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und auf tausend Schwierigkeiten stoßenden Schritt geführt, die An— erkennung seines Sohnes und Erben, lag augenblicklich nicht vor,
mithin erwog er eben garnicht mehr seine Möglichkeit. Eine längere Reise, von der er dann mit Gattin und Kind zurückgekehrt wäre, eine Uebersiedlung nach D., diese Pläne, die er früher schon hin und her überlegt, waren mit so vielen Opfern für seine Person und sein Geschäft verbunden, die er wohl seinem Sohn gebracht hätte, die ihn jetzt aber geradezu thöricht dünkten.
Blanche schien auch nichts an der Aenderung ihrer Stellung gelegen, sie schien nicht einmal daran gedacht zu haben, daß eine solche mit ihrer Eheschließung in Verbindung stehen werde; das
vagabundirende Leben, in dem sie aufgewachsen war, hatte die Be— griffe von Frauenehre und gesellschaftlichen Gesetzen nicht in ihr er— weckt. es ihm, sich selbst und sie in eine Lage zu versetzen, die ihnen Leiden, Kämpfe und Demüthigungen mannigfacher Art verhieß. Er
Je mehr Heddenheim das empfand, um so thörichter schien
wollte sich und ihr das reine ungetrübte Liebesglück erhalten— so sagte er sich selbst— ohne sich zu gestehen, daß für ihn dieses Liebesglück etwas von seinen Wonnen eingebüßt hatte. Die kleine Villa war sonst wie ein Paradies für ihn gewesen, in dem er, gleichsam der realen Welt entrückt, sich ganz dem Zauber hingegeben hatte, in den Blanche's Schönheit und Liebe ihn eingesponnen. Nun empfing ihn dort das Geschrei des kleinen häßlichen Wesens, das ihn an eine getäuschte Hoffnung mahnte, eine derbe Kinder— wärterin spielte eine große Rolle in dem kleinen Haushalt und Blanche selbst erzählte ihm von unruhigen Nächten, von be— äugstigenden Zufällen des Kindes und den Verordnungen des Arztes. Wenn er fragte, ob denn während seiner Anwesenheit die un— angenehme Person mit dem schreienden Kinde nicht in den ent— legensten Winkel des Hauses verbannt werden könnte, damit er mit seinem geliebten, schönen Weibe allein sei wie sonst, dann lachte Blanche, nannte ihn einen grausamen Barbaren und versicherte, die Amme sei eine höchst wichtige Person und müsse sehr rücksichtsvoll behandelt werden, da sie das Kind so schön warte und pflege,„denn ich“, fügte sie dann seufzend hinzu,„verstehe ja garnicht mit ihm umzugehen.“
So geschah es, daß Heddenheim nicht mehr mit der sehnsüchtigen Ungeduld wie sonst der Stunde entgegensah, in welcher er zu
Blanche eilte, daß die kleine Villa außerhalb des geräuschvollen.
Lebens der Stadt nicht mehr seine ganze Welt, sein ganzes Glück umfaßte, ja daß er endlich nicht mehr so regelmäßig wie sonst dorthin zurückkehrte. Er fing an, wieder hier und da eine der völlig fallengelassenen geselligen Verbindungen anzuknüpfen, ein und das andere Mal in den Klub zu gehen oder der Aufforderung eines Bekannten zu folgen, die ihn von Blanche fernhielt. Wenn sie dann fragte, weshalb er nicht gekommen sei und von ihrer zärtlichen Sehnsucht nach ihm sprach, so entschuldigte er sich mit Geschäften und seine Zärtlichkeit wurde dann um so glühender, seine Küsse waren um so heißer.
Allmälich kräftigte sich die kleine Jeanne ein wenig; war sie auch noch immer ein bleiches, unschönes Kind, so hatte doch die dauernde Sorge um sie aufgehört und die Wärterin versicherte, bei guter Pflege und Behütung werde die Kleine sich mit der Zeit kräftig entwickeln. Blanche gehörte nicht zu den Müttern, denen die Beschäftigung mit ihrem Kinde ein sich immer erneuerndes Glück ist; im Gegentheil: da sie nicht mehr um das Leben desselben zu bangen hatte, fand sie keine Veranlassung, sich viel in der Kinder⸗ stube aufzuhalten, die Kleine, die jetzt den Anspruch zu machen be— gann, daß man sich mit ihr beschäftige, wurde ihr leicht unbequem und wenn sie eine halbe Stunde mit ihr getändelt hatte, überließ sie sie gern der zuverlässigen Wärterin, die viel besser als sie selbst mit ihr umzugehen wußte.
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Als der Sommer vorübergegangen war und der Winter mit den dunkeln Tagen und den langen Abenden einkehrte, kamen für Blanche oft Stunden peinigender Langeweile. Sie war weder an Handarbeit, noch an irgend welche häusliche Beschäftigung gewöhnt, Lektüre, Musik, Malerei flößten ihr kein Interesse ein, so wurde die Stille und Einförmigkeit ihres Lebens ihr oft zu einer grenzen⸗ losen Pein. Dem Rausch ihres Liebesglückes war eine gewisse Er⸗
ersehnte ungeduldig sein Kommen, seine Zärtlichkeit war schön- und
wonnig— dennoch, es war etwas Gewohntes geworden und die— nun mehr als zweijährige Sicherheit des Besitzes hatte ihrer Liebe.
etwas von dem poesievollen, umstrickenden Reiz genommen, den sie Anfangs auch für Blanche gehabt. Heddenheim kam ja auch nicht mehr wie sonst an jedem Tage, sie erwartete ihn oft vergeblich und die Stunden wurden dann so lang und so öde. So geschah es, daß sie hier und da einmal sogar mit einer Art von Sehnsucht an ihr früheres Leben zurückdachte, das ihr wenigstens Aufregung und Abwechselung gebracht hatte. Und da kam ihr dann endlich auch die Frage, weshalb sie eigentlich so einförmig und einsam leben müsse. Zuerst— ja, da hatte sie Beide ihre Liebe ganz ausgefüllt, es war so neu, so wundervoll gewesen, dann war sie leidend geworden, sie hatte nichts bedurft als Heddenheims zarte Aufmerksamkeit, seine unerschöpfliche Fürsorge, dann kam die Krankheit des Kindes— nun aber, warum führte er sie nicht in die Welt, warum durfte sie nicht die Zerstreuungen genießen, nach denen sie verlangte? Und als sie erst gedacht hatte, war es auch schnell ausgesprochen.
„Warum hältst Du mich wie eine Gefangene?“ sagte sie,„ich bin jung und sehne mich danach fröhlich zu sein und Alles zu ge— nießen, was die Welt bietet; und ich bin ja auch schön“, fügte sie schmeichelnd hinzu,„bist Du nicht stolz darauf, daß die Menschen Deine schöne Frau sehen?“
Heddenheim fühlte, daß dieser Wunsch nur zu natürlich war, wie unrecht und selbstsüchtig von ihm, nie daran gedacht zu haben, daß Blanche's Leben ein freudloses und einsames war! Gleichzeitig aber empfand er die ganze Pein, die für ihn darin liegen würde, sie als seine Frau in die Welt zu führen. Ihre Schönheit war bezaubernd, er liebte sie heiß und leidenschaftlich, doch sie als seine Gattin in seinen Kreis treten lassen, sei, ohne Bildung, ohne gesellschaftliche Formen, mit ihrer Vergangenheit, dem Urtheil anderer Frauen aussetzen— unmöglich, sein Stolz bäumte sich da— gegen auf..
Er fuhr sich mit der Hand über die heiße Stirn und sagte: „Geliebtes Herz, was man in unserer steifen Gesellschaft Vergnügen nennt, würde Dich nicht amüsiren.“
„So bringe mich nicht dahin, wo es steif und langweilig ist, lasse uns froh sein.“
„Kannst Du es nicht mit mir sein, Blanche?“ fragte er, sie küssend.
Sie schmiegte sich an ihn.„Gewiß, wenn Du immer bei mir wärest— aber dann, Liebster, ich bin doch noch jung, und will neben unserer Liebe auch einmal lustig sein.“
„Glaube mir, Geliebte, dahin, wohin ich Dich, meine Frau, die meinen Namen trägt, nur führen könnte, würdest Du Dich un— endlich unbehaglich und gequält fühlen; verstehe mich recht, Blanche, man muß es eben von der Jugend her gewöhnt sein, in solchen Kreisen zu leben und sich zu bewegen.“
Sie seufzte und antwortete halb traurig, halb schmollend:„Dann
hättest Du mich nicht heirathen sollen, wenn Du mich als Deine
Frau in einen Kerker einsperren wolltest.“
Er lächelte.„Nun, dieser Kerker ist eben nicht allzu trostlos.“
Sie zuckte die Achseln.„Was nützt mir alles Schöne hier, wenn ich allein bin und mich langweile. Damals als ich noch mit Mr. White herumzog, waren die Männer glücklich, wenn ich ihre Feste besuchte, mit ihnen in's Theater ging oder dergleichen.“
„Blanche!“ schrie Heddenheim auf. Was in diesem Moment sein Herz zusammenkrampfte, war nicht nur leidenschaftliche Eifer— sucht, sondern mehr als das, der Stolz des Mannes, der um die Ehre seines Weibes zittert.
Sie sah ihn ruhig an.„Nun? Du weißt ja doch, wie sie sich um die Gunst der schönen Blanche bemühten, ohne sie zu gewinnen: sie waren mir Alle so gleichgültig— bis Du dann kamst. Aber die Feste mit Champagner und Blumen und Tanz waren schön. Gustav, gieb mir ein solches Fest, nur einmal.“
„Das ist unmöglich, Blanche, so wie Du es meinst, unmöglich,“ antwortete er gepreßt,„ich will es mir überlegen, wie ich es am besten für Dich und— mich einrichten kann.“
Er fühlte plötzlich ein unsägliches Mitleid mit ihr, und seine Liebe wallte heißer und zärtlicher denn je in ihm auf. Ihm wurde es klar, wie er auch ihre Zukunft gestalten mochte, Blanche konnte nicht glücklich sein. Er brachte ihr reiche Geschenke, als ob er da—
nüchterung gefolgt— ja, sie liebte auch jetzt noch Heddenheim, sie
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