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Einla dun ge n
(238) Die Ueberhandnahme der Bettelei in hieſiger Stadt, welche ſſch bis zur Unerträglichkeit geſteigert, hat mehrere Einwohner veranlaßt, dieſen Gegenſtande ihre beſondere Aufmerkſamkeit zuzuwenden und die Mittel zur Abhülfe vorzube⸗ bereiten. Da nun aber nur durch möglichſtes Zuſammenwirken ein beſſeret Zu⸗ ſtand eintreten kann, ſo nimmt man Veranlaſſung, alle Bewohller Friedbergs, welche zu dem angegebenen Zwecke mitwirken wollen, auf Montag den 19, d. M.,
Abends 8, Uhr, zu einer Beſprechung in dem Witehsſoeake
einzuladen.
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Anerbiete. (2599 Auswärtige Fräulein, die die hieſige höhere Töchterſchule beſuchen wollen, können be einem hieſigen ledigen Frauenzimmer, gebildeten Standes ace ütung Koſt und Logte erhalten. Näheres bel der Expeditkon dieſes Blatts. fe
Erwiederung und Aufruf. (280) Die Anfrage im Intelligenzblatt Nr. 10, Inſetat 184, bezäglich der Gemeindewaage, be⸗ trachten wir als eine böswillige, zu einem ge⸗ wiſſen Zwecke führende Verdaͤchtigung, da ſich utſer Herr Bürgermeiſter Klein immer durch ſeine Uneigennüßzigkeit ausgezeichnet hat, wie derſelbe ſolches unter anderem bei der Parzellen⸗ vermeſſung) die ein Anderer wahrſcheinlich ſeinem Eigennutze wegen hernüfbeſchworen, hinlänglich bewieſen hat, indem derſelbe hierbei ſich eine be⸗ deutende Summe Diäten in Sack ſpielen konnte und gänzlich darauf verzichtet hat.— Ueber⸗ haupt er iſt ein braver redlicher Mann.
Ockſtädter Ortsbürger ſeid ja bei der bevor⸗ ſtehenden Bürgermeiſterwahl vorſichtig, laßt euch durch Richts verblenden oder irre machen.— Wir wollen einſtimmig unſern bisherigen Bür⸗ germeiſter wieder behalten, denn wir können demſelben mit Wahrhelt Nichts zur Laſt legen, und die es etwa thun, find eigennützige Benei⸗ der und verkappte Verläumder.— Seid daher bei der Wahl“ ja vorſichtig, denn der Eigennutz, der Ehrgeiz und die Herſchſucht⸗laſſen für ihren Zweck kein Mittel underſucht, deshalb ſeid nicht allein vorſichtig, ſondern auch einſtimmig.
a Mehrere Ortsbürger.
Aus der Wetterau.
97 1 Es iſt doch eigentlich eine ſchöne Sache, daß die Preßfreiheit beſteht, indem durch dieſelbe manth Einer ſeinem Herzen Luft verſchaffen kann, was ihm früher auf dieſem Wege nicht möglich war. Wie indeſſen faſt alles ſeine verſchiedenen Seiten hat, gute und böſen, ſo hat auch die Preßfreiheit dieſelben; denn nicht nur der Recht⸗ liche, ſondern auch der größte Schuft, der früher das Licht ſcheuen und die Finſterniß ſuchen mußte, kann es jetzt wagen zu ſchreiben, um dadurch Aergerniß zu geben“— frei und wahr in Worten auftreten kann er jedoch zum Glück, als Kind oder Sohn der Finſterniß nicht— wofür der Aufſatz in Nr. 40 des Wetterauer Volksblattes vom 3. Februar 1849 den ſpre⸗ chendſten Bewels liefert,
Da ſchreibt nämlich unter der Aufſchrift„Wet⸗ terau Bellersheim“ ein großer Schuft, ich glaube nicht, daß ich mich läuſche, wenn ich ſage, ein Wolf in Schaafskleißern von einem heilloſen Einfluß der Büreaukratie, welcher ſeither verübt wurde in Gemeindeangelegenheiten, lügt aber darin ſo infam, daß wenn er ein Schweinhirte wäre, er die Peitſche nicht mehr tragen dürfte.
Um der Lügen, welcher ſich Schreiber jenes Aufſatzes bediente, einigermaßen zu erwägen, will ich fragen n
1)„Iſt es wahr, daß ich, der Bürgermeiſter mit der ganzen Gemeinde ſchon ſeit Jah⸗ „ren im größten Unfrieden und in Prozeſſen
„eines Pachters von hier 32 Stimmen als „Bürgermeiſter⸗Kanididat erhielte und daß
des Hartm. Walz II. 280 m. II.
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ich. durch- Vermittelung des in Dorheim
„dehnen dir ar un des al, TA F e,
„befkätigt w
I getmeiſter⸗Candidat hatte?—
„Erwäge man doch, daß ith kt ganzen
„nur 22 Stimmen weniger hatte,“ Was die ehrloſen Schmähungen gegen Großh. Heſſ. Miniſter Herrn Jaup betrifft, ſo glaube
ſagen. Möchten ihm doch alle an wahrer Ge⸗ ſinnungstüchtigkeit, wovon er ſchon längſt den
Beweis und die- beſten Proben ablegte, ähnlich
werden; es würden dann gewiß ſolch' ſchlechte Subjecte, wien znein⸗gegneriſcher Schreiber, gar keine mehr zu finden ſeyn.
Uebrigens muß ich es ſehr bedauern, daß die
vielen Mühen der Deputationen nach Darm⸗ ſtadt, von Seiten maucher, die gerne Bürger⸗ meiſter geworden wären— aber nicht bei die Candidaten kamen— vergeblich waren. Sie mögen ſich tröſten auf eine beſſere Zeit, wo ſie dann den Lohn für die gehabte Mühe ernten mögen. Den Verfaſſer des gegen mich gerich⸗
teten Aufſatzes erkläre ich für einen Schuft und
ſage ihm, daß es noch nicht jeden Tag Abend geworden iſt, ſowie, falls er ſeinen Namen nicht hergibt, ich ihn, in Rückſicht auf ſeine ſchändliche Lügen, doch erfahre. Bellersheim den 13. Februar 1849. 8. Bürgermeiſter.
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ich nicht nöthig zu haben, etwas dieſerhalb zu
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„0 ind die Bewei„ e 3)„Iſt bes boehr, Rag dh Wige el, in Bellers. E rbeim perhaßt bin, und iſt es wahr, daß der vorgeblich von der ganzen Gemeinde „gewünſchte wirklich 70 Stimmen als Bür⸗
„„ Kech liche Anzeigen
8 4 ch 4 für Frtedberg.
Sonntag Eſtdmihi den 18. Februar
Pfarramtliche Functionen verrichtet:
8 Nachmittags predigt in der Stadtkirche: „lebte— welche Prozeſſe beſtanden denn?-“ f 2)»Iſt es wahr, daß ich durch Bemühungen
Vormittags predigt in der Burgkirche: Fandidat. Beckh ex
„Hachmizggs predigt in der gipgrirle⸗
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Herr Candidat Kohl. K. taten
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für die Städte Friedberg und Butzbach
vom 17, bis 23. Februar 1849.
— n Fried⸗ Butz⸗ 8 Brod Preiſe. berg.] bach. kr. pf. I kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod eee 24 2 41 1 41 Gt ien en 8268 2 Lth. Lth. — Milchbrod n —Waſſerweck 8 1 . Gemiſchte(Tafel⸗⸗ Brod 16616 e 1.Ochſenfleiſch 7 8 142— 427 „geen! gemäſtete A 5 Kubfleiſch!ugemaſtetes e 5 ich(gemäſtetes 8— 8— „Rindſleiſch 8 1 „Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 333 „ Hammelfleiſch——w 81— 8— „ Schaaffleiſch 7— 7— „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt. R „ Bratwurſt 16— 616— „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Spe 24— 24— 22 Schinken ane 1889— „ Doöͤrrfleiſch 18— 20— „ Schweinenſchmalz, 1 ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 24(— 24— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großh. Heſſ. Regierungskommiſſion des
Regierungsbezirks Friedberg
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