Ausgabe 
15.5.1850
 
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Dreizehnter Re

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der

chenſchafts-Vericht

Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchafl.

(149) Der General-⸗Verſammlung der Actionairs der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft wurde am 29ſten vorigen Monats der ſtatutenmäßig revidirte Abſchluß des Jahres 1849 vorgelegt. e Derſelbe iſt günſtiger wie im Jahre 1848 und läßt fur die Dividende des Jahres 1854 mindeſtens die bisher

vertheilte Rate erwarten.

Das ausgeliehene Geſellſchafts-Vermöͤgen hat in keiner Art Verluſte erlitten.

Das Verſicherungs-Geſchäft hat im Jahr 184

Angaben darlegen.

Cs gingen im Jahre 1849 ein, 625 Anträge mit 697,700 Thalern. Zuruͤckgewieſen wurden 102 Anträge mit 129,300 Thalern, dagegen ſchieden 154 Verſicherte mit 194,200 Thalern aus.

Die Zahl der Sterbefälle betrug 166 Perſonen mit 186,800 Thalern, der reine Zuwachs 174 Perſonen mit 171,700 Thalern.

Am Schluſſe 1849 erſchienen

9 einen belebtern Fortgang genommen, welches nachſtehende

6619 Perſonen mit Sieben Millionen 771,100 Thalern verſichert. Der aus dem Jahre 1845 entſpringende jetzt zur Vertheilung kommende Ueberſchuß leiſtet den bei der Geſellſchaft auf Lebenszeit verſichert geweſenen Perſonen eine Dividende von 14% pro Cent auf die von ihnen in dieſer Friſt

bezahlten Prämien.

Die Anträge in den erſten vier Monaten dieſes Jahres ſind im Vergleich zu denen in 1849 größer, dagegen iſt

die Zahl der Todesfälle kleiner, jedoch die darauf zu zahlende Summe bedeutender.

Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die wachſende Geneigtheit, für die Angehörigen zu ſorgen, durch anhaltende Ruhe im Lande mehr und mehr zunehmen und mithin das Verſicherangs-Geſchaft erweitern wird.

Berlin, den Aten Mai 1850.

Direction der Berliniſchen Leben

C. W. Broſe.

E. Baudouin.

M. Magnus.

3. Verſichtrungs⸗Geſellſchaft.

F. Lütcke. Directoren. Löbeck. General⸗Agent.

Vorſtehenden Rechenſchafs-Bericht bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem ergebenen Bemerken, daß Geſchäfts⸗ Programme bei mir unentgeltlich ausgegeben werden. Friedberg den 13. Mai 1850.

F. Nau,

G. Agent der Berliniſchen Lebens ⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft.

Okarber Brunnen.

(750) Einem verehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich auf dem Okarber Brunnen die Wirthſchaft übernommen habe und dieſelbe

den erſten Pfingſtfeiertag eröffnen werde.

Den zweiten Feiertag findet Tanz

und den dritten Harmoniemuſik, ausgeführt von der Homburger Militärmuſik,

ſtatt.

Den erſten und zweiten Feiertag wird neben einem ſehr preiswuͤrdigen

Weine auch ächtes Baieriſches Bier in Flaſchen, und den dritten Feiertag ein

guter Aepfelwein verzapft.

Unter Zuſicherung der beſten Bedienung, guter

Speiſen und reingehaltener Weine, hoffe ich den mich Beehrenden in den ſchönen Anlagen, welche ſich bei meiner Wirtſchſchaft befinden, den Aufenthalt möglichſt angenehm zu machen und ſehe einem recht zahlreichen Beſuche entgegen.

Carl Muffert.

An z ei ge. (751) Bei der am 7. d. M. ſtattgefundenen Verlooſung gewannen Nr. 23 und 84 die Damen⸗ Shawls, Nro. 69, 132, 257, 48, 209 und 45 die Perlentaſchen. P. Pier.

Regen⸗ und Sonnenſchirme

(752) in ſchönſter Auswahl und billigſten Preiſen, ſowie auch mein Garngeſchäft mit allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln bringe ich in empfeblende Erinnerung. Friedberg den 13. Mai 1850. N S. Gard e, Schirmmacher.

Privat Anzeige. (783) Auf freiwilliges Anſtehen läßt der Un⸗

terzeichnete Mittwoch den 22. Mai, Morgens 9 Uhr, in ſeiner Behauſung folgende Mobilien öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigern, beſtehend in 3 guten Hobel banken, ſämmtliches gutes Schreinerwerkzeug, ſowie Nußbaum⸗, Kirſchbaum-, Erlen⸗ und Tan⸗ nen⸗Bolen; ferner 16 vollſtändige Marktſtände, Möbel, beſtehend in einem neuen tannenen Kleiderſchrank, Tiſche, Stühle, Bettladen, Kiſten und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Butzbach den 12. Mai 1850. Bernhardt Diehl, Schreinermeiſter.

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(75 Eine Geſellſchaft israelitiſcher Bürger von hier und aus der Umgegend beabſichtiget

Samſtag den 18. d. M., Nachmittags von 1 bis 8 Uhr, in meinem Saale eine mufikaliſche Unterhaltung und einen Ball zu veranſtalten und lade ich daher hiermit zur Theilnahme an dieſem Vergnügen freundlich ein. Niederwöllſtadt den 13. Mai 1850. Philipp Speck, Gaſtwirth.

Todesanzeige.

(735) Oen 6. d. M. nach nur tägigem Krankenlager ſtarb meine liebe Frau Margaretha Weigand, geborene Koch, an einem Lungenſchlag in einem Alter von 50 Jahren und 1 Monat. Dieſen für mich und meine ſieben Kinder ſo ſchmerzlichen Verluſt mache ich unſern auswär⸗ tigen Verwandten und Freunden bekannt und bitte um ihre ſtille Theilnahme. Florſtadt den 10. Mai 1850. Ch. Weigand, penfionirter Förſter.

Literariſche Anzeige.

(756) So eben iſt bei mir erſchienen:

Ueber die Volksſchule und ihr Verhältniß zur Familie, zur Gemeinde und zum Staate. In Auftrag des pädagogiſchen Vereins zu Offenbach a. M. geſchrieben von Friedrich Eck, Lehrer an der Volksſchule daſelbſt.

Preis 12 kr.

Friedberg im Mai 1850. C. C. Nagel 1.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.

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