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Theuerſte waren auf Erden! O könnt Ihr mir nicht ſagen, daß Ihr mir vergebt, Vater 24 f
„O ja, mein armer Sohn! ich vergebe Dir und ſegne Dich! erwiderte der Alte mit bebender Stimme und legte ſeine Rechte ſegnend und liebevoll auf Pierre's Haupt.
„Auch ich brauche Vergebung. Ich that Unrecht, zwei edle Naturen in Wettelfer und Neid zu verſetzen. Aechte wahre Liebe zum Schönen um ſeiner ſelbſt willen, iſt der einzige geſunde Sporn, um Schönes hervorzubrin⸗ gen. Der Trieb der Mitbewerbung, des Wettkampfs zog Dich aus Deiner ſtillen Sphäre und brachte Dich in eine falſche Stellung. In großartigen Schöpfungen und Werken von Dauer und Kraft hatteſt Du ſtets Florian überragt, wie er Dich an Zierlichkeit und Anmuth ſeiner Schöpfun⸗ gen übertraf. Als Du aber ſtrebteſt, Dir ſeine Gaben anzueignen, verlorſt Du die Deinigen, ohne ihn zu er⸗ reichen. Ein Jeder im natürlichen Kreiſe ſeines eigenen Talents und Alles in Harmonie,— das iſt die wahre Ordnung, mein Sohn, welche zu verletzen ich Dich an— ſpornte. In meinem thörichten Stolze begehrte ich ernſt— lich, einen würdigen weltbekannten Nachfolger für den be— rühmten Antoine Breguet zu bekommen; ich wähnte, Du könnteſt Dir Florian's Gaben noch zu den Deinigen an⸗ eignen, und doch noch charakteriſtiſche Vorzüge behalten. Deßhalb reizte und drängte ich Deinen Verſtand, Scharf⸗ ſinn und Empfindungsgabe auf's Aeußerſte, ohne zu be— denken, daß Dir in dieſem Prozeß das Herz brechen könnte. Vergib mir, o Gottz es war eine zu herbe Prüfung für die arme Menſchennatur! Aber auch Du, mein Sohn, ſollſt mir dieſen aberwitzigen Ehrgeiz vergeben, denn mein Stolz iſt entſetzlich gedemüthigt worden!“ 5
Pierre konnte nicht ſprechen, aber bedeckte des Grei⸗
krampfhaft.—„Laßt mich eine Weile hier verborgen bleiben!“ ſagte er endlich.„Ihr ſollt ſie wiederſehen; nur laßt mir Zeit!“ Als er dem Alten auseinanderſetzte, daß er Roſettens Bild aus dem Gedächtniſſe machen wolle, ſchuͤttelte der bekümmerte Großvater ſeufzend den Kopf und ſagte:„O mein Sohn! die Seele in ihrem Auge und die Anmuth ihrer Bewegungen kann keine Kunſt wie— derherſtellen!“(Schluß folgt.)
Bitte an Menſcheufreunde.
8 In der Nacht vom 21. auf den 22. d. M. brach in einer Scheuer dahier Feuer aus, und kaum ſtand dieſe in Flammen, als auch das benachbarte Häuschen eines braven und fleißigen Taglöhners, Namens Heinrich Sommerlad, von denſelben ergriffen und in weniger als einer Stunde in Aſche gelegt wurde.
Die armen unglücklichen Leute konnten nur ihre Kuh und mit Gefahr ihres Lebens einiges Bettwerk und ganz wenig an Kleidungsſtücken retten.
Den Abgebrannten iſt ſchnelle Hülfe nöthig. Sie ſind dieſer würdig, und wenn wir ſagen, auch ſehr bedürf⸗ tig, ſo dürfen wir nur noch bemerken, daß das Häuschen verſchuldet iſt.
Alle Menſchenfreunde bitten wir, der armen Familie eine kleine Unterſtützung gütigſt mittheilen zu wollen.
Die Redaction dieſes Blattes, ſowie die Herren Geiſt—
lichen, Bürgermeiſter, Lehrer und Andere, werden ſich gewiß
der Einſammlung von Liebesgaben gerne unterziehen und dieſe dann an uns gelangen laſſen. Ueber die Verwendung werden wir dann ſpäter Rechen⸗ ſchaft ablegen. Langenhaim am 24. Juni 1850. Kitz, Lehrer.
ſes welke Hand mit Küſſen, und umſchloß ſeine Kniee
Huth, Bürgermeiſter.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
NN NN
Bekanntmachung.
Den Concurs über das Vermögen des Schreinermeiſters Philipp Tremmel von hier betreff. (1016 Der Rubritat bat ſein Zahlungs- uͤnvermögen bei unterfertigter Stelle angezeigt. Es werden daher nunmehr ſämmtliche Credi⸗ toren des Philipp Tremmel andurch vorgeladen im Termin Dienſtag den 16. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, ſo gewiſſer dahier an- und auszuführen als die Ausbleibenden von der vorhandenen Maſſe aus⸗ geſchloſſen werden ſollen. Dag Präcluſin: Decret wird übrigens nur n Gch eröffnet. e den 15. Juni 1850. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz⸗ Amt Dr. v. Haupt.
Mühlenverpachtung zu Vilbel. (1026) Die dem Großh. Heſſiſchen Fiscus zustehende, an der Nidda zu Vilbel gelegne Mahlmüble, welche mit 4 Gängen verfehen iſt, und wozu Nebengebäude, Stallungen, Scheuer, ein kleines Gärtchen und 233[◻Klafter Wieſen gehören, wird
Dienſtag den 6. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehauſe zu Vilbel auf 3 Jahre, vom 1. November d. J. an, meiſtbietend verpachtet.
Die Bedingungen, unter welchen ſolches ge⸗ ſchleht, werden in dem Verpachtungstermine er⸗ ffnet, ſind aber auch ſchon vorher auf dem
Büreau des Unterzeichneten einzuſehen und zu vernehmen. Friedberg den 24. Juni 1850. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß.
Edictalla dung.
(1045) ueber den von den Erben ausge⸗ ſchlagenen Nachlaß der Wittwe des Gr. Phyſi katsarztes Dr. Köhler von Bensheim, jetzt zu Friedberg, iſt der Konkurs erkannt worden. An⸗ ſprüche jeder Art ſind deß, alb im Termin Mittwoch den 31. Juli d. J., Morgens 8 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſiv⸗ dekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen.
In dem Termin ſoll zugleich wegen Geneh⸗ migung der Verſteigerung zweier, zur Maſſe gehörigen Grundſtücke, verfügt und ein Arxran⸗ gement verſucht und im Entſtehungsfalle über die Wahl eines Curators und die Verwaltung der Maſſe verhandelt werden.
Gläubiger, welche nicht in Selbſtperſon er⸗ ſcheinen, haben ihre Vertreter mit Specialvoll⸗ machten zu verſehen, gegenfalls ſie als den Be⸗ ſchlüſſen der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beitretend werden angeſehen werden.
Friedberg den 25. Juni 1850.
Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Irle.
Edictalladung.
(10460 Im Jahre 1823 leiſtete Peter Bou⸗ temp in Frievberg dem hieſigen Hospitalfond, resp. der geiſtlichen Stiftungsdeputation als Rechner jenes Fonds eine Caution durch Ver⸗ pfändung mehrerer Grundſtücke im Werthe von 1057 fl. und im Jahre 1843 ſetzte Johannes Breitenbach in Oberwollſtadt der hieſigen Stadt⸗ kirche eine Hofraithe wegen gehöriger Verrich⸗ tung der übernommenen Weißbinderarbeiten un⸗
terpfändlich ein. Beide Cautionen ſind nach vorliegender Anzeige erloſchen, die Urkunden jedoch verloren gegangen. Sollten dritte die— ſelben beſitzen und Anſprüche daraus begründen wollen, ſo iſt dies ſo gewiß binnen 6 Wochen von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt, daß kein ſolcher Anſpruch mehr beſtehe, unterſtellt und Löſchung der betreffenden Einträge in den Hypo⸗ thekenbüchern verfügt werden wird. Friedberg den 22. Juni 1850. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Hofraithe-Verkauf. (1047) Wegen eingelegtem Nachgebote ſoll Freitag den 12. d. Mis., Vormittags um 10 Uhr, die in der Hauptſtraße dahier gelegene, zu jedem Geſchäftsbetrieb geeignete Hofraithe des verſtorbenen Kaufmanns Joh Heinr. Fritz, be⸗ ſtebend aus Wohnbaus mit geräumigem Hofe und Brunnen, ſchönen Magazinen und Stallun⸗ gen, einer Waſchküche, einer großen maſſiv von Stein gebauten Scheuer nedſt angrenzendem Garten, ſowie auch 1 Viertel 27 Ruthen Garten in den Liebfrauengärten, öffentlich meiſtbietend, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf hieſtgem Rathhaus nochmals verkauft werden. Friedberg den 1. Juli 1850. Det Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender.
Schaafpferche Verpachtung. 4018) Freitag den 5. d. M., Vormittags 10 Ubr, werden auf bieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaaſpferche öffentlich meiſtbietend verpachtet.
Friedberg den 1. Juli 1850.
Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits Verſteigerung.
(109) Mittwoch den 9. Juli l. J., des


