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Intelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
M. 58.
Sonnabend den 27. Juli
1850.
Regierungsblatt⸗Auszüge.
Nr. 25 enthält: 1) Ediet die Ergänzung der Feldtruppen im Jahre 1850 betr.— 2) Bekanntmachung des Gr. Miniſteriums des Innern und des Kriegs vom 21. Mai die zur Ergänzung der Feld⸗ truppen für das Jahr 1850 weiter aufgerufenen Militärpflichtigen, insbeſondere die Vertheilung derſelben auf die Provinzen betr.— 3) Ueberſicht der für das Jahr 1850 genehmigten Umlagen zur Be⸗ ſtreitung der Communalbedürfniſſe der iſraelitiſchen Religionsgemein— den des Reg.⸗Bezirks Biedenkopf— 4) Ueberſicht der für das Jahr 1850 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der iſrae⸗ litiſchen Religionsgemeinden im Regierungsbezirke Heppenheim.— 5) Promotionen an der Großh. Landes ⸗Univerſität Gießen zur juriſtiſchen Doctorwürde: am 9. März an Arthur Oſann, am 4. April an Heinrich Dernburg, am 22. an Heinrich Zimmermann, ſämmtlich aus Gießen; am 27. an Guſtav Heinrich Gilmer aus Birkenau.— 6) Namens veränderungen. Es wurde geſtattet: am 23. April dem Wilhelm Wolf zu Elsheim, R.⸗B. Mainz, künftig den Namen„Fries, und am 30. dem Johann Georg Weiß aus Steinberg, R.⸗B. Gießen, künftig den Namen„Wagner“ zu führen. — 7) Ertheilung eines Patents auf 5 Jahre an J. D. Grüne⸗ berg zu Frankfurt a. M., ein Metall, welches die verſchiedenen Gat⸗ tungen des aus reinem Zinn beſtehenden Staniols erſetzt, anzufer— tigen und verkaufen zu dürfen.— 8) Dienſtnachrichten. Am 29. April wurde der Friedensrichter Molitor zu Wöͤllſtein zum Richter an dem Kreisgerichte zu Alzey und am 6. Mai der Gerichts⸗Acceſſiſt Dr Heddäus zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Pfeddersheim ernannt.— 9) In den Ruheſtand wurde verſetzt: am 2. Mai der evang Schullehrer Roth zu Endbach, R.⸗B. Bieden⸗ kopf.— 10) Geſtorben ſind: am 21. April der evang. Pfarrer Kratz zu Bingenheim, R.⸗B. Nidda; am 7. Mai der quiescirte Superintendent für die Prov. Rheinheſſen und evang. Pfarrer Dr. Nonnweiler zu Mainz; am 9. der Förſter Weil auf dem Jäger⸗ haus bei Oberolm, R.⸗B. Mainz.
Erinnerungen eines Londoner Polizei-Beamten. (Jortſetzung.)
Gleich nach dem Eſſen ſetzte die Kutſche ihre Fahrt fort; Mr. Joſiah Barnes begann aus einem ſteinernen Kruge zu trinken, den er aus der Taſche zog, und deſſen Inhalt ſo ſtark ſein mußte, daß er davon ganz berauſcht wurde. Nicht blos ſeine Sprache, ſondern Augen, Körper, Arme, Beine, das ganze Gethier war bis zu dem Augen- blick, wo er nach unſerer Abredung in dem bewußten Wirthshauſe abſteigen ſollte, ſo durchaus hoffnungslos be— ſoffen und dabei ſo händelſüchtig geworden, daß ich jeden Moment fürchten mußte, er werde in ſeiner Betrunkenheit ſich und mich, meinen Beruf und meine jetzige Aufgabe ver— rathen. Seltſamerweiſe kam es aber trotz ſeiner fürchter— lichen blödſinnigen Betrunkenheit doch zu keinem Streit, denn er vermied alle gefährlichen und verfänglichen Ge⸗ genſtände der Unterhaltung. Als die Kutſche hielt, ſprang
er heraus— auf welche Weiſe, das mögen die Götter wiſſen— und wankte und ſtolperte in die Schenkſtube des Wirthshauſes hinein, aus welcher er nach ſeiner wieder— holten Erklärung vor dem nächſten Morgen nicht wieder weggehen wollte. Vergebens wollte ihn der Kutſcher von ſeinem thörichten Eigenſinn abbringen,— er wich keinen Zoll breit, und dieſer überließ ihn endlich ſeiner trunkenen Laune. Der Burſche ärgerte mich beinahe zu todt, und die Gelegenheit wahrnehmend, da die Stube ſo eben leer war, begann ich ihm für ſeinen ärgerlich unbeſonnenen Streich eine tüchtige Strafpredigt zu halten, als er ſich plötzlich ſcharf umſah, und dann mit ſo ſtraff aufgerichtetem Kör⸗ per, ſo klarem Blick und ſo freier Zunge, als nur der nüchternſte Menſch haben kann, luſtig ausrief:„Nun? ſagt' ich's nicht, ich werde meine Rolle gut ſpielen?“ Die. Thüre ging auf und im Nu ſpielte er wieder den ſcham— los Betrunkenen an Leib und Geiſt Ohnmächtigen mit einer Vollendung, wie ich ſie nie zuvor geſehen;— er hatte offenbar die Natur ſeiner Rolle ſtudirt. Ich war ganz zufrieden, und folgte mit erneuertem Vertrauen der Mahnung des Kutſchers, meinen Sitz wieder einzunehmen. Mr. Briſtowe und ich waren nun die einzigen Paſſagiere im Fond des Wagens; und da nun längere Vermummung unnöthig war, begann ich mich meiner Perücke, Brille und überflüſſigen Kleidungsſtücke zu entledigen, ſchob ſie in ein Felleiſen, das ich bei mir führte und aus welchem ich meinen ſonſtigen Ueberrock genommen, und zeigte mich nun den erſtaunten Blicken meines Reiſegefährten als diejenige Per— ſon, welche ihn im Kaffeezimmer des„Sarazenenkopfs“ ſo täppiſch⸗barſch angeredet hatte.
„Ei, ſagen Sie mir doch, bei Allem was komiſch iſt, was ſoll denn das bedeuten?“ rief Mr. Briſtowe und lachte unbändig über meine Entpuppung.
Kurz und kaltblütig gab ich ihm Aufſchluß, und er war einige Minuten vor Beſtürzung und Erſtaunen ganz wie angedonnert; er hatte bis jetzt noch kein Wort von der Kataſtrophe in ſeines Onkels Hauſe gehört, wie er mir ſagte. Allein trotz ſeiner Betroffenheit und ſeines Schrecks gab er doch auch nicht das mindeſte Anzeichen preis, welches ich für einen Beweis ſeiner Schuld hätte auslegen können.
„Ich will mich nicht in Ihr Vertrauen eindrängen, Mr. Briſtowe,, ſagte ich nach einer langen Pauſe;„allein Sie müſſen ſelbſt bemerken, daß Sie einen ſehr bedenklichen Stand haben, wenn die Umſtände, die ich Ihnen erzählt habe, nicht auf irgend welche Weiſe aufgeklärt werden!“


