Anzeige. (1685) Der Unterzeichnete beehrt ſich einem verehrten Publikum die Anzeige zu machen, daß er ſich als Barbier und Heilgehülfe dahier etablirt hat. Indem er verſpricht, durch promp⸗ teſte Bedienung ſich das in ihn geſetzte Zutrauen zu erhalten, ſpricht er den Wunſch aus, recht vielfach in ſeinem Geſchäft in Anſpruch genom⸗ men zu werden.
Friedberg den 27. November 1848. 5 H. Diehl, Heilgehülfe. Meine Wohnung iſt bei Hrn. Schneidermeiſter Fauſt, Eck der Köhlergaſſe und nächſt dem neuen Schulhauſe.
Nur für Kenner.
(1689) Jacob Goll von Friedberg, welcher in Baltimore in Amerika veruͤnglückte, hatte in hieſigem Mathildenſtift ein Kapital von 500 fl. ſtehen, ſein ganzes Vermögen betrug aber, ohne Zinſen von mehreren Jahren, 1100 fl., zu wel- chem Lehrer Schwalm in Rodenbach, Wittwe Lorenz von Friedberg, eine arme Wittwe mit 6 unerzogenen Kinder und der Unterzeichnete die nächſten Erben ſind; da nun wegen Vertheilung des Vermögens keine Sylbe zu merken iſt, ſo ſehen wir uns veranlaßt, weitere Schritte zu thun, wollen übrigens nicht hoffen, daß das Vermögen in die Rubrik„Mäusfraß“ eingetragen worden iſt, noch weit weniger glauben, daß die Rodenbacher Schwalben damit geniſtet hätten. Oberwöllſtadt den 1. Dezember 1848. F. Goll.
Verſteigerung. (1697) Dienſtag den 12. d. M., Vormittags von 9— 12 und Nachmittags von 1— 4 Uhr, ſollen in der v. Löw'ſchen Behauſung in der Burg 112 Stück Schiebkarren an die Meiſtbie⸗ tenden gegen gleich baare Zahlung durch Unter⸗ zeichneten verſteigert werden.
Friedberg den 2. Dezember 1848.
Wagner, Bau⸗Unternehmer. Bekanntmachung. 5 (1698) Die eirca 8 Morgen große Pfarr⸗ wieſe an der Grenze zwiſchen Obermörlen und Fauerbach I., Gemarkung Fauerbach, ſoll Dien⸗ ſtag den 12. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf hieſiger Gemeindeſtube, auf die Dauer von 8 Jahren, mittelſt Verſteigerung, an den Meiſt⸗ bietenden verpachtet werden.
Die Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht.
Obermörlen den 1. Dezember 1848.
Weismantel, Pfarrer.
Verſteigerung. (1699) Montag den 11. December, Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll ein ſehr gut gehaltener Flügel von Mahagoniholz, von Graf in Wien gefertigt, mit 6 ½ Octav, unter den bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen in dem Gaſthaus zur Poſt in Ortenberg öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden.
Die Kaufluſtigen können dieſen Flügel vor der Verſteigerung bei Herrn Phyſikatsarzt Dr. Boſe in Augenſchein nehmen.
Ortenberg den 30. November 1848.
Allgemeine Viehverſicherungs⸗ Anſtalt zu Hungen. 1700) Die ſeit 1844 für den Kreis Hungen beſtandene Viehverſicherungs⸗Anſtalt mit einem jährlichen Umſatz von etwa 6000 fl. beſteht vom 1. Januar 1849 unter Zugrundlegung neuer Satzungen und unter dem Namen„allgemeine Viehverficherungs⸗Anſtalt zu Hungen/ fort. In⸗ dem man die Viehbefitzer der Umgegend hiervon benachrichtigt, macht man darauf aufmerkſam, daß nach§. 2 der neuen Satzungen der Wir⸗ kungskreis der Anſtalt an keine Bezirksein⸗
. 394* theilung gebunden iſt. Es können daher namentlich auch Gemeinden ꝛc. aus dem Regie⸗ rungsbezirk Gießen, Friedberg und Nidda ꝛc. der Anſtalt beitreten.— Die Satzungen können bei den Gr. Rürgermeiſtern derjenigen Gemeinden, welche bisher bei der Anſtalt betheiligt waren, außerdem aber auch im Regierungsbezirk Fried⸗ berg bei den Herren Bürgermeiſtern zu Melbach, Beienheim, Steinfurt, Oppershofen, Rockenberg, Butzbach, Friedberg, Aſſenheim und Staaden eingeſehen und von Herrn Kaſſier Funk dahier bezogen werden.— Anmeldungen geſchehen bei dem Unterzeichneten.
Hungen den 29. November 1848.
Der Director der Anſtalt: Hunſinger. Lokalſection des Gewerbvereins für Friedberg und die Umgegend.
(1701) Nachträglich zu der Bekanntmachung vom 22. November 1848 wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Lehrer Volk in der Gewerbſchule dahier wöchentlich mehrere Stunden im Schönſchreiben und in der deutſchen Sprache Unterricht ertheilt.
Friedberg den 4. Dezember 1848.
. In Auftrag des Vorſtandes G. Trapp II.
Erwiederung auf den Artikel Nr. 1690 dieſes Blattes. (1702) Mehrere Individuen, welche. bei der in Kaichen abgehaltenen Bezirksrathswahl er⸗ ſchienen ſeien und für einen gewiſſen J. aus Rodheim, der wahrſcheinlich der Unterzeichnete iſt, Stimmen geſammelt haben ſollen, find nicht blos angeblich, ſondern wirklich von Rod⸗ heim. Ferner ſagt Einſender, ihre Miſſion ſei eine ganz verfehlte, da ihr Ton nicht empfehlend geweſen, das mag ſein! denn es gab für die⸗ ſelben wenig Gelegenheit, ſich in großen Gaſt⸗ häuſern bei dem Weine oder in ſonſtigen Ge⸗ ſellſchaften anſprechende Manieren anzueignen, was ſie vielleicht mit einem Theile ihres Ver⸗ mögens theuer hätten bezahlen müſſen. Auch ſaß noch Keiner auf einem Büreau, um da Schmeichelworte zu erlernen und dann vielleicht für wenige Schreibereien große Rechnungen zu machen, was doch wohl eine Seltenheit iſt. Ihre Kapitalzinſen brachten ſie auch nicht in die große Stadt Frankfurt, um ſich dadurch vielleicht
Hofllichkeitsformeln zu erwerben. Endlich trieben
ſie auch nicht das Mällergeſchäft, um dabei einen empfehlenden Ton zu gewinnen. Daher ihr Auftreten, wie das eines ſchlichten, gutge⸗ ſinnten Bürgers. Einſender ſagt, dieſe Sub⸗ jekte ſeien dem Anſcheine nach für ihre Mühe bezahlt worden was er wahrſcheinlich Jeder⸗ mann mit dem Bemerken glauben machen möchte, als ſei es von mir geſchehen. Dies iſt jedoch
nicht der Fall, da ich von dem Unternehmen dieſer Individuen nichts wußte, es auch erſt nach deren Rückkehr von ihnen ſelbſt erfuhr. Ich
Deutſeher Phönix.
Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt am Main.
war anfangs darüber aufgebracht und wollte es ihnen verweiſen; allein ich beſann mich eines Beſſern und dankte ihnen für ihre Mühe, wo⸗ durch ſie eine gute Geſinnung gegen mich an den Tag legten. Oder iſt vielleicht den reiten⸗ den und fahrenden Stimmenſammlern, welche in Holzhauſen am Tage der Bezirksrathswahl angekommen waren, ihre Bemühung vergütet worden, weil auf Bezahlung angeſpielt iſt. Auch iſt es vielleicht möglich, daß die in Rodheim be⸗ ſtändig umherſchnaubenden Stimmenſammler (ich glaube eine Art Schwarzgelbe) für ihre Anſtrengung eine Belohnung bekommen haben. — Einſender möchte vielleicht gerne für ſolche Leute Geſellen haben; allein hierzu laſſen ſich jene Individuen, welche in Kaichen waren, durch⸗ aus nicht gebrauchen.—
Einſender wird gebeten, im Fall ſich ihm abermals Gelegenheit darbietet, eine Bemerkung über irgend einen Gegenſtand zu machen, ſeinen Namen beizufügen, wenn gleich er vielleicht etwas ſchmutzig iſt; oder iſt er blos der vorgeſchobene Strohmann? Nun gut, ſo mag ſich die ganze Rage unterzeichnen!
Rodheim den 3. Dezember 1848.
Johannes Jacobi vl.
Allgemeine RNentenanſtalt zu Darmſtadt.
(1703) Wir bringen hierdurch zur öffent⸗ lichen Kenntniß, daß Herr Valentin Nau zu Friedberg an die Stelle des verſtorbenen Kauf⸗ manns, Herrn Johann Philipp Fritz daſelbſt, zum Bevollmächtigten obiger Anſtalt beſtellt wor⸗ den iſt. Derſelbe iſt ermächtigt, Zahlungen für die Anſtalt zu leiſten und in Empfang zu neh⸗ men, ſowie derſelbe jede auf die Anſtalt bezüg⸗ liche Auskunft mit Vergnügen ertheilen wird.
Darmſtadt den 27. November 1848.
Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt.
Anzeige.
(( 170) Damit ein geehrtes Publikum, den Gerüchten mehrerer Zeitungsblätter, welche gerne den Umſturz aller Geſetzlichkeit wollen, in Be⸗ zug auf das, was gegen unſern hochgeachteten Herrn Staatsminiſter Jaup geſagt iſt, keinen Glauben ſchenken mögen, diene zur Nachricht, daß dieſer keine Beſoldung als Staatsminiſter angenommen und ſich mit ſeiner Penſion be⸗ gnügt. Herr Zitz, der berühmte Democrat, hat aber gegen Minderung der Advocatentaxe proteſtirt, alſo einen evidenken Beweis geliefert, wie er das Wohl des Volkes will.
Bekanntmachung.
(4705) Die Bezirksſchulkommiſſion ſollte den Schullehrern verbieten, Mäklen, Freiereien, Rechnungsſtellen, alle ſonſtige Schreibereien, insbeſondere auch die Stelle eines unbefugten Wahlcommiſſärs, damit die Kinder nach be⸗ endigter Schulzeit etwas gelernt hätten.
Sicherheitsfonds 8½
Million Gulden.
(1605) Dieſe Geſellſchaft, welche zu Verſicherungen im Großherzogthum Heſſen von Höchſtpreiß⸗
lichem Miniſterium des Innern autoriſirt worden iſt und in kurzer Zeit
ſich das allgemeine Ver⸗
trauen erworben hat, indem ſie alle die Intereſſen der Verſicherten gewährleiſtenden Eigenſchaften
im hohen Grade beſitzt, verſichert gegen Feuerſchaden zu feſten billigſt geſtellten Prämien: Herr Heinrich iſt zum Agenten für Hungen und die Umgegend ernannt, was ich mit de öffentliche, daß derſelbe zum Abſchluſſe von Verſicherungen ermächtigt iſt und a terungen bei dem Verſicherungs⸗Geſchäft gewähren wird.
Waaren und Fabrikgeräthſchaften aller Art.
Gießen im November 1848.
Mobilien,
Rühl in Hungen m Anfügen hiermit ver⸗ lle mögliche Erleich⸗
Oer Hauplagent J. G. Appel.
Auf vorſtehende Veröffentlichung Bezug nehmend, zelge ich hiermit an, Aufſchlußertheilung gerne bereit bin und Aufträge zu jeder Zeit prompt und
ziehen werde. Hungen im November 1848.
daß ich zu weiterer ſtets zuverläſſig voll⸗
Heinrich Rühl.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Frledberg.
Neig einen
wurd


