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Intelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
M 16.
Sonnabend den 22. Februar
1851.
Urnſere verehrlichen Abonnenten ſehen wir uns veranlaßt hiermit zu benachrich—
tigen, daß die Fortſetzung dieſes Blattes von Nr. 18 ab nur an Diejenigen ver—
abfolgt wird, welche den Abonnements-Preis gezahlt, resp. eingeſandt haben; Gemein⸗
den ſind ſelbſtredend hiervon ausgeſchloſſen.
Die Expedition des Friedberger Intelligenz⸗Blattes.
Ein Beiſpiel egyptiſcher Mechtspflege unter Jbrahim . Paſcha!
Ein Fellah warf ſich zu den Füßen Ibrahims und mit dem Ausruf:„entweder laß mich tödten oder gib mir Gerechtigkeit!“ faßte er krampfhaft das linke Bein des Paſchas. Dieſer befahl ihm aufzuſtehen und ſein Anliegen zu ſagen. Der Fellah erzählte:„Ich hatte drei Ochſen und ein Stück Landes, welches mir und meiner Familie Bohnen, Mais und Zwiebeln zu eſſen, und dir, großer Paſcha jedes Jahr die geforderte Steuer gab. Mein Feld war ſchön, denn das ſüße Waſſer des Nils machte es frucht— bar und ich pflügte es mit meinem Knaben, wie die Väter meines Vaters ſchon gethan. Da faßte der Schel⸗el⸗belled (Ortsvorſteher) eine Neigung für die Schönheit meines Landes, und er ſagte, daß es ihm gehöre. Seine ſchwarzen Sclaven nahmen meine Ernte weg und führten meine Bohnen und meinen Mais auf einer Barke den Strom hinab. Die Ochſen aber trieb der Schech zu ſeiner großen Heerde an dem Rand der Wüſte. Ich aß die Zwiebeln mit meinen Knaben und bat den Schech bei jedem Sonnen— aufgang, mir das Land meiner Väter wenigſtens in Pacht zu geben. Er will es nicht. Ich ging nun in dieſe Stadt, klagte deinem großen Diwan meine Sachen und bewies durch das Zeugniß meiner Nachbarn, daß das Land ſeit mehr als hundert Jahren meinen Vätern gehöre. Der Diwan ſprach: Du haſt Recht, der Schech muß dir das Land zurückgeben! Der Schech aber war auch hierher ge— kommen und ſein Kameel brachte vieles Geld dem erſten Richter. Ich konnte nichts geben. Gott iſt groß! Der Diwan wies mich ab, und morgen wird das Urtheil aus⸗ gefertigt.“ Der Paſcha nahm den reich mit Diamanten verzierten Bernſtein von ſeinem Schibuk(Pfeife) und gab ihn dem Fellah mit den Worten: Morgen früh gehe zum
Diwan, bitte nochmals um Gerechtigkeit, nähere dich dem Richter, dem der Schech das Balſchiſch(Geſchenk) gegeben, gib ihm heimlich dieſe Pfeifenſpitze, und ſage ihm, es ſei dir leid, ihm weiter nichts geben zu konnen, denn dieſe habeſt du von dem Reſte deines Vermögens gekauft, damit er dir Gerechtigkeit verſchaffe. Benachrichtige mich ſogleich vom Ausgange dieſer Angelegenheit. Der Bauer über- brachte am folgenden Tage voller Freude und Dankbarkeit dem Paſcha das Urtheil, welches ihn in den Beſitz ſeines Eigenthums wieder einſetze. Der Paſcha erſchien einige Tage ſpäter in dem großen Rath, ließ den beſtochenen Richter vor ſich kommen, und ſagte ihm in's Ohr: Meine Pfeifenſpitze hat ihren Zweck erfüllt, denn ſie hat dem Ge— rechten ſein Recht verſchafft; darum ſchicke mir dieſelbe heute in meinen Palaſt zurück. Der ſchlechte Richter war etwas beſchämt, tröſtete ſich jedoch alsbald, da er ſeines Amtes nicht entſetzt wurde.
Miszellen.
Ein Prediger wurde oft von einer Menge Müßig— gänger aus ſeiner Nachbarſchaft heimgeſucht, die bei ihm eſſen und trinken wollten. Eines Tages beſuchten ihn auf einmal acht ſolche Schmarozer; er empfing ſie ſehr freund— lich, dann rief er ſeine Leute und ſagte:„Macht, daß wir eſſen; deckt den Tiſch, holt Wein und ſorgt, daß Alles in Ueberfluß vorhanden iſt.“ Hierauf langte er ſeinen Prieſterrock von der Wand, und nahm ein Buch unter den Arm, worüber ſeine Gäſte in Verwunderung geriethen. „Wo wollen Sie denn hin?“ fragte man.„Ich bin ſo⸗ gleich wieder hier, meine Herren, ich habe heute früh einen Kranken beſucht, der an dem jetzt herrſchenden, peſtartigen Nervenfieber darnieder liegt und da habe ich verſprochen, gegen Mittag wieder zu kommen.“ Mit dieſen Worten


