Ausgabe 
21.7.1849
 
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Offenes Schreiben an Herrn Pfarrer und Decau

240

Weismantel in Obermörlen.

11440 In Nr.

ſchlechtweg

54. d. Blis. bezeugt der Schu gen des Schulvicars Burk könnte in keiner Beziehung getadelt werden. dieſes Zeugniß blos von Ihnen Herr Decan herkor hätten Sie aber auch blos unterfertigen dürfender der Schulvorſtand; es kann den⸗ weltlichen Mitgliedern des Schulvorſtandes be⸗

umt, haben Sie mir bereits mitgetheilt.

chulvorſtand von Obermörlen, das Betra⸗

Daß Daher Vorſitzende des Schulvorſtandes und nicht

ſtimmt nicht gleichgültig ſein, für Ausſteller eines Zeugniſſes öffentlich zu gelten, an dem dieſelben

kein Theil haben. ö Wort zu ſprechen über dieſes Zeugniß.

f Als Geiſtlicher müſſen Sie wiſſen, Gewiſſen ausgeſtellt werden darf. lenſorgerpflicht fur Sie iſt, vertrauten Heerde nicht verirrt.

Doch dieſes iſt Nebenſache.

nach Kräften dahin zu wirken,. Als Geiſtlicher müſſen Sie aber auch wiſſen, daß es für Sie Selbſt eine namenlos große Pflicht iſt, Ihren Beichtkindern mit einem guten

Ich finde mich hier bewogen, mit Ihnen ein

daß ein Zeügniß nur nach beß tem Wiſſen und Als Geiſtlicher müſſen Sie wiſſen, daß es eine heilige See⸗

daß ſich das Gewiſſen der Ihnen an⸗

Beiſpiele voran zu gehen. Hiernach muß auch das von Ihnen dem Schulvicar Burk aus⸗

eſtellte Leumundszeugniß nach Ihrem beßte Nun haben Sie, Herr Decan, mir vor wenigen

durchaus verworfener und ſchlechter Meuſch. Zur theilten Sie mir verſchiedene Handlungen dieſes Menſchen mit; ſtigung das heilige Abendmahl verſpottet hätte und gleich dara des Herru gegangen ſeiz wie er in einer Kirche Rheine

damit ſich die frommen Katholiken mit dem Urin daß Sie Sich veranlaßt geſehen hätten, ihn durch Lehrer

Gott und die Religion ſo verſpottet,

n Wiſſen und Gewiſſen ausgeſtellt ſein. Wochen Selbſt erklärt, dieſer Lehrer Burk ſei ein

Begründung Ihrer Behauptung uf(denſelben Morgen) zum Tiſch

ö 70 den Weihwaſſerkeſſel hätte geharnt, dieſes Menſchen beſprengen möchten; wie er

König bedeuten zu laſſen, er ſolle ſchweigen, oder Sie würden ſein enen einberichten und dann

brauche er ſich keine Rechnung auf eine Lehrerſtelle mehr zu machen ꝛc.

Sich über dieſen ꝛc. Burk merken Sie wohl auf,

während ꝛc. Burks Hierſein.

n gleicher Weiſe haben Sie

gegen andere Männer bieſiger Gemeinde ausgeſprochen und zwar,

Daher frage ich Sie, wie konnten

Sie hiernach es mit Ihrem beßten Wiſſen und Gewiſſen für vereinbarlich fin⸗ den, dieſem ze. Burk zu bezeugen, ſein Betragen könnte in keiner Beziehung

getadelt werden???

Wollen Sie mir Ihre Motive hier nicht mittheilen, ſo hoffe ich ſolche bei Gericht von

Ihnen zu hören. Denn a Weiteres gefallen laſſen werden.

Obermörlen den 18. Juli 1849.

ich erwarte von Ihnen, daß Sie Sich eine ſolche Sprache nicht ohne

Oswald Niedel.

Erklärung.

(4145) Der geweſene Lehrer Burk dahier erklärt in Nr. 54. d. Blts., Herr Rentmeiſter Riedel hätte mich bei Abſchluß unſeres Mieth⸗ vertrages ſpitzbübiſch hintergangen. Der mit Herrn Reutmeiſter Riedel abgeſchloſſene Mieth⸗ vertrag iſt nur zu meinem Vortheil. Ich erkläre daher den Lehrer Burk ſo lange für einen ſchamloſen Lügner und ſchlechten Kerl, als er ſeine ausgeſprochene Beſchuldi⸗ gung nicht öffentlich widerruft. Obermörlen den 14. Juli 1849. u Jakob Burk JI.

Erklärung.

(1146) Auf den Artikel des Lehrers Burk dahier in Nr. 54. d. Blts., erklären wir, daß wir, in Auftrag mehrerer Orts bürger, die Verfaſſer des Inſerats 1074. in Nr. 52 d. Blts. ſind. Lehrer Burk iſt hiernach in einem großen Irrthum.). Obermörlen den 15. Juli 1849. Kaspar Scherer. Kaspar Krebs II.

Erklärung.

(1147) Der geweſene Lehrer Burk dahier erklärt in Nr. 54. d. Bl., Herr Rentmeiſter Rledel babe die ihm bei Gelegenheit des hieſigen Kirchweihfeſtes gebrachten Ständchen(Hans⸗ wurſtiate beliebt es dieſer Burk zu nennen) ſelbſt veranſtaltet und durch vielfache Verſpre⸗ chungen hervorgerufen. Wir erklären im Auf⸗

trag und Sinn der vielen Männer und Jüng⸗

linge, welche dem Herrn Rentmeiſter Riedel, unter Begleitung von Muſikchören, Ständchen

) Wlr Se hiermit, daß fragliches Inſerat weder von Herrn Rentmeiſter Riedel herrührt, noch von Herrn Stixel überbracht wurde. 25.

Die Redaction.

gebracht haben, daß dieſes aus freiem Antriebe von uns, ohne daß Herr Rentmeiſter Riedel Etwas davon wußte und dafür verſprochen hat, geſchehen iſt. Herr Rentmeiſter Riedel genießt wohl die volle Achtung eines jeden Ehrenmannes dahier.

Es iſt daher auch blos ein geweſener Lehrer

Burk und ſein ſchlechtes Anhängſel fähig, dem Herrn Rentmeiſter Riedel Schand und Brand nachzulügen.

Wir finden uns daher veranlaßt, den gewe⸗ ſenen Lehrer Burk ſo lange für einen ſchlechten Kerl und ſchändlichen Lüg⸗ ner zu erklären, als er nicht ſeine gegen uns

gemachte Beſchuldigung öffentlich widerruft.

Obermörlen den 15. Juli 1849. Martin König. Nikolaus Scherer. Jacob Heil. Peter Simerock. Gottfried Morſchel. Anton König. Peter Stecher. Franz Schweitzer. Anton Heil. Martin Schweitzer. Martin Hahn. Valentin König. Johannes König. Peter Schweitzer. Kaspar Dey. Heinrich Groß. Peter Rühl. Heinrich Burk.

Frankfurter Gold⸗Cours vom 19. Juli.

ke. Neue Louisd'or 111 6 Friedrichsd'or 9 56 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 Rand⸗Ducaten 5 40 20 Frankſtücke 9 38 Engliſche Souverains 121 5

u. A. wie er bei einer Tanzbelu⸗

Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 7. Sonntag n. Trinit. den 22. Juli.

Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Heiniz. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche:

a Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Rockel.

Fruchtpreiſe.

18. Juli. 13. Juli. 28. Juni Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Mainz burg 8 f. kr. H. kr. ffir. Waizen pr. Malter 9 9 52 8 30 a 72 5 401 5151 5 30 Gepe, 4 301 4 430 Opfern% 9, 345 4 57 3430

Polizei Tax e für die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 27. Juli 1849.

2 1 85 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 5 815 Ir. pf kr 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 211 2 7, 7, 1 1 3 4 3 4, 4 2 9 th 9 12 g Lth.

Milchbrod 14/0 14% Waſſerweck 1 5%è 7 Gemiſchte(Tafel⸗/ Brod 15 ¼ͤ][ 15% Fleiſch-Preiſe. pf. pf.

1 Ochſenfleiſch actes 5 11. 6 geen gemäſtete W

Kühfſeiſch Angemaſtetes Aer E 8 iſch(gemäſtetes 9 8

10 Rindſleiſch kungemäſtet 171 Kalbfleiſch 6 6 Schweinenfleiſch 11111 Hammelfleiſch 91 1 9 Schaaflleiſch 7 7 Wurſt veblos Schweinen 12 14 Gemiſchte Wurſt 10 Bratwurſt 15 16 Schwartenmagen 15 16 Geräucherter Speck 24 24 Schinken 17 18 Doörrfleiſch 2 17 18 Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 24 24 unausgelaſſen 20 20 Nierenfett 20 24 Hammelsfett 16 16

Die Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Ouvrier.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.

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