Ausgabe 
9.12.1848
 
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Geſchäfts⸗ Empfehlung.

(1715) Ich beehre mich, ein geehrtes Publikum zu benachrichtigen, daß ich

auf hieſigem Platze ein Geſchäft in

Colonial- Mauren, Glaus und Porcelluin

errichtet habe.

Durch reelle Behandlung und wohlfeile Waare, werde ich mir

das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu ſichern ſuchen.

Friedberg im December 1848.

L. Goldmann, junior, Eck der Judengaſſe, ohnweit des neuen Prediger- Seminars.

Zu Vermiethen.

(1716) Eine vollſtändige Wohnung nebſt allen Bequemlichkeiten, welche ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg den 5. Dezember 1848. Ph. Wilh. Sieck.

Beſter hollaͤndiſcher Shrup!! (1717) zum billigſten Preiſe bei

Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209.

Baieriſehes Bier!

(1718) in ver Ohm, verkauft Georg Philippi in Friedberg.

n; ige.

(1719) Mit ſchöner und großer Auswahl von Kinderſpielſachen bin ich für dieſes Jahr wieder verſehen, welche ich zu den billigsten Preiſen abgebe. Friedberg den 6. Dezember 1848. Wilhelm May, Uſergaſſe.

Bei L. Goldmann jun.

(1720) hübſche Kinderſpielwaaren in Por⸗ cellain zu billigen Preiſen.

Anzeige.

(1721) Mit vorzüglich blauem türkiſchem, gebleichtem und ungebleichtem Zettel⸗ und Ein⸗ ſchlaggarn, 1 3 4 und ödräthige Strickwolle, weißem und blauem Baumwollengarn, Spitzen⸗ garnur und% breitem Till, Moll, Shärting, alle Arten Schnur, Nähſeide, Eiſenzwirn, Be⸗ ſtechgarn, Lothband, kleine und große Watten, Rollenzwirn, Saſſinet und in dieſes Fach ein⸗ ſchlagende Artikeln empfiehlt ſich zu den mög⸗ lichſt billigſten Preiſen Friedberg im Dezember 1848. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe Nr. 244.

Nicht zu uͤberſehen. Gegenerwiederung auf das Inſ. 1691 in Nr. 95 d. B. 1722) Da wir letzthin die Wähler aufmerk⸗ ſam gemacht, aber unſern lieben Bürgermeiſter in keiner Hinſicht beleidigt, ſondern es war nur eine Vorbedeutung, daß wir keinen Mann ge⸗ wählt haben wollen, den wir bei Herrn Miniſter Gagern verklagen müſſen wegen ſeiner ſchlechten Amtsführung. Wir wollen auch keinen Bürger⸗ meiſter haben, der den Juden ſo ganz anhängig iſt; wir wollen auch Keinen haben der das Hypo⸗ thekenbuch in der Spinnſtube preis gibt, daß die Burſch und Mädchen das Schuldenweſen im ganzen Dorf herumtragen; wir wollen auch Keinen haben, der die Polizeiſtunde für fünf

Kreuzer verlängert; wir wollen auch Keinen haben, der die Pfandfriſtſcheine für fünf Kreuzer ſchreibt; denn, angenommen bei einer kleinen Schuld, da ſchlucken die mehrere fünf Kreuzer, die der Mann bezahlen muß, die ganze Schuld. Was das Kartenſpiel anbelangt, dazu muß man kluge Männer haben, denn das ſieht man an den Juden; wenn dieſe heirathen wollen, da werden dieſe gleichſam geprüft mit dem Karten⸗ ſpiel, wenn einer nicht ſpielen kann, dann be kommt er ſo ganz ſchnell kein Mädchen. Wir Bürger halten es für beſſer einen klugen Kar tenſpieler zum Bürgermeiſter, als einen dummen Ochs, von dem man nichts anders verlangen kann, als ein gutes Stück Rindfleiſch. Niedermörlen im Dezember 1848. Mehrere Bürger daſelbſt.

Wiederholte Anfrage.

(1723) Da auf meine Anfrage in Nr. 44 des Wetterauer Volksblatts noch keine Antwort erfolgt iſt, ſo fordere ich auch in dieſem Blatte nochmals die Betreffenden auf, eine öffentliche Erklärung über den dort näher ausgeführten Vorfall zu geben, widrigenfalls ich eine richter⸗ liche Unterſuchung veranlaſſen werde, welche offenbaren wird, von welcher Seite die allem Anſchein nach vorgekommene Pflichtverſäumniß herrührt. Fauerbach den 6. Dezember 1848. Heinrich Alles.

f Erwiederung auf den Art. Nro. 1705 d. Blts.

(172) Die Bezirksſchulkommiſſion ſollte den Einſender rubr. Art. an den Pranger ſtellen laſſen, weil er anſtatt gegen Eine von Einem etwa begangene Ungeſetzlichkeit die geſetzlichen Schritte zu thun, an einem ganzen Stande auf unbefugte Weiſe öffentlich mäkelt.

Literariſche Anzeige.

Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt wieder vorräthig: 5 0 Die

Todten an die Lebenden Gedicht von F. Freiligrath. Preis 6 kr.

Robert Blum. Ein Characterbild fuͤr Freund

und Gegner. Von A. Frey. Das Geſetz ſeine Waffe,

Das Recht für Ziel, 0 Die Freiheit der Kampfpreis.

Fünfte Auflage. Preis 18 kr.

Kirchliche Anzeigen für Friedberg.

2. Advent⸗Sonntag den 10. Dzmbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Kratz. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Lehrer Römheld.

(Der Gottesdienſt in der Burgkirche bleibt noch ausgeſetzt.) a

Fruchtpreiſe.

6. Ozbr.(1. Dzbr. 23. Aug.

Gattung. Fried⸗ Die⸗

10 berg Mainz burg

85 f. Fr. ff. ir. Tir Waizen pr. Malter 8 4] 8 29 10 5 Korn 775 5 321 5 211 6 Gerſte 1 420] 419 510 Hafer 25 31151 31531

Polizei⸗ Taxe

für die Städte Friedberg und Butzbach vom 9. bis 15. Dezbr. 1848.

2 5 Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 1 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 1 . 7 4 1 4 1 44, 7 92 2 Lth. Lth. Milchbrod 111311 Waſſerweck 15% Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1616 Fleiſch-Preiſe. pf. pl. 1 Ochſenfleiſch f 5 5 5 7 5 gemäſtete 5 Kühfleiſch a 89 308g, e gemäſtetes 8 8 2 Rindfleiſch ungemäſtetes. 7 Kalbfleiſch. 7 1 8 Schweinenfleiſch 13 12 Hammelfleiſch 8 17 Schaaffleiſch 1 7 17 Wurſtvon blos Schweinen 14 14 Gemiſchte Wurſt 10o( Bratwurſt 17 16 Schwartenmagen 17 16 Geräucherter Speck 24 24 Schinken 19 18 S b 1 18 Schweinenſchmalz, 5 ausgelaſſen 24-24 unausgelaſſen 20 2 Nierenfett 244-1 Hammelsfett 16 116 5 e

. Heſſ. Regierungscommiſfion 10 Gro üngsbezeis Friedberg. Ou dre r

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.