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Nr. 31.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
ihr habet Teufelet getrieben und Teufelswerk. Darum seid ihr arm und verzweifelt geworden. Ehrlichkeit aber währt am längsten. Ich will nicht reich sein, aber ich bin nicht arm. Wollt ihr's nun haben, wie ich, so machet es wie ich.“
(Fortsetzung folgt.)
1—
Steine und Menschen.
In der„Leipz. Volksztg.“ schrieb kürzlich Genosse Blos:
Gewiß, der Campanile, der berühmte Glockenturm von San Marco in Venedig, war kein gewöhnlicher Steinhaufen. Er war ein berühmtes Kunstwerk und wir wollen dem Kunstmenschen im„Berliner Tageblatt“ bei⸗ pflichten, daß er„ein köstlicher Besitz der Menschheit“ gewesen, wennschon nur ein ver⸗ hältnismäßig sehr geringer Teil der Mensch⸗ heit zum Bewußtsein dieses köstlichen Besitzes gekommen ist. Das Organ des Herrn Mosse will sogar in„Entrüstung“ ob der schlechten Bewachung des Turmes geraten, gerade als ob es sich um die Schaffung einer neuen Schlachtflotte handelte und eine„vaterlandslose Opposition zu überwältigen wäre! Ueberhaupt ist der Schmerz und Entrüstung in unserer bürgerlichen Presse in Deutschland so groß, wie er in Italien niemals gewesen, wäre der Turm des Straßburger Münsters in Trümmer gegangen. Als 1870 bei der Belagerung von Straßburg die badische Artillerie mit ihren „astronomischen Instrumenten“ das berühmte Kreuz vom Straßburger Münsterturm herab⸗ schoß, da war von„Entrüstung“ wenig zu ver⸗ spüren, so oft auch die Dichter diesen prächtigen alten Bau, das Münster, als deutsches Eigen⸗ tum reklamiert hatten. Nur im Ausland gab es doch einige Aufwallung.
Und nun erst die Ausbrüche in Italien selbst ob des zu Grund gegangenen Kunstwerks! Wir glauben gerne, daß sich die Venetianer an den Turm gewöhnt hatten. Derselbe war Zeuge der großartigen Entfaltung der oligarchischen Republik, aber auch der Greuel der Patrizier⸗ tyrannei und der goldene Engel schwebte einst über den mörderischen Bleidächern, über den berüchtigten Seufzern und anderen Wahrzeichen, jener schrecklichen Herrschaft des geheimen Rats der Zehn.
Est modus in rebus(Man soll Maß halten in allen Dingen) und dann soll man sich nicht wie verrückt geberden, wenn ein Kunstwerk ver⸗ loren geht, das wenigstens bis zu einem gewissen Grade ersetzt werden kann! Man kann seinem Bedauern aufrichtigen und würdigen Ausdruck geben. Es ist nun einmal alles Menschenwerk vergänglich und ist leider schon Wichtigeres zu Grunde gegangen als dieser Glockenturm von San Marco, ohne daß so viel Trauer und Entrüstung zu Tage gefördert worden wäre. Ist sie überall echt? Wir glauben kaum. Denn wenn venetianische Spießbürger weinend und sich umarmend vor den Trümmern des Turmes standen— soll man so etwas ganz ernst nehmen? Und wenn aus Italien gemeldet wird, die Aufregung„im ganzen Lande“ sei
eine ungeheure und man betrachte die Sache
Marco nie etwas gehört haben! Ut 0 in Schwaben Bauern giebt, die nicht wissen,
als ein„nationales Unglück“, so darf man sich fragen: Ist es denn möglich, daß ein Volk
von so vielen Millionen von dem Verluste eines Kunstwerks so tief bewegt wird? Nein,
das sind die gewöhnlichen Uebertreibungen der Sensationsblätter. Wie viele Millionen Menschen mag es in Italien— leider!— geben, die von der Existenz eines Glockenturmes von San Und wie es
daß ein Schiller oder ein Robert Mayer in jenem Lande geboren wurden— wie viele
Deutsche mag es geben, die vom Turme von
San Marco nichts wissen! Man nehme also den Mund nicht gar so voll, namentlich bei einer gewissen Sorte von„Schmocks“, die nur so thun, als hälten sie für den Campanile wirklich ein besonderes Interesse gehabt.
Was mich aber überrascht hat, war die
Schnelligkeit, mit der die Anregungen zum
Wiederaufbau des Turmes gekommen sind.
Da handelt es sich um Geld und das ist in Italien nichts Leichtes. Wenn in der Künstler⸗ kolonie zu Rom die„Idee“ aufgetaucht ist, die ganze Welt“ zu einer Subskription für den Wiederaufbau des Turmes heranzuziehen, so meinen die Herren doch hoffentlich ihre, nämlich die Kunstwelt, die immer noch ein großer und schöner Begriff bleibt, auch wenn man die Subskription weder auf Hottentotten, noch auf Papuas, noch auf Botokuden, noch auf Eskimos ausdehnt. Warum auch da den Mund so voll genommen, zumal man weiß, daß die Künstler selbst im allgemeinen wenig Geld übrig haben und daß die„oberen Zehntausend“ gerne Kunst⸗ freund spielen, aber auch nicht gerne es sich etwas kosten lassen— einzelne natürlich aus⸗ genommen.
„Dagegen wurde die Frage erörtert, ob die italienische Dynastie die Mittel zu dem Wieder⸗ aufbau beschaffen werde, oder die Stadt Venedig oder das italienische Parlament oder alle drei zusammen. Das ist eine Frage, die man den Italienern selbst zur Entscheidung überlassen soll. Vielleicht fänden sich im italienischen
Parlament auch Leute genug, die da dieselbe
Haltung einnehmen würden, wie die Reaktionäre in unserem Reichstag gegenüber dem Reichs— beitrag zur Goethestatue in Straßburg.
Für das ganze ungeheure soziale Elend in Italien haben die„oberen Zehntausend“ noch niemals ein Zehntel jener Teilnahme geäußert, die dem eingestürzten Turme von San Marco gewidmet worden ist. Das muß man beachten als ein besonderes Zeichen der Zeit.
Das geeinigte Italien hat immer noch die Schuld einer tausendjährigen Mißwirtschaft ab⸗ zubüßen. Eine neue äußere Form ist gefunden; man nennt sie die„demokratische Monarchie“. Wie weit sie das ist, sei dahingestellt. Daß unter ihr das Schreckensregiment eines Menschen wie Crispi möglich war, ist bezeichnend genug. Als dieser Mensch mit den schrecklichsten Maß⸗ regeln gegen die Arbeiterbewegung vorging, jubelten ihm dieselben Leute zu, die jetzt so tief den Einsturz des Campanile betrauern. Die Schlächtereien und Dragonnaden in Stzilien, die„juristischen“ Massakres vor den Kriegs- gerichten, die„trockenen Guillotinen“ der Zwangs- domtzile— das alles konnte die stumpfsinnige Bourgeoisie und Aristokratie nur darin bestärken, in Crispi den berufenen Retter der bürgerlichen Gesellschaft zu erblicken. Wer das namenlose Elend der Kinder in den Schwefelgruben Siztliens oder der Arbeiterinnen in den Reis⸗ feldern der Romagna schildert, ist ein„Hetzer“ in den Augen derselben Leute, welche ob der zertrümmerten Ruine des Turmes von San Marco nicht genug klagen können. Die Sozial⸗ politik liegt in diesem Lande noch vollkommen im Argen. Diese Halbinsel mit ihrer welt⸗ historischen Vergangenheit, die nach den unge— heuerlichsten Verwüstungen doch noch einen so reichen Schatz an Kunstwerken besitzt, dieses schönste Land der Welt bietet das klägliche Schauspiel, daß die Massen seines Volkes in einem Elend schmachten muß, das alljährlich Tausende und Abertausende über die Grenzen treibt, um in anderen Ländern Arbeit und Fortkommen zu suchen. Der Druck der herrsch⸗ enden Klassen Italiens hat dies Volk dermaßen darben und entbehren gelehrt, daß die italieni⸗ schen Arbeiter mit ihrer„verdammten Bedürfnis⸗ losigkeit“ als Lohndrücker auftreten können, was selbstverständlich das überschwängliche Lob gewisser schäbiger Unternehmer findet.
Nun mache einmal jemand den Versuch und fordere die herrschenden Klassen Italiens auf, Mittel zu sozialen Reformen zusammenzubringen, um dem Massenelend, das die Menschen dort bis zum Stumpfsinn niederdrückt, zu steuern, der wird schön abfahren.
Für die Steine von San Marco haben sie wenigstens noch etwas übrig— für die Menschen nichts!
Woher stammen die Namen unserer Münzen?
Die ältestete deutsche Münze ist der Kreuzer.
Das Prägen der Münzen lernten die Deutschen
von Missionaren aus dem byzantinischen(griech—
ischen) Kaiserreich. Da man in diesem Reich bereits zu Konstantins des Großen Zeiten das Kreuz auf Münzen geprägt hatte, so wurde dies in Deutschland beibehalten, und so entstand der Kreuzer. Solche mit Kreuzen versehene Kupfer⸗ stücke findet man noch in Münzensammlungen. Der Name Pfennig stammt her von dem alt⸗ hochdeutschen phantine(Pfand); Münzen dieses Namens kommen zur Zeit Otto I.(936 bis 973) vor. Ursprünglich waren es Silbermünzen, die aber später auch in Kupfer geschlagen wurden, so um 1300 in der schwäbischen Stadt Hall, weshalb diese Münzen den Nameu Häller erhielten, woraus sich die Schreibweise Heller bildete. Unter Otto I. wurden auch Schillinge geprägt, was die deutsche Bezeichnung fur Bracteaten(Hohlmünzen) ist und vom althoch⸗ deutschen seilt(Schild) herkommt. Man könnte die Bracteaten daher auch Schildmünzen nennen. Um das Jahr 1300 kommen auch Dickpfennige vor, und da man im Mittelalter die Manie hatte, alles zu latinisieren, so nannte man sie Grosses, woraus Groschen entstand. Auch der Name Mark stammt wahrscheinlich aus dem Lateinischen, nähmlich von mareus(großer Hammer). Die Mark war die älteste deutsche Reichsmünze, ursprünglich ein Münzgewicht von 22, später(1042) von 16 Lot, wobei zur Ver⸗ hütung weiterer Wertverringerung ein Zeichen (Narke, also von marcus, Hammer, ein heiliges altdeutsches Zeichen) darauf angebracht wurde.
Splitter.
Durchblicke kühn die alte graue Decke Der Vorurteile. Rufe laut und wecke Den Nebenwandler aus dem Traum.
Pfaffen weisheit. Es hat einmal ein Thor gesagt, Daß der Mensch zum Leiden geboren worden; Seitdem ist dies— Gott sei's geklagt!— Der Spruch aller gläubigen Thoren worden.
Und weil die Menge aus Thoren besteht, Ist die Lust im Lande verschworen worden, Es ist der Blick des Volkes kurz, Und lang sind seine Ohren worden. Fr. Bodenstedt
Humoristisches.
Ausgesorgt. Bauer(der seit kurzem in die Feuer versicherung ging): Brauchst nix mehr so vorsichtig z sein mit Dein'm Licht, mir san jetz in der Asekuranz!
Schlagfertig. Von einem berühmten Universitäts⸗ professor(der Name thut nichts zur Sache), der natur⸗ wissenschaftliche Vorlefungen hielt und ausgezeichnet experimentierte, erzählt man sich folgende Anekdote: Als er einst im Kreise seiner Hörer einem Frosch das Gehirn ausnah en, entwand sich dieser plötzlich mit einem kleinen Rest des kostbaren Stoffes der quälenden Ge⸗ fangenschaft und sprang in gewaltigem Satze auf den Boden. Alle An wesenden brachen in Gelächter aus, worauf der Professor sagte:„Sie sehen, meine Herren, wie wenig Hirn dazu gehört, Sie zum Lachen zu bringen.“
Ein Mißgriff.„Kreuz— difi— domine, iazt hon i in Opferstock an Knopf einig'schmissin, und derweil hon i an silbern derwischt!“(Simpl.)
Rücksichtsvoll. A.: Warum ist aus der ver⸗ sprochenen sächsischen Amnestie nichts geworden? B.: Man wollte bei der gegenwärtigen traurigen Geschäftslage die armen Gefangenen nicht um ihre Existenz bringen.
(W. Jak.)
Geschichtskalender.
3. August. 1900: Wilhelm II. Vaterlandsl.⸗ Rede gegen die Hamburger Ausgesperrten.
4. 1886: Freiberger Urteil im Chemnitz er Geheim⸗ bund⸗Prozeß.
5. 1895: Friedrich Engels gestorben.
6. 1901: Hohenlohe gestorben. 1900: Wilh. II. Weltpolitikrede in Bielefeld.
7. 1900: Wilhelm Liebknecht gestorben.
3. 1901: Waldersee's Ankunft in Hamburg. 1900: Weltmarschall. 9. 1901: Deutsche Südpolexpedition. 1792:
Pariser Kommune.
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