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Sie verſuchte zu lächeln, doch mißlang dies.
Schauſpielerleben iſt ein
ntelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
den Regierungsbezirk Friedberg
*
im Beſonderen.
M98.
Sonnabend den 13. Dezember
1851.
Wohl dem, der Freude an ſeinen Rindern erlebt. Erzählung von Guſtav Nieritz. (Aus deſſen Volkskalender 1852.) (Fortſetzung.)
Die Wiederkehr.
„Ein ſonderbarer Menſch, der Schreiber!“ ſprach
eines Abends Frau Niedner zu ihrer Tochter.„Ein wahrer Menſchen⸗ und noch größrer Kinderfeind. Haſt du ſchon mehr wie einen einſilbigen Gruß von ihm vernommen und ihn je ein freundliches Geſicht gegen Milchen machen ſehen?“ Er ſcheint kränklich zu ſein, der arme Menſch!“
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verſetzte Eleonore.„Das kommt von dem ſteten Sitzen und Bücken.“ i b 3 5 Hier ging die Stubenthüre auf und eine Dame in
iſekleidern trat herein. 5 228„Guten Abend% ſprach ſie mit etwas rauher, heiſ'rer imme.„Wie gehts?“! 38„Mit wem haben wir die Ehre zu ſprechen?“ fragte i utter betroffen. 45. Fremde ſetzte den Hut mit dem Florſchleier ab, ſtrich ſich die Haare aus der Stirne und verſetzte: „Bin ich denn in den paar Jahren ſo gar unkennt⸗ ich geworden?“ g 15 9 Mutter und Tochter ſprangen auf und ſtarrten die Dame an, deren Geſicht ſchmal und lederfarbig, ausſah. „Ich bin Camilla!“ ſagte ſie endlich, wie unwillig über der Ihrigen Schweigen. 5 5 1 e mit dieſem mehr ſchreckhaft als freudig ausgeſprochenen Aus rufe fielen Mutter und Eleonore der Tochter und Schweſter um den Hals, wobei Camilla die rüſſe nur duldete, ſtatt zu erwiedern. N 1„Wie iſt dir's bisher gegangen?“ fragte die Mutter. „Nicht immer zum Beſten“— verſetzte Camilla und huſtete.„Nichts als Cabale und Neid. Ach, Mutter, das ſchreckliches, iſt nichts als 7 0 endes Elend? Wenn man auch jährlich einige tauſen Thaler Gehalt bekommt, ſo fliegen ſie eben ſo ſchnell wie, der fort, daß man an ein Sammeln gar nicht denken kann. „Du ſiehſt ſo gelb und kränklich aus“— bemerkte die Mutter. 5. „Das rührt von der leidigen Schminke her“— ent⸗ egnete Camilla—„welche die Haut zerfrißt und ſie
jederhaft macht.“
„Auch redeſt du etwas heiſer und huſteſt“— fuhr die Mutter fort.
„Kein Wunder das!“ ſprach Camilla—„Eine Sängerin möchte eine Stimme von Stahl und Eiſen haben, ſo viel wird jetzt von ihr verlangt. Dazu iſt die Witte⸗ rung ſo rauh und eine Erkältung auf der Reiſe ganz naturlich. Nun habe ich aber das unſtäte Leben ſatt und gedenke, mich hier zu erholen und neue Kräfte zu gewinnen.“
„Wenn dir es nur bei uns gefallen wird“— meinte die Mutter—„du wirſt's viel beſſer gewohnt ſein.“
„Man muß zuweilen aus der Noth eine Tugend machen“— erwiederte Camilla„Seid ihr denn nicht in etwas beſſere Umſtände gekommen? Ich habe euch ja aus Wien Geld zugeſchickt.“
„Es liegt noch unangerührt im Schranke“— fiel Eleonore ein.
„Wirklich?“ antwortete Camilla erfreut.„Da ſieht man die guten Wirthinnen. Aber nun ſeid ſo gut und beſorgt mir etwas Wärmendes, Herzſtärkendes. Die Reiſe auf dem Dampfwagen hat mich angegriffen und ausgekältet.“
Die Mutter eilte in die Küche, das Gewünſchte zu beſorgen. Während dem erſchien ein Kofferträger mit Camilla's Reiſegepäck, welches aus einigen leichten und, wie ſich ſpäter zeigte, ziemlich werthloſen Bündeln beſtand.
„Bezahle den Mann für ſeine Bemühung“— gebot Camilla ihrer Schweſter—„ich kann mit den verklom— menen Fingern nicht in meine Börſe.“
Der Mann ging und es trat eine Stille im Stüb— chen ein, welche nur durch Camilla's zeitweiliges Huſten unterbrochen wurde. Plötzlich erſcholl durch die offene Kammerthüre herein eine Kinderſtimme, welche bittend ausrief:
„Lieb' Mütterchen, mich durſtet! Einmal Waſſer!“
„Was iſt das?“ fragte Camilla betroffen und hef⸗ tete ihr Auge durchbohrend auf ihre Schweſter.„Biſt du verheirathet, Lore, oder habt ihr Ziehkinder angenommen?“
Eleonore erröthete, nicht vor Schaam, ſondern aus Zorn, indem ſie antwortete:„Das Kind in der Kammer wurde uns heimlich in's Haus getragen und aus Mitleid behielten wir den verlaſſenen Findling.“
„So?!“ ſprach Camilla gedehnt—„Hm! alſo ein Findelkind! Sehet doch an!“(Fortſetzung folgt.)
Miszellen. 5 Ein Geizhals war ſeinem Ende nahe. Der herbei⸗ derufene Arzt erklärte, daß der Kranke höchſtens noch 48


