Ausgabe 
8.6.1902
 
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Rr. 28.

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Nr. 23.

Mitteldeuische Sonntags⸗Zeitung.

Seite 7.

flüssige, nach Außen selbstleuchtende Ball er⸗ starrte bis in unbekannte Tiefen zu einer festen Masse. Wie dieser Vorgang sich im Allgemeinen abspielte und wie es sich mit dem Sitz der vulkanischen Kräfte der Gegenwart verhält, hat der Vulkanologe Alfons Stübel, in der Köln. Ztg. wie folgt dargestellt: Die Zeiträume, die verflossen, ehe die glutflüssige Erde sich an der Oberfläche infolge allmählicher Erkaltung mit einer Erstarrungskruste bedeckte, sind nicht zu ermessen, aber man muß annehmen, daß diese Kruste lange an zahllosen Stellen von den inneren Glutmassen immer wieder durch brochen wurde und daß glühendflüssige Masse sich über ihr ausbreitete und aufschichtete. Dieses System von Gesteinsbänken, das den Erdkörper rings umschließt und zu jener Zeit, wo die planetarische Erstarrungskruste noch eine geringe Dicke besaß, zu deren Festigung wesentlich bei⸗ getragen haben muß, bezeichnet Stübel kurz als Panzerdecke. Ihr Aufbau, sagt er, kann nur in solcher Art geschehen sein, daß die aus der geringsten Tiefe des Erdinnern stammen⸗ den Ergußmassen gegenwärtig die in der Pan⸗ zerdecke am tiefsten liegenden Gesteinsbänke bilden, während das Material der obersten Schichten aus den größten Tiefen stammt, bis zu denen bei der Ablagerung der Erstarrungs⸗ prozeß vorgeschritten war. Ueber der Erstar⸗ rungskruste mußten überall da, wo aus dem inneren Zentralßherde glutflüssige Masse empor⸗ drang, wiederum Glutherde entstehen, die aber räumlich beschränkter waren und in rascherer Frist der Erschöpfung und Erkaltung eutgegen⸗ gingen. Solche Herde nennt Stübel periphe rische Herde und betont, daß die vulkanischen Schöpfungen, die unserer Untersuchung zugäng⸗ lich find, höchst wahrscheinlich ohne jede Aus⸗ nahme der Thätigkeit solcher peripherischen Herde zuzuschreiben sind. Das gilt also unbedingt von allen heute noch thätigen Vulkanen. Dadurch

erklärt sich auch, daß die Ausbrüche benachbarter

Vulkane zwar nicht immer, aber doch gewöhn⸗ lich mit einander in keinem unmittelbar erkenn⸗ baren Zusammenhange stehen. Würden Feuer⸗ berge wie Aetna und Vesuv aus einem gemein⸗ samen, zentralen Glutherde des Erdballes ge speist, so wäre es unbegreiflich, weshalb bei der Eruption des hohen Aetna der niedrige Vesuv und die ihm benachbarten Schlünde nicht auch toben sollten; es bliebe unverständ⸗ lich, wie in den südamerikanischen Cordilleren ein Vulkan die furchtbarste Thätigkeit entwickelt, während sein Nachbar völlig apathisch ist.

So müssen wir uns also vorstellen, daß die heute von Zeit zu Zeit thätigen Vulkane aus lokalen, peripherischen Glutherden gespeist werden, nicht aber mit dem feurigflüssigen Erdkerne in unmittelbarer Verbindung stehen. Diese peripherischen Herde können deshalb doch in einzelnen Fällen eine relativ bedeutende Ausdehnung besitzen. Wenn daher z. B. bald nach dem schrecklichen Ausbruche der Montagne Pelee auf Martinique auch der Vulkan Soufxière auf St. Vinzent tobte, so kann an eine nähere Beziehung der Herde beider Feuerberge immerhin gedacht werden; anderseits ist freilich nicht zu übersehen, daß der Soufriere wiederholt thätig war, während die Montagne Pelee ruhte, und umgekehrt dieser 1851 plötzlich erwachte, aber der andere Feuerberg still blieb. Die zahl⸗ reichen Erdbeben, von denen die kleinen Antillen häufig heimgesucht werden, weisen zudem dar⸗ auf hin, daß die unterirdischen Gewalten dort besonders thätig sind. Sehr beachtenswert ist endlich die Thatsache, daß die starken Erd erschütterungen, welche in der Nacht vom 5.

zum 6. Mai das südwestliche Frankreich und

die spanische Halbinsel erschreckten, zeitlich mit dem Ausbruche der Montagne Pelee zusammen⸗ fallen. Es muß sich demnach um jene Zeit in dem peripherischen Feuerherde der Erdrinde unter den kleinen antillischen Inseln ein Vor⸗ gang abgespielt haben, der die glühende Lava zum Aufsteigen in den Schlünden der Montagne Pelee und des Soufriere brachte und gleichzeitig die Erdrinde bis nach Europa hin erschütterte. Alle vulkanischen Ausbrüche aber, von denen die Geschichte meldet, sind die letzten Zuckungen der ersterbenden inneren Glut der Erde, und einst muß die Zeit kommen, wo keine glühende

Lava einem vulkanischen Herde mehr entquillt. Diese Ruhe vor dem unterirdischen Feuer er⸗ scheint freilich nicht als ein gnädiges Geschenk für die künftige Menschheit, sondern sie wird bezahlt durch die Abnahme der freien Wasser⸗ massen an der Oberfläche. Denn nur die innere Erdglut hat bis jetzt verhindert, daß unsere Oceane von den Gesteinsmassen des Erdballes gewissermaßen wie von einem ungeheuren Schwamme aufgesogen wurden. Mit der Glut im Innern werden die Wasser an der Ober⸗ fläche der Erde verschwinden, und diese wird zur toten Wüste, wie es die Oberfläche des Mondes anscheinend längst geworden ist.

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Gemeinnütziges.

Kinder sind von Natur aus nicht furchtsam. Die Furcht wird den Kindern anerzogen. Sie ist die Frucht einer verkehrten Erziehung. Man sollte sowohl den Dienstboten strenge verbieten, als auch selbst beobachten, daß in Gegenwart der Kinder weder Schauer⸗ märchen noch Gespenstergeschichten erzählt werden, besonders am Abend vor dem Schlafen gehen. Die Kinder träumen oft die ganze Nacht von dem, was sie zuvor gehört haben und sind dann nicht mehr zu bewegen, im Finstern zu bleiben oder selbst im eigenen Hause etwas zu holen.

Grünfutter ist auch deu Schweinen sehr dienlich, da es außerordentlich zu der Ge⸗ sundheit und dem Wohlbefinden derselben bei⸗ trägt. Daneben hat es auch den Vorteil großer Billigkeit. Man baue zu diesem Zweck die Pferde⸗ oder Saubohne, sowie den Ackerspörgel an, und man hat, wenn dies in Zwischenräumen geschieht, vom Frühjahr bis in den Herbst hin⸗ ein ein Futter, welches, wenn es in geschnittenem Zustande den Schweinen gegeben wird, treffliche Dienste leistet. Mit gutem Erfolg läßt sich auch älterer, blühender Klee verfüttern, doch muß derselbe stets trocken sein.

Ein pünktliches Einhalten der Futter⸗ zeiten ist eine der Hauptbedingungen, um unser Vieh bei immer gleichbleibender Gesundheit zu er⸗ halten. Umsomerh ist dies in unserer Zeit ge⸗ boten, wo sehr häufig schon bedeutend konzen⸗ trierte Nahrung und dadurch viel weniger Futtermassen gereicht werden. Nie soll man neues Futter auf oder in noch nicht verzehrtes Futter schütten, sondern es vorher entfernen, da es sehr leicht in Fäulnis und Gährung übergegangen ist.

Humoristisches.

Ein witziger Bauer. Im österreichischen Abgeordnetenhaus erzählte kürzlich der oberösterreichische Abgeordnete Winter, daß in den fünfziger Jahren ein aufgeklärter Bauer(der bekannte Tiroler Bauern⸗ philosoph Konrad Deubler), als er wegen des Besitzes eines verbotenen Buches eingesperrt wurde, an die Mauer seines Gefängnisses folgende Anleitung eines guten österreichischen Patrioten geschrieben habe:

Verträum' die Zeit, verlern' das Denken, Mach' stets ein frommes Schafsgesicht, Laß dich von jedem Ochsen lenken, Wenn er dich stößt, so muckse nicht.

Es komme dem Redner vor, als ob dieses Rezept auch heute im Parlament in bester Uebung stünde. Stimmt!

Unpraktisches Wissen. Die Frkftr.⸗Ztg. erzählt folgeude hübsche Schulanekdote: Der verstorbene Schul⸗ inspektor Bornemann examinierte die Willemerschule in Sachsenhausen. In einer höheren Klasse nahm er Geo graphie por. Er fragte einen Knaben nach Amerika. Doch wilßte der Junge, der sehr faul war, wenig oder gar nichts über diesen Erdteil zu sagen. Der Inspektor kanzelte ihn gehörig ab und ermahnte ihn, fleißiger zu sein. An demselben Nachmittag, es war ein Mittwoch, machte der Schulinspektor einen Spaziergang nach dem Wald. Er ging den Hainerweg hinauf und wollte nach Isenburg, um von da mit der Waldbahn zurückzufahren. Im Wald, an der Schutzhütte, wo sich verschiedene Wege kreuzen, war er nicht sicher, welchen er einschlagen müsse, und fragte einige Erdbeeren suchende Jungen um den Weg nach Isenburg. Einer der Jungen(es war der am selben Morgen wegen Amerika gerüffelte) wandte sich unwillig ab und brummte:

Da! Heut Morjend hat er en jede Dreck von Amerika gewißt, und jetzt waaß er net emol den Weg nach Iseborg!

Geschichtskalender.

3. Juni. 1888: Reichs ⸗Spitzelminister Putt⸗ kammer gestürzt. 1896: Jules Simon, ehem. Mitglied derInternationale, gestorben.

9. 1832: Gentz, Reaktionswerkzeug Metternichs, gestorben.

10. 1836: Ampere, Physiker, in Paris gestorben.

11. 1878: Auflösung des Reichstages(infolge der Ablehnung des ersten Ssozialistengesetzes).

12. 1848: Wartburg⸗Fest. Miquel, republikani⸗ scher Festredner.

13. 1810: Dichter J. G. Seume, gestorben zu Teplitz.

14. gestorben.

1901: Pastor Hülle, Sozialistentöter in Berlin 1848: Zeughaussturm in Berlin.

Empfehlenswerte sozialistische Schriften.

Seit Monatsfrist hat der Wahlverein Gießen den Vertrieb der sozialistischen Litteratur übernommen. In⸗ dem wir unsere Genossen darauf hinweisen, richten wir die Bitte an sie, sich ihrerseits um die weiteste Verbreitung unserer Parteischriften mit zu bemühen, damit unsere Anschauungen in die weitesten Kreise dringen. Auch alle hier nicht angeführten Bücher und Zeitschriften be⸗ sorgt die Kommission. Es sei noch bemerkt, daß der etwa erzielte Gewinn wieder im Interesse der Agitation verwendet wird. Wir machen auf folgende Broschüren und Zeitschriften aufmerksam.

Das Kommunistische Manifest. Von Karl Marx und Friedrich Engels. Preis 15 Pfg.

Das im Jahre 1847 verfaßte Manifest ist die be⸗ deutungsvollste Schrift der sozialistischen Litteratur. Trotz der 45 Jahre Zeitfortschritt haben die darin auf⸗ gestellten allgemeinen Grundsätze im Ganzen heute noch ihre Richtigkeit.

Lohnarbeit und Kapital. Separatabdruck aus der Neuen Rheinischen Zeitung vom Jahre 1849 von Karl Marx. Preis 20 Pfg.

In der Einleitung, die Friedrich Engels dieser vorzüglichen Agitationsschrift über das Wesen der heutigen Produktionsweise vorausschickt, entwickelt er die Gründe, warum einzelne Stellen und Wendungen geändert sind und knüpft daran eine klare ökonomische Auseinander- setzung über die verschiedenartigen Begriffe: Arbeit und Arbeitskraft.

Grundzüge und Forderungen der Sozial⸗ demokratie. Von Karl Kautsky und Bruno Schönlank. Preis 10 Pfg.

Enthält eine kurzgefaßte, allgemein verständliche Er⸗ läuterung des Erfurter Programms. Muß jeder Genosse besitzen!

Christentum und Sozialismus. Bebel. Preis 10 Pfg.

Diese religiöse Polemik zwischen unserm Genossen und dem Kaplan Hohoff fand bereits in den Jahren 1873/74 statt. Der Inhalt des Schriftchens ist aber noch heute durchaus zeitgemäß.

Wie ein Pfarrer Sozialdemokrat wurde. Eine Rede von Paul Göhre, Pfarrer a. D. Preis 10 Pfg.

Weltkrach und Weltmarkt. Eine weltpoli⸗ tische Skizze von Fr. Mehring. Preis 25 Pfg.

Weltpolitik, Chinawirren und Trans⸗ vaalkrieg. Von W. Liebknecht. Liebknecht's letzte Rede, gehalten zu Dresden imTrianon am 28. Juli 1900. Preis 15 Pfg.

Wilhelm Liebknecht. Sein Leben nnd Wirken. Unter Benutzung ungedruckter Briefe und Aufzeichnungen. Herausgegeben von Kurt Eisner. Mit Porträts und Abbildungen. Preis 30 Pfg. Führer durch das Gewerbe⸗Unfallversicherungs⸗Gesetz.

durch das Bau⸗Unfallversicherungs⸗Gesetz.

durch das Unfallversicherungs⸗Gesetz für Land⸗ und Forstwirtschaft.

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Jedes einzelne Werk ist zusammengestellt nach den neuesten gesetzlichen Bestimmungen und mit einem aus⸗ führlichen Inhalts⸗Verzeichnis mit alphabetischem Sach⸗ register versehen. Die Führer sind jedem Arbeiter ein treuer Ratgeber in allen, die Unfall- und Invaliden⸗ Versicherung betreffenden Angelegenheiten. Preis des einzelnen Werkchens 25 Pfg., nach auswärts 3 Pfg. Porto.

Ferner empfehlen wir:

Die Neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. Allwöchentlich ein Heft. Preis 25 Pfg.

Sozialistische Monatshefte. Jeden Monat ein zirka 80 Seiten starkes Heft. Preis pro Heft 50 Pfg.

Freie Stunden. Beste Romanlitteratur. Illu⸗

Von A.

striert. Wöchentlich ein Heft. à 10 Pfg. Die Hütte. Zeitschrift für das Volk und seine Jugend. Illustriert. Prachtvoll ausgestattet. Alle 14

Tage ein Heft. à 25 Pfg.

Wahrer Jakob; Süddeutscher Postillon, Witzblätter. Erscheinen alle 14 Tage. Preis 10 Pfg. die Nummer.

Die Kommission.

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