Ausgabe 
8.4.1848
 
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% 116.

rundet und abgeſtumpft. Dieſe Betrachtung führte einen Engländer darauf, die Anwendung von Leder aufzugeben und nur ein weiches Stuͤck Lindenholz von ſolcher Stärke, daß es ſich nicht bog, anzuwenden. Er beſchmierte beide Seiten dünn mit Talg und rieb es, auf der einen Seite Reißblei, auf der andern Polirroth, beide natürlich in ge⸗ ſchlemmtem Zuſtande, ein; eine 3 4 malige Wiederholung reichte hin, um eine gute Fläche herzuſtellen. Ein Meſſer von gewöhnlicher Qualität wurde 13 Jahre hindurch täg⸗ lich gebraucht und nur auf einem Streichriemen gedachter

Art abgezogen; es zeigte nach dieſer Zeit noch eine ſo voll⸗

kommene Schneide, als wenn es eben aus des Fabrikanten

Hand gekommen wäre. (Polytechn. Centralblatt. 1847. S. 457).

Für die armen Schleſier

ſind ferner noch eingegangen: von der Gemeinde Großkarben 25 fl., von einem armen Dienſtboken durch Pfr. Buch hold 12 kr., zuſammen 25 fl. 12, deren richtigen Empfang ich mit aufrichtigem Danke gegen die edelen Geber beſcheinige.

Die ganze Einnahme beträgt nunmehr 1385 fl. 25 kr. Ueber 495 fl. 15 kr. iſt mir Quittung des Breslauer Comités zur Milderung des Nothſtandes in Oberſchleſien vom 23. März, unterzeichnet vom Grafen von Burghauß undtief gefühlteſten Dank im en der Un⸗ glücklichen ausſprechend zugekommen; ebenſo habe ich Quittung über 227 fl. 30 kr. und 432 fl. d.d. Breslau 28. März erhalten und beide liegen ſtets zu eines Jeden Einſicht bei mir bereit. Heute habe ich noch 230 fl. 40 kr., den Reſt meiner Einnahme, nach Breslau abgeſendet nnd weil nunmehr wahrſcheinlich meine Beziehungen zu dem Publikum, in

meiner Eigenſchaft als Anwalt der unglütklichen Schleſier, zu Ende find, ſo drängt mich meln Herz, Allen, die auf meinen Ruf gehört und mir vertrauensvoll ihre milden Gaben zur Weiterbeförderung überliefert haben, für dieſe ihre Bereitwilligkeit zu helfen und für dieſes mir bewieſene Ver⸗ trauen, nicht blos im Namen der Unglücklichen, denen die Hülfe wurde, ſondern auch in meinem eigenen Namen den herzlichſten Dank abzuſtatten.

Ich rede Euch nicht von dem Anſpruch auf den Lohn bes Himmels,

den ihr durch euere Liebesopfer Euch erworben, ich rede Euch nicht von der Ehre, die Ihr durch eure reichlichen Spenden unter den Brüdern gewonnen habt, wir haben nicht gegeben um des Lohnes willen, wir haben nicht gegeben um der Ehre willen, wir haben gegeben, weil wir nicht anders konnten, weil uns unſer Gefühl dazu nöthigte, wir haben gegeben, damit Jene nehmen könnten, wir haben gegeben, um zu geben ſo ſeid denn ſelig im Gefühl des Gebens und Gott der Herr erhalte es Euch für und für!!

Friedberg am 6. April 1848.

5 Dr. L. Chr. Matthias.

Markt Bericht. Friedberg, am 5. April 1848. Aufgefahrenſ Verkauft 5 a Gattung.[ wurden] wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) 1 Waizen 11 11 9 8 n 17 17 8 37 Gerſte 8 8 5 52 Hafe, 13 13 4 41 Kartoffeln 7 7 1 40 Roggenmehl. NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190,

Gerſte 170, Hafer zu 120 und Kartoffeln zu 240 Pfund gerechnet.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N NN Arbeits- Verſteigerung.

(601 Dienſtag den 11. April l. J, Vor⸗ mittags um 10 Ühr, werden in Ziegenberg in der Wohnung des Herrn Gaſtwirths Wick fol⸗ 10 gende Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmen⸗

1 den verſteigert.

1) Die Verfertigung der Chauſſirung der Straße 9 von Ziegenberg bis zur herz Naſſ. Grenze. 1600 2) Wegtransportirung der auf der planirten 10 Straße vorhandenen Steine und das Auf⸗ ſetzen derſelben.

1 3) Das Zerſchlagen von 45 Cbllftr. Steinen 100 aus dem Steinbruch bei Griedel und 21

0 Cbklftr. Steine aus dem Steinbruch am

Galgenberg, welche auf den Bauaufſehers⸗

bezirk Nr. 1. verwendet werden ſollen Friedberg den 2, April 1848.

Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg

60 Stockhauſen. N Bekanntmachung. e(467) Montag den 10. April d. J., werden 0 im Domanialwald Burgwald, Reviers Ober⸗ rosbach, an die Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigert:

1 Stecken eichen Scheidholz,

29¼ birken⸗ und 3 Stecken aspen Prü⸗ gelholz, 14 eichen und birken Stockholz,

525 Wellen buchen⸗, 5943 Wellen birken⸗ und 3100 Wellen aspen Reiſerholz, 7% Wagen Leſeholz, 156 Cubikfuß Eichenſtammholz, ungefähr 1000 Gebund Heiden zu Backholz/ 50 Wagen Moos, Laub ꝛe. zu Streu. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ rung: Morgens 8 Uhr, auf dem von Ockſtadt

nach dem Forſthaus Winterſtein führenden Weg. Oberrosbach den 29. März 1848. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach. Bingmann.

4 Steckbrief.

(479) Magnus Herrmann von Mainzlar, Grßh. Landgerichts Gieſſen, iſt der Tödtung des Adam Bär von Bettenhauſen, Grßh. Land⸗ gerichts Hungen, dringend verdächtig. Beide ſtanden zu Anfang d. J. bei Müller Weiſenſee in Oſſenheim in Dienſt, von wo ſich jedoch Herrmann noch vor dem eingetretenen Tod des vulneraten Bär heimlich entfernt hat.

Da an der Habhaftwerdung des gedachten Herrmann, deſſen dermaliger Aufenthalt hierorts unbekannt, viel gelegen iſt, ſo werden alle in⸗ und ausländiſche Gerichts⸗ und Polizeibehörden andurch erſucht, auf denſelben fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und an uns abliefern zu laſſen.

Friedberg den 1. April 1848.

Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Dr. Gilmer, Holz⸗Verſteigerung. (4800 Dienſtag den 11. April l. J., Morgens 8 Uhr, ſollen in dem Oberrosbacher Gemeinde⸗ wald in verſchiedenen Diſtricten nachſtehende Hozſortimente, als: 15% Stecken nadel Scheitholz,

birken Prügelholz, 3% nadel Prügelholz, 4 eichen Stockholz,

27 nadel Stockholz, 3562 Stück eichen Wellen, 1337½% nadel Wellen, 96 Stämme nadel Bauholz, 1039 Kubikfuß enthaltend, 191 Stangen Nadelholz, 123 ¼ Kubik⸗ fuß enthaltend und 1 Wagen, 6 Läſte allerlei Leſeholz öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang wird im Salzberg gemacht Oberrosbach den 3 April 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bube cher

Bekanntmachung.

(481) Dienſtag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll der diesjährige Bedarf der hieſigen Saline an Nägeln im Geſchäfts locale

der unterzeichneten Behörde an den Mindeſtfor⸗ dernden veraccordirt werden. Nauheim den 3. April 1848. Kurfürſtl. Heſſ. Salzamt. Schäffer. Schmincke. F. Schreiber. Hansmann. Holz⸗Verſteigerung.

(482) Dienſtag den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Roden⸗ bach, Diſtrict Lückenbüſch und Buchwald: 10 8 Stecken eichen Scheitholz,

20 2 buchen Prügelholz,

30 87 eichen u aspen Prügelholz,

49 24 dergleiches Stockholz,

5) 3125 Wellen dergleiches Reisholz,

60 53 Kusel eichen Bau-, Werk⸗ und f ußholz,

79 1 Stamm kiefern Bau⸗, Werk⸗ und

Nutzholz, 8) 15 Stuͤck aspen Stangen,

99 1500 buchen Bohnenſtangen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Lückenbuſch. Rodenbach den 4. April 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hette rei ch.

Bekanntmachung.

(483) Dienſtag den 11. d. M., Vormittags 9 Ühr, ſollen in hieſiger Bürgermeiſterei eirea 250 Ctr. eichen Lohrinde 1848r Ernte öffent⸗ lich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Höchſt an der Nidder den 4. April 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger.

Eichenlohrinde-Verſteigerung. (A Montag den 10, April, Mittags 12 nor eh das dießjährige Ergebniß der Eichen⸗ lohrinde von eirca 200 Ctr. in dem Gemeinde⸗ wald Langenhain an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Langenhain den 3. April 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth.

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