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„Ihr ſollt alles wiſſen,“ ſprach dieſer,„beruhigt euch nur!, Und nun erzählte er weitläufig ſeinen Aufent⸗ halt im Gefängniſſe, ſchilderte die traurige Nacht, die er dort zugebracht, und ſchloß mit ſeiner Unterredung, welche er heute Morgen mit dem Richter gehabt.
„Alſo geſtraft biſt du nicht worden?“ frug Anna.—
„Geſtraͤft?, polterte der Alte,„geſtraft auch noch? Iſt das nicht ſchon Strafe genug geweſen für einen der gänzlich unſchuldig iſt?“ Dabei ſtampfte er grimmig mit dem Fuße.
„Nun, nun,“ begütigte Georg den Vater,»ich bin. ja wieder bei euch! Die ͤͤrgerliche Geſchichte iſt vorbei, und bis morgen iſt alles vergeſſen!“
„Meinſt du?“ ſprach grimmig der Maierbauer, „meinſt du?— Ich nicht. Wenn wir am nächſten Sonn⸗ tage zur Kirche gehen, wirſt du es in die Ohren hören muͤſſen, daß du im Loche geſteckt!— Herr Gott, daß ſo etwas mir, in meiner Familie, vorkommen mußte!“
Mit dieſen Worten erhob ſich der Alte und ging auf's Feld, begleitet von Anna.
(Fortſetzung folgt.)
Mannigfaltiges.
Die Pariſer Junitage haben im Ganzen wie im Ein— zelnen noch vielfach ihre ſehr traurigen Nachwehen. Die Journale erzählen die Leidensgeſchichte der jungen Frau eines zur Deportation verurtheilten Tiſchlers. Die Un⸗ glückliche wollte ihren Gatten noch einmal ſehen. Alle Anſtrengungen waren vergeblich. Sie verkaufte, was ſie konnte, und fuhr, ihr Kind von drei Monaten an der Bruſt, auf der Eiſenbahn nach Havre, um ihren Mann dort, wenn der Transport ankäme, zu begrüßen. Verge⸗ bens! Sie wurde nicht in den Bahnhof gelaſſen. Sie eilt auf den Hafendamm, wo ſie die Fregatte Ulloa ſehen kann! Doch ſie liegt ſo entfernt, daß ſelbſt das Auge einer ſolchen liebenden Gattin und Mutter nichts anders als eine dunkle Menſchenmaſſe auf derſelben unterſcheiden
kann!— Die Fregatte geht nach Breſt. Die arme Frau bettelt ſich dahin; ihr Unglück findet überall Theilnahme. Dort endlich findet ſie Gelegenheit, ihrem Mann einen Gruß, ein Abſchiedswort zukommen zu laſſen. Durch Mild⸗ thätige iſt ſie in den Stand geſetzt, die Rückfahrt nach Paris auf der Diligence zu machen. Allein ihre Kräfte ſind erſchöpft, ihre Bruſt gibt keine Nahrung mehr, ihr Kind ſtirbt in Krämpfen. In Paris angelangt wird ſie wahnſinnig und iſt jetzt in den Händen des Arztes! (Illuſtr. Ztſchr.)
Kirchenbuchsauszug vom Juni 1848. Butzbach. Getraute: Keine. Getaufte: Dem Poſtillon Joh. Adam Hainz von Griedel ein Sohn, Gabriel, geb. den 27. Mai. 11. Dem Bürger und Schmiedemeiſter Johann Caspar Frank ein Sohn, Georg, geb. den 19. Mai. Ein unehelicher Sohn, Jacob, geb. den 4. Juni. Dem Apotheker Joh. Heinrich Vogt ein Sohn, Peter Jacob Georg Emil, geb. den 16. Mai. Dem Bürger und Schmiedemeiſter Jacob Goͤhrig von Darmſtadt ein Sohn, Philipp Georg Peter, geb. den 3. Mai. Eine uneheliche Tochter, Chriſtine Philippine, geb. den 9. Juni. Dem Bürger und Schmiedemeiſter Chriſtoph Frank eine Tochter, Margaretha, geb den 1. Juni. Dem Bürger und Fuhrmann Conrad Weiß eine Tochter, Anna Margaretha, geb. den 7. Juni. Beerdigte:
Keine.
11.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
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Edietalladung.
(1570) Die Chriſtian Joſts Eheleute von hier haben letztwillig verfügt, daß ihr einziger Sohn Philipp ihr alleiniger Erbe ſeyn, daß fe⸗ doch die ihm anfallende Erbſchaft, wegen Blöd⸗ finns des Erben, curatoriſch verwaltet und mit einem unveräußerlichen Fideicommißverbande be⸗ haftet werden ſolle.
Zugleich wurde beſtimmt, daß, wenn Philipp Joſt im Blödsinn und kinderlos verſterben ſollte, der Fideicommißverband aufhören und die Hälfte des Vermögens dem Schuhmacher Johannes Joſt dahier oder deſſen Erben, die andere Hälfte der teſtirenden Ehefrau nächſten Anverwandten zufallen ſolle.
Als einer der Erben der Ehefrau würde, nach dem vorliegenden Stammbaum, der im Jahr 1738 in Aſſenheim geborne Joh. Leichtlein(Leuchtlein), beziehungsweiſe deſſen leibliche Nachkommen erſten Grades erſcheinen.
Da die Curatoren der Philipp Joſt, mit Zu⸗ ſtimmung der übrigen dieſem ſubſtitulrten Erben, dermalen geſonnen find, auf die Lebensdauer des Philipp Joſt einen Verpflegungsvertrag mit dem Landeshoſpital Hofheim, gegen Zahlung einer Averfionalſumme, abzuſchließen und zugleich um Ausantwortung des Vermögens des Philipp Joſt
ebeten haben, ſo werden gedachter Joh. Leicht⸗ ein oder ſeine Kinder andurch aufgefordert,
binnen 60 Tagen ſich anzumelden und als Erbberechtigte zu legitimiren, widrigenfalls ſtill⸗ ſchweigender Ausſchluß von der Erbſchaft, ge⸗ richtliche Beſtätigung des Verpflegungsvertrags und Ueberlaſſung der Erbſchaft an die aufge⸗ getretenen Erben erfolgen ſoll. Friedberg den 2. November 1848. Großh. Heſſ. Landgericht das. Dr. Gil mer.
Edietalladung.
(1571) Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an das Vermögen des Schmieds Adam Weil von Grüningen, über welches Gr. Hofgericht zu Gießen den Concursproceß erkannt hat, ſind in dem auf
Mittwoch den 20. Dezember l. J., Morgens
9 Uhr,
anberaumten Liquidationstermin ſo gewiß anzu⸗ zeigen, widrigenfalls ſie ohne ein vorher zu er⸗ laſſendes Präcluſivdecret von der Maſſe ausge⸗ ſchloſſen werden.
Hungen den 17. Oktober 1848.
Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Bruck. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn.
(1579) Dienſtag den 21. November Vor⸗ mittags 11 Uhr ſollen auf dem Sektionsbüreau dahier die zur Erbauung nachbezeichneter Brücken erforderlichen Guß⸗ und Schmiedearbeiten an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Akkord ge⸗ geben werden.
1) Brücke über den Häuſerbach, Gemarkung Okarben, veranſchlagt zu 1408 fl. 48 kr.
2) Viaduct nächſt der Dortelweil-Kloppen⸗ heimer Gemarkungsgrenze, veranſchlagt zu 761 fl. 36 kr.
5 Voranſchläge, Zeichnungen und Bedingungen können täglich auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten eingeſehen werden.
Friedberg den 7. November 1848.
Der Großh. Heſſ Sections-Ingenieur Hochgeſand, Vicar.
Bekanntmachung.
Holzverſteigerung in dem Gr. Domanialwald Burgwald, Forſtreviers Oberrosbach, betreffend. (4597) Freitag den 24. d. M. ſollen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: 1) in den Schlägen Nr. J und II, 13¼ Stecken Scheit⸗, 2½ Stecken Prügel⸗, 9 Stecken Stock-, 1575 Wellen Reißer⸗ holz, ſämmlich Eichen, und 13 Eichenſtämme in 278 Kubikfuß, zu Wagnerholz und ge⸗ ringem Bauholz brauchbar; ſodann 2) aus der vorjährigen Holzernte herrührende 10% Wagen Leſeholz, welches theils auf der Hauptſchneiße, theils auf der Grenze zwiſchen dem Gemeindewald Ockſtadt ſteht. Die Zuſammenkunft iſt Morgens um 9 Uhr auf der Haſſeleckerſtraße, am Wald der Burg⸗ vorſtadt Friedberg Ober rosbach den 10. November 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann.
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