Ausgabe 
6.4.1850
 
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Modernſte

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Ausgeſetzte Sommer-Bukskins(ganz Wolle) à fl. 3. fl. 4. per Hoſe von 2 Stab,

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zu ſehr billigen Preiſen bei

K. W. Kellermann,

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kleiner Kornmarkt 5 in Frankfurt a. M.

Ge zu ch.

(522 Ein braves, kräftiges Kindermädchen wird geſucht. Wo? ſagt die Exped. d. Blattes.

Zum Vermiethen.

(528) Eine vollſtändige Wohnung, gleicher Erde, iſt zu vermiethen und kann im Juli be⸗ zogen werden bei Johannes Stork.

Ein gebildetes Frauenzimmer,

(524) welches franzöſiſch ſpricht und geneigt iſt, eine Mutter in der Erziehung ibrer Kinder und im Haushalte zu unterſtützen, wird geſucht. Das Nähere bei der Expedition d. Bl.

Friedberger Turngemeinde.

(825) Von dem Actien-Anlehen ſind die Nummern

118. 68. 23. 84. 54. 29. 122. 17. 8. 29. 58.

durch das Loos zur Rückzahlung beſtimmt und der Vereinsrechner, Herr H. Fink, ermächtigt worden, gegen deren quittirte Rückgabe die Ein⸗ lößung zu bewirken, indem dieſelben nicht weiter verzinſt werden ſollen.

Friedberg den 3. April 1850.

Der Vorſtand. Anzeige.

(526) Ich Unterzeichnete bringe hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß ich jede Woche regel mäßig von hier nach Frankfurt gehe und jedesmal Dienſtags Vormittags von hier nach Frankfurt und Donnerſtags zurückkomme, weshalb ich jede Be⸗ ſtellung, ſowie jede Privatſache pünktlich beſorge und im Gaſthauſe zum grauen Bär bei Herrn Rodaug logiere. Katharina Berner, Botin von Butzbach.

Letzte Erklärung in der bekannten Riedel'ſchen Streitſache.

(527) Wie ſich die Wahrhei

ö heit, deren Macht in der Sympathie zum menſchlichen Hefe liegt, jederzeit aus dem Schutte der Lüge Bahn zu brechen verſteht, ſo hat ſie auch in der be

wußten Streitſache den glä e rungen. ach n glänzendſten Sieg er

Wegen des von Herrn Rentmeiſter Riedel in Nr. 56 des Intelligenzblattes 000 Jahr 1849 auf meine Ehre ignorirender Weiſe ge⸗ machten Angriffs ließ Gr. Heſſ. Oberſtudien⸗ direktion alsbald in meinem und des Lehrer 1e Intereſſe eine Adminiſtrativunterſu⸗ hung, geführt durch Gr. Regierungs-Com⸗ miſſion zu Friedberg, gegen mich einleiten. Das Reſultat derſelben, indem es i Unſchuld vollkommen conſtatirte, war 107 chend, mich von anderweitigen Verfolgungen, Riedels, welche ich unter den vorhandenen Umſtänden weder nothwendig noch räthlich er achtete, abſehen zu laſſen. Ich beſchränkte

mich deshalb einzig darauf, den Schöpfer und Träger bekannter Anſchuldigungen, einen ge⸗ wiſſen Schreiner Krebs von hier, Freund des Herrn Rentmeiſters gerichtlich zu belangen, in Folge deſſen derſelbe auch laut landgericht⸗ lichem Erkenntuiß vom 1. Febr. l. J. der Verläumdung ſchuldig erkannt und beſtraft worden iſt.

Dem verehrlichen Publikum muß es nun⸗ mehr anheim geſtellt bleiben, den ſtreitigen Gegenſtand und mit ihm Herrn Riedel, Krebs und Conſorten ſeinem Urtheil zu unterziehen.

Obermörlen am 26. März 1850.

Burk, Lehrer.

Erklarung.

528) Im Heſſiſchen Zuſchauer Nro. 36 vom 0 290 1850, Seite 223, befindet ſich ein Artikel gezeichnet:& Aus der Wetterau(Cri⸗ minalrechtspflege).

Hierauf beziehend, inſoweit der ſelbe meine Perſon betrifft, habe ich vorläufig nur Folgen⸗ des zu erklären:

Der Verfaſſer jenes Artikels, mit den näheren Verhältniſſen jedenfalls unbekannt, ſcheint mir kein reiner Demokrat zu ſein, ſondern ein De⸗ mokrat von der ſchlechteſten Sorte, lichtſcheu, verläumderiſch und pöbelhaft; denn ſonſt hätte er jedenfalls der Oeffentlichkeit gegenüber ſeinen Namen unterzeichnet, oder hat der ſehr gutge ſinnte humane Herr Redacteur jenes Zuſchauers abſichtlich deſſen Namen verſchwiegen ſo viel für jetzt.

Wird der Herr Redacteur gedachten Blattes an deſſen Aufrichtigkeit nicht zu zweifeln iſt den Namen des Verfaſſers von jenem ſchänd⸗ lichen Artikel nennen, oder wird der Herr Ver⸗ faſſer dieſes ſelbſt thun, dann wird die Crimi⸗ nalrechtspflege an ihm(dem Verfaſſer) ſelbſt

Nausgeübt, und das gerichtliche Reſultat ſeiner

Zeit bekannt gemacht werden; geſchieht die Nen⸗ nung des Namens des Verfaſſers nicht, dann bin ich gerechtfertigt, indem jeder überlegende rechtliche Mann weiß, mit wem ich es zu thun hatte. Auf keinen Fall werde ich auf dieſes dunkle, lichtſcheue und verläumderiſche Treiben

und Einrücken weiter öffentlich antworten.

Aſſenheim den 25. März 1850. 5

Der Gr. Bügermeiſter Schmidt.

Frankfurter Gold-Cours vom 4. April.

N Neue Louisd'or 111 6 Friedrichsd'or 953 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 Rand⸗Ducaten 5 40 20 Frankſtücke 9138 Engliſche Souverains 121 3

Kirchliche Anzeigen für- Fßiedberg

Sonntag Quaſim. den 7. April.

Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell.

Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fer tſch.

Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur.

Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Lehrer Römheld.

Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch.

Fruchtpreiſe.

.

20. Mrz. 29. Mrz. 28. Feb.

Gattung. Fried⸗ 5 Die⸗

berg Malnz burg

fl. kr. fl. kr. fl. kr.

Waizen pr. Malter 620] 710 620

Korn 9 445 445 410

ee, 12 3141 330

Hafer- 121571 230 Polizei Taxe

für die Städte Friedberg und Butzbach vom 6. bis 12. April.

2 5 Fried- Buß Brod ⸗Preiſe. berg.] bach. * kr. pf.] kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 21 2 2 31 31313 44 7 7 272 Lth. Lth. Milchbrod 16 16 Waſſerweck 146 ½ Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16/8 18¼ Fleiſch-Preiſe. pf bf 1 Ochſenfleiſch 111 11 Kühfleiſch, gemäſtetes 81 21 81 Rindfleiſch, gemäſtets 7 2 7 Kalbfleiſch 5 21 5 Schweinenſleiſch N 5Hammellleiſch 81 Schaaflleiſch66 Wurſt veblos Schweinen 12 12 Bratwurſt 144 144 Schwartenmagen 14 144 Geräucherter Speck 20 19 Schinken 14. 161 Doörrfleiſch 14 16 Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 24 18 unausgelaſſen 18 16 Nierenfett 20 18 Hammelsfett 16 17

Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Krauß.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C.

Bindernagel in Friedberg.