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alte Klas, und als der Herr eines schönen Grundbesitzes. Sorg— fältig nahm er die Brieftasche, die, wie er dachte, nie seine linke Seite verlassen hatte und löste die Siegel, der Brief fehlte! Er stand wie erstarrt, er suchte sich zu besinnen; der Brief war doch mit dem Schenkungsakt in das grüne Papier sorgfältig eingewickelt worden, wo war er nun hingekommen? Er schlug sich vor die Stirne, er fluchte, er raste, das mußte Hexerei sein; die Papiere waren Tag und Nacht nicht von ihm gekommen und die Siegel waren unversehrt gewesen. Nach und nach beruhigte er sich. Wenn nur Georg nichts von dem Verlust des Briefes ahnte!
Klas richtete sich stramm auf und hielt das Papier in den Händen; er hielt den Kopf hoch und war im Begriff das Zimmer zu verlassen, als ihm Jemand entgegen kam, eine Bekannte, die ihn mit wohlgefälligen Blicken betrachtete und ins Zimmer eintrat.
„Das wird meinem Ruf nichts schaden,“ sagte Liese munter, „wenn ich mich in Deiner Stube ein wenig niedersetze; wir werden ja, so Gott will, jetzt bald Mann und Frau sein.“
Er war erbleichend zurückgefahren, als er das Mädchen eintreten sah und stammelte:„Liese, Du? wie ist es denn möglich?“— „Nun erschrick doch nicht vor mir,“ sagte sie und ihr Gesicht wurde trübe.„Ich dachte Dir eine Ueberraschung zu bereiten und nun stehest Du da, als wäre ich Dir zum Schrecken aus den Wolken gefallen. Es ist ein langer Weg von Mandsfelt nach Lengen, und ich dachte, der Johann sollte mich ein Streckchen fahren, die Pferde werden jetzt doch nicht gebraucht, aber der spricht kein Wort mehr mit mir, seit er weiß, daß ich Dich heirathe. Es hätte doch den Kutschpferden gut gethan, einmal aus dem Stalle zu kommen; aber nichts da! Gestern mußte ich auch zu Fuß zur Stadt laufen. Ich habe jetzt Zeit, nur das Bischen für die Küche zu kochen, und da bin ich selbst wegen unserer Papiere gegangen. Der Herr Pfarrer von der Rochuskirche wollte gestern noch Deinen Taufschein aus dem Kirchen register ziehen; er sagte nur, Du müßtest ihn selbst abholen.“
Klas stand noch immer stumm und hörte verwirrt dem Mädchen zu.
„Willst Du morgen mit mir zur Stadt gehen, Klas; wir müssen doch auch Anschaffungen für unsere Niederlassung machen,“ sagte sie kleinlaut.
„Morgen nicht,“ sagte er zerstreut;„ich verreise auf einige Wochen, Herr Lindner, mein Herr, ist nicht ganz einverstanden, wir können ja die Sache überlegen.“
Liese sprang rasch vom Stuhle auf.„Nun glaube ich Alles, was mir die Marie von Dir erzählt hat!“ rief sie und ihr Gesicht wurde feuerroth.„Warte nur, wenn Du mir mit Deinen Aus⸗ flüchten kommst, so sollst Du von mir hören.“
„Verstehe mich doch recht, Lieschen,“ rief er und hielt sie am Arme fest,„Du hast Dich so unklar ausgedrückt, ich begreife über— haupt nicht, Du sprichst in einem Augenblick vom Heirathen, der mir nicht passend scheint, ich dachte, Ihr wäret Alle in Mandsfelt in der größten Betrübniß, die Ereignisse—“ er fühlte, daß er nicht fortfahren durfte, es wurde ihm heiß und kalt; das Mädchen that, als wäre auf der Welt Gottes nichts Absonderliches vorgefallen.
„Nun ja, die Ereignisse,“ sagte Liese verdrießlich,„die gute gnädige Frau, wir wußten ja Alle, daß sie viel kränker war, als sie gestehen wollte.“
„Aber ein so rasches Ende,“ bemerkte Klas und biß die Zähne fest aufeinander.
„Ja nun, Ende, wie soll man das verstehen? In dem Lande, das nach Süden zu liegt, soll die Sonne den ganzen Tag scheinen und warm wäre es da, ja so warm, wie bei uns im Mai. Da hat der Herr doch recht gehabt, wenn er ein rasches Ende in Mands— felt machte und sogleich mit der gnädigen Frau und dem gnädigen Fräulein in das sfüdliche Land reiste. Sie bleiben den ganzen Winter aus, und ich habe es nun so gut, ich könnte den halben Tag die Hände in den Schooß legen. Aber was ist Dir denn?“ rief sie erschreckt aus und packte ihn kräftig an beiden Armen.„Ei, lieber Gott, Klas, Du bist bleich wie ein Leintuch und machst Augen, daß man erschrecken könnte.“ 5.
„Nichts ist mir, garnichts,“ rief er und stieß das Mädchen unsanft zurück.„Deine gnädige Frau hätte Dich mitnehmen sollen, damit Du ihr vor dem Schlafengehen den Eibischthee servirst,“ sagte er unter einem sonderbaren unbändigen Gelächter.
Sie sah ihn an und begriff nicht, warum er hierüber spotten wollte.„Das kann Jedem passiren,“ entgegnete sie empfindlich;
„ich hätte es Dir gar nicht schreiben sollen. Wir waren an dem Abende Alle so erschrocken wegen des Erstickungsanfalls der gnädigen Frau, daß man sich garnicht lustig darüber zu machen braucht, wenn ich in der Eile mit dem Eibischthee die Küchentreppe hin— auffalle und die Tasse zerbreche. Du suchst nur Alles heraus, mich verdrießlich zu machen, und ich sehe nun, daß die Marie recht hatte, als sie mich vor ihrer Abreise in's südliche Land vor Dir warnte. Wirst Du morgen gehen und Deinen Taufschein in der Stadt holen?“ fragte sie und hielt die Thüre in der Hand.
Klas stand in tiefem finstern Nachdenken: es war Alles umsonst gewesen, die Hölle der letzten Tage,— Alles umsonst. Das un⸗ geschickte Ding, das so herausfordernd vor ihm stand, hatte Alles vereitelt.„Nein, ich werde nicht gehen,“ schrie er mit heiserer Stimme,„heirathen und noch dazu eine tölpelhafte Person Deines Schlags, die zu nichts zu gebrauchen ist, geh' Mädchen, Du bist mehr wie dumm.“
Es wurde Liese unheimlich zu Muthe; Klas war in einem so sonderbaren Zustand, so außer sich, so wüthend, daß sie ernstlich für seinen Verstand fürchtete. Sie suchte so schnell wie möglich die Thüre hinter sich zu schließen und verließ schleunig das Haus.
„Die Dinge müssen nicht nach Wunsch gegangen sein,“ sagte Georg, als sein Verwalter beliebte, den ganzen Tag sein Zimmer nicht zu verlassen. Er selbst ging nicht hinauf, er schickte einen Knecht, der mit einem Fluche zurüͤckgeschickt wurde. Die Grenzen mußten nun bestimmt werden; fing der Herr jetzt an, den Verwalter voller Rücksicht zu behandeln, so wurde das Leben in Lengen für Georg ganz unerträglich. Klas war ja eigentlich in seiner Hand, jetzt mehr wie jemals; wollte er Händel wegen der Wiese anfangen, so mochte er sein Recht suchen.
Georg lebte nun fast acht Tage in einer unerträglichen Zurück— gezogenheit. Da kam gerade der Postbote, den er seit acht Tagen gemieden, ins Zimmer.
„Nichts Neues?“ fragte Georg wohl aufgelegt. zuweilen noch nach Mandsfelt?“
„Selten,“ antwortete der Mann.
„Wie geht's denn meinen zärtlichen Verwandten?“ fragte Georg mit unsicherer Stimme.
„Ich kann wenig darüber sagen. Ihr Herr Vater ist mit seiner Frau und Tochter nach Cannes ins südliche Frankreich abgereist; der Doktor hat Frau Lindner den Aufenthalt im Süden verordnet.“
Es war gut, daß der Postbote bald ging. Georg's Gesicht wurde blau⸗roth und die Adern an seiner Stirn schwollen mächtig an.„Augenblicklich komme herein!“ schrie er seinem Verwalter durch das Fenster zu. Klas fand es zweckmäßiger, seinen Weg nach der Scheune fortzusetzen und darin zu verschwinden.
„Ich bin des Menschen müde, ich will ihn nicht mehr!“ schrie Georg außer sich und nach einer halben Stunde fuhr er mit der Flinte und Jagdtasche nach der Stadt, fest entschlossen, eine neue Ordnung in Lengen zu schaffen.
(Fortsetzung folgt.)
„Kommen Sie
Lose Blätter.
Neue Goldausbeutungen. Die Kalifornier wollen Gold aus der See zu fischen suchen und zu diesem Zwecke eine große Taucherglocke konstruiren. Die Nordküsten Kaliforniens scheinen einen Ueberschuß an diesem edlen Metall zu haben, jedoch sind die Zeiten zwischen Ebbe und Fluth zu kurz, als daß man mit Erfolg an eine Aufarbeitung 0 könnte, und hat man sich deshalb entschlossen, die Arbeit unter der Glocke vorzunehmen. Auch ist noch ein anderer Plan aufgetaucht. Der schwarze Sand, welcher den Meeresgrund deckt, ist reich an Goldstaub. Man will nun einen Schooner mit einer Vacuum⸗Pumpe ausrüsten, die mit einem elastischen Rohre von 15 Centimeter Durchmesser verbunden ist und und den Sand in eine Vacuum⸗ Kammer reißen soll. Man glaubt, hierdurch 2000 Centner per Stunde heben zu können. Der Erfolg wird hierbei immerhin noch von dem Gold— gehalte des Sandes abhängig sein, vorausgesetzt auch, daß die Maschine richtig konstruirt ist und sicher arbeitet. A. B.
Ein Wucherer kam zu einem Geistlichen und bat diesen, daß er gegen den Wucher doch einmal eine tüchtige Lanze einlege.„Seid Ihr von Euren Sünden zurückgekommen?“ fragte der Prediger.—„Ich komme in meinen Geschäften zurück,“ rief der Andere,„denn es pfuschen mir so Viele in das Handwerk, daß es noth thut, diese abzuschrecken, wozu Sie mir helfen sollen.“ W. G.


