Neue holländiſche Vollhäringe!!,
(1170) neue Sardellen und Gardaſee ⸗Ci⸗
tronen bei Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Geſuch.
(1222 Es wird ein Bäckerlehrling geſucht, wo ſagt die Expedition d. Bl.
Zu Verkaufen.
(1225) Aepfelwein verkauft ohmweiſe Friedberg. G. Philippi,. im ſteinernen Haus.
Wirbel⸗Bier
(1226) nehme ich Sonntag den 12. Auguſt in Zapf. Ich werde daſſelbe in Seideln ver— abreichen und lade zu recht zahlreichem Beſuche ergebenſt ein. Eröffnung findet Morgens präcis um 8 Uhr, bei günſtigem Wetter im Garten, ſtatt. Ende nach Belieben. Burg⸗Friedberg. J. Jöckel. Zu Verkaufen.
(1227) Drei Stämme eichen Bauholz, der 1. 20 Fuß lang und 26 Zoll dick, „ 2. 18„ 1 5 29„ 7 8 „ 3. 12„. 25„ 2 find bei Unterzeichnetem zu verkaufen und werden Liebhaber hierzu eingeladen. Lißberg den 29. Juli 1849. 5 Peter Bechtold, Wirth.
Zum Vermiethen.
(1228) Zwei vollſtändige Logis hat zu ver⸗ miethen Bernhard Wagner.
Neue Häringe und Sardellen
(1229) ſind eingetroffen bei Burg⸗Friedberg.
Nauheimer Teichhaus. (12300) Sonntag den 12. Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ mufik anzutreffen, wozu 5 b
ein keit.
Vorläufige Erkläkung.
(1231) Durch die im Monat Juni l. J. dahier ſtattgefundene Unterſuchung des Gemeinde— Rechnungsweſens hat ſich, in Vergleichung des auf die früheren Rechnungskammer⸗Abſchlüſſe ſich gründenden Handbuchsabſchluſſes pro 1848 bis 1849, mit dem Tage- und Caſſebuch, ſowie mit der Kaſſe ſelbſt, ein Mangel von fl. 3207. 24 kr. ergeben,— ein Ergebniß, welches bereits durch den Rechnungskammer⸗Abſchluß der 1844r Rechnung bekannt geworden war und was mich ſchon damals veranlaßte, nicht nur die Großh. Rechnungskammer um eine nochmalige Prüfung der älteren Rechnungsabſchlüſſe zu erſuchen, ſon⸗ dern auch einen Gr. Rechnungsreviſor zu bitten, auf meine und des Mitrechners Conrad Bauſch VI., welcher, als Cautionair, Caſſenverwahrer iſt, auf unſere Koſten dahier Rechergen anzuſtellen, um den untergelaufenen Irrthum zu entdecken. Die desfallſigen Bemühungen blieben indeſſen, zum Theil, ohne den gewünſchten Erfolg, und auch unſere Nachforſchungen führten nicht zu dem gehofften Ziele, daher es dann ein Gr. Juſtificatur-Gehülfe(derſelbe, welcher die obenerwähnte Viſitationen vorgenommen und auf Seite 2 ſeines Berichts anerkannt hatte, daß allerdings ſeit dem Abgang des vorigen Rechners 1842— ein ſehr be⸗
J. Jöckel.
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deutender Kaſſevorrath in den Nech⸗ nungsabſchlüſſen nachgeführt worden, welcher, im Vergleich mit den revidir⸗ ten Rechnungen, vermuthen laſſe, daß jene Abrechnung unvollſtändig ſeyn könnte oder daß daraufhin anzuſprechende Vergütungs poſten noch nicht zur Ver⸗ rechnung gekommen) unternommen hat, die mit meinem Vorgänger gepflogene Abrechnung und die daraufhin gemachten Buchungen zu prüfen, und wir ſehen nun dem Reſultat deſſen Bemühungen entgegen.
Inzwiſchen wurde von Großh. Regierungs⸗ Commiſſion die verzinsliche Anlegung jenes Kaſſe⸗ mangels verfügt und noch einige anderen, mich wenig intereſſirenden Beſtimmungen getroffen, worüber der Gemeinderath zu berathen hatte. Derſelbe erklärte fich, in öffentlicher Sitzung, in kleiner aufgeſtachelter Majorität mit der verfügten verzinslichen Anlegung jenes muth⸗ maßlichen Kaſſemangels einverſtanden und bean⸗ tragte mit bewunderungswürdigem Eifer die alsbaldige Beſtellung eines neuen Rechners, zu welchem ich der hieſigen Gemeinde hiermit im Voraus herzlich gratulire.“
Da indeſſen die hier angeregten Verhältniſſe von einigen hieſigen Familien und ihren Crea—
turen, ſowohl dahier wie auch außerhalb—
zur Erreichung von Sonderzwecken.— in einer
Weiſe ausgebeutet werden, welche unterſtellen
läßt, als hätte ich oder mein Cautionair jenen Kaſſedefekt zu Privatzwecken verwendet, ſo ſehe ich mich veranlaßt, die betreffenden Agitatoren hierdurch als unverſchämte Lügner und niedrige Verläumder zu bezeichnen, welche ich gerichtlich belangen werde, ſobald mir die genügenden Beweismittel zu Gebote ſtehen. Was das mir durch die eingangserwähnte Unterſuchung zum Vorwurf gemachte inſtruktionswidrige Verfahren anbelangt, ſo werde ich mich nächſtens auch darüber öffentlich rechtfertigen, zugleich aber auch dem Publikum eine Ueberſicht der Ver⸗ waltung des hieſigen Gemeinde-Vermögens von 1842/46 überliefern, die, mit Rückſicht auf die aufhabenden Pflichten der Ortsvorſtände, Stau- nen und Bewunderung erregen und die Ein— wohner von Niederwöllſtadt außer Zweifel ſetzen ſoll, wie ſie von ihren Repräſentanten in jenem Zeitraum behandelt worden ſind. Niederwöllſtadt den 4. Auguſt 1849. Em me G.⸗Einnehmer
Literariſche Anzeige.
(1232) So eben iſt erſchienen und bei E. Bindernagel in Friedberg vorräthig:
Polenlieder
von
Auguſt v. Platen⸗Hallermünde. Preis 18 kr.
Frankfurter Gold-Cours vom 9. Auguſt.
r. Neue Louisd'or 1 6 Friedrichsd'or 9 533 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 1 Rand⸗Ducaten 5 39 20 Frankſtücke 9 38 Engliſche Souverains 121 4
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 10. Sonntag n. Trinit. den 12. Auguſt. Pfarramtliche Functionen verrichtet: N Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Römheld. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur.
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Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell.
Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Müller.
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Frucht preiſe⸗
8. Aug. JJ. Aug. J18. Jult
Gattung. Frieb⸗; Die⸗ berg Mainz burg
fl. kr. J l. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 8— 9 21 8/35 Kon„ 25 5— 5 20 520 Gerſte„ 5 4 40 4 10] 410 Hafer„„ 45/45 326 320
Polizei- Taxe
für die Städte Friedberg und Butzbach vom 11. bis 17. Auguſt 1849.
S ö Fried⸗ Butz⸗ Brod⸗Preiſe. berg. bach. A 2 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 1 24751 2 77 4 4 1 4 2 4,, 8 2 9 7777 ö Lth Lth. — Milchbrod 1405 145 — Waſſerweck 1374 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch ületes 12 12— Igo; gemäſtete 9—1 91— 1 auen bee 8 ;; gemäſtetes 91—1 81— 1 Rindſleiſch ungemaftet. „ Kalbfleiſch 624 6— „Schweinenfleiſch 12— 112— „ Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch W „Wurſt v.blos Schweinen 14— 12— „Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 5 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 16— „Dörrfleiſch 16— 18— „ Schweinenſchmalz,—— ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 1 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Seippel.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.
Hierzu eine literariſche Beilage.
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