.
+ Metallarbeiter⸗Ausstand in Offenbach in Sicht. Die Aktiengesellschaft für Schriftgießerei und Maschinenbau in Offen⸗ bach will einen Akkordtarif einführen, der eine ayz empfindliche Lohnherabsetzung bedeutet.
ie Arbeiter erklärten, daß sie zu diesen Be⸗ dingungen nicht arbeiten könnten. Es fanden verschiedene Verhandlungen zwischen der Ve⸗ triebsleitung und einer Kommisston der Arbeiter
statt, die jedoch keinen Erfolg hatten, denn die Direktion erklärte, ihr Standpunkt sei unab- änderlich. Die Arbeiter reichten darauf die Kündigung ein.— Zuzug von Metallarbeitern nach Offenbach muß deshalb strengstens fern gehalten werden!
Achtung, Bauarbeiter! Die Streik⸗ leitungen der Hamburger Maurer, Zimmer- leute und Bauhilfsarbeiter, fordern in einem Rundschreiben die Berufskollegen auf, unter allen Umständen den Zuzug nach Hamburg und Umgegend fernzuhalten. Es heißt darin: Obgleich die Gesellen die Sperren auf— gehoben und auch die Unternehmer die Aus— sperrung für beendet erklärt haben, werden doch verhältnismäßig wenig Arbeiter eingestellt, aber um so mehr macht man den Versuch, Arbeits— kräfte von auswärts nach hier zu ziehen. Das Bestreben der organisierten Arbeitgeber ist offenbar darauf gerichtet, die Hamburger Bauarbeiter aushungern zu lassen.
Der Oeffentlichkeit gegenüber erklären die Herren von der Innung, die Aussperrung sei aufgehoben, und im geheimen wird überall nach wie vor der Versuch gemacht, von auswärts Arbeitskräfte nach Hamburg zu locken, trotzdem hier noch Hunderte im Baugewerbe beschäftigte Arbeiter arbeitslos sind.
Man will mit dem Zuzug das Bestreben der organisierten Arbeiter— bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erreichen— ein für allemal vereiteln.
So lange aber die Arbeitgeber die Taktik beobachten, so lange dieselben sich nicht zur Verhandlung herbeilassen, so lange ist auch der Lohnkampf hier nicht zu Ende und es ist des⸗ halb Pfticht aller deutschen und ausländischen Kollegen, mit allen Kräften dafür einzutreten, daß der Zuzug nach Hamburg ferngehalten wird.
Ueber die wirkliche Stärke der christlichen Gewerkschaften erfährt man gegenwärtig Genaueres. Bekanntlich liegen sich der Gesamtverband, mit Brust an der Spitze und der unter Wiebers Leitung stehende ausgeschlossene Metallarbeiter-Verband in den Haaren. Brust hatte in seinem Organ den Metallarbeiter-Verband als völlig bedeutungslos bezeichnet. Darauf erklärte Wieber in einer in Essen stattgefundenen Versammlung, der Mitgliederbestand sei auf dem christlichen Ge⸗ werkschaftskongreß um etwa 80— 90000 zu hoch angegeben!— Eine große Zahl von Organisationen führe man als christliche Ge⸗ werkschaften auf, die in Thatsache als Gewerk— schaften durchaus nicht in Betracht kommen könnten! Als wirkliche christliche Gewerk— schaftler könne man höchstens 80000 Mit⸗ glieder reklamieren!— Es zeigt sich also täglich mehr, daß den schristlichen Gewerkschaften eine viel zu große Bedeutung beigemessen wurde. Sie sind durchaus bedeutungslos und werden zu keinem Einflusse gelangen.
Rechtssprechung.
Sonntagsheiligung und Flugblatt⸗ verbreitung. Schon mehrsach erhielten Parteigenossen, die Sonntags während der Kirchenzeit Flugblätter verteilt hatten, Polizei⸗ strafen. Daß aber die Verteilung von Druck⸗ schriften keine Thätigkeit ist, welche die Feier⸗ tagsruhe stört, wurde von unserer Presse schon öfters ausgeführt. Jetzt hat das Schöffengericht in Saarbrücken in diesem Sinne entschieden. Dort waren sechs Parteigenossen angeklagt, weil sie am Ostersonntag während der Kirchenzeit Wahlflugblätter zu der Saarbrückener Reichs- tags⸗Nachwahl verteilt hatten. Die Angeklagten wurden freigesprochen. Die schriftlich vorliegende Urteilsbegruͤndung sagt:„Die Angeklagten waren von der Anklage aus§ 366,1 des Strafgesetz⸗ buchs und§ 2 der Regierungs⸗Poltzeiverordnung vom 14. Dezember 1853 freizusprechen. Das
erkannte Motiv der genannten Vorschriften be⸗ steht darin, das religiöse Gefühl des christlichen Publikums durch Untersagung der werkthätigen auf den Erwerb gerichteten oder die Feiertags ruhe in der Oeffentlichkeit störenden Beschäftl⸗ gungen zu schützen. Eine Arbeit wie das
Verteiten von Wahlzerteln kann an sich das religiöse Gefühl ebensowenig verletzen, wie das Vertragen von Tagesblättern. Ob der Inhalt der Wahl⸗ zettel geeignet war, das religiöse Gefühl der Bewohner von Gersweiler zu verletzen, ist nicht festgestellt und unerheblich, weil er erst durch ein freiwilliges Lesen zur Kenntnis der Bewohner gelangte.“
r————— Partei-Uachrichten.
Wegen Veröffentlichung eines Hunnen⸗ briefes wurde der Redakteur der„Mainzer Volksztg“, Genosse Landtagsabgeordneter Ha as, von der Mainzer Strafkammer zu 300 Mk. Geldstrafe und Urteilspubli⸗ kation verurteilt. Der Staatsanwalt hatte nur 200 Mk. beantragt.
Wahlkreis Friedberg⸗Büdingen.
Sonntag, den 31. August, Vorm. 10 Uhr, im Saale zur„Stadt New⸗York“ in Friedberg
Kreiskonferenz. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes. Rechnungsablage und Bericht der Kontrolleure, Die Landeskonferenz. Ref. Gen. Repp. Der Parteitag. Ref. Gen. Harris. Die nächstjährige Reichstagswahl. Ref. Gen. Busold, Verschtedenes. Die Wahlkreisorganisationen und Parteigenossen der einzelnen Orte werden ersucht, sofort zu dieser Konferenz Stellung zu nehmen und die Wahl von Delegierten in die Wege zu leiten. Jeder Ort muß vertreten sein! Der Kreisvertrauensmann.
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Versammlungskalender.
Samstag, den 9. August.
Alsfeld. Soz.⸗dem.⸗Wahlverein. Abends 9 Uhr Versammlung bei Wirt Cloos.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versamm⸗ lung bei Löb„Wiener Hof“.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig. Vortrag von Krumm.— Brauer. Abends ½59 Uhr Versammlung bei Löb, Wiener Hof.
Sonntag, den 10. August.
Gießen. Glaserverband. Vormittags 10 Uhr
Versammlung bei Orbig.
Gießen. Kreiskonferenz. Mittags 1 Uhr bei Orbig.
ee e e e e Niesech! Nie sech.
Sonntag, den 17. u. Montag, den 18. August
Slichweihfeste
Gut besetzte Tanzmusik. Es laden ergebenst ein die Wirte B. Wacker. G. Schueider. A. Ziegler.
Spazierstöcke
kauft man gut und billig Casseler Schirmfabrik (nahe am Kreuzplatz). Marburg a L., Neustadt 11,
Sonnenschirme, Fulda, Buttermarkt 14„z. Steuerhaus“.
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