Ausgabe 
2.10.1887
 
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e.

Maria von Hooglander war von der Mutter hinausgeschickt inArme Valerie! den Park, sobald der Regen ein wenig nachließ. Die BaroninJa, nicht wahr, Or itte das gedacht, als ich einst wollte allein sein, um Graf Bolko, den sie jede Minute erwartete, jung und schön war? sag am. f 0 unter vier Augen zu sprechen, und Maria fühlte nur zu gut, wieMartin kann es imm yt vergessen, daß Dein Vater 9 berechtigt der Wunsch der Mutter sei. Zudem konnte sie Onkel ihn abwies! 8 0 Bolko gar nicht leiden:Ich kann seine Jupitermanieren nicht aus⸗Aber er ist ja jetzt s Und, Onkel, wenn Papa es. stehen; statt zu reden, orakelt er nur immer, und wenn seine Glas. nicht gethan, ich hätte es statt thun müssen! f augen mich so durchbohrend ansehen, so hilft mir mein reines Ge⸗Ich habe mir das i ht, Du hättest an Martin's wissen gar nicht, ich fühle mich sofort wie auf dem Armensünder⸗ Seite auch kein Glück gefu e der alte Herr. Dann setzte 1 bänkchen. Und gar, wenn er mich einmal allergnädigst anredet, so er lebhafter hinzu:Aber Valerie, wen ich wieder ge⸗ f wirken seine huldvollen Worte wie eine Verdummungsmaschine auf sehen habe? ö mich, ich fühle ordentlich, wie hölzern und absurd ich mich benehme. Der Geheime Komme te einen Namen, den Maria b Das war Maria's Ansicht über das hochrespektable Haupt des Hauses, nicht verstand. s und alle Versuche der Mutter, die Tochter gerechter urtheilen zuUnmöglich, Onkel! W f die Baronin interessirt, wenn 2 lassen, nützten gar nichts, um so mehr, als der Vater ihr seit, Jahren auch ihre Stimme immertraurigen Klang behielt. 5 side 5 unbekannten Onkel nur im Lichte der Lächerlichkeit ge⸗ l A weshalb Du seine heiße Liebe f ildert hatte. zurückwiesest! Jetzt n Du. Draußen war es heller geworden, der Wind hatte sich gedreht;Jetzt wäre ich die Frau des berühmten Reitergenerals, ja! Aber f einzelne Stückchen blauen Himmels wurden zwischen den rasch ziehenden wie könnte ich bereuen, was ich mit Ueberlegung that? Wolken sichtbar und das Wetter schien sich ändern zu wollen. fWenn man nur begriffe, was Ihr Weiber an den Männern ö Wer das junge Mädchen so dahingehen sah, mußte sich freuen liebt? Und Du hast Deine Illusionen längst erkannt und willst über die Anmuth ihres Ganges und über den geschmeidigen, schlanken nun dennoch bei Deinem Gatten bleiben? 4 Wuchs. Maria von Hooglander dachte selbst keine Minute daran,Das ist einfach meine Pflicht; aber beruhige Dich, Onkel[ daß sie ein schönes Mädchen sei. Zum ersten Male war jetzt der es bleibt von einer rechten, echten Liebe immer ein Rest im Herzen t Gedanke an eine Zukunft an sie herangetreten, an ihre Zukunft; zurück; bei mir ist es eine Art mitleidsvoller mütterlicher Liebe, oder P würde sie eine haben? Eine andere als sie hätte vielleicht die trübe, wenn Du lieber willst, eine Freundschaft, welche. 15 f erschreckende Wirklichkeit mit allerlei phantasiereichen Träumen vonMein Gott ist es möglich? Seit er damals durch seinen unerwarteten Glückseligkeiten, von dem Märchenprinzen, der unfehlbar unerhörten Leichtsinn den Prozeß um Ehrstein verlor seitdem![ kommen mußte, sich die seiner sehnsüchtig harrende Braut zu holen, Aber Ihr Frauen habt die Barmherzigkeit der Engel! 0. erhellt und das eigene Herz mit süßen, lügnerischen Bildern nur zu gern Die Baronin Hooglander hatte eine abwehrende Bewegung mit f beruhigt. Maria von Hooglander war so hart aufgeschreckt worden der Hand gemacht. f aus ihrer Arglosigkeit und erträumten Sicherheit, daß sie die Wirklich-Erinnere mich nicht an Ehrstein, Onkel, das ist eine Herzens⸗ 1 keit besser erkannte, wie vielleicht gar ältere Leute gethan hätten, wunde, die sich nie bei mir schließt. Die beiden Kinder wären ge. 0 denn das ihr gewordene Licht war so grell, daß es wie ein lang⸗ borgen, wenn der Fiskus nicht den Prozeß gewann. Lätitia ist dauernder Blitz auch nicht das leiseste Irren mehr gestattete. Onno's Retterin, aber wer wird Maria erretten? f Immer rascher, immer hastiger wurde der Gang des Mädchens, FC Fortsetzung folgt.) f ö je schneller die Bilder in ihr wechselten, je unruhiger die Seele unter! der fieberhaften Thätigkeit des Geistes arbeitete. Ihre bleichen Wangen 8 1 rötheten sich tiefer und tiefer, die Augenlider gesenkt, die breite, glatte Stirn umwölkt, lief sie fast in einer langen Allee auf und f Zoi 5 ab, bis sie es nicht mehr aushalten konnte und, 1 den quälenden Kleine Frauen Zeilung. 1 Gedanken zu entfliehen, nach dem Schlosse zurückeilte. Die Mutter. ö mußte längst wieder allein sein, mit ihr konnte sie wenigstens sprechen, Die Mode.. 1 und das war eine unendliche Erleichterung. i i a i 11 11 z/. 1 den Fenstern des Salons war eine breite glasbedeckte Veranda, wo und a u Ding 25. 9 5 75 4 05 5 diam e 4 i 1 a i egenstände, welchen man keineswe a. ibu on oder kleidsam bei⸗ 5 ö 87 0 ee 1 5 1 7 775 72 05 n. kann, und doch bringen es dieselben durch deren Protektion zu großen 1 f er Glastber war getsnens mie tuner nicht allein. Maria Erfolzen. Sei es durch Nachgiebigkeitslust, sei es, daß das Auge sich daran ö warf sich in einen Sessel, denn ihr Herz klopfte wie ein Hammer gewöhnt: man endet damit, daejenige hübsch zu finden, was man Ansangs 3 von all' der Aufregung und dem raschen Gange. Erst jetzt unter- zurückwies, 5 I schied sie die Stimmen der Sprechenden, es war der Großonkel, der 5; So ist es mit den hohen Stehkragen, den r 1 1. 1 liebe, alte, treue Mann. Er schien die Mutter zu trösten. die bei pielen Damen se schön mur graziese Biezun das Halse dern 5 34. 1, 5 5 e trächtigen und verbergen, ja, den ganzen Hals einzwängen und verdecken. 31Ach, ich denke nicht an mich, Onkel, sagte diese jetzt lebhafter, Als diese Mode vor mehreren Jahren auftauchte, lehnten sich freilich einige 1ich denke an das Kind, an Maria, was soll aus ihr werden?. Damen dagegen auf; aber was half dieser Widerstanz! 1 1Der Graf hatte auch daran gedacht, Valerie, er will Maria Es e sich. 1 derNeuheit. wurde 5,. f 1 haben, eine gute Partie zu machen, und das sei jedenfalls für ein so die Weißwaaren gefährdet, und soviel Versuche die Modisten angestellt, de. . armes und so anspruchsvoll erzogenes Mädchen das Wünschenswertheste. Umschlagkragen, die Spitzenwogen, das Genre flou die Chemisets, kurz,. 5%%% ͤœIC½., ,., 1Eine gute Partie! Als wenn wir nicht in einer Zeit lebten, Abend. Toiletten wie 5 Tagesanzügen. Ob man allmählich damit u 1 N 0 welche jeden Mann, auch den bestsituirten, zwingt, eine möglichst dringen wird, muß die Folge lehren. 1 1 gute Partie seinerseits zu suchen. Und Onnsd ist durch den Dienst Die modernen Casino. Toiletten für die fashionablen Badeorte(bekanntlich. 1 so in Anspruch genommen! seufzte die Baronin. erstrekt sich die Saison vieler solcher Orte bis zum Oktober), ebenso andere 0 gMaria ist schön eine durchaus ei enartige Erscheinung; offen Abendkleider fertigt man also in Paris neuerdings mit etwas weitem Hals- 4 f g ö 8 f* gene ge G 85 0 ausschnitt, umrahmt von einer gekräuselten Spitze, welche man au das 3 1 1 wir, daß sich die Wünsche Graf Isenreut's erfüllen! meinte der Leibchen niederschlägt. Hierzu trägt man um den Hals ein schwarzes 1 N 1 alte Herr.Mir ist nur sehr schmerzlich, daß Du sie entbehren Sammetband, häufig im Rücken geschlossen mit einer kleinen Doppelschnalle 1 N falt g, dete ene e le dg u at. de Jer ee e 0 1Ich? 88 Gewiß, sie wird mir fehlen; aber dennoch, ich glaube, penser que dyred oder Jaime qui 2Bien lane et laisser 3 es würde mich erleichtern, sie dort zu wissen, wo sich ihr Chancen dire ete. Die jungen Mädchen sticken diese Devisen für sich oder ihre 1 bieten, wo sie für ihre Jugend und Lebenslust Freude und Anregung Freundinnen vielfach mit kleinen imitirten Topasenperlen mit rosa Glas- findet. Es würde viel härter für mich sein, das Kind hier ver perlen, oder mit Gold, oder Silberflittern. Zuweilen wählen sie anstattf 5 blühen zu sehen, als sie zu vermissen und mich an dem Gedanken der Devise auch nur ein einzelnes Wort wie Espérance, Courage, Fol, 0 ö 0 4 sie 3 missen u Simplicité, Franchise ete. Ich gebe Ihnen diese Neuheit, wie sie ent . zu laben, daß sie wenigstens glücklich ist. standen, in französischen Worten und Wörtern an, da ich nicht vorher-P

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