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Intelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, den Aegierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
M 77.
Mittwoch den 2. Oktober
1850.
Amtlicher Theil.
Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Den Ankauf der diesjährigen Remontepferde der Reiterei.
Nach der in der Darmſtädter Zeitung erſcheinenden Bekanntmachung vom 28. d. M. wird der Ankauf der dies⸗ jährigen Remontepferde der Reiterei
am 14. October zu Hungen, 16. 1„ Alsfeld ſtattſinden. Man trägt Ihnen auf, dies alsbald zu ver⸗ öffentlichen, auch von Ihrer Seite, ſo weit möglich, zur Beförderung des Geſchäfts thätigſt mitzuwirken. Friedberg am 30. September 1850. ee ee
Regierungsblatt⸗Auszüge.
Nr. 42 enthält: 1) Bekanntmachung des Großh. Kriegsmi⸗ niſteriums vom 26. Auguſt, den Gerichtsſtand der Kriegsreſerviſten in Strafſachen betr.— 2) Bekanntmachung, die Errichtung einer Perfonenannahmeſtelle auf der Spreng betr.— 3) Ernennungen in Beziehung auf den Landtag. Des Großherzogs Königl. Hoheit haben in Gemäßheit der Art 85 und 86 der Verfaſſungsurkunde und des Art. 2 des Geſetzes vom 10 October v. J. die landſtändiſche Geſchäfts⸗ ordnung betr. zu Mitgliedern der Einweiſungscommiſſion für die beiden Kammern der Stände die Gr. Miniſterialräthe v. Bechtold und Maurer allergnädigſt zu ernennen geruht.— 4) Erledigt find: die Stelle eines Phyſicatsarztes für den Phyſicatsbezirk Buß⸗
bach; die kath. Pfarrſtelle zu Unterſchönmattenwag, Reg.⸗Bez. Erbach,
mit jährl. 687 fl. 50 kr.; die Stelle eines Steuercommiſſärs im Steuerbezirk Zwingenberg mit dem etatsmäßigen Gehalte; bei der Steuercontrole und Caleculatur der Gr. Oberſteuerdirection zwei Acceſſiſtenſtellen mit den etatsmäßigen Gehalten von je 500 Gulden jährlich; concurrenzfähige Bewerber für letztgenannte drei Stellen Haben ſich binnen 14 Tagen bei der Gr. Oberſteuerdirection anzumelden.
Die Ahnung. Nach einer wahren Begebenheit. Von Fr. Gerſtäcker. (Fortſetzung.) A.
„Nun, ich meine das Hineinſehen in einen Spiegel, Abends, wenn man ganz allein iſt,“ begann der Schul⸗ meiſter und ſtützte ſich auf die Lehne des ihm nächſten Stuhles.„Es wird nämlich, wie Sie gewiß auch ſchon
gehört haben, behauptet, man könne oder dürfe vielmehr in ſtiller Nacht und in einem einſamen Zimmer nicht mit einem Lichte langſam und dicht vor den Spiegel treten, dort dreimal mit lauter Stimme ſeinen eigenen Namen rufen und daun laut und ſchallend auflachen. Thäte man das und riefe ſich beſonders nachher noch einmal, ſo paf— ſire irgend etwas Entſetzliches, ich glaube die eigene Ge— ſtalt ſoll mit ſchauerlich verzerrtem Geſicht aus dem Spie— gel herausſteigen.“
Die Frau warf einen ſcheuen Blick nach dem Spiegel und ſtrich ſich raſch mit der Hand uber die eigene Stirn.
„Die Geſchichte nun, die mir darüber erzählt wurde,“ fuhr der Schulmeiſter fort,„iſt ſehr kurz, und betrifft einen Huſarenlieutenant, alſo doch allem Vermuthen nach einen kräftigen, keineswegs nervenſchwachen Menſchen. Die jungen Leute waren in einer froͤhlichen Geſellſchaft von Herren und Damen geweſen und dort, e ſo wie heute, auf Geiſter- und Geſpenſtergeſchichten gekommen. Ein Wort gab das andere, und allerlei tolle Vorſchläge wurden endlich, wahrſcheinlich mehr um die Damen zu ängſtigen, als ſie wirklich auszuführen, gemacht; die Einen wollten um zwölf Uhr auf den Kirchhof gehen und dort um ein friſches Grab tanzen, die Andern in der Kirche ſelber eine Nacht allein bleiben, bis endlich irgend Jemand von der Geſellſchaft das Experiment mit dem Spiegel in Anregung brachte. Der junge Lieutenant erbot ſich augen⸗ blicklich dazu und die Dame vom Hauſe, die wahrſcheinlich glaubte, der junge Herr bramarbaſire blos, ſagte ſcherzend: damit ließe ſich der Verſuch ganz vortrefflich in ihrer eig⸗ nen Wohnung machen. Im Gartenhauſe ſei ein ei ſam gelegener großer Saal mit zwei mächtigen der ſeit längerer Zeit unbenutzt ſtehe, dazu und wenn der Herr Lieutenant ätte, könne er ſeine Wanderung gleich antreten. Ein allgemeiner Jubel unterbrach ſie hier und der Huſar durfte ſchon nicht mehr zurück, wenn er es wirklich gewünſcht hätte. Allerdings erſchrack die Dame, als ſie ſah, daß es plötzlich Ernſt wurde, und machte nun allerlei Ausflüchtez der Lieutenant beſtand aber jetzt ſelbſt darauf, gab ſein Ehrenwort, daß er die vorbeſchriebenen Bedingungen genau erfüllen wolle und verließ mit einem Bedienten, der ihm Lichter und Feuerzeug nachtragen mußte, das e Bedien⸗
en Schluͤſſel
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ten wollte er, an Ort und Stelle angelangt zurückſchicken.
Die Gäſte wären allerdings gar zu gern mitgegangen,
Einſamkeit war ja aber die Hauptbedingn hes ganzen
Verſuchs, und mit der geſpannteſten Aufmerkfamkeit er⸗ 4 e
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