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37.
Intelligenz-Blatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke
im Beſonderen.
Mittwoch, den 10. Mai
1848.
Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buürgermeiſter des Kreiſes.
Betreffend: Den Termin für Abſchluß und Einſendung der Gemeinde⸗ rechnungen für 1847.
Durch Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern vom 12. I. M. z. Nr. D. 7319 ſind für die 1847 r Ge⸗ meinderechnungen folgende Termine feſtgeſetzt worden:
10 für den Bücherſchluß durch die Rechner der 30. Juni l. J.
2)„die Ablieferung der Rechnungen an die Großh. Bürgermeiſter der 31. Juli l. J.; Einſendung der Rechnungen an Großh. Rech—⸗ nungskammer den 31. Auguſt l. J.
Die Nichteinhaltung dieſer Friſten und die Unterlaſſung der deßfalls zu machenden Anzeigen werden Disciplinar— ſtrafen und ſonſt etwa nöthig werdende Zwangsmaßregeln zur Folge haben.
Friedberg den 21. April 1848.
3)„
J.. Krach, Gr. Kreisſecretär.
Volksſchriften.
3. Reform und Reaktion. Geſchichtsbibliothek fuͤr das Volk. Herausgegeben von N. Hadermann. Erſtes Heft: die Huſſiten. Frankfurt a. M. Joh. Val. Meidinger. 1848.
Wir können die Abſicht, welche der Herausgeber der ſo eben genannten Volksbibliothek bei deren Veröffentlichung hat, nicht beſſer bezeichnen, als wenn wir ihn ſelbſt redend ein⸗ fuhren. Er ſagt in der Einleitung auf S. 6. zu dem keſer:„Du ſollſt die Beſtrebungen edler Männer, ganzer Geſchlechter und Zeiträume kennen und würdigen lernen, wie ſie gelebt, gerungen und geblutet haben, ihrem Volke und der Menſchheit in innerer und äußerer Beziehung An⸗ ſſchten und Formen zu ſchaffen und zu ſichern, welche der
göttlichen Beſtimmung des Menſchen angemeſſen ſind. Du wirſt den Feind kennen lernen, der beſtäͤndig bemüht war und es noch iſt, Unkraut unter die reine Frucht zu ſäen, den Eigennutz, die Eitelkeit, die Ruhmesluſt und die Herrſchbegierde, welche drei letzteren am Ende nur die Kinder des erſteren ſind. Du wirſt auch mit den Hülfs⸗ mitteln und Stützen bekannt werden, welche er vorfindet, oder ſich künſtlich⸗liſtig zu ſchaffen weiß. Dieſe ſind die unendliche Bequemlichkeit und Trägheit, die Gleichgültigkeit und Unwiſſenheit der großen Maſſe, die er durch Furcht und kleinliche Hoffnungen aller Art zu erhalten weiß; au ihnen gängelt er den größten Theil der Menſchen als ewige Kinder. Und ſich dies willenlos gefallen laſſen, nennen ſie die richtige Mitte. Du wirſt einſehen lernen, daß es nur ein einziges Mittel gibt, die Macht des Böſen auf Erden zu brechen. Das iſt, ihr jene Stützen zu rauben: dann fallt ſie von ſelbſt zuſammen. Wollt ihr nicht immer auf's Neue wieder um die Früchte betrogen werden, deren Keime die Edelſten eures Geſchlechtes hoffend ausgeſtreut haben; ſo müßt ihr tief, ihr müßt feſt ſchauen, wenn eurem Blicke die Umriſſe der Begebenheiten in ihrer ganzen Klar⸗ heit aus dem Nebel hervortreten ſollen, in welchen ſie die Vergangenheit und oft abſichtliche Entſtellung gehüllt haben. So nur erhalten wir das reine Urtheil, das uns die Welt im Sonnenglanze einer höheren Ordnung erblicken läßt, trotz der Mangel, welche des Menſchen Freiheits-Mißbrauch hineingetragen hat. So nur wird das Herz warm erhalten für alles Gute, Schöne und Hohe, was im Schimmer des Ideales vor unſerem inneren Geiſtesauge daſteht, wenn auch die irdiſchen Zuſtände alle weit, weit hinter ihm zuruͤckge⸗ blieben ſind.“ f
Prüfen wir nun nach dieſem im Allgemeinen angege⸗ benen Zwecke des Buches die Leiſtung des erſten Heftes, in welchem vom Herausgeber ſelbſt eine geſchichtliche Dar— ſtellung des Kampfes und des Untergangs der Huſſiten ge— geben wird, ſo geſtattet uns zwar der Raum dieſes Blattes nicht, längere Stellen aus der vorliegenden Schrift auszu— ziehen und ſie zur Begründung unſeres Urtheiles abdrucken zu laſſen, doch dürfen wir die Ausführung als gelungen, den reichen Stoff in gedrängter Kurze und volksfaßlicher Weiſe darſtellend bezeichnen und darum das Büchlein den Volksleſevereinen, namentlich ſolchen, die an einer frei— müthigen Beſprechung früherer und jetziger politiſcher und religiöſer Zuſtände ſich erfreuen, zur Anſchaffung empfehlen, wiewohl allerdings die Ausdrucksweiſe, beſonders dort, wo


