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Wagen weg, um die Beute zu holen, welche dort drunten in jenem Gehölz verſteckt liegt. Ich ſoll hier bleiben, um ein Lärmzeichen zu geben, ſobald etwas Verdächtiges ſich zeigt, indem ich zwei Lichter an das Fenſter unſeres Schlaf⸗ zimmers ſtelle. Falls Alles ruhig bleibt, ſoll ich dann drunten auf dem Kreuzwege, ungefähr eine Viertelſtunde von hier zu ihnen ſtoßen!“
„Schon gut. Nun kehrt Ihr in's Gaſtzimmer zu— rück, ich folge Euch; vergeßt aber ja nicht, daß ich Euch bei dem erſten Anzeichen von Verrath über den Haufen ſchieße wie einen Hund!“
Ungefähr eine Viertelſtunde ſpäter fuhren ſeine bei— den Verbündeten in ihrem Wägelchen davon; ich, Barues und Staples, dem wir die Hände auf den Rücken gebun— den und unter die Specialaufſicht des Hausknechts der Talbotſchenke geſtellt hatten, welche ich für dieſen Zweck eigens für des Königs Dienſt gepreßt hatte, folgten ihnen vorſichtig. Die Nacht war glücklicherweiſe ſtockfinſter, und das Geräuſch der Wagenräder übertönte unſere leiſen Schritte. Endlich hielt der Karren ſtill, die Beiden ſtiegen aus, traten in das Dickicht und waren bald emſig damit beſchäftigt, das verſcharrte Silbergeräthe auszugraben und nach dem Wagen zu ſchaffen. Vorſichtig ſchlichen wir ihnen näher und waren ihnen bald unbemerkt bis auf einen Schritt nahe gekommen, und ich hatte ihnen die Piſtolen aus der Taſche des Kutſchenſitzes genommen. Jetzt kamen ſie wieder aus dem Dickicht heraus und brachten einen ſchweren Sack mit.
„Steige Du in den Wagen dann will ich Dir die Sachen hineingeben!“ ſagte der Eine zum Andern; dieſer gehorchte.
„Hollah,“ rief der Andere,„ſagt' ich Dir denn nicht...“
„Halt, jetzt hätt' ich Euch erwiſcht!“ rief ich und riß, hinter dem Wagen hervorſpringend, den Einen, dem ich ein Bein geſtellt, zu Boden.„Barnes, hal—
tet den Gaul am Kopf; und Ihr, Sir, wenn Ihr im Wagen drin einen Finger rührt, ſo jag' ich Euch eine Kugel durch den Kopf!, Die Ueberrumpelung gelang voll— ſtändig, und Beide waren ſo ſehr von Schreck gelähmt, daß ſie gar keinen Widerſtand verſuchten, zumal als der im Wagen merkte, daß die Piſtolen fort waren. Sie waren bald geknebelt und in Ketten ꝛc. ſicher gemacht, der Reſt des Silbergeräths ward in den Wagen geſchafft, und wir fuhren nun raſch dem Gefaͤngniß von Kendal zu, wo ich die Ehre hatte, den Burſchen ſchon um neun Uhr ein Logis anzuweiſen. Trotz der ſpäten Abendſtunde durchflog die Nachricht, davon doch raſch die Stadt, und ich ward von allen Seiten her beglückwünſcht, als ich in meinen Gaſthof zuruͤckkehrte. Was mich aber mehr als tauſend— fältig für das Wenige entſchädigte, das ich gethan, war die tiefgerührte Umarmung, mit welcher mich der ſilber⸗ lockige Oheim des Gefangenen, welchen man mit der Freu⸗ denbotſchaft von dem Einbringen der eigentlichen Moͤrder aus dem Bett aufgeſchreckt, und der ſogleich gekommen war, um ſich darüber zu vergewiſſern— an ſein Herz drückte und den Segen des Himmels auf mich herabrief. Damals fühlte ich, daß es ſelbſt im Leben eines Polizei⸗ beamten heilige Momente gibt!
Mr. Briſtowe ward natürlich ſchon am folgenden Morgen freigegeben, und Staples als Königszeuge zuge— laſſen; einer ſeiner Mitſchuldigen wurde gehaͤngt, der An— dere deportirt. Der größte Theil des Raubs ward wieder herbeigeſchafft und der Burſche, welcher— um ſeinen Spießgeſellen Zeit und Gelegenheit zur Ausfuhrung des Einbruchs zu verſchaffen, welchen ſie durch die Leſung von Mr. Bagſhawe's Brief beſchloſſen hatten— ſich fr einen Polizeibeamten ausgegeben und Mr. Briſtowe in der Irre herumgeführt hatte, wurde bald darauf aus Anlaß eines andern Verbrechens, das er begangen, entdeckt und eben falls deportirt.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
MN Güter ⸗ Verpachtung.
(1203) Auf freiwilligen Antrag der Frau Heinrich Preußers Wittwe dahier werden Mon⸗ tag den 12. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, im hieſigen Rathhauſe die derſelben in den Gemar⸗ kungen Friedberg und Fauerbach II. zuſtehenden Güterſtücke auf 6 nacheinander folgenden Jahre unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend
verpachtet. f Friedberg am 31. Juli 1850. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
nne reitag den 9. Auguſt, Nachmittags K Muß did an Ort und Stelle zunächſt der Ockſtädter Gaſſe am großen Wildkautsgraben die Gerſtenerndte von 2 Viertel 33 Ruthen meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 1. Auguſt 1850. 9 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r. Verfügung. (1227) Da Bäckermeiſter Kaspar Orth von Bellersheim den im Moratorium vom 19. Juli 1848 ihm geſtellten Bedingungen nach Angabe mehrerer Gläubiger nicht nachgelebt und daſſelbe folglich verwirkt hat, ſo werden auf deren An⸗ trag alle ſeine Gläubiger aufgefordert, ſich ſo⸗
gewiß Donnerſtag den 15. Auguſt d. J., Vormittags 9 Uhr,
zur Ordnung ſeines Schuldenweſens hier ein zufinden, als ſonſt die ausbleibenden bekannten Gläubiger als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden beitretend angeſehen, die unbe⸗ kannten aber bei dem etwa getroffen werdenden Arrangement nicht berückſichtigt werden ſollen. Hungen den 21. Juli 1850. Großb. Heſſ. Landgericht Hofmann. Langsdorff.
Bekanntmachung, Verſteigerung von Heiden und Ginſtern zu Back— holz, in den Domanialwaldungen des Forſtre⸗
viers Oberrosbach betreff.
(1228) Freitag den 9. d. M. werden die nachbemerkten, zu Backholz benutzbaren Heiden und Ginſtern, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert und die deßfallſigen Bedingungen vor— her bekannt gegeben: Morgens 7 Uhr im Weſterfeldſchenwald: Zuſammenkunft an der dicken Eiche daſelbſt, 1181 Gebund; Morgens 9 Uhr im Burgwald: Zu⸗ ſammenkunft am Forſthaus Winterſtein, 319 Gebund. Oberrosbach den 2. Auguſt 1850. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann.
Verſteigerung.
(1229) Donnerſtag den 8. Auguſt, Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſollen nachſtehende den Philipp Scheider I. Eheleuten zuſtehenden Mobilien auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden:
1) ein braunes Wallachpferd,
2) drei Kühe,
3) eine Ziege,
4) ein Schwein,
5) neun Stück Hühner, 6) ein Wagen mit Zubehör, 7) ein vollſtändiger Pflug, 8) eine eiſerne Egge, 9) eine Strohbank, 10) Pferdegeſchirr. Die Gr. Bürgermeister werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Södel am 3. Auguſt 1850. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reitz.
Jagdverpachtung im Grüninger und Dorfgiller Markwald.
(1230) Freitag den 23. Auguſt l. J., Mit⸗
tags um 1 Uhr, ſoll die Jagd im Grüninger
und Dorfgiller Markwald öffentlich meiſtbietend
auf dem Rathhaus zu Grüningen, unter den bei
der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden
Bedingungen verſteigert werden.
Grüningen den 31. Juli 1850. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Marſtel ler.
Verſteigerung von Schreinerarbeiten.
(1231) Die bei Einrichtung des vorhinigen Gaſthauſes zum Ritter in Rockenberg zu einem Schulhauſe erforderlichen Schreinerarbeiten ſollen in Beiſein des Gemeindebaumeiſters Ruths von Friedberg, Donnerſtag den 8. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, im Hauſe ſelbſt an gewerbsberech— tigte und kautionsfähige Uebernehmer öffentlich in Accord gegeben werden. Rockenberg im Auguſt 1830. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wer


