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Rector Reutzel die evangel. Pfarrſtelle zu nan ber. bach und dem Schalvicar Fiſcher wurde die evangel. 10. ſtelle auf dem Helmhof bei Wimpfen übertragen. Reviſions⸗„ leur Schlapp zu Mainz wurde von der Uebernahme der Sie e eines Niederlage-Verwalters bei dem Haupt- Zoll? Amte e der Controleur zu Bingen, Ackermann, zum Ae erwalte r zu Mainz; der Aſſiſtent Zimmer zu Mainz, zum Controleur zu Bingen; der Hauptzollamtsgehulfe Erb zu Mainz zum e und Ernſt Henſing zum Gehulfen bei dieſem Hupen 2 Dem Schulvicar Reinheimer zu Kaichen wurde 1 910 ebangel. Schullehrerſtelle daſelbſt; dem Schulboicar Faulſtuch 5 toßouch, 0 daſige evangel. Schullehrerſtelle und dem Schulvicar Dieß zu Ze 5 bauſen die 2. kath. Schullehrerſtelle daſelbſt; dem Schullehrer Amen; die 2. evang. Sa ullehrerſtelle zu Meſſel; dem Schulvicar arommel⸗ bein die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Neckarſteinach übertragen und präſentirter evangel. Pfarrer Kammer fur Dernour e beſtatigte Advokat⸗Anwalt Kramer zu Mainz wurde zum Michtor 75 dem Kreisgerichte daſeloſt, und O.-Fin.⸗Kam.⸗Sec.⸗Acceſſiſt Mere zum Geh. Seer.-Acceſſiſten bei dem Ginanzminiſterium ernannt.„Richter an dem Kreisgerichte zu Alzey Ur. Schmitt, erhielt auch die Zunc⸗ tionen eines Unterſuchungsrichters far den Bezirt auf die Dauer von weiteren 3 Jahren. Dem Schulvicar Spamer zu Biedenkopf wurde
die 5. evangel. Schullehrerſtele daſeloſt, und dem Lehrer der 4.
evangel. Schule zu Wimpfen a. B., N aper, die 4. evang Schul⸗ lehrerſtelle puls, ſowie dem Lehrer an der 5., Strein, die 4. Stelle daſelbſt übertragen.— 8) In den Ruheſt and N 18 ſetzt: der Schullehrer Keller zu Affhollerbuch. 8 a ſind: die evang. Pfarrſtelle zu Leidhecken, Aeg.⸗Bez. toda, mi jährl. 1087 fl.; die kath. Pfarrſtelle zu Kempten, Neg.⸗Oez. Mainz, mit jahrl. 681 fl.; die kat). Pfarrſtelle zu Alzey, Aeg. vez. Worms, mit jäbrl. 711 fl. 36 kr.; die Phyſicatsarztſteue zu Langen, deg.-Vez. Darmſtadt; die 2. evangel. Schullehrerſtelle zu Dicken dach Reg⸗vez. Heppenheim, mit jährl. 265 fl. 59 kr., neoſt 8 fl. VBergatung fur Heizung; die 2 kath. Schullehrerſtelle zu Bretzendeim, Aeg. Bez. Mainz, mit jährl. 300 fl.; die 5. mit einem evangel. Lehrer zu be⸗ ſetzende Schullehrerſtelle zu Alzey, mit jahrl. 500 fl. ohne Wohnung; die 6. evangel. Schullehrerſtelle zu Aczey mit japrl. 300 fl 9 Wohnung; die 7. mit einem kathol, Lehrer zu beſetzende e ſtelle zu Alzey mit jahel 300 fl. ohne Wohnung; die Stelle 110 Revierforſters von dem Forſtrevier Dudelsheim, Corſts Nidda, mit der etatsmaßigen Beſoldung der 3 Klaſſe; concurrenzfahige Bewer⸗ ber um dieſelbe haben ſich binnen 6 Wochen bei der Großh. Ober. forſt⸗ und Domanendirection zu melden.— 10) Geſtoroen ſind: Fruchtmeſſer Breider zu Vilbel; penſ. Amtmann Wurſchmitt zu Dieburg; penſ. Gendarmeriebrigadier Lang zu Fricdberg; penſ. Schullehrer Neubauer zu Overtlingen; Schullehrer Folſing zu Meiches; Schullehrer Hartmann zu Wimbach; penſ. Gendarm Wenzel zu Schotten; Penſionar der Saline Theodorodalle, Bei⸗ ſiegel zu Karlshalle; Kreisgerichtsbote Lecerf zu Oſthofen; evang. Pfarrer Guntrum zu Eberſtadt.
Der redliche Sohn.
(Fortſetzung.) 5.
Der Gefängnißthurm, in welchem wegen ihrer Schul— den ſogenannte Betrüger aufbewahrt wurden, ein graues alterthümliches, vielzerriſſenes Gebäude, erhob ſich aus den Tiefen des öſtlichen Walles der Rheinſtadt K. Die ungeheuren Steinmaſſen, die ſchmalen Fenſter mit den ver⸗ ſchlungenen eiſernen Stangen, die zahlloſen Spinngewebe, die Niſtung von Fledermauſen, die zerfallenen Treppen, welche zu einer eiſenbeſchlagenen Thüre hinlenkten: dies Alles enthielt ſo viel Schreckhaftes, daß wer von Außen den freien Blick um das Gebäude ſchweifen ließ, bang die Augen niederſchlug und im Herzen für Alle tiefes Mir⸗ leid fühlte, welche dem Grenzſteine ihrer Lebenszeit in dieſen Mauern des Unmuths entgegenharrten. Abſtoßend war das Ausſehen der verzerrten Gramgeſtalten, welche grinſend durch die Eiſenſtäbe blickten. Eingekerkerten waren zumeiſt ſchwarzgelb und die Augen lagen matt in der eingeſunkenen Höhle, denn der giftige Hauch der Kerkerluft verzehrte die Geſundheit; Gram und oft auch verzweiflungsvoller Lebensüberdruß ſchlug die Denkkräfte der Seele in tödtliche Feſſeln. Das Junere
des Thurmes kam ſeinem Aeußeren ganz ähnlich. Die Gemächer ſahen trüb, ja nachtdüſter aus, und nur ſpär⸗
Hermann
ärmlichſten Strohſacke.
Die Wangen der
lich fiel das Sonnenlicht durch die Eiſengitter. Die Gange dehnten ſich lange hin, aber ſehr ſchmal. Zu beiden Seiten ſtarrten Thüren von Menſchenbehältern mit ſchwerem Metall beſchlaßen und mit gewichtigen großen Schloßvorhängen ſcharf verwahrt. Eine Oellampe beleuchtete den Gang. Dumpfes Schweigen lagerte rings, welches zuweilen nur von den Seufzern der Unglücklichen und dem Kettengeklirre durchdröhnt wurde.
In einem dieſer Gräber für die Lebendigen fand auch Walther ſeinen Aufenthalt, der des Betrugs an⸗ getlagt, aber deſſen aus eigener Schuld ſich doch nicht be⸗ wußt war. In der Mauerniſche lag der Greis auf dem Der irdene Krug und das Stück Brod daneben auf der hölzernen Bank bezeichneten den Schuldner, welcher nicht zahlen kann und ſich ſomit als Betruger erwieſen. Vom rechten Arme ſchräg zum linken Fuße herunter war er mit Feſſeln gebunden. Die einzel⸗ nen grauen Haarlocken hingen zerſtreut ihm über die Stirne
herab. Er ſah trub aus, denn die Blaͤſſe des Kummers
bedeckte ſein Angeſicht. Oft richtete er ſich vom Stroh⸗ lager auf und betete mit der innigſten Ergebung in die Fugungen Gottes. Was könnte wohl auch im Glück die Brut uns mehr beſeligen und in Stürmen das Herz mehr erheben, als das Sichbeugen unter die Hand des Herrn, weiche bald durch Blumen und bald durch Dornen leitet, aber daun doch gewiß zu unſerm Beſten! So tröſtete ſich auch der Alte mit der Ruhe des guten Bewußtſeins, daß er dieſe Strafe der Verbannung aus dem Kreiſe der Leben— den nicht verdient habe. Das allein nur pflückte jede neue Knospe der Heiterkeit von ſeinem Herzen ab, wenn er eines Weibes gedachte und der Kämpfe deſſelben auf dem Sterbebette; wenn er gedachte ſeiner Tochter und ſeines Sohnes, wie ſie in frommer Liebe um ihn weinen und ihm nicht helfen können. Helfen wollen und nicht können, iſt eine Wunde, welche mehr ſchmerzt in der Seele, als alle Pein des Körpers. Er hatte von Beiden nichts mehr ſeit der Gefangeunehmung gehört. Zuweilen richtete ſeine Sehnſucht zu dem Wärter die Fragen: Ob er von Guſtav, ob er von Oorothea keine Kunde vernommen habe? Der Wärter horte dann zwar den Unglücklichen, blieb aber ſtumm und gung, ihn nicht eines Blickes würdigend, zur Thure hinaus.
Eines Tages hatte die Morgenglocke das Grauen des Tages verkündet. Hermann Walther ſchleppte ſich nach ſeiner ſchon angenommenen Gewohnheit zu der von Wurmern benagten hölzernen Bank, zum friſchen Trunk Waſſers und zum Brodſtücke die Hand ausſtreckend. Als er den Krug berührte, trank er ſtatt des Waſſers den koͤſt⸗ lichſten— Wein. Er ſtaunte. Er glaubte noch zu träumen.
„Was iſt das?“ fragte ſein Wort die ſtarren Wände. Er verſuchte den Kraftſaft noch einmal, der ihm alsbald die Lebensgeiſter anfriſchte und die mürben und abgewelkten Glieder des Koͤrpers ſtärkte. Zur Seite des Kruges ſtand ein Körbchen mit koͤſtlichen Speiſen angefüllt. Mehr hätte der Verlaſſene nicht erwarten dürfen am Abend ſeines Lebens und in dieſer Gruft. Aber ein Räthſel blieb es ihm, weſſen Herz ihn bemitleidete und weſſen Hand ihm die Gaben der chriſtlichen Milde dargeboten. Auf dem Tiſche ſtanden Blumen und die Dornenkrone des Erlöſers (denn das Bild des Gekreuzigten hing an der Mauer über dem Tiſche) war hinweggenommen und mit einem Kranze friſcher, ſüßduftender Roſen vertauſcht, vielleicht fuͤr den armen Dulder das Sinnbild, welches ihm deuten ſoll, wie das ungetrübteſte Heil oft aus Stürmen geboren wird. Selbſt das altergraue Gemach des Gefängniſſes ſah freundlicher aus; von der Seite blickte man durch ein ſtets ſonſt verſchloſſen geweſenes und nun geöffnetes Fenſter
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