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Nr. 6.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeieung.
Seite 7.
fähiger erscheinen.
„ Unterhaltungs-CTeil.
2
Bankrott. Von F. Schwarz. 2.(Fortsetzung.)
Karl Helfingers Stimme brach, und es dauerte einige Minuten, ehe er, ruhig wie zuvor, fortfahren konnte:
„Darum also bitte ich Sie, heute noch ein⸗ mal mir und an mich zu glauben. Als ich vor einigen dreißig Jahren als blutjunger Mensch nach dem Tode meines Vaters die Führung seines Handelsgeschäftes mitsamt der Sorge für Mutter und Geschwister übernahm, lebten wir draußen auf dem Lande. Man hatte sein eigenes Haus, sein bischen Acker⸗ wirtschaft, daneben den Getreidehandel. Wir Faule ein unbegrenztes Vertrauen unter der
auernschaft; die Bedürfnisse waren nicht groß, man konnte, nach der Väter Art, behaglich leben. Aber die vielen Geschwister! Der Geist der neuen Zeit hatte auch ins Dorf seinen Einzug gehalten. Er verlangte gebieterisch, daß die Jugend lernen, lernen, vor allen Dingen lernen sollte. Daheim war keine Gelegenheit dazu. Anders in der nahegelegeneu Universitäts⸗ stadt. Dort gab's Bildungsanstalten die Fülle. Wir thaten uns um, um billiges Unterkommen zu finden. Ja, wenn es einer gewesen wäre! Es handelte sich aber um drei Jungen und um eine Reihe von Jahren. So bescheidene An⸗ sprüche wir auch hinsichtlich der Behausung und Verpflegung stellten, die dafür verlangte Summe überstieg unsre Kräfte. Wir überlegten. Von der Stadt aus konnten wir unser Geschäft mindestens so gut betreiben, ja die besseren Eisenbahn⸗ Verbindungen, der größere Markt, ließen es noch aussichtsreicher und ausdehnungs⸗ Die Ackerwirtschaft kam nicht in Betracht, dafür sparten wir in der Stadt Knechte und Mägde, und was etwa den Aufenhalt in der Stadt teuer machen konnte, wurde reichlich aufgewogen durch die Ersparnis an Pensionsgeldern. So siedelten wir denn in die Stadt uber. Unsere Berechnungen erwiesen sich als richtig. Das Geschäft gedieh; die alte Kundschaft war uns zum größeren Teil tren geblieben, neue kam hinzu; wir konnten so weit ganz zufrieden sein. Aber was wir nicht vorausgesehen hatten, nicht in dem Grade vorausgesehen hatten: das Leben in der Stadt erwies sich als unverhältnismäßig teuer. Nicht zu reden von der so viel höheren Miete, denn das hatten wir voraus gewußt. Aber daß wir für Haus und Küche alles kaufen mußten und die mannigfachen Kulturellen und gesell⸗ schaftlichen Beduͤrfnisse, die aufsprangen, man wußte selbst nicht wie. Nun die Gelegenheit günstig war, sollten auch die Mädchen etwas Tüchtiges lernen. Allerhand gesellige Beziehungen erwuchsen; es enstanden Verpflichtungen, denen man sich nicht entziehen konnte, schon um seines laufmännischen Kredites willen nicht wie man das Stück Schein nennt, unter dem weite Kreise des kaufmännischen Mittelstandes ihr Leben hinschleppen. Wäre ich reich gewesen, so hätte ich in einer Hütte wohnen können bei Wasser und trockenem Brot. Da ich es nicht war, mußte ich es mindestens scheinen. Das wurde nicht besser, als ich mich verheiratete. Trotz aller Sparsamkeit, allen Einschränkungen da⸗ heim: neue Verpflichtungen, neuer Schein. Die Kinder kamen in rascher Folge. Auch sie kosteten mehr, als es früher auf dem Land der Fall gewesen wäre. ö.
Doch das alles ist nicht weiter ungewöhnlich und es würde mich gewiß nicht so weit gebracht
haben, wäre nicht ein anderes dazu gekommen.
Auch nichts Ungewöhultches, etwas, daß sich jeden Tag vor unseren Augen abspielt, etwas, das wie eine ungeheuerliche, unausweichliche und unheilbare Krankheit unsere Zeit durchseucht. Ich sagte bereits, das ich unser bäuerliches
Hinterland in fester Hand hielt. Man ver⸗ traute mir unbedingt; ich begnügte mich mit einem bescheidenen Nutzen und fand für meine gute und darum preiswerte Ware immer Absatz. Da thut sich eines Tages eine neue Firma in unserem Städtchen auf. Erkundigungen be⸗ stätigen meine Furcht: ich hatte es mit der Filiale einer Weltfirma zu thun, die es schon lange wurmen mochte, daß sie das Getreide unserer Gegend nicht von Produzenten selbst kaufen konnte. Meine Befürchtung, daß es auf meinen Untergang abgesehen sei, daß es sich hier um einen Kampf auf Tod und Leben handle, erwiesen sich als nur zu begründet. Als ich die nächsten Abschlüsse mit meinen seit⸗ herigen Lieferanten machen wollte, hörte ich von allen Seiten, daß die Herren X. so viel mehr geboten hätten, als ich. Man habe nicht abgeschlossen, gewiß nicht, da man mir, schon in Anbetracht unserer langjährigen Beziehungen den Vorzug gebe, aber die Preise bewilligen müsse ich auch. Mir blieb keine Wahl. Gab ich nicht nach, so konnte ich gleich mein Bündel schnüren, hielt ich aus, so war es möglich, nein, so war es, wie ich mir einredete, sicher, daß meine Konkurrenten nach einigen Versuchen ihr Geld nicht weiter unnütz verpulvern und mir das Feld räumen würden.
Thor, der ich war! Der ich mich auf dem Standpunkt des Kleinen stellte, der das Wenige ängstlich zu wahren bestrebt ist, und nicht bedachte, daß meine Nebenbuhler den Atem länger anhalten konnten als ich, daß sie Tausende und aber Tausende aufwenden konnten, hatten sie doch die Aussicht, am Ende Sieger zu bleiben, oder konnten schlimmstenfalls die Verluste leichter verschmerzen. Zu dieser Einsicht kam ich erst, als es zu spät war, als ich bereits einige Jahre mit Verlust gearbeitet, mein ganzes Vermögen zugesetzt und“, hier sank seine Stimme zu fast unhörbarem Flüstern herab,„schon die Hand an anvertrautes Gut gelegt hatte.
Von da an war mein Leben nur noch ein verzweiflungsvoller Kampf gegen die erdrückende Macht des Großkapitals, ein unaufhörliches Ringen gegen das Gespenst der Schande, das neben mir emporwuchs— riesengroß, das mir am Tage die Ruhe und in der Nacht den Schlaf raubte. Den Kampf mit dem Gegner hatte ich längst aufgegeben. Ich machte Geschäfte neben ihm— was er mir übrig ließ — was mir der Zufall in den Schoß warf. Dann suchte ich durch die Höhe des Umsatzes hereinzubringen, was mir an der Höhe des Verdienstes verloren gegangen war; ich hätte es gekonnt— wenn ich Geld gehabt hätte, Geld genug für die großen Käufe und Ver⸗ käufe. So!... Haha! War anfänglich der Nutzen immer geringer geworden, so zer⸗ rann er mir schließlich ganz unter den Fingern. Kam die Not, mußte diese oder jene dringende Verpflichtung erfüllt werden, so verkaufte ich billiger als ich eingekauft hatte. Ich borgte da und dort, bald war es eine Vergeßlichkeit, die mich hatte versäumen lassen, Geld einzu⸗ stecken, bald war ein Schuldner in Rückstand geraten und hatte mich in eine augenblickliche Verlegenheit gebracht. Nach den Geldern, die meine Nerwandten mir anvertrauten, griff ich gierig wie der Verschmachtende nach dem Trunk; ich beredete Freunde, mir ihre Ersparnisse an⸗ zuvertrauen, ich ließ mir Wechsel von allen Geschäftsfreunden geben draußen auf dem Lande. Keiner wußte vom andern, jeder fühlte sich durch das Vertrauen geehrt, daß ich ihn, ger ade ihn vor so viel anderen auszeichnete. So ward ich ein Dieb und ein Betrüger so ward ich ein... Fälscher, als es weiter ging auf diesem Wege.“
Karl Helfinger hatte die letzten Worte nur mit der äußersten Anstrengung hervorgestoßen und hielt nun einen Augenblick inne, bis er sich so weit gefaßt hatte, um fortfahren zu
können. (Schluß folgt.) ü i.. iir;LT ́mfvl!lnvnrnnrñr7ßv6ñ;?x! Humoristisches. Ein Wahlwitz. Der„Leipz. Volksztg.“ sendet
ein Freund zum Wahlsiege in Döbeln-Roß wein
diese hübsche Scherzfrage: Wie heißt der höchste Berg in Sachsen? Grünberg! Denn den kann kein Sachse erklettern und kein Vogel überfliegen.(Sachse und Vogel, die Namen der beiden gegnerischen Kandidaten.)
Die Macht des Gewissens. Ein englischer Dekan hatte, wie der„Globe“ erzählt, vor kurzem seinen Regenschirm verloren. Aus triftigen Gründen glaubte er annehmen zu müssen, daß das nützliche Instrument von einem seiner Pfarrkinder, die nicht gerade im Rufe besonderer Ehrlichkeit stehen,„in Gedanken“ mitgenom⸗ men worden sei. Der Geistliche wollte aber unter allen Umständen seinen Regenschirm wieder haben und griff zu dem Mittel der sanften Ueberredung, indem er am folgenden Sonntag eine ergreifende Predigt über das Vertauschen und Mitnehmen von Regenschirmen hielt. „Wenn einer von Euch“— also schloß er mit zu Herzen geher der Stimme—„meinen Regenschirm irrtümlicher⸗ weise mitgenommen haben sollte, so thue er, falls er sich schämt, mir den Schirm öffentlich wiederzubringen, folgendes: er werfe in stiller Nacht den Schirm über die Mauer meines Gartens, und alles wird wieder gut sein!“ Am nächsten Morgen fand der Pfarrer in seinem Garten 46 Regenschirme!—
Litterarisches.
Krach, Krise und Arbeiterklasse von Gg. Bernhard. Diese 3 Bogen starke Broschüre(Preis 30 Pfg.) kommt jetzt, im unmittelbaren Anschluß an die Not⸗ stands⸗Interpellation im Reichstag und zur Illustra⸗ tion der ablehnenden Haltung der Regierung und bürger⸗ lichen Parteien sehr zeitgemäß. In 7 Hauptkapiteln: Aufschwung— Vorboten der Krisis— Krachs— Lehre der Krachs— Wirkung der Krisis— Praktische Maß⸗ nahmen gegen den Krisen⸗Notstand— Sozialdemokratie und Krisis— erörtert der Verfasser, der selber als Fachmann im Handels- und Börsenleben zu Hause ist, eingehend diese Fragen und durch die kritische Schilde⸗ rung der Bankkrachs und Bankerotte im letzten Sommer bietet die Broschüre zugleich eine Materialien⸗-Sammlung von bleibendem historischem Werte. Die Korruption der Börsenpresse und der enge Zusammenhang der fröm⸗ melnden patriotischen Börsenschwindler mit gewissen Hof⸗ kreisen und der bürgerlichen Ordnungspartei machen die Broschüre besonders zeitgemäß— Zu beziehen durch die Expedition der Mitteldeutschen Sonntags⸗Zeitung.
Die sozialistischen Monatshefte(Berlin W. Lützowstraße 85 A) haben soeben das Februarheft ihres 8. Jahrganges erscheinen lassen. Aus dem In⸗ halt desselben heben wir hervor: Paul Müller: Ge⸗ fährliche Utopisterei.— Sadi Gunter: Bodenreform und Sozialismus.— Dr. Hugo Lindemann(C. Hugo): Krise und Wohnungsverhältnisse.— Charles Loeser: Käthe Kollwitz.— Dr. Eugen Losinsky: Das religiöse Problem im Sozialismus.— Rudolf Lebius: Der amerikanische Zigarettentrust in Dresden. — Fanny Imle: Die Arbeitslosenunterstützung in den deutschen Gewerkschaften.— Rundschau: Politik; von Richard Calwer.— Wirtschaft; von Max Schip⸗ pel.— Sozialistische Bewegung; von Dr. L. Gu m⸗ plowiez.— Gewerkschaftsbewegung; von Heinrich Bürger.— Genossenschaftsbewegung; von Gertrud David.— Soziale Kommunalpolitik; von Dr. Hugo Lindemann(C. Hugo).— Psychologie; von Dr. Ernst Gystro w.— Technik; von Dr. Heinrich Lur. — Als Beigabe bringt das Heft ein charakteristisches Selbstportrait von Käthe Kollwitz.— Der Preis des Heftes beträgt 50 Pfg.
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Geschichtskalender.
9. Februar. 1789: Gabelsberger, Erfinder der Stenographie, geboren.
10. 1887: Verhängung des kleinen Belagerungs⸗ zustandes über Offenbach.
11. 1901: Musterkönig Milan gestorben.— Stu⸗ dentenunruhen in Kiew.
12. 1867: Das allgemeine Wahlrecht für den norddeutschen Reichstag wird eingeführt.— 1901: An⸗ tireligtöse Demonstrationen in Spanien.
13. 1895: Sächsischer Bergarbeiterverband auf⸗ gelöst. 14. 1889: Kleiner Belagerungszustand über Stettin.
15. 1901: Polizeilommissar Thiel in Berlin wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt.— 1781: G. E. Lessing gestorben.
A ˙»¾—⸗—• r.—————— — Auf Genossen werbt Abonnenten für die „Mitteldeutsehe Sonnt agszeitung“, .. ⁵⅛-


