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Neuer Lapperdan!!
(1668) neue holländiſche Vollhäringe, Sardellen, Stockſiſche, Eitro⸗ nen, feinſte Stearin⸗, Tafel- und Chaiſenlichter, Rum de Ja⸗ maica, Arae de Batavia, feinſte Orange und Ananas Aragc⸗ Punſcheſſenzen, Grogeſſenz, beſten Limburger⸗ und Emmenthaler Schweizerkäs, Macaroni u. ſ. w. bei
Friedberg. Milhelm Fertsch, Marktplatz Nr. 378.
Geſchäſts-Bureau in Mainz.
(1669) Durch das allgemeine Geſchäfts-Bureau in Mainz werden Geldfor⸗ derungen und Ausſtände jeder Art gekauft und gerichtlich eingetrieben, wo auch dieſelben ſein mögen. Näheres bei dem Agenten
G. H. Bingmann, in Oberrosbach, Regierungsbezirks Friedberg.
A L ge meine
Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt des Dr. jur. Friedrich Vogel.
Hauptbuͤreau: Darmſtadt, Grafenſtraße E. 138.
(1636) Die Geſchäftsleitung der 18501 Aſſecuranz⸗Geſellſchaft, welche ich im Verein mit Herrn Schwarz ins Leben gerufen hatte, iſt ſeit Ende April d. J. mir allein mit voller Verantwort- lichkeit überlaſſen worden. f.
Ohne daß die Betheiligten dadurch berührt wurden, hatte jener Uebergang nur die Verein⸗ fachung des Geſchäftsbetriebs bei zweckmäßig veränderter Buchführung zur Folge; darin, daß die damals 234 Mitglieder zählende Geſellſchaft ſich raſch bis auf 452 vermehrte, darf ich wohl einen erfreulichen Beweis des Vertrauens in eine gewiſſenhafte Erfüllung meiner Pflicht erblicken.
Nach dem Ergebniß der Loosziehung wird das in der Depoſitenkaſſe der allgemeinen Ren⸗ tenanſtalt dahier hinterlegte Geſellſchaftscapital zur Deckung der Koſten der für die Geſellſchaft zu ſtellenden Einſteher, wenn nicht außerordentliche Fälle eintreten, wohl hinreichen. Soviel an mir liegt, ſoll nichts verſäumt werden, was das Intereſſe der Geſellſchaft fördern kann.
Für die in der Geſellſchaft nicht Verſicherten, welche ein Marſchloos gezogen haben und ſich vertreten laſſen wollen, iſt von mir die Veranſtaltung getroffen, daß ſie auf die ſicherſte und beguemſte Weiſe Einſteher um angemeſſene Preiſe bei billigſter Proviſionsberechnung erhalten: die Satzungen hierüber ſind bei den Herren Geſchäftsführern der Anſtalt zu beziehen. Baldigſte Anmeldung liegt im Intereſſe derer, die vertreten ſein wollen.(Hierbei nur die kurze Mittheilung, daß im Laufe dieſes Jahres bis jetzt 109 Militärſtellbertretungen durch mich vermittelt, reſp. geordnet worden ſind.)
Für die 185 Jr Aſſecuranz-Geſellſchaft, welche die im Jahre 1851 zur Muſterung kommenden Leute aufnimmt, von welchen bereits anſehnliche Meldungen vorliegen, werden die Satzungen erſt gegen Ende dieſes Jahres ausgegeben, weil eine frühere Ausgabe nicht nöthig er⸗ ſcheint, und aus den Erfahrungen des gegenwärtigen Jahres weſentliche Verbeſſerungen in die neuen Statuten fließen ſollen, wodurch ſie ſich von den ſeit 2 Monaten bereits circulirenden Statuten der neuentſtandenen Schwarziſchen Auſtalt, die den früheren von mix verfaßten gleichen, vielfach unterſchieden werden.
Dieſe neue Anſtalt des Herrn Schwarz ſteht mit der meiningen in durchaus keiner Be⸗ ziehung, und bitte ich dies um ſo mehr beachten zu wollen, als es mehrfach vorgekommen iſt, daß von Seiten des Herrn Schwarz an ſolche, in deren Auftrag ich mit ihren Stellvertretungsange⸗ legenheiten bereits beſchäftigt war, die Aufforderung erging, auf ſeinem Büreau zu erſcheinen. (Die ſchriftlichen Nachweiſe hierüber liegen vor.)
Mit Ausnahme des Hrn. Werle in Mainz, für welchen Herr Caſimir Fauſt daſelbſt ö
eintritt, haben die ſeitherigen Geſchäftsführer der früher gemeinſchaftlichen Anſtalt die Einladung des Hrn. Schwarz, für ihn thätig zu ſein, abgelehnt und werden fernerhin die Geſchäfte der von mir geleiteten allgemeinen Militär-Stellvertretungs⸗Anſtalt in ihren reſp. Bezirken beſorgen und zwar im Regierungsbezirk Friedberg Herr Agent G. F. Nau zu Friedberg, an welchen die In⸗ tereſſenten ſich zu wenden belieben und Zahlungen gültig geleiſtet werden können.
Darmſtadt den 1. Oktober 1850. f. Friedr. Vogel, Dr. jur.
Auf Vorſtehendes Bezug nehmend, lade ich die in der Aſſecuranz⸗Geſellſchaft nicht Ver⸗ ſicherten, welche ſich vertreten laſſen wollen, ein, von den für ſie geltenden Beſtimmungen baldigſt
9 Kenntniß zu nehmen. Bei verſpäteten Anmeldungen laſſen ſich manche Nachtheile nicht verhüten.
Friedberg den 9. Oktober 1850. G. F. Nau.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg.
21. Sonntag n. Trinit. den 20. Oktbr.
Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Diaconus Baur.
Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Fitting. Nachmirtags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Hellwig.
Fruchtpreiſe.
Gattung. Fried⸗ Die⸗
burg
. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 728 8 45 620 Koen 5 5 55 6 281 440 Gerſte„ 7 41541 5191 330 Hafer„ 7 3—1 4-1 2025
Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Oktober.
2. Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod ⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 2 1 211 21„* 4 2 44 1 4 1 0 9 7 8 2 Lth. Lth. — Milchbrod e,, — Waſſerweck 116 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146% 17 leiſch-Preiſe. 8. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 111— 11— „ Kühfleiſch, gemaͤſtetes e „ Rindfleiſch, gemäſtetes 727— „ Kalbfleiſch 8— 8— „„„ gemäſtetes. „ Schweinenfleiſch 9— 9— „ Hammellleiſch 7— 81— „ Schaaflfleiſch 5——— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 14— 144— „ Schwartenmagen 144— 14— „ Geräucherter Speck 18— 18— „ Schinken 14— 144— „ Dörrfleiſch 144— 14— „ Schweinenſchmalz,—. ausgelaſſen 22— 18— unausgelaſſen 160— 16— „Nierenfett 166— 116— „ Hammelsfett 1614— 116—
Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſler Bender. Krauß.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.


