— die fie von de J Ganz 5 55 ert nur Hl. Fed. u. H u. dauniger 2 5 AA hin u. wied. eine en Halbdaunen baunige Federchen Ale u ene pped.„gra wen. 4 0.850 de sehr daunig 450. 50, weiß 450, hoch J. Entensed. 9., 0 175, Daune 250. mein. Fabrik saub. dumm. frod, flaru. gt reell u. preisw. 00 Ctr. Gatantie:
tra. Crohn, est:(Oderbruch.
2 50 1 4 Nina
cher ctnlate 18 gugsouelle füt
Gold⸗ waren
lionen
Tren
zu verkausen. arten nur M. 205 „„„ 500 1 „„05 Sranlolieferung n Nachnahme. Ware wird aus arantiert. — liegen vol
r. 18.
Se ee lbai- Dummer. SS De e
Gießen, Sonntag, den 4. Mai 1902.
9. Jahrg.
Redaktion: Kirchenplatz 11. Schloßgasse.
‚
Mitteldeutsche
bit
Medaktionsschluß Donnerstag Nachmittag 4 Uhr
8
Abounementspreis:
Die Mitteldeutsche
re.
Und wirket Wunderwerke;
An dem die Dölker kranken Mit zündenden Gedanken. „Crotz ihrer Väter Zungen;
Das ist dem Mai gelungen!
ä
Er lebe hoch!
1 Die zehn Gebote der Arbeiter.
Erstes Gebot: Du sollst ar⸗ beiten.
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Und doch essen viele, die nicht arbeiten. Das muß aufhören.
Zweites Gebot: Du sollst kei⸗ nen Müßiggänger neben dir dulden.
Wenn du einen siehst, der müßig neben dir steht und fähig zur Arbeit ist, so gieb ihm ein Schurzfell und eine Hacke und sprich zu ihm:„Jetzt schaffe, Bruder, wenn du müßig gehst, so muß ich deinen Teil Arbeit mit übernehmen, und das ist ungerecht. Darum schaffe, reicher Müßiggänger.“
Drittes Gebot: Du sollst kei⸗ ne Sklavenarbeit verrichten.
Alle Menschen sind frei und gleich. Es wird Keiner als Sklave geboren. Es
e
.
rr —
Sonntags⸗Zeitung kostet durch unsere Austräger frei ins Haus geliefert monatlich 25 Pfennig. Durch die Post bezogen vierteljährlich 75 Pfg. Direkt durch die Expedition unter Kreuzband vierteljährlich 1 Mark.
5 es neuen Lenzes Odem weht
0 Er füllt die Sagenden mit Mut, Die Schwankenden mit Stärke; Er bricht des Gleichmuts starren Bann,
Und hellet ihrer Heilung Pfad .Sie lernen endlich sich verstelyn Und was der März ließ ungescheh'n,
Drum, Brüder, spottet eurer Haft, Und laßt die Gläser klingen;
Der Geist der Bölkerbruderschaft Muß uns die Freiheit bringen! Stoßt an und gebt es schallend kund: Der Arbeitsvölker Maienbund
Bestelluugen
nehmen alle Austräger in Stadt und Land, die Expedition in Gießen, Rittergasse 17, die Petitzeile oder deren Raum kostet 10 Pfg. Druckerei Ludwigstr. 30; jede Postanstalt und 4 mal. Bestellung gewähren wir 25% bei 6 mal. Bestellung jeder Landbriefträger entgegen.(P.⸗Z.⸗K. 4940) 33/9 und bei mindestens 12 mal. Aufgabe 50% Rabatt.
DN eee eee
Der Arbeitsvölker Maienbund.
Von Andreas Scheu.
Er lebe hoch!
braucht keiner ein Sklave zu werden, deine Arbeit kann und muß eine freie sein, eine solche, die deinen Neigungen und Fähigkeiten entspricht.
Viertes Gebot: Du sollst ge⸗ rechten Lohn für deine Ar⸗ beit fordern.
Wir wollen einen gerechten Lohn für unsere Arbeit, denn jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert. ö
Fünftes Gebot: Du sollst kei⸗ nen Hunger leiden.
Es fällt kein Sperling vom Dache aus Hunger, kein Wurm kriecht im Grase, der sich nicht sättigt, kein Fisch schwimmt im Wasser, der verschmachtet. Und du, Mensch, mußt Hunger leiden?
Sechstes Gebot: Du sollst nicht in zerrissenen Kleiderngehen.
Das Veilchen auf den Wiesen, die Rosen in den Gärten haben schimmernde Gewänder an; der Vogel trägt ein schmu⸗ ckes Federkleid; der Bär hat einen war⸗
Vom Süden klingt die Botschaft her, So feurig und so heftig; Der Westwind bringt sie über's Meer, So deutlich und so kräftig;
Vom Vorden braust der Gruß herbei Und selbst vom fernen Osten Ertönt ein wilder Sehnsuchtsschrei, Die Freiheit zu verkosten. Der Mai zerriß den blinden Wahn Des Glaubens und der Rasse
Und wir erkennen uns fortan
Als eine einz'ge Klasse!
Drum, Brüder, spottet eurer Haft, Und laßt die Gläser klingen;
Der Geist der Bölkerbruderschaft Muß uns die Freiheit bringen! Stoßt an und gebt es schallend kund: Der Arbeitsvölker Maienbund
1 Juserate
finden in der M. S.⸗Ztg. weiteste Verbreitung. Die 5 gespalt.
Bei mindestens
Den Sprachenplan von Babylon Den macht der Mai zu schanden, Da wir der Bruderliebe Ton
Auf allen Zungen fanden. Und nichts soll unser Selbstvertrau'n, Nichts uns're Gluten dämpfen,
Wir wollen rastlos weiter bau'n, Geschlossen weiter kämpfen!
So weit sich wölbt des Himmels Dom Senkt der Entscheidung Schale
Das Welterlösungsidiom,
Das internationale!
Drum, Brüder, spottet eurer Haft Und laßt die Gläser klingen;
Der Geist der Völkerbruderschaft Muß uns die Freiheit bringen! Stoßt an und gebt es schallend kund: Der Arbeitsvölker Maienbund
Er lebe hoch!
men Pelz. Warum willst du in Lumpen gehen?
Siebentes Gebot: Du sollst dich deines Lebens freuen.
Der Zweck des Lebens ist, daß der Mensch glücklich sei; hast du alles ge⸗ than, was nötig ist zur Erhaltung und Verschönerung des Menschenlebens, so mußt du glücklich sein und dich des Lebens freuen— du und alle deine Brüder.
Achtes Gebot: Du sollst in Ehren leben.
Ehre! d. h. es soll keiner über dir stehen und dich verhöhnen:„Arbeiter, un⸗ wissender Arbeiter, armer Arbeiter!“ Nein, du sollst zu jenen sagen, die bis⸗ her von deinem Schweiße sich genährt: „Müßiggänger, arme Müßiggänger! Ich verzeihe euch, was ihr an mir verschuldet. Auch ihr sollt in Ehren leben, durch
eure Arbeit.“ Neuntes Gebot: Du sollst
f e e ee ee eee
Arbeifer aller händer bereinigt Buch! Sr rie e e e eee eee
dein Ohr verschließen vor den Pfaffen.
Der Baum der Erkenntnis ist der Baum des Lebens. Die Pfaffen, die nichts thun und doch schwelgen wollen, scheuchen dich zurück vom Baum der Er⸗ kenntnis.„Nicht hier,“ sagen sie,„sollst du genießen, sondern jenseits. Hier dulde, dort oben wirst du belohnt.“ Du aber sollst erkennen, daß das Recht zu leben zugleich das Recht„glücklich zu sein“, hier glücklich zu sein, ist.
Zehntes Gebot: Du sollst dei⸗ nen Nächsten lieben wie dich selbst.
Nur so gelingt es dir, der Knechtschaft dich zu entziehen. Nur so kannst du wahrhaft frei sein, denn Freiheit und Gleichheit gehen nur von einem Dritten: der Brüderlichkeit, aus.— Einzeln bist du schwach, in Gemeinschaft stark und kräftig.
(Aus einem 48er Flugblatt.)
N
—
.
0
— 2 D—
N ———
3


