Ausgabe 
12.5.1849
 
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Sonnabend den 12. Mai

18419.

Lebensbilder aus demfernen Weſten Mordamerißa's. (Fortſetzung.)

Ein Hauptzug im Charakter der Jäger des fernen Weſtens iſt ihre raſche Entſchloſſenheit und Kaltblütigkeit, und ihre unerſchütterliche Ausdauer und Thatkraft in Fäl⸗ len von beſonderer Dringlichkeit und Gefahr, und in be⸗ gonnenen Unternehmungen, welche unverweilte und kühne Durchführung erheiſchen. Gerade hierin übertreffen ſie den wilden Indianer ſo weit, daß ſie faſt all ihre zahl⸗ reichen feindlichen Expeditionen gegen den natürlichen und geſchworenen Feind des weißen Mannes in den wilden barbariſchen Gebieten des Weſtens zu einem erfolgreichen Ziele bringen. Ebenſo ſchnell entſchloſſen als behend in der Ausführung, und mit dem Vortheil noch größerer Kühnheit und Muthes bei mindeſtens gleicher Schlauheit und Behutſamkeit, beſitzen ſie ein weſentliches Uebergewicht über den ſchwankenden unſteten Indianer, deſſen abergläu biſcher Kopf die natürliche Thatkraft ſeines gewandten ſtarken Körpers bedeutend lähmt; denn gerade während er oft auf günſtige Vorzeichen und Zeiten wartet, bevor er ſich in eine Unternehmung einläßt, verliert er oft die beſte Gelegenheit, welche ſein weißer civiliſirterer Feind ſich ſo gut zu Nutz zu machen weiß. Killbuck und La Bonté waren keine Ausnahmen von dieſer charakteriſtiſchen Regel, und ehe die Sonne eine Handbreite über dem öſtlichen Horizonte ſtand, verfolgten die beiden Jäger die Spur der ſtegreichen Indianer. Von dem Fluſſe, an deſſen Ufern hatte, im Zickzack kreuzend nach einem andern, unter dem Namen Kioway bekannten, der parallel mit dem Bijou läuft, verfolgten ſie ein paar Stunden lang die weſtliche Richtung, welche nach der ſchon genannten Waſſerſcheide führt. Dem Kioway bis zu dem Punkte folgend, wo er ſich in mehrere Arme, ſorks, theilt, gelangten ſie bald in die Prairien der Hoch⸗ ebenen, welche am Fuße der Berge liegen; überſchritten die vielen Bäche, welche den ſogenannten Vermillion oder Cherry Creek ſpeiſen, und verfolgten die Spur der Indianer durch die Päſſe und Schluchten des Gebirges cis ſie an einen Arm der Boiling Springs kamen. Hier ſchien die Truppe Halt gemacht und einen Kriegsrath gehalten zu haben, denn von dieſem Puvkte aus wich die Hauptſpur in einem Winkel weſtlich ab und in die rauhen zerklüfteten Schlünde des Gebirges hinein. Den beiden Trappern blieb nun kein Zweifel, daß ſie nach dem Bayou Salade führte einem weiten Gebirgskeſſel, der zur Winterszeit der Lieb

lingsaufenthalt der Büffel war und aus dieſem Grunde von den Mita Indianern zum Winteraufenthalte gewählt wurde. g g

Daß die Rapahos ſich auf einem Kriegszuge befau⸗ den, ſchien außer allem Zweifel zu ſein; und Killbuck, der

hier herum jeden Zollbreit des Landes kannte, ſah ſogleich

an der Richtung der Fährte, daß die Indianer ſich nach

dem Baybu gewandt hatten, um ihre Feinde zu überrum⸗ peln, und deßhalb nicht der gewöhnlichen indigniſchen Fährte

am Boiling Spring River hinauf folgten. Nachdem er dieß inne geworden, wandte Killbuck ſich nun nach dem

unebenen Terrain, das am Fuße der Berge lag und ſchlug eine etwas nordöſtliche Richtung ein, beinahe gleichlaufend

mit dem Wege, worauf ſie hiehergekommen waren, wandte ſich dann um Mittag weſtlich, überſtieg eine Bergkette und

dann in eine Schlucht herab, durch welche ein kleines Bäch

lein über ein unebenes Felſenbette hinbrauſte. Längs die ſem lief eine Faͤhrte der Indianer hin, und hier fanden ſie in der That noch die ganz friſche Spur etlicher In- dianer. Die Straße, welche er eingeſchlagen, wäre zwar für Packpferde ganz ungangbar geweſen; allein ſie hatte durch ihre Kürze den beiden Wanderern mindeſtens eine halbe Tagreiſe erſpart, und Killbuck verhieß nun ſeinem Gefährten, daß ſie bald die Feinde einholen würden. In der That hatten ſie kaum die ſteile Böſchung am Ende der Schlucht erſtiegen, ſo erſchauten ſie in geringer Entfernung vor ſich das Lager der Indianer mit all den ihm und ſei⸗ nen Gefährten geſtohlenen Laſtthieren, die in der Nähe des Lagers weideten.

Hurrah! riefen die beiden Jager beinahe in einem

Athem.Und da iſt auch mein altes treues Thier! ſagte Killbuck und deutete auf ſein grauliches Maulthier, das

ſich das hohe fette Büffelgras des feuchten Waldthales

weidlich ſchmecken ließWenn die Rothhäute nicht bald

wieder aufbrechen, will ich ein Nigger heißen. Ihre Ab

ſicht iſt jedem Kinde ſo klar wie eine Biberfährte. Sie

wollen ſich die- Skalpe der Yuta's holen, ſo wahr meine Büchſe'n Viſter hat; aber ſie können die Thiere nicht mit ſich nehmen und ſind abſichtlich wie Ratzen hieher gekrochen in dieſes Thal, um ſie hier zu verſtecken, bis ſie von dem Bayou zurückkommen. Wahrſcheinlich laſſen ſie ein halbes Dutzend ihrer Krieger als Wache bei den Thieren.

Die Vermuthungen des Trappers erwieſen ſich bin nen Kurzem als richtig. Mittlerweile aber verließ er mit ſeinem Gefährten die Anhöhe, ſchlich ſich in ein dichtes Gehoͤlz von verkrüppelten Kiefern und Zedern, ſetzte ſich