N
270
——
e Localveränderung!
(125840 Das Geſchäftslocal des Unterzeichneten befindet ſich vom 15. Auguſt an in ſeinem von Herrn Bankier Simon Lindheimer hier neu angekauften
Hauſe, Marktplatz Nr. 378.— Indem fur das mir ſeither in ſo reichem Maaße zu Theil gewordene Vertrauen verbindlichſt danke, empfehle mich in meiner neuen Wohnung allen meinen verehrten Gönnern, Freunden und Bekannten aufs An⸗
gelegentlichſte, und bitte um ferneres geneigtes Wohlwollen.
Friedberg.
Wilhelm Fertſch, Marktplatz Nr. 378.
Selſerbrunnen hei Okarben.
(13413) Sonntag den 25. Auguſt
Große Harmonie und Tanzmuſik,
ausgeführt von dem Muſikcorps des Schützen-Bataillons des königl. preuß. 31.
Jufanterie-Regiments.
Abends großes Feuerwerk.
Carl Muffert.
Joolbad-Mauheim.
(134% Sonntag den 25. Auguſt
Grosses Concerti im Rurgurlen,
ausgeführt von dem Muſikcorps des königl,. preuß. Garde-Landwehr⸗Regiments
in Wetzlar.
Hurſt, zum Kurhaus.
Gegenerklärung. (1345) Vielfach dazu aufgefordert, kann ich nicht umhin, den in den Nr. 31 und 42 d. Bl. enthaltenen Erklärungen der Herren Riedel und Krebs einige Worte entgegenzuſtellen.
Herr O. Riedel will dem Publikum Sachen aufbinden, die auch der Beſchränkteſte für Ent⸗ ſtellung des wahren Sachverhalts anſehen muß. Auf eine ſolche Antwort, wie ſte dieſer ehren— werthe Herr der Gr. Bezirksſchulkommiſſion will gegeben haben, hätte ſich dieſe Behörde nicht beruhigt, weil zu ſehr aus derſelben her— vorgeht, daß Herr Riedel wirklich etwas Nach- theiliges von mir wiſſen will. Von der Behörde des Schulbezirks Friedberg, deren Selbſtſtändig⸗ keit und Sorgfalt für das Wohl der ihr anver⸗ trauten Schulen bekannt iſt, läßt ſich nicht an⸗ nehmen, daß ſie perſönliche Rückſichten dem In⸗ tereſſe der Schule vorzieht und eine gegen einen Lehrer bereits eingeleitete Unterſuchung auf Für⸗ ſprache des Herrn Rentmeiſters zu Obermörlen niederſchlägt. Nein Herr Riedel, Ihre an geb⸗ liche Erklärung bei Gr. Bezirksſchulkommiſſion gegen mich konnte die Wirkung nicht heben, welche Sie ihr beimeſſen, und der Vorſitzende dieſer Behörde hat die Aeußerung nicht gethan, die Sie ihm in den Mund legen. Was Ihre Großmuth betrifft, ſo muß ich entſchieden da⸗ gegen proteſtiren, weil ſie erheuchelt iſt und ich ihrer nicht bedarf. Heraus mit der Farbe! Reden Sie, wenn Sie eine ungeſetzliche Hand⸗ lung von mir wiſſen und beweiſen können. So lange Sie das nicht thun, bleibt das Urtheil über Sie gefällt. Und nun zu dem Schulvor⸗ ſtandsmitglied Krebs. Dieſer liebenswürdige Mann möchte mit ſeinem Schmählibell in Nr. 42 gar gern zwei Mücken mit einem Schlag erlegen, was ihm indeß völlig mißlungen iſt.
Er will durch das allegirte Hofgerichtsurtheil erſtens beweiſen, daß er die bekannten, ehrver⸗ letzenden Aeußerungen gegen mich nicht gethan habe. Dies Urtheil ſagt aber durchaus nicht, daß der vom Gr. Landgericht zu Butzbach für
gültig und vollſtändig erkannte Beweis un⸗ gültig und mangelhaft ſei, ſondern erklärt nur das Erwieſene nicht für Verleumdung. Wenn aber Herr Krebs durch Anführung frag⸗ lichen Urtheils einen Verdacht auf den Eid des Herrn Decan Weismantel zu welzen beabſichtigt, ſo muß auch dieſe Mühe aus dem bereits ange⸗ führten Grund vergeblich ſein. Der Eid eines völlig intereſſeloſen unbeſcholtenen Mannes, und wäre es der Geringſte im Volke, wird und muß von Jedermann in Ehren gehalten werden, ſo lange nicht objektive, vollgültige Gründe dagegen ſprechen. Und ſolcher Gründe hat Herr Krebs weder vor Gericht noch dem verehrlichen Publicum nicht einen vorgebracht, wohl aber ſtatt deſſen widrige Angriffe. Wegen ſolcher hat ſich jedoch ein rechtſchaffener, in hoher Achtung ſtehender Mann wie Herr Decan Weismantel nicht zu beunruhigen; er kann getroſt an den Glauben jeden guten Bürgers appelliren, der vorkommenden Falls gleiches Vertrauen von ihm fordert.
Jeder unbefangene Nachdenkende wird gewiß eine Selbſtvertheidigung des Herrn Decans Weismantel für unangemeſſen erkennen, um ſo mehr, da eine ſolche Vertheidigung doch nichts, als eine Berufung auf ſeine Wahrhaftigkeit ſein könnte. Diejenigen, welche ohne Grund dieſe Wahrhaftigkeit anzweifeln, hat ein Ehrenmann nicht zu berückſichtigen. Uebrigens freut es mich, daß Herr Krebs ſich ſolche Mühe gibt, zu be⸗ weiſen er habe nichts Schlechtes von mir geſagt, wahrlich hätte er etwas Derartiges gewußt, er hätte ſeiner Bemühung eine andere Richtung gegeben. Zum Schluſſe möge Herr Decan Weismantel mit mir die Worte eines bekann. ten Schrlftſtellers(Bürger) beherzigen:
Wenn Dich die Läſterzunge ſticht, So laß Dir das zum Troſte ſagen: Die ſchlechteſten Früchte ſind es nicht, Woran die Wespen nagen. Obermörlen am 10. Auguſt 1850. Bui
Kirchliche Anzeigen für Friedberg.
13. Sonntag n. Trinit. den 25. Auguſt.
Pfarramtliche Functionen verrichtet:
Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Fey. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche:
Herr Candidat Noack. f
Fruchtpreiſe.
21. Aug. 16. Aug. 21. Juni Gattung. Fried⸗ 10, Die⸗ berg Mainz burg
n er kr. Waizen pr. Malter 8—[87 6 20 e 7 5— 5 7 440 S 4— 3531 3 25 Hafer n 3— 4 4 225
Polizei⸗ Taxe
für die Städte Friedberg und Butzbach vom 24. bis 30. Auguſt.
2 5 Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21 2— 2 7 7 4 N 4.— 4 77 77 S* 8•— Lth. Lth.
— Milchbrod 15% 16
— Waſſerweck 16
— Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 G18 Fleiſch-Preiſe. f 1
J pf. 5
1 Ochſenfleiſch 1116— 11— „ Kühfleiſch, gemäſtetes N „ Rindfleiſch, gemäſtetes Fi „Kalbfleiſch 7—1 6— „„„ gemäſtetes e „Schweinenfleiſch 9— 9— „Hammelfleiſch 8— 8— „ Schaaflleiſch 0 6———— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 144— 114— „Schwartenmagen 144— 41141— „ Gexäucherter Speck 18— 18— „Schinken 14.— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 160— 16— „Nierenfett 161— 1616— „ Hammelsfett 161— 116—
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.
NI


