Ausgabe 
21.2.1886
 
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halb schelmisch, halb gerührt dabei lächelt. Sein kleines Federmesser bewahrt er wie eine Reliquie.Es erinnert mich an meine trübsten Stunden, weißt Du! sagt er. ö

Kleine Irauen Zeitung.

Die Eleganz hat vollständig ihr Aussehen geändert, Dank den gegen⸗ wärtigen Moden. Früher bestand sie in dem Werth eines Stoffes, in der Ueberladung der Garnituren. Es gab Gewebe, welche man für diese oder jene Gelegenheit allein als passend erachtete, und die Wolle war gänzlich bei der Zusammenstellung einer besonderen, einer festlichen Toilette ausge Heut ist dies ganz anders. Die Eleganz kommt von der Frau selbst, von der Korrektheit ihres Anzuges. Zu großen Lustbarkeiten sieht man Damen der besten Gesellschaft in Wollenkrepp, Voile, Kaschmir, Bure, Etamine ꝛc. gekleidet. Die Hauptsache ist der tadellose Schnitt, die vollendete Form des Anzuges.

Ueberhaupt besteht dieKunst der Toilette nicht nur darin, zu wissen,

was Mode ist und wie man das Modische zu tragen hat, sondern sie besteht

auch darin, wohl zu unterscheiden, und zurückzuweisen, was häßlich, exzen⸗ trisch, von schlechtem Geschmack ist und, wenn man von kleiner Gestalt, nicht Kleidungsstücke anzulegen, welche nur großen Damen gut stehen und umgekehrt. Wie oft kommt es vor, daß die eine Frau bei der andern eine neue, reizende Toilette von besonderer Kleidsamkeit sieht, welche ihr aus⸗ nehmend gefällt, und sie kann es sich nicht versagen, sich schnell eine gleiche nachfertigen zu lassen. Sie trägt dieselbe triumphirend, indem sie sich ein⸗ bildet, ebenso schön auszusehen wie eine Dame, an der sie das Modell be wunderte. Und doch ist dies nicht der Fall. Diese prächtige und originelle Toilette gereicht ihr keineswegs zum Vortheil, denn ihr Wuchs, ihre Gesichts farbe, ihr Haar stehen nicht im Einklang mit derselben. Man bat wieder eine ganz besondere Vorliebe für die schwarzen Kleidungsstücke, trägt zu Bällen schwarze Seidentüll-Roben, über und über von Perlen funkelnd, zu Gesellschaften wie in den Theatern Kleider, je nachdem von schwarzer Morré, französischer Faille, schwarzem Atlas, an welchen die Perlenstickereien, ebenso wie die Spitzen, eine nicht minder große Rolle spielen, von feinen und schmiegsamen schwarzen Wollenstoffen, und, zu den Straßen⸗Anzügen schwarze Hüte und Jaquettes, ja, selbst lange Redingotes aus schwarzer Vigogne bouclee(d. h. mit Schlingen durchwebt). Diese Umhüllungen werden mit winzig karrirter Seide oder solchem Atlas in schwarzweißen, schwarzgrauen und grauweißen Nüsancen gefüttert. Sehr schlanke Damen fügen einem solchen Kleidungsstück einen langen, zugespitzten Capuchon zu, welcher bis zur Taille niederfällt und ein Futter von gleichem Seidenstoff präsentirt. 5

Und diese Vorliebe für das Schwarz dürfte sich auch auf die Früh⸗ jahrstoilette erstrecken, für welche mau Kleider aus französischer Faille und Sammet, aus groben und zugleich leichten wie aus feineren Wollen stoffen und Sammet bereitet. Und sicher des Willkommens, der freundlichen Auf⸗ und Annahme erscheint immer wieder der Rock: genre tailleur, in russische, englische oder schottische Falten gelegt es kommt ganz auf eins heraus: es find die Falten, welche nach einer Richtung gebrochen und der Länge nach niedergehen. Man wird auch noch viel die breiten einfachen wie doppelten Quetschfalten tragen, aber größere Erfolge scheinen jenem Plisserock bevorzustehen. Als Tunika wählt inan darüber diejenige in zu gespitzter Tuchform oder die lange, gerundete. welche, in reiche Quer⸗ falten drapirt, wieder sehr modern geworden. Sie wird im Rücken durch eine, elegante Faltenlinien beschreibende und leicht aufgepuffte Bahn zu sammeugehalten, welche dem Rock oben in vielen schmalen Falten angesetzt ist. Das Leibchen, knapp anschließend, zeigt vorn und im Rücken eine Schnebbe, oder es ist im StilAmazone, d. h. mit kurzem Schoß ver⸗ sehen, gerade oder in Patten ausgeschnitten. Der sehr hohe Stehkragen und die engen Aermel sind hierbei Vorschrift. Das ist ein Genre, welches noch lange die ihm geschenkte Gunst bewahren wird, denn man finder. bequem und von hübscher Wirkung. Es ist immer korrekt und entspricht vollkommen dem Geschmack des Tages. 5

Ferner dürfte für das Frühjahr das vorn herzförmig mit großem Revers geöffnete Leibchen, das man gegenwärtig vielfach angenommen, modern und beliebt bleiben. Denn bei demselben hat man den Vortheil, mit wenig Kosten eine gewisse Variation in den Anzug zu bringen, sei es, daß man das Leibchen für den Tag durch ein Plastron aus schlichtem Sammet, Plüsch oder weißem Tuch ꝛc., sei es, daß man dasselbe für den Abend durch ein Devant aus perleugesticktem Atlas, durch ein gefältetes, gekräuseltes oder bau. schiges Chemiset aus rahmgelbem oder zartfarbigem Krepp, aus Tüll und Spitzen ꝛc. hochgestaltet. Mit einemnatürlich gebundenen Blumen sträußchen, das man seitwärts auf einem der Revers befestigt oder in den unteren Schluß derselben steckt, hat man dann sogleich ein geputztes Aus⸗ sehen. Vermöge solcher kleinen Kunstgriffe gelangen die mit ein wenig Geschmack und Geschicklichkeit begabten Damen dahin, immer einfach⸗elegant gekleidet zu sein, ohne ihr Budget zu schädigen. Und die zweckmäßige Einrichtung dieses unglücklichen kleinen Budgets ist eine beständige Sorge, wenn manToilette liebt, oder wenn man durch seine Stellung in der Welt gezwungen ist, mehr Toilette zu machen, als man möchte Die ge⸗ streiften Stoffe sind sehr gesucht, zumal diejenigen, welche der nere 10 gehen. Aber man muß sich hüten, sie zu tragen, wenn man stark ist un in diesem Falle lieber die langgestreiften wählen. 5 d

Mit der Krinoline oder dem Reifrock war es doch nur ein ephemeres Dasein. Es hat im Entstehen geendet. Ich beklage die armen Damen ohne Geschmack, welche eingewilligt, sich in das groteske e

schließen, indem sie glaubten, die ersten zu sein, welche diese absurde

Das Einzige, was man davon angenommen, sind

findet es

und bleiben die drei oder vier Stahlstäbe von dreißig oder vierzig Cent. Länge, welche der Rückenbahn des Kleiderrockes eingeschoben. Die? ournüre lebt weiter; man trägt deren kleine, mittlere und übertriebene, welche letztere freilich den Spott und die Lachlust herausfordern. Das Beste ist eine sehr kleine zu tragen und sie geschickt unter den Stofffalten des Kleides, welches sie hinreichend stützt, zu verbergen.

Etwas Neues über die Ballschu bel In Paris sollen zu allen farbigen Toiletten die schwarzen Atlasschuhe angenommen worden sein, geziert mit

einer Schleife aus schmalem Atlasbande in der Farbe des Ballkleides, unter

welches Band sich eine kleine, gleichnüancirte Spitze mischt. Der überein⸗ stimmende Schuh ist also nicht mehr das Diktat der neuesten Mode. Die⸗ jenigen, welche diese kleine Umwälzung hervorgerufen, müssen also ein⸗ bee haben, daß der schwarze Schuh dem Fuß mehr schmeichelt, als der ellfarbige. Der seidene oder halbseidene Strumpf bleibt aber in Har⸗ monie mit dem zartgetönten Kleide, er wird blaßblau, mattrosa, maisgelb oder blaßlila sein, aber niemals weiß.

Und da ich nun einmal bei dem Schuhwerk angelangt bin, so will ich gleich im Allgemeinen desselben gedenken. Die Mode hat freilich nichts besonders Neues darin aufzuweisen, wohl aber bestätigt sie uns durch den glücklichen Erfolg, daß der zugespitzte Stiefel und der zugespitzte Schuh uns für die Folge erhalten bleiben. Diese Form, welche den Fuß länger, aber auch schmaler und schlanker erscheinen läßt, leiht ihm eine gewisse aristokratische Eleganz. Trotzdem ist es erstaunlich, daß die Mode, gewöhn⸗ lich so wankelmüthig und veränderungslustig, nun schon seit einigen Jahren an dieser Fagon festhält. Für eine kurze Zeit wurde sie von demPrak⸗ tischen aber weniger Eleganten ersetzt, indem sie den Stiefel resp. Schuh mit breiten Ecken vorn und mit breitem, niedrigem Absatz für fashionable erklärte. Allerdings kann man sich zu Exkursionen und langen Spaziergängen nichts Be⸗ quemeres vorstellen, aberschön sieht der Fuß in solcher Bekleidung nicht aus. Schnell wurde diese Form von der Mode verlassen, und sie hat sich jetzt, wie ge sagt, wieder der abgerundeten und erhöhten Spitze und dem 44 2 Cent. hohen Absatz Louis XV. zugewandt. Und wenn man derartiges Schuhwerk hinreichend lang, d. h. länger als solches mit eckiger Spitze wählt, so kann man lich spreche aus Erfahrung) ganz vorzüglich darin gehen. Der moderne. Promenadenstiefel, mit starker Doppelsohle ausgestattet ist aus Glaceleder, glanzlosem Ziegenleder oder aus Tuch, rings besetzt, mit gleichem Leder und vorn noch mit einer besouderen löcherartig durch brochener Spitze aus lackirtem Leder, oder rings besetzt mit lackirtem Leder allein. Man ist nämlich zu letzterem wieder zurückgekehrt, und Schuhe aus Lackleder gelten gegenwärtig für eleganter als solche aus Chevereau.

In den Balltoiletten einen sich mehr als je die schweren und die leichten Stoffe miteinander: der Sammt, der Plüsch und der Damast mit dem Krepp, der Atlas mit dem Tüll, und hierbei liebt man kontrastirende, aber trotzdem glücklich gewählte Farben⸗Zusammenstellungen. Se war ein in schräges Gefältel geordnetes Ballkleid aus wasserblauem Krepp von Paniers und einem sehr scharf zugespitzten Schnebbenleibchen aus saphir⸗ blauem Damast begleitet; auf letzterem wiederholte sich in Form eines Schnebbenplastrons das Gefältel aus wasserblauem Krepp. Dann sah ich ein apfelgrünes Atlaskleid mit mattrosa Krepp untermischt; dazu rosa Primeln mit feinen Gräsern. Aber waren diese Toiletten auch für junge Frauen bestimmt, so verzichten die jungen Mädchen gleichfalls nicht immer auf die Zuthaten schwerer Seidenstoffe zu ihren luftigen Ballroben. Betreffs der Leibchen will ich es gelten lassen, aber für die Unterkleider! Wenn die jugendliche Mädchenwelt doch nur wüßte, wie weuig der Prunk zu ihren Reizen beiträgt, wie anmuthig sie die Einfachheit kleidet! Da bemerkte ich vor ein paar Tagen auf einem 9 ein junges Mädchen in blaßrosa Krepp. Mehrere schmale Aufnäher, jeder mit einem blaßrosa Moiréband durchzogen, umgaben unten den Rock, über dessen oberen Theil sich eine kurze, in reiche Falten drapirte Tunikalaveuse aus demselben Gewebe legte. Dieselbe wurde im Rücken von einer großen Schleife mit Enden aus blaßrosa Moire zusammengehalten. Das Leibchen, à la vierge gekräuselt, zeigte auf den Achseln flatternde Schleifen aus Moiréband, deren eine mit einem Strauß Maiblumen zusammengefaßt. Eine gleiche Band⸗ und Blumen⸗ Coiffüre schmückte das Haar. Wie lieblich und duftig erschien mir diese Mädchenblüthe! Gleich einer Libelle flatterte sie in der seidenrauschenden Welt umber! In Paris zieht man für die jungen Mädchen ebenfalls das Aetherische in der Balltoilette vor, und man assimilirt dort gern Kleider und Blumen in gleicher Farbe. So wählt man zu weißem Tüll z. B. Jasmin, zu blaßblauem Krepp Vergißmeinnicht oder blasse Kornblumen, zu rosa Krepp oder Tüll Heckenrosen oder Moosrosen.

Die Schleppe ist im Ballsgal wieder für die nicht tanzenden Damen heimisch geworden, und auch auf Soirsen und in Gesellschaften, wo man sich bisher vielfach mit einem runden Kleid begnügte, beginnt man, dieselbe wieder anzunehmen. Im Allgemeinen giebt man der runden Form den Vorzug, obgleich auch die eckige modern ist.

Im Plauderwinkel.(Siehe Illustration.) Junge Burschen und hübsche Mädchen plaudern am liebsten in irgend einem stillen Winkel des Hauses oder einer einsamen Stelle des Gartens ihre Herzensgeheimnisse aus. A. Trentin, der Geuremaler, hat für sein Liebespaar einen lauschigen Winkel des Hofes gewählt. Ueber die Mauernische hin streckt der Garten seine Blüthenzweige und grünen Ranken, Die kleine Kokette, welche heiter⸗ lächelnd auf der Waschbütte sitzt, hat sich mit einer Rose geschmückt. Das läßt vermuthen, daß sie dem Burschen gefallen will, der sich in so un⸗ gezwungener Haltung auf dem umgestülpten Korbe niedergelassen hat. Darf man dem Ausdruck des Gesichts glauben, so hat der derbe Naturbursche bereits Feuer gefangen und sein Herz schlägt dem jungen Mädchen warm entgegen. Der Maler wollte ausdrücken, daß das junge Paar sich im Plauderwinkel recht gemüthlich fühle und das ist ihm sicher gelungen. Das Bild ist vom Zauber einer Liebesidylle umwoben. R. E

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