Ausgabe 
8.5.1850
 
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verhört, auf dem u Schla⸗ r,, blieb Stunden ine Be⸗ e unter wartete Opfers.

Nachmittags an, die Grundſtuͤcke in der Burg Friedberger Gemarkung. Friedberg den 4. Mai 1850.

Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß.

fe terung (102) Freitag den 10. Mai, Morgens um 8 Ubr, werden in hieſigem neuen Schulhauſe ein den Alexander Schmidt'ſchen Kindern gehö⸗ rendes, in der Burggemarkung liegendes Grund ſtück, 20 Ruthen haltend, auf Antrag der Kura

ratoren, freiwillig meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 6 Mai 1850.

Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter

Ben den

Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Domanialwaldungen des Reviers Hochweiſel, Forſts Friedberg betr. (703) Die Verſteigerung dieſes Gehölzes fin⸗ det unter den ſeither üblichen Bedingungen an den nachſtehend angeführten Tagen und Holz⸗ ſortimenten ſtatt, und zwar:

1. Freitag den 10. Mai d. J., in dem vor⸗ maligen Domanialdiſtricte Iſſel: 10 105 ½ Stecken kiefern Scheit und Prü⸗ gelholz, 2) 69 ½ Stecken kiefern Stockholz, 3) 2400 Wellen kiefern Reisholz, 4) 13 Stecken erlen Prügel holz, 5) 325 Wellen Reisbolz,

6) 420 Klötze und Stück kiefern Stamm⸗ bolz= 1345 Cubikfuß,

7) 38 Klötze erlen Stammholz= 397 Cubikfuß,

8) 225 Stück birken Stangenholz= 71

Cubitfuß haltend, und

9) 30 Gebund birken Nutzreißig.

Sämmiliches Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz iſt in den bisher üblichen Dimenſionen vorhanden und kann wie die ſeitherigen Verſteigerungen delehrt, auf's Mannigfaltigſte angewendet werden. II. Mittwoch den 15. Mai d. J., in dem Diſtricte Griebelshecke an dem ſ. g. Vogelsgrund:

1) 120 Stecken buchen Scheit⸗ und Prügelholz, n Stockholz, 3) 2150 Wellen Reisholz, 4) 224 Stecken eichen Scheit⸗ und Prügelholz, i Stocktolz, 6) 275 Wellen Reisholz, 7) 38 Klötze Stammhbolz- 1193 Cubikfuß, und 825 Klötze buchen Stammholz= 486 Cubikfuß haltend. 11J. Donnerſtag den 16. Mai d. J, in den Diſtricten: mittelſter und hinterſter Köppel, ſowie unterm großen Rothlauf:

t) 31 Stecken buchen Scheit⸗ und Prü⸗ gelholz,

2) 31 Stecken buchen Stockholz,

3) 1625 Wellen buchen Reisholz,

3 23¼½ 215 eichen Scheit⸗ und Prü⸗ gelbolz,

5) 21 Stecken eichen Stockholz, und

6) 150 Wellen Reisholz.

Bemerkt wird, daß die Zuſammenkunkt der Steigliebhaber jedesmal Morgens präcis 9 Uhr und zwar am 10. Mai in der Iſſel und an den beiden folgenden Verſteigerungstagen in loco Bodenrod ſtattfindet.

Hochweiſel den 3. Mai 1850.

Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers

Hochweiſel Stillgebauer.

Frucht ⸗Verſteigerung.

70) Mittwoch den 15. d. Mis, Vormit⸗ 18 9 Uhr, werden in dem Geſchäftszimmer

der Fürſtl. Jſenburgiſchen Kammerkaſſe dahier,

bundert Malter Walzen, das Malter zu 200 Pfund Gr. Heſſ. Gewichte gerechnet, öffentlich

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an den Meiſtbietenden verſteigert, wozu man Kaufliebbaber einladet.

Die Bedingungen, unter welchen die Ver⸗ ſteigerung ſelbſt ſtattfinden ſoll, werden vor der⸗ ſelben bekannt gemacht werden. 0

Büdingen den 1. Mai 1850.

Die Verwaltung Fürſtl. ſend. Büd. Kammerkaſſe een

Faſelochs⸗Verſteigerung. (705) Freitag den 10. Mai d. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll ein der vieſigen Gemeinde ehöriger Faſelochſe im Rathhauſe dahier meiſt⸗ ietend verſteigert werden.

Reichelsheim den 5. Mai 1850. Schmid, Bürgermeiſter.

Privat- Bekanntmachungen.

Hagelſchaͤden⸗Verſſcherungs⸗Geſellſchaft in Erfurf,

beſtätigt durch Allerhöchſte Cabinets⸗Ordre, d. d. Berlin den 14. Februar 1845.

(632) Dieſe gegenwärtig aus 7100 Mitgliedern und mit einer Verſiche⸗ rungsſumme von Neun Millionen Thaler beſtehende, auf Gegenſeitigkeit und Oeffentlichkeit gegründete, von Seiten des Staates durch einen Deputirten der Regierung beaufſichtigte Anſtalt hat ſich ſeit ihres Beſtehens ſtets der leb hafteſten Theilnahme zu erfreuen gehabt.

Die raſche Zunahme der Geſellſchaft iſt das ſicherſte Zeichen für die all gemeine Anerkennung der von ihr befolgten Grundſätze. Im Jahre 1849 ver mehrte ſie ſich wieder um Eintauſend neunhundert Mitglieder und Einer Million zweihundert viertauſend Thaler Verſicherungs⸗ ſumme. In den fünf Jahren ihres Beſtehens ſind bei ihr Ein und dreißig Millionen Thaler verſichert geweſen, und in dieſer Zeit über Zweihun⸗ dertſiebenzigtauſend Thaler für Hagelſchäden durch ſie vergütet worden.

Die Nothwendigkeit, ſeine Erzeugniſſe gegen die durch keine menſchliche Kraft und Vorſicht abzuwehrenden Folgen des Hagelſchlags zu ſichern, wird von allen rationellen Landwirthen täglich mehr erkannt; je größer aber und je gleichmäßiger die Theilnahme in allen Theilen des Wirkungskreiſes der Geſellſchaft wird, deſto gleichmäßiger und billiger werden ſich die Beiträge ſtellen.

Nach der Auflöſung der Kurheſſ. Hagelſchäden-Verſicherungs-Geſellſchaft haben wir den Director derſelben, Herrn Carl Weis, zu unſerem General⸗ Agenten für das Kurfürſtenthum Heſſen, Großherzogthum Darmſtadt ꝛc. er⸗ nannt und ihm die ausgedehnteſte Vollmacht ertheilt, in unſerem Namen Ver⸗ ſicherungen entgegenzunehmen, reſp. abzuſchließen, bei welchen auch das Geſell ſchafts-Statut, Verſicherungs-Anträge, ſowie Proſpekte zu erhalten ſind.

Zur größeren Bequemlichkeit der Theilnahmeſuchenden werden in den ver⸗ ſchiedenen Diſtrikten noch Special-Agenten ernannt, welche in der Kürze noch zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden ſollen.

Erfurt, im April 1850.

Das Directorium der Hagelſchäden-Verſicherungs⸗Geſellſchaft daſelbſt. Steuber. Schmalfuß.

Herr Carl Heidt in Friedberg vertritt nunmehr obige Geſellſchaft als Spezial⸗Agent, was ich hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringe.

Im Beſitz der erforderlichen Statuten, Proſpecte ꝛc. wird derſelbe auf Anfragen gern gewünſchte Auskunft ertheilen und Verſicherungs-Anträge ent gegennehmen.

Kaſſel am 19. April 1850.

Carl Weis.

Aufruf.

(106) Ein großes Unglück hat, wie durch öffentliche Blätter bekannt iſt, unſere Schweſterſtadt Bingen betroffen. Durch eine furchtbare Feuersbrunſt, welche mehr als 50 Wohngebäude vernichtete, wurde eine bedeutende Anzahl Familien um Obdach und Habe gebracht, ſo daß die Glieder derſelben zum großen Theile nur das nackte Leben retteten. Unter dieſen Umſtänden wird es heilige Pflicht des Menſchenfreundes, ſein Scherflein zur Abhülfe gränzenloſer Noth darzubringen. Die unterzeichneten Vorſtands-Mitglieder des hieſigen Hülfs-Vereins, welche ſchon ſo vielfältig Gelegenheit hatten, ſich von dem Wohlthätigkeits- und Mild⸗ thätigkeitsſinne der Bewohner der Wetterau im Allgemeinen, der Stadt Fried berg insbeſondere, zu überzeugen, glaubten darum auch, daß es nur eines Auf rufes ſowie eines vermittelnden Organes bedürfe, um recht Viele zu vermögen, Denjenigen unſerer rheiniſchen Brüder, welche ſich in der verzweifeltſten Lage