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wie der Teufel, wenn er eine Menſchenſeele auf ſchlechtem, aber auf ſicherm Wege zur Hölle ſieht.
Da ändert ſich das Geſicht des Bey, und wird plötz— lich klar und heiter. Bei dem Barte des Propheten! ruft er aus(und das iſt die höchſte Betheuerung eines Tür⸗ ken), du biſt eine grundehrliche Seele. Ein treuerer Die⸗ ner iſt mir noch nicht vorgekommen, und, wollte Gott, ich hätt' ſo einen! Darauf wandte er ſich zu ſeinen Be⸗ gleitern und ſagte: Nehmt Euch dieſen Chriſten zum Muſter! Zu Ruyter aber ſagte er: Gib' mir deine Hand, Chriſt, du ſollſt mein Freund ſein! Er warf eineu Beutel mit Gold auf den Ladentiſch und ſagte: Es iſt, du darfſt es glauben gerade ſoviel, als du gefordert haſt! Ich will ein Ehrenkleid davon tragen zum Andenken an deine Treue!
Allen Reſpect vor dem Ruyter— und vor dem Bey von Marokko! Der Ruyter aber meinte, das Alles ver— ſtünde ſich von ſelbſt ſo, ſtrich ſein Geld ein und übergab das Tuch. Ja, als er mit reichem Gewinn nach Holland zurückkam, ſagte er nicht einmal ſeinem Herrn ein Wort davon— der mußte es erſt von Andern hören.
Muß da der Spinnſtubenſchreiber nicht ausrufen: Ihr Knechte und Mägde, Ihr Ladendiener und ihr Alle, die ihr dienet, gehet hin und lernet von Ruyter, und thuet deßgleichen! Fangt'mal ſo an, und ich wette, Eure Brod— herren und Dienſtherrſchaften werden gegen Euch wie Väter und Mütter gegen ihre Kinder, und es ſteht bald zwiſchen Euch, wie zwiſchen Abraham und Elieſer, oder zwiſchen Ruyter und ſeinem Herrn, denn der hielt ihn
ſeines Herrn. Als der ſtarb, trat er in den Staatsdienſt in Holland, und ſtieg ſchnell bis zur höchſten Stelle, zum Admiral. Er hat die Feinde ſeines Vaterlandes wacker geklopft, und die Herren Engländer wiſſen etwas davon zu erzählen, rühmen's aber nicht.
In Jahre 1676(das Hanneschen mag's ausrechnen, wie alt er damals war), traf den tapfern Helden bei Meſſina in Sicilien eine Kugel, die nahm ihm ein Bein knatſch weg, und an dieſer Wunde iſt er geſtorben. Ganz Holland trauerte um ihn, und ſein Name ſteht und wird in Ehren ſtehen, ſo lange noch ein Holländer lebt, der ſein Vaterland lieb hat.
Zum Schluß noch ein Item! Hierbei kann man ler— nen, daß es auch aus niederm Stand einen Weg zu hohen Ehren gibt, nämlich Kenntniſſe, Treue, Gottesfurcht und Ehrlichkeit. Und der Weg iſt keinem verſchloſſen, ſteht vielmehr weit offen. Voran! Wer Luſt und ein treues Herz in der Bruſt! Der da oben im Himmel reicht Jedem ſeine unſichtbare Hand, und ſagt ſein Ja und Amen dazu!
Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 13. November 1850.
fortab wie ſein eigen Kind.
Was ich aber da vornen geſagt, das iſt wahr ge⸗ worden. Der im Himmel, der am Steurruder der Welt ſitzt und ſpricht: So ſoll's ſein, der Herr war mit Ruyter. Es ging ihm gut, und er ſtieg bald zum Schiffscapitän
Aufgefahren] Verkauft a Gattung. wurden wurden 3 (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. * 95——— N 5 3 6 Gerfſte—— 22— r 10 10 3 17 Erbſen. er!———— Kartoffeln 10 5 2— Mohnſamen.——.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
f ονινιννι Verſteigerung. (1773) Dienſtag den 19. November, Mor- ens 9 Uhr, läßt die Wittwe des verſtorbenen r. Pfarrers Löber dahier, durch den Unter⸗ zeichneten folgende Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung verſteigern: 2 Wallach⸗Pferde, 7 Jahre alt, 4 trächtige Kühe, 2 trächtige Rinder, tet 1 vollſtändiger Wagen, zweiſpännig, 1 desgleichen einſpännig, 1 Pflug, 1 Egge, Pferdegeſchirr und Ketten aller Art, 1 Chaiſe mit einem Pferdegeſchirr. Leidhecken den 6. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Selzam. Mobilien ⸗ e f 9) In Auftrag des hieſigen Bürger 4 chm fabrkanten Salomon Garde, wer⸗ den in hieſigem Rathhauſe Montag den 18. No⸗ vember, Mittags 2 Uhr anfangend, mehrere Mobilien meiſtbietend verſteigert, als Holzwerk, worunter ein Commode und Tisch von Magoni⸗ holz, Bettſtellen, Stühle, Kleiderſchrank, ein Drehbankgeſtell, Dreherwerkzeug und einen Schleif⸗ ſtein, Küchengeräthe ꝛc., ſowie neue und alte Regen⸗ und Sonnenſchirme, zwei Oefen mit Rohr, ein großer Spiegel mit einer Goldrahm ꝛc. Friedberg den 14. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n e
e 7755 0) Mittwoch den 20. November, Mit⸗ * 9 Uhr, wird an Ort und Stelle, am Uſa⸗
berg, das Abheben einer Partie Grund an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 13. November 1850. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n d er. Bekanntmachung. (1781) Dienſtag den 26. November, Mor⸗ gens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die erforderlichen Schubfuhren im Regierungs- bezirk Friedberg für 1851 an den Wenigſtneh⸗ menden verſteigert. Friedberg den 14. November 1850. In Auftrag Gr. Regierungs-Kommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. (Butzbach.) Schuhmacherarbeiten. (1782) Mittwoch den 20. dieſes Monats,
des Vormittags um 11 Uhr, ſollen die für die
hieſige Garniſon in dem Jahre 1851öerforder⸗ lich werdenden Schuhmacherarbeiten, beſtehend in neuen Halbſtiefeln, Schuhen, Sohlen und Vorſchuben, auf dem bekannten Soumiſſions⸗ wege an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden.
Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Bedingungen von heute an Vor⸗ und Nachmittags auf dem Verwaltungs- büreau beſagter Garniſon eingeſehen werden können.
Butzbach den 13. November 1850.
In Auftrag; Cellarius, Oberquartiermeiſter. (Butzbach.) Verkauf getragener Monti⸗ rung, ausrangirten Reitzeugs, Caſerne⸗ requiſiten, ſowie alter Fenſter. (1783) Donnerſtag den 21. dieſes Monats, des Vormittags von 9 bis 12 und des Nach⸗
mittags von 1 bis 4 Uhr, ſollen in der hieſt⸗ gen Reitercaſerne eine Quantität getragener Montirungsſtücke, ausrangirtes Reitzeug und Caſernerequiſiten, wobei eine große Anzahl Tep⸗ piche, ſowie mehrere Parthten alte Aflügelige Fenſter, die eine Breite von 258“ und eine Höhe von 8“haben, und ſich theilen laſſen, meiſt⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden.
Indem man dieſes zur öffentlichen Kenntniß bringt, erſucht man zugleich die Herren Bürger⸗ meiſter dieſen Verkauf in Ihren Gemeinden ge⸗ eignet bekannt machen laſſen zu wollen.
Butzbach den 12. November 1850.
In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Ein Fa feel gach ſe, (17810 der Gemeinde Reichelsheim gehörig, ſoll Mittwoch den 20. d. M., Mittags 1 Uhr, auf dem Rathhauſe daſelbſt meiſtbietend ver- ſteigert werden. Reichelsheim den 11. November 1850. Schmid, Bürgermeiſter. I een e e neee. (17885) Donnerſtag den 28. November, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſollen etwas über 5 Malter Kirchenkorn auf dem Rathhaus in Kaichen ver⸗ ſteigert werden. Der Kirchenvorſtand.
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Privat- Bekanntmachungen.
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(17800 30— 40 ſehr gut gehaltene Infan⸗ terie-Mäntel, eine Parthie blaue Röcke und blaue Mäntel mit Krägen, ſowie eine Anzahl Pferdeteppiche hat zu verkaufen Mendle Garde in der Judengaſſe.


