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Intelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
den Regierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
M 37.
Sonnabend den 11. Mai
1850.
Amtlicher Theil.
Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirk Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizeicommiſſäre des Reg. Bez.
Betreffend: Die Ermittelung der Todesurſache einer in dem Wetter—
fluſſe bei Schwalheim aufgefundenen unbekannten Manns⸗ perſon.
In dem Wetterfluſſe oberhalb der Winkelmuͤhle bei Schwalheim iſt am 20. v. M. die 5½ Fuß große Leiche eines etwa 50 Jahre alten unbekannten Mannes, welche bekleidet war mit einem ſehr zerriſſenen blau baumwollenen Kittel, einer blau und weiß geſtreiften zwilchenen Jacke, einer braunen melirten Tuchweſte mit meſſingenen Knöpfen, zwei baumwollenen Halstüchern— einem blauen und darun— ter einem rothen— einem ſchwarzen Ledergurt mit Meſſing— ſchnalle, einem ſchadhaften leinenen Hemde, einer zerriſſenen blau leinenen Hoſe, einer barchenten Unterhoſe, weißen wol— lenen Strümpfen und ſtark mit Nägeln beſchlagenen ledernen Schnürſchuhen, aufgefunden worden.
Sie hiervon in Kenntniß ſetzend, fordern wir Sie auf, Falls der Verunglückte einer Ihrer Gemeinden angehören ſollte, dies unter Angabe des Näheren unverzüglich bericht— lich dahier anzuzeigen.
Friedberg den 4. Mai 1850.
Ouvrier.-
Die ſel be an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Verminderung der Maikäfer und die der Raupenneſter.
Es zeigen ſich überall eine Menge Maikäfer und wei⸗— ſen wir Sie daher an, den beſtehenden Vorſchriften ent— ſprechend, die Einſammlung und Vertilgung derſelben anzu— ordnen.
Sollten ſich auch Raupen in bedenklicher Weiſe in einzelnen Gemarkungen zeigen, ſo werden Sie nach Maas— gabe des deshalb von den Kreisräthen dahier und Hungen erlaſſenen Ausſchreibens, Nr. 45 des Intelligenz-Blattes von
1847, zur Vertilgung derſelben das Nöthige vorkehren.
Friedberg am 8. Mai 1850. Ju vr ir.
Der corſiſche Dolch. Fortſetzung.)
Endlich kundete die friſche Luft, welche ſich erhob, und die Nebel, welche ſich auf die Berggipfel zurückzogen, die Rückkehr des Tages an. Die Morgendämmerung be— gann und warf, wie ein durchſichtiges Leichentuch, ihre blaßblauen Tinten über das Schauſpiel, das ich beſchreiben will. Es war ein trauriges Schauſpiel! Dieſer ſchöne jugendliche Kopf, den ohne Zweifel bald eine mörderiſche Kugel durchbohren ſollte; dieſe geſchloſſenen Augenlieder, welche ſich vielleicht nie wieder öffneten; dieſer wildblickende Wächter, welcher nur noch auf den erſten Sonnenſtrahl zu warten ſchien, um ſein Ziel ſicher zu treffen; kurz, der Tod war da, ein gewaltſamer, grauenhafter, augenblick— licher, unentfliehbarer Tod!
Im Wipfel des Baumes hatte ein Rothkelchen ſein Neſt. Der Vogel flog auf, er flog dem Leben, flog der Sonne entgegen. Sein heiteres Zwitſchern und Flattern weckten den Schläfer— er öffnete die Augen— erhob ſich ſtarr und ſteif wie ein galvaniſirter Körper— ſuchte ſein Gewehr—— ſiehe da, es war ihm entwendet.
Ein Geſchrei der Wuth hallte durch das Thal. Der Mann, der den Schlafenden überraſcht, kniete noch neben ihm, die Mündung ſeines Gewehrs ſchwankte vor ihm in der Luft. Einige Schritte hinter ihm lag im Graſe das ſeines Feindes.
„Pietro Santo!“ hatte der letztere geſchrieen.
„Du erwarteſt mich wohl nicht ſo früh am Morgen, Antonio? fragte der Bandit mit höhniſchem Grinſen.„Aber Du weißſt, ich liebe es, die Leute im Bett zu überraſchen.“
„Gib mir meine Flinte wieder, Santo!“ ſagte An— tonio mit zorniger Stimme,'s iſt eine Erbärmlichkeit, Jemanden, während er ſchläft, ſeiner Waffen zu berauben!“
„Ei, was da!“ entgegnete gelaſſen Pietro Santo, und mit ſeiner rieſigen Hand drückte er die Hand Anto— nio's zurück, der ſich wieder in Beſitz ſeines Gewehrs zu ſetzen ſuchte.
Der junge Mann ſah ein, daß Gewalt hier nicht zum Ziele führen werde, er verſuchte daher auf einem an— dern Wege ſeinen Zweck zu erreichen.
„Siehe, ſchon acht Tage ſind's jetzt, daß ich Dich aufſuche, Santo!“ verſetzte er.
„Daß Du mir aufpaßteſt, mein Junge!“ entgegnete ſcherzenden Tones der Bandit, 2˙8


