Verlorenes.
(590) Am 17. April wurde ein badiſches 35 fl. Loos Nr. 16654, Serie 334 verloren. Der red⸗ liche Finder wird gebeten es gegen eine Beloh⸗ nung bei der Expedition d. Bl. abzugeben. Zu⸗ gleich wird auch vor deſſen Ankauf gewarnt.
Erklärung.
(891) Die unterzeichneten Mitglieder des hie⸗ ſigen Gemeinderaths fühlen ſich berufen, auf die Aufforderung des Bürgermeiſters Dey sub Nro. 539 im Intell.⸗Bl. Nr. 32 zu erklären: daß, nachdem Bürgermeiſter Dey vor Zeugen aus⸗ geſagt hat, er kenne die Einſender der an den Miniſter Gagern über ſeine Amtsführung(jedoch ohne Unterſchrift) eingeſendete Klageſchrift, wir denſelben hierdurch auffordern müſſen, gegen Solche zur Einleitung einer gerichtlichen Un⸗ terſuchung alsbald die nöthigen Schritte zu thun, wenn wir nicht annehmen ſollen, daß die Be⸗ ſchwerdepunkte jener, wenn auch anonym einge⸗ ſendeten, Klageſchrift gegründet ſeyn ſollen. Ueber die den hieſigen Gemeinderath verun⸗ glimpfende Aeußerung, die ſich kürzlich Bürger⸗ meiſter Dey erlaubt hat, werden wir betreffenden Orts Beſchwerde führen und ſpäter von dem Reſultate dem Publikum Kenntniß geben. Niedermörlen den 25. April 1848. Die Gemeinderäthe: Georg Wex. P J. Möbs IV. Peter König 11. Franz Möbs III.
Oeffentliche Dankſagung.
(592) Den biederen Bewohnern der Wetterau
und der guten Stadt Friedberg, welche mir bei der zu Frledberg ſtattgehabten Volksverſammlung ihr Wohlwollen zu erkennen gegeben haben und der Deputation der löblichen Bürgerſchaft Fried⸗ bergs, ſowie deren braven Beauftragern, die mir bei meiner Abfahrt ihre Freundſchaft durch ihren Abſchiedsgruß bezeigen wollten, ſowie den Comité⸗Mitgliedern und den anderen wackeren Mitbürgern, welche mich noch bis vor die Stadt Friedberg begleiteten, ſage ich hiermit nochmals öffentlich meinen innigſten Dank.
Mögen Sie Alle die Verſicherung genehmigen, daß ich bis an das Ende meiner Tage ſtets die Pflichten eines guten Bürgers mit denen eines treuen Dieners meines Herrn zu vereinigen wiſſen werde, die ich ſeit 42 Jahren redlich übe.
Marienſchloß den 21. April 1848.
en a dor, Oberſtlieutenant.
Erwie derung. 693) Nur als Schiedsrichter habe ich des Pachters Carl Rechtsangelegenheiten beſorgt und auch vor bereits 2 Jahren zu Ende gebracht. Hieraus wird Jedermann entnehmen, daß ich zu Pachter Carl nur in Privatrechtsverhältniſſen Siren habe und ſein Artikel mein dienſtliches erhältniß nicht entfernt berührt.
Für die Nichtvorlage der ſchiedsrichterlichen Aeten habe ich aber ein rechtlich begründetes Motiv, das ich jedoch aus Gründen hier zur Zeit nicht erwähnen will. Pachter Carl kennt daſſelbe.
Großkarben am 21 April 1848.
Schmidt, Aſſeſſor.
Moritz Carriere,
(891 Sie möchten gerne Abgeordneter zur deutſchen Nationalverſammlung wer⸗ den und haben deswegen in Ihrem gedruck⸗ ten Brief an uns geſagt, es ſcheine Ihnen die conſtitutionelle Monarchie die für die Mehrheit des Volkes erwünſch⸗ teſte und zeitgemäßeſte Verfaſſung. Glau⸗ ben Sie wirklich, daß Sie darauf hin
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Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von E
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gewählt würden? Wir wollen zum Ab— geordneten keinen Mann, der uns ſagt, was ihm ſcheint, ſondern einen, der feſt und beſtimmt weiß, was er will, ſich alſo entſchieden und zuverläſſig aus⸗ ſpricht. Ich erlaube mir darum noch zu fragen: Haben Sie nicht unlängſt in Frankfurt mit den Republikanern geſtimmt? und würden Sie, da Sie ſich nicht entſchieden für die conſtitutionelle Monarchie ausſprechen, als Abgeord⸗ neter bei der Nationalverſammlung ſich nicht in die Republik hineinſtimmen? Ein Wetterauer.
Literariſche Anzeige.
(895) Mit Nro. 14 beginnt ein Neues Abonnement
auf die Neue illuſtrirte Zeitſchrift.
Jede Woche erſcheint ein Klein⸗Folio⸗Bogen von 8 Seiten. Alle wichtigen Zeitereigniſſe wer⸗ den in Vereinigung von Bild und Wort treu geſchildert. Humoriſtiſche Aufſätze, Erzählungen ꝛc. ſind nicht ausgeſchloſſen.
Preis des Quartals von 13 Nummern 36 kr.
Exemplare des erſten Quartals, ſowie einige akon beg 1845 und 1846 find noch vor⸗ räthig.
Zu geneigten Beſtellungen empfiehlt ſich die g dung von C. Bindernagel in Fried⸗
erg.
Frankfurter Gold-Cours vom 30. März.
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ar l Bindernagel in Friedberg.
Kirchliche Anzeigen 5 für Friedberg.
Sonntag Quaſim. den 30. April 1848.
Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Conrector Kromm. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Müller. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags hält in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell
(Betſtunde).
Fruchtpreiſe.
26. Apr. 18. Apr. 19. Apr.
Gattung. Frted⸗; Die⸗ berg Mainz burg
g If. A. r. AH. i Waizen pr. Malter] 9 5 9 20 930 . 644] 6/31 6/35 Seis 525 5/31[5— Hafer 445 433] 4—
Polizei⸗Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. April bis 5. Mai 1848.
— 8 1 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf.] kr. pf. 14 Leib⸗Roggenbrod 2 2 22 2, 77 5 5 5 1 4, 7 10 8 10.— Lth. Lth. — Milchbrod 15 15 Waſſerweck 15 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15 1 555 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 10 10— 1 855 11 gemäſtete ee „KKühſieiſch ungemäſtetes, 9——— ide ze gemäſtetes 8—1 8— 7 Rindfleiſch ungemaſtetes 5 „ Kalbfleiſch 5 G6 „ Schweinenfleiſch 13— 13 „ Hammellleiſch 9— 19 /— „ Schaaflleiſch 51 4 „ Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „ S 10 21— 21 17 ir m 7 2 Schee 27— 27— unausgelaſſen 2 „ Nierenfett 124— 24— „ Hammelsfett 181— 118—
Der Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg J. d. Veꝛ Krach, Gr. Kr. Sectr.
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