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0 Anzeige. (1513) Das unterzeichnete Commiſſions-Büreau iſt in den Stand geſetzt, Allen, welche bis ſpäteſtens den 20. Oktober d. J. deshalb in frankirten
ein nicht außer Acht zu laſſendes Anerbieten unentgeltlich zu machen, welches für den Anfragenden ſchon im nächſten Jahre ein jährliches Einkommen bis zu 10,000 Mark, oder viertauſend Thaler Preußiſch Court. zur Folge haben kann.
Lübeck, im September 1850.
Commiſſions Vüreau, Petri-Kirchhof Nr. 308 in Lübeck.
Milikar⸗Stellverkrekungs⸗Anſtalt
von Carl Schwarz, Rheinſtraße Lit. E. Nr. 5. f
(14610 Indem ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß ich mich von Herrn Dr. juris Vogel, mit dem ich bisher die allgemeine Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt in Gemeinſchaft leitete, getrennt habe, verbinde ich damit die Anzeige, daß ich unter heutigem Datum eine Militär⸗ Stellvertretungs⸗Anſtalt auf alleinige Rechnung dahier gegruͤndet habe, deren Hauptzweck iſt, für jedes laufende Conſcriptionsfahr denjenigen Dienſtpflichtigen, die einen Stellvertreter wünſchen, . 5 zu beſchaffen und die Verträge mit denſelben, den beſtehenden Geſetzen gemäß, abzuſchließen.. J Für diejenigen Dienſtpflichtigen, die bereits in dieſem Jahr ein Marſchloos ge— ogen und noch vertreten ſein wollen, bilde ich eine beſondere Geſellſchaft, die auf Gegenſeitig⸗ fl gegründet, dem Einſteller die Sicherheit gewährt, daß er nicht durch etwaige Deſertion oder ſchlechte Aufführung der für ihn eingetretene Einſteher in großen Schaden kommen kann. Die Statuten beſagen das Nähere darüber. Mit dieſer Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt verbinde ich zugleich eine Aſſecuranz⸗Anſtalt die, nach dem Grundſatz der Gegenſeitigkeit, den Conſcriptions⸗ pflichtigen vor der Loosziehung die Sicherheit gewahrt, daß, bei etwaiger Ziehung eines Marſch⸗ looſes, ſie jedenfalls einen Einſteher erhalten und zwar zu einer viel geringeren Summe, dadurch daß bei einer beſtimmten Anzahl Geſellſchaftsmitglieder immer ein kleiner oder größerer Theil ſein wird, die Freilooſe ziehen.
Hierzu können die im Jahr 1851 zur Ziehung kommenden Conſcriptionspflichtigen ſich jederzeit bei mir oder meinen Herrn Agenten anmelden und die Statuten, woraus die näheren Beſtimmungen zu erſehen ſind, in Empfang nehmen. Diejenigen, welche als Einſteher dienen wollen, erſuche ich, ſich mit den nöthigen Papieren verſehen, brieflich oder perſönlich auf meinem Bureau zu melden.
Die Garantie für Erfüllung der wechſelſeitigen Verbindlichkeiten muß zunächſt und vor⸗ zugsweiſe im gegenſeitigen Vertrauen auf Rechtlichkeit und Gewiſſenhaftigkeit beruhen, ich, meiner⸗ ſeits werde mich bemühen mich dieſes Vertrauens in jeder Beziehung würdig zu zeigen.
Zur weiteren Sicherheit habe ich in der Perſon des Kaufmanns Derrn Carl Hemmerde einen Bürgen geſtellt, der für die Summe von 5000 fl. als Selbſtzähler haftet; für jedes weitere Conſcriptionsjahr werde ich einen neuen Bürgen ſtellen.
Mein Büreau iſt Rheinſtraße Lit. E. Nr. 5. und ſind zur perſönlichen Rückſprache und Anmeldungen die Stunden von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 5 Uhr Nachmittags
beſtimmt.
Darmſtadt im Auguſt 1850. Carl Schwarz. Nähere Auskunft ertheilt der Agent für den Regierungsbezirk Friedberg H. Hahn in Friedberg.
Ankündigung.
(1351) Mittelſt eines geringen Einſchuſſes von nur wenigen Thalern iſt man im Stande, ſich bei einem Unternehmen zu betheiligen, welches dem in dieſem Jahre daran Theilnehmenden ſchon vom nächſten Jahre an eine
jährliche Dividende bis zu 80000 Thaler Preußiſch Court. oder 14,000 Gulden Rheiniſch eintragen kann. Allen, welche bis den 1. November dieſes Jahres deßhalb in
frankirten Briefen anfragen, ertheilt unentgeltlich ſpecielle Auskunft das
Büreau von Johannes Poppe, Aegidienſtraße 659. in Lübeck.
Pariſer Tapeten ⸗Verſteigerung. (1652) Den 4. Oktober 1850, Morgens 10 Uhr, werden im Braunfels in
Frankfurt 74 Zimmer⸗Tapeten mit Borduren, auch Hausflur-Tapeten öffentlich verſteigert.
Briefen bei ihm anfragen(alſo das geringe Porto nicht ſcheuen),
Offene Stelle.
(1538) Ich ſuche einen Gehülfen, der als⸗ bald eintreten kann. Hungen den 16. September 1850. Funk, Rechner.
Harmonie- und Tanzmuſik.
(1540) Bei Unterzeichnetem findet Samſtag
den 28. d. M. Harmonie⸗ und Tanzmuſik für
Israeliten ſtatt, wozu ergebenſt einlade. Für
gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt. Niederweiſel den 18. September 1850. J. A dea mi.
Keine Huͤhneraugen mehr
(1853) Zur ſchnellen, ſichern und ſchmerzloſen Vertreibung dieſer ſo läſtigen Plage, iſt das Nöthige à 18 kr. zu haben bei 5 b
P. F. Schmittner in Friedberg.
Zur Nachricht.
(1554) Den Mitgliedern des bieſigen Bür⸗ gervereins, welche bei der geſtrigen Verſamm⸗ lung nicht anweſend waren, diene zur Nachricht, daß der Verein ſeine Auflöſung beſchloſſen hat, ſowie daß der vorhandene Kaſſenüberſchuß zur Unterſtützung für Schleswig⸗Holſtein verwendet werden ſolle.—
Wer noch eine Forderung an den Verein zu haben glaubt, wird gebeten, ſolche binnen 8 Tagen bei dem ſeitherigen Rechner, Herrn Kauf- mann Mayer J. Hirſch anzumelden.
Friedberg den 20. September 1850.
Der ſeitherige Vorſitzende Te x tro r.
Harmonie⸗ und Tanzmuſik.
(1555) Samſtag den 28. d. M. iſt bei dem Unterzeichneten Harmonie⸗ und Tanzmuſfik für Israeliten anzutreffen, wozu höflichſt einladet Florſtadt den 23. September 1850. Wagner.
Bekanntmachung.
(1556) In der Mathildenſtiftskaſſe zu Friedberg werden wieder Ein⸗ lagen angenommen.
Zum Verkaufen.
(4587 Eine gezogene, noch neue Büchſe,
welche 28 Kugeln ſchießt, iſt billig zu verkaufen. Wos? ſagt die Expedition.
Literariſche Anzeige. (1858) Bei Otto Spamer in Leipzig
iſt erſchienen und in der Buchhandlung von E. Bindernagel in Friedberg zu haben:
Taubheit iſt heilbar! Hülfe Ohrenleidenden jeder Art. Ein Wort über Dr. Pinter's Ohrenpillen
von
Dr. Med. F. M. Feldberg. Preis 27 kr.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.


