Ausgabe 
12.10.1850
 
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Ankündigung.

(18310 Mittelſt eines geringen Einſchuſſes von nur wenigen Thalern iſt man im Stande, ſich bei einem Unternehmen zu betheiligen, welches dem in dieſem

Jahre daran Theilnehmenden ſchon vom nächſten Jahre an eine jährliche Dividende bis zu 800 Thaler Preußiſ eh Court. oder 14,000 Gulden Rheiniſch

eintragen kann. Allen, welche bis den 1. November dieſes Jahres deßhalb in frankirten Briefen anfragen, ertheilt unentgeltlich ſpecielle Auskunft das Büreau von Johannes Poppe,

Aegidienſtraße 659. in Lübeck.

Alk g e m F 8 Militär⸗Stellvertretungs⸗Anſtalt des Dr. jur. Friedrich Vogel.

Hauptbüreau: Darmſtadt, Grafenſtraße E. 138.

(1636) Die Geſchäftsleitung der 1850r Aſſecuranz⸗Geſellſchaft, welche ich im Verein mit Herrn Schwarz ins Leben gerufen hatte, iſt ſeit Ende April d. J. mir allein mit voller Verantwort⸗ lichkeit überlaſſen worden. 5 N

Ohne daß die Betheiligten dadurch berührt wurden, hatte jener Uebergang nur die Verein⸗ fachung des Geſchäftsbetrirbs bei zweckmäßig veränderter Buchführung zur Folge; darin, daß die damals 234 Mitglieder zählende Geſellſchaft ſich raſch bis auf 452 vermehrte, darf ich wohl einen erfreulichen Beweis des Vertrauens in eine gewiſſenhafte Erfüllung meiner Pflicht erblicken.

Nach dem Ergebniß der Loosziehung wird das in der Depoſitenkaſſe der allgemeinen Ren⸗ tenanſtalt dahier hinterlegte Geſellſchaftscapital zur Deckung der Koſten der für die Geſellſchaft zu ſtellenden Einſteher, wenn nicht außerordentliche Fälle eintreten, wohl hinreichen. Soviel an mir liegt, ſoll nichts verſäumt werden, was das Intereſſe der Geſellſchaft fördern kann.

Für die in der Geſellſchaft nicht Verſicherten, welche ein Marſchloos gezogen haben und ſich vertreten laſſen wollen, iſt von mir die Veranſtaltung getroffen, daß ſie auf die ſicherſte und bequemſte Weiſe Einſteher um angemeſſene Preiſe bei billigſter Proviſionsberechnung erhalten: die Satzungen hierüber ſind bei den Herren Geſchäftsführern der Anſtalt zu beziehen. Baldigſte Anmeldung liegt im Intereſſe derer, die vertreten ſein wollen.(Hierbei nur die kurze Mittheilung, daß im Laufe dieſes Jahres bis jetzt 109 Militärſtellvertretungen durch mich vermittelt, reſp. geordnet worden find.)

Für die 185 Ur Aſſecuranz⸗Geſellſchaft, welche die im Jahre 1851 zur Muſterung kommenden Leute aufnimmt, von welchen bereits anſehnliche Meldungen vorliegen, werden die Satzungen erſt gegen Ende dieſes Jahres ausgegeben, weil eine frühere Ausgabe nicht nöthig er⸗ ſcheint, und aus den Erfahrungen des gegenwärtigen Jahres weſentliche Verbeſſerungen in die neuen Statuten fließen ſollen, wodurch ſie ſich von den ſeit 2 Monaten bereits eirculirenden Statuten der neuentſtandenen Schwarziſchen Anſtalt, die den früheren von mir verfaßten gleichen, vielfach unterſchieden werden. g

Dieſe neue Anſtalt des Herrn Schwarz ſteht mit der meiningen in durchaus keiner Be⸗ ziehung, und bitte ich dies um ſo mehr beachten zu wollen, als es mehrfach vorgekommen iſt, daß von Seiten des Herrn Schwarz an ſolche, in deren Auftrag ich mit ihren Stellvertretungsange⸗ legenheiten bereits beſchäftigt war, die Aufforderung erging, auf ſeinem Büreau zu erſcheinen. (Die ſchriftlichen Nachweiſe hierüber liegen vor)

Mit Ausnahme des Hrn. Werle in Mainz, für welchen Herr Caſimir Fauſt daſelbſt eintritt, haben die ſeitherigen Geſchäftsführer der früher gemeinſchaftlichen Anſtalt die Einladung des Hrn. Schwarz, für ihn thätig zu ſein, abgelehnt und werden fernerhin die Geſchäfte der von mir geleiteten allgemeinen Militär⸗ Stellvertretungs-Anſtalt in ihren reſp. Bezirken beſorgen und zwar im Regierungsbezirk Friedberg Herr Agent G. F. Nau zu Friedberg, an welchen die In⸗ tereſſenten ſich zu wenden belieben und Zahlungen gültig geleiſtet werden können.

Darmſtadt den 1. Oktober 1850. 4 8 Friedr. Vogel, Dr. Jur.

Auf Vorſtehendes Bezug nehmend, lade ich die in der Aſſecuranz⸗Geſellſchaft nicht Ver⸗ ſicherten, welche ſich vertreten laſſen wollen, ein, von den für ſie geltenden Beſtimmungen baldigſt 5 Kenntniß zu nehmen. Bei verſpäteten Anmeldungen laſſen ſich manche Nachtheile nicht verhüten.

Friedberg den 9. Oktober 1850.

G. F. Nau.

mit einem kandigen ſchwarzen Hornknopf ver⸗ ſehen, verloren gegangen. Wer mir zu die⸗ ſem Schirm wieder verhilft, erhält eine auge⸗ meſſene Belohnung. Zugleich warne ich vor dem Ankauf des Schirms. Obermörlen den 8. Oktober 1850. Riedel, Rentmeiſter.

Verlorener Regenſchirm.

(1637) Am Freitag den 4. d. M., Nachts auf der Chauſſee von Friedberg nach Nauheim, jedenfalls da, wo der Nauheimer Weg auf die Ehauſſee ſtößt, bei dem neuen Bahnhof, iſt mir ein noch neuer ſchwarzſeidener Regenſchirm mit Fiſchbeingeſtell und Stiel von Paliſanderholz,

e Nachkirchweihfeſt zu Nauheim.

(1638) Sonntag den 13. d. M. iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Harmonie- und Tanz⸗ muſik(durch das Hanguer Muſikkorvs) anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Nauheim den 9. Oktober 1850. erz

Nauheimer Teichhaus.

(1639) Zur Feier der Nachkirchweihe und zum Beſchluß der Sommerbeluſtigungen, findet Sonntag den 13. Oktober auf dem hiefigen Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu hiermit ergebenſt einladet

Henkel.

Kirchweihfeſt zu Burg graͤfenrode.

(1640) Sonntag den 13. und Montag den 14. Oktober wird das hieſige Kirchweihfeſt ge⸗ feiert, und ladet der Unterzeichnete alle Freunde des geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken ergebenſt ein, daß an dieſen Tagen bei ihm durch das Muſikcorps der Gebrüder Storch von Oberrosbach, Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen und für reingehaltene Weine, ſowie für gute Speiſen, insbeſondere vorzüglichen Zwetſchenkuchen, beſtens geſorgt iſt.

Freundlichſt ladet Damen und Herrn,

Gaſtwirth Traband zum goldnen Stern.

Kirchliche Anzeigen für Friedberg.

20. Sonntag n. Trinit. den 13. Oktbr.

Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Seel. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Engel. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Anthes. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Müller.

Fruchtpreiſe.

9. Ott. 4. Okt. 21. Juni

Fried⸗ 1 Die⸗ berg Mainz burg

fl. kr. fl. kr. fl. kr. 10 8 45 6 20

Gattung.

Waizen pr. Malter

8 Korn 7 6 3 6 28 440 Gerſte 77 4 44 5 19 330 Hafer 21501 4-1 225

Die Fleiſch⸗ und Brodtaxen ſind bis auf das Hammelfleiſch zu 7, und das Schaaffleiſch zu 3 kr., unver⸗ ändert geblieben.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.

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