Ausgabe 
4.7.1886
 
Einzelbild herunterladen

fur

au on. le ind erte eit, die er ide der ren en, bas lch ber⸗ en fen len. lte, icht

sie und f was

sie heit den iebe mit daß die fer, 8, und ihr

Auma

mer!

st in denn gel-

also

auen

aus⸗ oden sind.

but En.

ien, den, Drg⸗ und gen g auf lkas, oben, lber 5toff, oder 0 zu bn eiten chen 10

au

e

eee eee

215..

gesticktem Crépe lisse oder aus Krepp, überschüttet mit wogenden Perlen gehängen und umflattert von zierlichen Schleifen.

Ich will nicht noch einmal die ganze Reihenfolge der modernen Sommer kleider-Stoffe hier aufzählen; sie werden meinen Leserinnen aus früheren Berichten bekannt sein, und so möchte ich nur deren einzelne, diejenigen, welche die meisten Erfolge haben, herausgreifen. Zu diesen gehören die Seidenfoulards und die leichten, seidig-glänzenden Spitzen- oder Guipüre stoffe aus Mohairwolle. Freilich erfordern letztere, wenn sie, in schönem, dichtem Gewebe, ihre Eleganz bewahren sollen, ein seidenes Unterkleid und seidenes Taillenfutter: Requisiten, welche übrigens die meisten Durchbruchs stoffe beanspruchen. Doch will ich hiermit nicht etwa den bescheidenen Geschmack stutzig machen: eine Unterlage von Satinette hilft in manchen Fällen auch aus der Verlegenheit. Jeder nach seinem Geschmack und vor Allem nach seinem Geldbeutel! Am hübschesten und modernsten sind die Kleider aus Spitzenstoffen in Schwarz und in Tabakbraun. Der flatternde Rock erhält, wie oben bereits angeführt, am untern Rande einen handbreiten Saum und darüber lange, wogige Draperien, die durch Band-Verschlin gungen und Bandschleifen gehalten werden. Kein weiterer Ausputz daran! Nichts von Spitzen, die den Eindruck des Spitzenstoffes stören, das Kleid überladen würden!

Es giebt überhaupt keinen beliebteren Schmuck an den Sommertoiletten als Bänder, und besonders sind es die Pikotbänder aus Faille in der Breite von sechs Centimeter, welche man dazu verwendet. Nach ihnen erst kommen die gleich breiten Atlas- und Sammetbänder. Diese wie jene ver binden die Draperien miteinander, indem sie in Schleifen geschürzt werden, oder sie dienen, in Büschelschleifen oder Rosetten geordnet, zum Aufraffen, oder als Garnitur der linken Seite des Rockes. Meist finden sich dann Schleifen oder Rosetten auf dem Leibchen und den Aermeln wieder.

Im Allgemeinen werden die sommerlichen Tageskleider eines einfacheren Gepräges sehr wenig garnirt; was man sonst unterGarnitur verstand, wird für die Luxustoilette reservirt, und, außer den Bändern und den in den Stoff gearbeiteten Stickereien, sieht man das, was man jetztGarnitur nennt, durch die Mischung der Stoffe vertreten. So schmückt man die einfarbigen Foulardkleider vielfach mit gemustertem Foulard aus: solchem mit kleinen Blumen, noch mehr aber mit Erbsen bedruckt, und das gleiche Genre findet seinen Ausdruck auch in Baumwollenkleidern. Zu den seidenen Foulardtoiletten bereitet man, für die Bäder, kleine Mantelets paysaune Louis XV. aus übereinstimmendem Stoff. Man besetzt sie mit dicken Rüschen aus demselben Gewebe oder mit einem krausgezogenen Volant, eingefaßt mit einfarbigem Foulard in der Nüance der Blümchen oder Erbsen. Ein niedlicher Capüchon mit einem Futter, das dem Einfaßsaum entspricht oder, bei dem Rüschenbesatz, mit einem Futter aus bedrucktem Foulard, vervollständigt das Mäntelchen. Andere Anzüge werden aus weiß und farbig liniirtem Foulard gefertigt und mit einfarbigem Foulard verziert. Sehr begünstigt sind in Foulards: blauer oder groseille-rother Grund mit weißen Erbsen, grauer Grund mit lila Veilchen, ibisfarbener Grund(ein zartes, gelbliches Rosa) mit braun und grün schattirten Blättchen, moos grüner und olivengrüner Grund mit ausgestreuten Erdbeeren in den ver⸗ schiedenen Tönen der Grade ihrer Reife.

Die purpurrothen und mohnblumenrothen Foulardkleider werden ihre

länzende Farbe am Strande oder in anderen fashionablen Badeorten zur schönsten Wirkung bringen. Diese Roben erhalten als Ausputz cremefarbene Spitzen, und dazu gedenkt man eremefarbene, durchbrochene Strohhüte Braganza zu tragen, welche als Garnitur nichts weiter haben als ein Büschel großer Mohnblumen.

Ueberhaupt begünstigt man das Roth, wenn auch nicht immer als so leuchtendes Beispiel; aber man wählt es gern(in Verbindung mit Roh- gelb und Ficelle: Etamine, Wollenspitzenstoff ꝛc.) zu Unterkleidern, von welchen ein kleines Fußplisse vorsieht, zu Chemisetts, Gürteln, Stehkragen und Aermel Garnituren. Diese Farben-Komposition ist eine sehr glückliche und solide, da weder die Sonne noch die Seeluft ihr etwas anhaben können.

Wieder ein anderer Geschmack versucht, Roth und Blau zusammenzu stellen. So wurde ein in russische Falten gelegter, rother Foulardrock von einer fayence-blauen Tunika begleitet, welche auf den Hüften kokett geschürzt und im Rücken bauschig drapirt war. Ein kurzes, fayencerblaues Jäckchen mit rothem Stehkragen und solchen Aermel-Aufschlägen öffnete sich vorn über einem gefältelten, rothen Chemisett.

Das Lila, das zarte, blasse Lila(Ophelien⸗, Heliotrop⸗, Malvenfarbe) ist in Kleidern ebenfalls geschätzt, allein in seiner Einheit, wie im Verein mit Rahmgelb. Dann hat man die lebhafte Feuerfarbe wieder aufgenommen, aber um das Grelle derselben zu mindern, giebt man ihr ein blasses Blau, Créme oder Rohgelb als Geleit. 5 8 5 5

Ich erwähnte zu Anfang den breiten Gürtel Direktoire und ich denke wohl, daß es nothwendig ist, ein paar erläuternde Worte darüber nachzu fügen. Er wird gern zu kurzen Taillen von großen, schlanken Damen ge tragen. Man bereitet ihn aus Seidenstoff oder Band über steifer Unter lage, schließt ihn an der Seite unsichtbar mit Haken und Oesen und ziert ihn vorn mit zwei voneinander getrennten Reihen großer Knöpfe, jede zu dreien. Er umspannt entweder ein Leibchen oder ein leicht bauschiges Chemisett. 1 a

Und um keine Lücke zu lassen, will ich auch noch des Amazonenleibchens gedenken, das man gern zu Wollenkleidern einfacher Eleganz trägt. Dasselbe öffnet sich oben und zwar in Herzform über einem Serviteur: eine Art von gesteiftem Chemisett aus weißem Leinen oder Piqué, genau wie der Chemisetttheil an den Oberhemden der Herren, gauz glatt oder mit Mittel- falte, oder an beiden Seiten je mit einem weißen oder bunten Motiv be⸗ stickt, in der Mitte mil zwei kleinen Knöpfen aus Bourguignon- Perlen, schwarzer Perlmutter oder aus Gold geschlossen. Der Serviteur ist mit einem Stehkragen versehen, um welchen man eine kleine Herrenkravatte legt, weiß, schwarz oder farbig; man bindet die Kravatte vorn in eine kurze Schleife. f

Das Jaquette tailleur erfreut sich nach wie vor der Triumphe, und es wird ebensowohl von den jungen Mädchen und Frauen wie von denjenigen, welche nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt sind, gewählt. Es läßt sich schwer sagen, wann man aufhören soll, das Jaquette zu tragen; das Aussehen, die Figur entscheiden.Elle wa que Page, qu'elle parait,

sagt der Franzose so galant von der Frau. Wie dem nun sein mag, das

Jaquette erhält sich bei der Damenwelt in unveränderter Gunst; es ist be quem, distinguirt, chie; man fertigt es aus feinem Tuch oder aus Phantasie tuch, das man durch ein Seiden- oder Atlasfutter verschönt, und giebt ihm einen sehr hohen Stehkragen, einen umgeschlagenen Stehkragen oder einen kleinen Shawlkragen. Im Allgemeinen ist es im Rücken anliegend, vorn lose.

Als leichtere Umhüllung an wärmeren Sommertagen oder Abenden hat man für junge Mädchen anmuthige Kamails entstehen lassen, aus durch brochenem Wollenstoff, aus Kanevas oder aus gleichem Gewebe wie das Kleid, welche vorn eine Pelerine bilden und im Rücken mit einem zierlichen Kapüchon ausgestattet sind; letzterer ist mit gestreiftem oder changirtem Surah gefüttert.

Der große runde Hut mit breiter Krämpe wird für den Aufenthalt in den Bädern reservirt; höchstens, daß man ihn einmal im Wagen oder zu irgend einer eleganten Lustbarkeit trägt. Für die Straßen der Stadt ist der runde Hut mit hohem Kopf und mehr schmaler Krämpe, die hinten verkürzt und auf der einen Seite hochgeschlagen, oft auch zugleich hinten, die beliebteste Kopfbedeckung in runden Formen. Man begünstigt dazu be sonders das Diamantstroh, das vielfach in zwei Farben geflochten, das Pailasson mit Knötchen, das englische Stroh, beide Arten schwarz, weiß oder farbig, und das italienische Stroh. Für junge Mädchen sieht man häufig weiße oder gelbe Strohhüte; sie werden mit Creme, Beige, Marine blau oder Schwarz garnirt, Farben, die einerseits in Spitzen und Krepp⸗ gewinden, andererseits in umfangreichen Bandschleifen zur Geltung kommen. Je nachdem fügt man Blumen hinzu: Mohnblumen, Heckenrosen, Rosen knospen, blaßblaue Korublumen, Marguerites, Hyaneinthen. Auch vertritt oft ein umfangreicher Blumenstrauß allein den Ausputz.

Reizend sind die Capotehütchen der Damen mit ihren Guirlanden von Veilchen, Rosen, Heliotrop, gelben Kamillen ꝛc., verschleiert durch Seiden tüll in der nämlichen Nüance. Der Fond wird durch ein leichtes Gitter werk aus Perlen oder Stroh oder durch eine Guipürespitzen- Arbeit, aus Stroh und Roßhaar vereint, gebildet. Man trägt dazu nach Belieben Kinnbänder oder unterdrückt sie, obgleich letzteres selten elegant wirkt. Wenn man Bindebänder wählt, so schürzt man eine kurze Schleife unterhalb des Kinns, hebt Schlingen und Enden auf und steckt sie nach dem Ohre zu am Bande mit einer Ziernadel oder ein paar durch eine Kette verbundene Nadeln fest, so daß es wie elle Art Cravatte aussieht, welche das Kinn um rahmt. Die Schleife unter dem Kinn herabfallen zu lassen, ist veraltet. Was die Formen betrifft, so streiten sich Capoten, Bequins und Manons mit gleichem Erfolge um den Rang; sie sind insgesammt so klein wie möglich und lassen ihre Blumen- und Schleifen-Aigrette hoch emporstreben.

Die ganz schmalen Bänder, cométes genannt, aus Großgrain, Faille und Atlas, zumal mit Picoträndern, kommen mehr und mehr in Aufnahme. Sie schmücken in umfangreichen Schlingenbüscheln und in Rosetten die Hüte und die Morgenhäubchen und finden sich auf den Krepp- und Spitzen⸗ Plastrons, auf den Jabots, den Schuhen, den Kleidern und den Wäsche Gegenständen wieder.

Kot ait!

Giftige Spinnen. Die schwarze Spinne, die in allen sandigen und Steppengegenden Turkestans sehr häufig ist und von den Eingeborenen Kara⸗Kurt genannt wird, findet sich in der Stadt Lombano so massenhaft vor, daß diese deshalb im ganzen Lande in Verruf ist. Nicht größer als ein Fingernagel, von schwarzer nde lebt diese Spinne im Grase und auf dem Sande, soll aber mehrere Fuß weit springen können. Daß ihr Biß Pferden und Kameelen gewöhnlich tödtlich ist, steht fest; die Kirgisen des nördlichen Turkestan, die an den kleinen Gebirgsflüssen der Alexauderkette leben, sollen alljährlich viele ihrer Thiere durch den Biß der dort besonders häufig vorkommenden Spinnen verlieren. Im Allgemeinen herrscht unter dem Volke die Ansicht, daß das Gift der Kara-Kurt auch bei Menschen meist tödtliche Wirkung habe, doch ist es bisher keinem europeischen Reisenden gelungen, wirklich Authentisches darüber zu erfahren. Die Kirgisen be haupten, daß die Spinne nicht im Stande sei, über wollenes Zeug zu kriechen, deshalb lassen sie sich nie am Boden nieder, ohne zuvor die große filzene Kaschmah unterzubreiten, eine Praxis, die von ihnen schon auf das russische Militär in Turkestan übergegangen ist. Daß man übrigens nicht allzuviel von dieser gewiß vielfach sagenhaften Spinne weiß, kann nicht wundern, geht es doch ihrer berüchtigten Genossin Europa's, der Malmi gnatte, nicht besser. Seit 1788 im Toskanischen bekannt und wegen ihres vorzüglich zur Zeit der Hundstage giftigen Bisses gefürchtet, erschien sie erst 1830 in Spanien in größerer Menge, trat dann 1833 und 1841 wieder häufig auf, und doch giebt der gemeine Mann jener Gegenden bald dieses, bald jenes Thier für die Malmignatte aus. Auch scheint die Furcht vor diesem Thiere mehr auf Aberglauben und Unwissenheit, als auf Wahr heit der Beobachtung zu beruhen, da in drei bis vier Tagen die Wirkungen des Giftes auf Muskel- und Nervensystem durch reichlichen Schweißausbruch beseitigt werden können. 1

Der gascognische Dichter Goudouli wankte dem Grabe zu, als ihm einer seiner Bekannten begegnete.Wie geht es Ihnen, Goudouli?! war die Frage des Herrn. Goudouli schlug mit seinem Stocke auf die Erde.Sie sehen es, sagte er,ich klopfe, daß man mir öffne. W. d.

*

2 *

2

2

8