Ausgabe 
18.3.1848
 
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92.

3) Kann man dieſe Kartoffel ſelbſt nach Winteroͤlſaat noch bauen und darf auf deren vollkommene Reife, ſo wie auf einen guten Ertrag rechnen.

4) Dieſe Kartoffel iſt ſehr mehlreich und von ausgezeich netem Geſchmack.

5) Die Ernte von dieſen Kartoffeln iſt bei einigermaßen günſtiger Witterung und in gutem Boden eben ſo er giebig, wie andere gut lohnende Frühkartoffeln in gleichem Boden.

6) Sehr wichtig ſcheint endlich der Anbau dieſer Kartoffeln u ſein: 05 für Brennereien, die bei Cultivirung der Maikar toffeln in größerem Maßſtabe auch im Juni und Juli im unausgeſetzten Betriebe verbleiben können;

b) für die ärmere Claſſe der menſchlichen Geſellſchaft, für welche ſich in dieſer Kartoffel ſchon 6 Wochen vor der Getraideernte ein wohlfeileres Nahrungs mittel darbietet.

Aus vorſtehenden Gründen habe ich mich in den beiden letzten Jahren der Cultivirung dieſer außerordentlichen Kar toffelſorte befleißigt und bin daher im Stande, von dieſen Kartoffeln, die noch im vorigen Jahre pro Stuͤck mit 5 Sgr. bezahlt wurden, in dieſem Jahre ſechs Pfund zu einem Thaler preuß. Cour. und bei Abnahme von 25 Pfund dieſe zu drei Thalern preuß. Cour. von Anfang März bis Ende Mai d. J. zu verkaufen.

Emballage wird billigſt berechnet und jedem Abnehmer Aiden zum Anbau von Maikartoffeln unentgeltlich ertheilt.

Roßlau im Herz. Anhalt, im Jan. 1848.

Fin Ahe vit, (L. Dorf.) Oberamtmann.

B rrfich

des im Jahre 1847 zu Rodheim von den Metzgern und Wirthen geſchlachteten Viehes: 47 Ochſen, 18 Kühe, 24 Rinder, 140 Schweine, 209 Hämmel, 36 Schaafe, 42 Kälber und 15 Ziegen. Rodheim den 26. Januar 1848. Der Fleiſchbeſchauer Philipp Winkler.

Für die armen Schleſier ſind weiter eingegangen: von G. Hoffmann in Wiſſelsheim 12 kr.; durch

die Redaction: von den Schulkindern in Ockſtadt durch Herrn Lehrer

Grooß als ein Beitrag zur Tilgung von Staatsſchulden ge⸗ ſammelt 7 fl. 18 kr., von der Gemeinde Dauernheim 12 fl. 16 kr., deren Empfang ich mit aufrichtigem Dank beſcheinige.

f Hiermit erkläre ich die Sammlung für beendigt, bin aber natür⸗ lich auch in Zukunft noch bereit, milde Gaben, die vielleicht bereits ge⸗ ſammelt, aber noch nicht an mich abgeſchickt ſind, in Empfang zu nehmen und an den Ort ihrer Beſtimmung zu befördern; ich werde darum auch das noch in meiner Verwahrung ſich befindende Geld erſt nach acht Tagen

nach Breslau ſenden, um ihm die inzwiſchen allenfalls uoch eingehenden Summen beifügen zu können.

Bei Kaſſeſchluß hatte ich einen Einnahmeüberſchuß von 2 fl. 35 kr, die ich gleichfalls, um nicht alle Einnahmepoſten noch einmal nachrechnen zu müſſen, gerne der Armuth überlaſſe; es ſind alſo überhaupt bei mir eingegangen 1337 fl. 34 kr. Abgeſendet habe ich am 24 Febr. 495 fl. 15, am 29. Febr. 227 fl. 30, am 6. März 432 fl.; in Caſſa find baar 157 fl. 40 kr., aus 2 Gemeindekaſſen(Fauerbach J. und Oſtheim) habe ich noch die bereits quittirten Summen zu erhalten mit 25 fl, macht zuſammen 1337 fl. 34 kr.

Eine Quittung von Breslau habe ich bisher noch nicht erhalten, wohl aus dem Grunde, weil ich in meinen Briefen ſtets bemerkte, daß

noch eine neue Sendung bevorſtehe und man ſo erſt Alles wollte zuſam⸗ ö

men kommen laſſen. Sobald ich die Quittung von Breslau empfangen habe, werde ich mir erlauben, die Leſer d. Bl. davon zu benachrichtigen, was mir die Redaction gewiß mit derſelben dankenswerthen Bereitwillig⸗ keit geſtatten wird, wie ſie bisher alle die armen Schleſier betreffenden Anzeigen unentgeltlich aufgenommen hat. Friedberg am 16. März 1848. ö Dr. Matthias.

Markt

Friedberg, am 15. März 1848.

Verkauft

Aufgefahren f 5

Gattung. wurden wurden Mittelpoeiſe (Mltr.)(Mltr.) 5 Waizen 36 36 10 9 R 28 28 7 16 Gerſte. 16 16 6 Hafer 12 42 4 40

NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190 Gerſte 170 und Hafer zu 120 Pfund gerechnet.

Bekanntmachungen von Be⸗ hörden.

rr Verſteigeirung.

(219) Montag den 20. März, Morgens 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die der Adam Ruppels Wittwe dahier gehörenden, in der Gemarkung Friedberg liegenden Güterſtücke öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Flurſchützen hieſiger Gemarkung ſind angewieſen, den Steig⸗ liebhabern die Grundſtücke zu zeigen.

Friedberg am 17. Februar 1848.

In Auftrag Großph. Landgerichts Friedberg

der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben deer.

Verſteigerung von eichen Lohrinden im Revier Oberrosbach, Forſt's Friedberg. (323) Montag den 27. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird auf dem Rathhauſe zu Oberrosbach das diesjährige Ergebniß an eichen Lohrinden in obigem Revier in den Grßh. Com⸗ munalwaldungen, beſtehend aus 1) im Gemeindewald Oberrosbach 550 ECtr., 2)* Ockſtadt 223% an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert.

Die näheren Bedingungen werden vor der Verſteigerung eröffnet und hier wird einſtweilen bemerkt, daß keine Nachgebote zuläſſig ſind, viel⸗ mehr definitiver Zuſchlag ſogleich erfolgt, wenn der Abſchätzungspreis erreicht wird.

Oberrosbach und Ockſtadt den 29. Februar 1848. Die Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Klein.

Aufforderung.

(332) Erbanſprüche und Forderungen aller Art an den Nachlaß des dahier verſtorbenen und vormals zu Alzei und Mainz domieilirenden penſionirten Diſtrictgeinnehmers Falkenſtein, an⸗ geblich von Petterweil bei Friedberg gebürtig, ſind binnen 4 Wochen bei unterzeichnetem Ge⸗ richte anzuzeigen und zu begründen, wenn die⸗ ſelben bei der weiteren Verfügung über den Nach⸗ laß berückfichtigt werden ſollen. Darmſtadt den 24. Februar 1848. Großh. Heſſ. Stadtgericht. Strecker. Dr. Liebert.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(350) Donnerſtag den 23. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das Abheben von eirca 800 Quadrat⸗Klaftern Bauerde in der Gemarkung Bruchenbrücken und Niederwoͤllſtadt, in der Nähe der alten Schlagshohle, veranſchlagt zu 200 fl.,

an Ort und Stelle, unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſtei⸗ gert werden. Friedberg am 16. März 1848. Der Großh. Heſſ, Sections⸗Ingenſeut der Section Friedberg 5 Hochgeſand. Frucht⸗Verſteigerung. (338) Montag den 20. l. M., Nachmittags

um 3 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds

5060 Mltr. Korn und 20-30 Mltr. Gerſte

zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 13. März 1848. 1 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter

Bender.

Holz ⸗Verſteige rung.

(351) Montag den 20. März a. o., des Morgens 9 Uhr anfangend, ſollen in dem Frhrl. von Löw'ſchen Wald zu Steinfurth, Diſtricts Södlerbergstannen, nachbenannte Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert werden:

22 kiefern Stämme 705 Cubf.,

12 eſchen Stämme 280

28 ½ Stecken kiefern Scheitholz,

9% dergl. Stockholz, 3125 Stück dergl. Wellen,

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