Ausgabe 
30.1.1850
 
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Vorwärts! Vorwaͤrts!

Und fort ſtürmte die Menge dem Ufer zu, wo in dichten Schaaren die Bevölkerung der Stadt und der nahe liegenden Orte ſich zuſammendrängte, wahrend Böte über Böte mit zahlreichen Mannſchaften beſetzt den aus dem Kampfe Heimkehrenden entgegeneilten, um den von tauſend Mühſeligkeiten Erſchöpften Hülfe und Beiſtand zu bringen. Der Jubel wuchs von Minute zu Minute und von einem viel tauſendſtimmigen Hurrah begleitet ſanken die Anker in den Grund.

Dort, wo man, jenſeits der Hafenwerke, in die eigentliche Stadt tritt, ſtand ein niedriges Haus von ärmlichem Anſehen. Das war eigentlich eine Schenke, aber es fehlten ihr die Gaͤſte, denn es ſtanden viel ge räumige und beſſer eingerichtete Schenkhäuſer näher und ferner. Darum kehrte hier auch Niemand ein und der Wirth, ein alter Seemann mit zerſchoſſenem Bein, das er im Kampf mit dem Feinde dem Vaterlande geopfert hatte, wollte ſchier verzweifeln, denn er beſaß nichts, als einen magern Gnadengulden und die Schenke, die keiner beſuchte, außer ein Unglücksvogel wie er, der nichts ver zehren konnte. Geſchah oft, daß der Stelzfuß des Morgens ſeine Hausthür öffnete und ſie des Abends wieder ſchloß, ohne daß ein fremder Fuß über die Schwelle gegangen war.

Als nun der Zug, der den Admiral in die Stadt geleitete, die Gaſſe betrat, wo die vereinſamte Schwelle lag, öffnete ſich die Thür, und ein ſchönes Mägdelein von kaum ſiebzehn Jahren trat heraus mit einem Teller in der Hand; darauf ſtand ein Glas Wein und daneben lag ein Brödchen. Sie trat dem heranſchreitenden Admiral mit einem ſittigen Gruß entgegen und ſagte erröthend: Wollt einer Tochter der Stadt nicht gram ſein, Herr Admiral, daß ſie Euch in den Weg tritt. Ich biete Euch aus gutem Willen einen Trunk dar, der Euch erquicken mag nach Eurem ſchweren Werke. Und möge jeder Tropfen in dieſem Glaſe für Euch zu einem Jahre des Heiles werden.(Fortſetzung folgt).

Mittel gegen die Waſſerſcheu.

Auf dem Gute Bzy in Böhmen war ein Mann Namens Schweida, der den von wüthenden Hunden ge biſſenen Leuten durch Verabreichung von Kräuterpulver und Bädern aus denſelben Kräutern vielfältig half. Se. Durch laucht Fürſt Joſeph zu Schwarzenberg loͤßte dieſem Manne ſein Geheimniß ab. Es wurde ihm dafür auf obrigkeit lichem Grund ein Haus aufgebaut und mehrere Grundſtücke zu Eigenthum übergeben, jedoch mit dem Bedingniſſe, daß, ſo lange dieſer Mann lebt, ſein Mittel als ein Geheimniß verwahrt werden ſoll. Während langer Jahre wurde dieſes Mittel zu Frauenberg durch den fuͤrſtl. Oberjaͤger Babutzky unter dem Titel:Babutzky'ſches Wuthpulver verabreicht; es wurden große Sendungen nach England, Polen und

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nach Deutſchland gemacht, von woher ſich noch in den letz teren Jahren Anfragen um dieſes Pulver bei dem Unter zeichneten wiederholten. Das Pulver wurde hier vielfach angewendet, und es war noch kein Fall, daß Leute, von wüthenden Hunden gebiſſen, nach Gebrauch dieſes Mittels, der Hundswuth oder Waſſerſcheu unterlegen wären. In einer Reitjägers Familie biß ein wüthender Hund des Ad junkten dieſen, alſo ſeinen Herrn ſelbſt, ferner die Haus frau, mehrere Kinder und Dienſtboten. Dieſe Armen durch lebten ſchreckliche Tage der Furcht; allein es wurde nur dieſes Mittel angewendet und Bäder von den Kräutern gemacht, und keines der Hausgenoſſen, nachdem bereits 35 Jahre verfloſſen ſind, unterlag dieſem Uebel. Da mit dem nunmehrigen Ableben des Eingangs genannten Mannes die Urſache eines Geheimniſſes wegfiel, ſo haben Se. Durch laucht Fürſt Adolf zu Schwarzenberg dem Unterzeichneten aufgetragen, dieſes Mittel gegen die Waſſerſcheu zu ver offentlichen. Es beſteht in Folgendem: Poley(mentha polaai, d. h. Poloy, puleglum vul- gare Mill.; mentha pulegium I..) /. Pfund, Satorey(Saturea hortensis, d. h. Bohnenkraut, satu reja hortensis L.)/ Pfund, Pyramidenpappelblätter(populus dilatata Willd.) 4 Loth, ſind zu Pulver zu ſtoßen, zu vermengen, in einer gut ver ſchloſſenen Glasflaſche zu verwahren und vor dem Gebrauche mit gutem Provenceröl nur inſoweit zu vermengen, daß es feucht anzufühlen iſt.

Gebrauch.

Von dieſem Pulver ſind täglich fruͤh 3 Meſſerſpitzen voll dem Menſchen in einem Seidel(= 0,31 preußiſche Quart, oder beinahe 1 Großherzogl. Heſſiſchen Schoppen) warmen Bier, dem Hunde in einem halben Seidel warmer Milch, dem Pferde auf einem Stückchen Brod, und den übrigen Hausthieren im Trinkwaſſer zu geben. Nach dem Einnehmen darf während einiger Stunden keine Nahrung gegeben werden. Bäder konnen aus denſelben Kräutern gemacht werden, wobei dieſe Kräuter blos umgeſtoßen, ab gebrüht(alſo nicht wie bei minneren Gebrauche mit etwas Provenceröl angerührt) und ſodann in ein laues Bad ge ſchuͤttet werden.

Da meine Fachgenoſſen als Jäger häufig Hunde im Hauſe haben, ſo glaube ich nicht den Zweck verfehlt zu haben, dieſes Mittel zu veröffentlichen.

Frauenberg in Böhmen.

Johann Heyrowsky, Forſtmeiſter).

) Dieſes, von einem perſönlichen Freunde des Herrn H. eingeſandt, halten wir uns um ſo mehr verpflichtet, der Oeffentlichkeit zu übergeben, als ſich dieſer Tage ganz in unſerer Nähe die Tollwuth bei Hunden gezeigt haben ſoll. D. R.

würde, haben die Gläubiger ihre Erklärung über 10 Stecken linden Scheitholz, Bekanntmachungen von Be⸗ Faſſung geeigneter weiterer Beſchlüſſe in obigem 28 buchen Prügelholz, hoͤrden. Termine abzugeben, mit dem Anfügen, daß die 58 eichen 1 W Ausbleibenden den von der Mehrzahl der er- 9linden ſcheinenden Gläubiger gefaßt werdenden Be 381 buchen Stockholz,

iffor dern g. (82) Forderungen und Anſprüche jeder Art an den Nachlaß des am 2. Juni v. J. zu Bonames verſtorbenen Bäckers Balthaſar Zach von Niedereſchbach, ſind um ſo gewiſſer Dienſtag den 26. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt bei Vertheilung dieſes Nachlaſſes nicht be rückſichtigt werden würden. Zuglelch und für den Fall, daß ſich, wie wahrſcheinlich, eine Ueberſchuldung herausſtellen

ſchlüſſen als ſtillſchweigend beigetreten, erachtet werden ſollen. Groskarben den 9. Januar 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Holz-Verſteigerung. (89) Mittwoch den 6. Februar, von Morgens 9 Uhr an, ſollen im Licher Stadtwald am Steinbruch: 55 Stecken buchen Scheltholz, 87elchen

123½eichen 9 linden 248 buchen Reiſer, 274elchenund 42linden 1 öffentlich meiſtbletend verſteigert werden. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Credit bis Michaeli gegeben. Lich den 21. Januar 1850.

Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſter Dieterich.