t so 0 mit Ver eides Was daß auern Jilen
erstes j er slalt igen n der Mum ungen n Ge. eiben, 0 ungen n men. irn, ue dann . und ling, Seite lönche
nit er
t sein
rung,
Hume Abend Hand oder nüͤckte, lt im nch so einst weisen dessen
1
Gt
it und 1 nen
in die
on, u
b eine liden
N
Ehren gebracht hat: die Bescheidenheit.
fühle
f mit e und eines
N,
erb olle 8
altige lief in
1
gtract 5
frohen
en lb 4 8 igel, 1 vie en
einm
mla
e hel
ringe
atz der 1 0 die
nicht blos bei uns Deutschen,
263 W
Hände des frommen Bruders sich falteten, während er dachte und sann, gestaltete sich das Träumen des jungen Gesellen zum Liede:
„Ihr nennt es Rast im Klosterschatten Und Orgelsang und Mönchslatein;— Ich nenn' es Tanz auf grünen Matten Und Hörnerklang im Sonnenschein!
Ihr nennt's Gebet in stiller Zelle Und Glockenton und Litanei;— Ich nenn' es gold'ne Waldeshelle Und Quellensang und Falkenschrei.
Ihr nennt es Ruhe im Entsagen, Geduld und Heil in Gottes Schutz;— Ich nenn' es sehnsuchtsvolles Jagen Und Siegespreis und Heldentrutz.
Ihr nennt's Zufriedenheit im Leide;— Ich nenn' es Meer, vom Sturm bewegt;— Glück aber nennen wir es Beide,
Was unser Innerstes erregt!“
(Fortsetzung folgt.)
Lose Blätter. Das Veilchen.
Ein Veilchen auf der Wiese stand
Gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herzig's Veilchen.— In diesen Worten liegt der ganze geheimnißvolle Werth, den das Veilchen ondern seit uralten Zeiten bei den Kultur⸗ völkern überhaupt hatte. Die Rose ist zwar auch stets die Lieblingsblume der Völker gewesen, ihrer Schönheit und ihres Duftes wegen, aber ihr mangelt diejenige Eigenschaft, welche gerade das Veilchen zu besonderen Gebückt in sich und unbekannt blüht das Veilchen im Verborgenen und nur wer sich die Mühe giebt und es sucht, kann an ihrem Duft sich erfreuen. 5
Eine indische Sage berichtet, daß Adam nach 100 jähriger Buße von
Gott dem Herrn in Gnaden wieder aufgenommen, Thränen der Freude und
seiner Verdienste den Hofrathstitel.
der Demuth geweint habe, und daß aus diesen Thränen die Veilchen ent⸗ sprossen seien. So war schon im Alterthum das Veilchen das Symbol der Demuth und Bescheidenheit, daneben aber auch das Symbol der jungfräu⸗ lichen Schüchternheit und Aumuth. Nach griechischer Mythe soll Zeus die ersten Veilchen haben entstehen lassen, um damit seiner geliebten Jo ein sinureiches, duftendes Geschenk zu machen.
Bei den alten Griechen, welche große Blumenfreunde waren, stand das Veilchen in ganz besonderem Ansehen; Attika war durch seine Veilchenkultur berühmt. In Athen, der„Veilchenbekränzten“, wie sie Pindar nennt, ver⸗ kauft man auf den Straßen zu allen Jahreszeiten Veilchensträuße und Veilchenkränze. Auch war es bei den Athenern Sitte, Kinder, welche im dritten Lebensjahr standen, an einem bestimmten Jahrestage mit Veilchen zu bekränzen, eine Symbolisirung der unschuldsvollen Kindheit..
Die Römer waren gleichfalls große Liebhaber des Veilchens; wie die Griechen unterhielten sie zur Kultur dieser Blume eigens große Gärten, womit jedoch Horaz nicht ganz einverstanden war; derselbe kadelt es, daß man dem„süßen Unkraut“ zu Liebe die Olivenhaine vernachlässige, ein Beweis übrigens, in welch großem Maßstabe zu Rom die Veilchenzucht be⸗ trieben worden ist. Als die Römer den Luxus auf die Spitze trieben, be⸗ gnügten sie sich nicht mehr damit, den Veilchenduft durch die Nase zu kosten, sie wollten das Veilchen auch schmecken; man würzte deshalb den Wein mitunter mit Veilchensaft. 5 5 5
Aehnliche ce sind die Araber, welche seit alten Zeiten bis auf den heutigen Tag eine Art Veilchenliqueur herstellen, der mit besonderem Behagen genossen wird und schon Mohamed wohl geschmeckt haben soll. Jedoch vernachlässigten sie dabei keineswegs den idealen Werth des Veilchens. Vergleicht doch einer ihrer Dichter das bethaute Veilchen mit dem weinenden blauen Auge der Geliebten. 5 5
Auch in deutschen Landen hat das Veilchen von jeher hohe Bedeutung im Volksleben gehabt. Besonders in Süddeutschland war es im Mittelalter allgemein Sitte, daß man das Auffinden des ersten Veilchens im Frühjahr durch ein Freudenfest feierte: man band dieses Veilchen an eine Stange, pflanzte leßtere auf dem Anger auf und tanzte um sie den Frühlingsreigen. Es war dies ein schöner Brauch, der davon Zeugniß ablegt, wie sehr das deutsche Volksgemüth zu dem bescheidenen Veilchen sich hingezogen fühlte.
i i i ahlreiche deutsche Volkslieder den besten de in dae 5 nebst der Rose unser erklärter
Beweis. Und noch heute ist das Veilchen f iebling. ir das Herz unserer Frauen durch das einfache vel weh als Bard ein anderes Geschenk, weil wir mit
Veilchensträußchen weit mehr, g„ wir 1 der ebe zugleich der Frauenschöne und Frauenbescheidenheit unsere
Huldigung darbringen..
Schöne Titel.
Ein Pferdearzt in der Kurmark hatte sich sehr viel Mühe bei e ben einer Niehseuch
e gegeben und erbat sich als Belohnung Das Generaldirektorium meldete dies
dem Könige Friedrich II.; die Vorstellung kam zurück und der König hatte an Stelle des ausgestrichenen Wortes 8 an den Rand— Viehrath geschrieben.— Der bei der Oekonomie des Potsdamer Waisenhauses an⸗ gestellte Herr Sprengel bat um den Geheimeraths- oder Kriegsrathstitel. Darauf antwortete der große König: Zum Geheimrath kann ich Euch nicht machen, weil in meinem Waisenhause nichts Geheimes ist; zum Kriegsrath auch nicht, weil mein Waisenhaus keinen Krieg führet. Aber, um Euch meine Gnade doch zu bezeugen, will ich eine neue Charge creiren und Euch zum— Waisenrath ernennen.— Auf das Bittgesuch des Magazin⸗ verwalters Zorn erging folgender Bescheid:„Seine königliche Majestät von Preußen, Unser Allergnädigster Herr, ꝛc. finden auf die Anlage des Magazin⸗ verwalters Zorn bey dem Tabacks⸗Exportations-Magazin in Halle den Charakter Tabacksrath seinen Geschäften angemessener und wollen da⸗ her demselben solchen eher, als den erbetenen Komissionsraths⸗Titel, gegen die Gebühren wohl beylegen. Potsdam, den 2. November 1784. Friedrich.“ H. 8.
Friedrich der Große und Joseph II. Als Friedrich bei seiner persön⸗ lichen Zusammenkunft mit dem Kaiser diesen die Treppe hinaufführte, weigerte sich Joseph, voranzugehen. Nachdem Beide einen Augenblick stehen geblieben, weil Einer dem Andern den Vorrang lassen wollte, sagte der Kaiser:„O, Sire! Wenn Sie anfangen, mit mir zu manövriren, so ziehe ich den Kürzeren, und ich muß gehen, wohin Sie mich haben wollen!“ Und damit ging er voran. H. S.
Gegensätze. Essen und Trinken sind nebst der Luft zum Athmen, die ersten Hauptbedürfnisse der animalischen Natur. Wo sie fehlen, da kann ein Geschöpf nicht lange existiren. Indessen vermag der Mensch seinen Körper dahin zu gewöhnen, daß er sich mit einer geringen Quantität dieser Bedürfnisse begnügt, und auch bei einem gänzlichen Mangel derselben eine Zeitlang fortbesteht. Es ist interessant zu sehen, bis zu welchem Grade diesen gebieterischen Forderungen Widerstand geleistet werden kann. Der Hunger wirkt rascher und heftiger bei der Jugend als bei dem Alter; er steigt schneller bei magern als bei fetten Personen. Getränke und kalte oder feuchte Atmosphäre schwächen seine Wirkungen.
Schon der römische Schriftsteller Plinius erzählte, daß es orientalische Stämme gäbe, die zwölf Tage ohne Essen und Trinken leben könnten, wenn sie den Duft einer Pflanze(Buphtalums genannt) welche sie von Zeit zu Zeit an Mund und Nase halten, einathmen.— In den Memoiren der Akademie der Wissenschaften, Jahrgang 1700, wird erwähnt, daß nach einem Erdbeben, durch welches ein Dorf bei Neapel verwüstet wurde, ein junger Mensch aus dem Schutte hervorgezogen worden sei, der zehn Tage ohne Essen und Trinken gelegen hatte, und doch noch lebte, weil ihm Luft zum Athmen geblieben war.— Im Jahre 1785 wurden im Piemontesischen drei Frauen lebend aus einem, von einer Lawine verschütteten Stalle gezogen, wo sie 38 Tage lang nichts genossen hatten, als Schnee.
Einen grellen Kontrast zu diesen unfreiwilligen Hungerleidern bilden be⸗ rüchtigte Esser, deren es zu verschiedenen Zeiten gab.
Ein römischer Geschichtsschreiber erwähnt eines Mannes, der zu den Zeiten des Kaiser Aurelian lebte, und an einem Tage ein ganzes gebratenes wildes Schwein und dazu sechs große Brode verzehrt haben soll.— Im Jahre 1511 aß ein Lanzenknecht in Gegenwart des Kaiser Maximilian ein einjähriges Kalb, welches eben erst geschlachtet war, ganz roh auf, und ver⸗ sicherte dann, daß er noch einen jungen Hammel verzehren könne. Hiervon war ganz Augsburg Zeuge.— 1807 lebte in Nantes ein Gensdarm, welchem der Kaiser täglich 6 Rationen Brod und Fleisch gestattete. Diese reichten aber oft nicht hin, seinen Appetit zu stillen. Zuweilen ward er so vom Hunger getrieben, daß er sich selbst fürchtete, und seiner Umgebung nach⸗ drücklich empfahl, keine Kinder allein bei ihm zu lassen. Einst hatte er sich auf einer Fußreiße durch unmäßigen Genuß von Branntwein berauscht. Er verirrte sich in einem großen Walde, und da er in einigen Stunden nichts zu essen bekam, fiel er betäubt zu Boden. In diesem Zustande wurde er von durchziehenden Bärenführern, welche ihn angeblich für todt hielten, den Bestien zum Fraße überlassen. M.
Die Heidelberger Bibliothek. Als Heidelberg nach der Wimpfener Schlacht von Tillys wilden Schaaren erobert wurde, fiel den Ligisten die kostbare Bibliothek in die Hände. Maximilian von Bayern schenkte sie dem Papst Gregor XV. So wurden die kostbaren, altdeutschen Manuskripte ge⸗ rettet, die sonst eine Beute der rauhen Zeit und des Krieges geworden wären, erhalten. Im Jahre 1815 nach den Befreiungskriegen wurden sie wieder nach Heidelberg zurückgebracht. W. G.
Die Podagrastiefel. Als Karl V. vor dem Kurfürsten Moritz von Sachsen aus Innsbruck flüchten mußte, hatte ein Dieb seine mit Pelz ge— fütterten Podagrastiefel gestohlen. Die Diener des Kaisers verfluchten den Verbrecher; der Monarch bemerkte aber lächelnd:„Ich wünsche ihm nichts, als daß die Stiefel ihm baldigst passen mögen.“ W. G.
Dr. Hayward hatte seine Geschichte Heinrichs IV. geschrieben und dadurch den Zorn Elisabeth's auf sich geladen. Die Königin ließ ihn ver⸗ haften und fragte im Staatsrath, ob man ihm nicht den Prozeß machen könne.„Weßhalb?“ fragte Bakon von Verulam.—„Nun, Hochverraths wegen!“—„Ich würde ihn eher Diebstahls wegen belangen,“ versetzte der Ninister:„Ich erinnere mich, daß ich bei ihm ganze Seiten des Tacitus wiedergefunden habe.“ W. G.


